Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung zu den Aussichten von Rosenthal startet am
tiefsten Punkt der Wanderung, dem Parkplatz vor der Ortschaft Ottomühle. Der
Parkplatz ist so groß und die Wanderregion so abseits der großen
Wandergebiete, dass man hier immer ein Plätzchen findet. Man startet die Wanderung
auf einem kleinen, unscheinbaren Pfad, der an der Seite des Parkplatzes
beginnt, an der der überdachte Rastplatz steht. Der Weg führt auf die Felsen zu, um dann kurz vor dem Felsen
links abzubiegen und
an der Rückseite des Parkplatzes langzugehen. Der Pfad geht zwischen dem
Bächlein Biela und den Felsen entlang. Ungefähr an der anderen Seite des Parkplatzes stößt die
gelbe Wanderwegmarkierung
hinzu und es geht weiter auf dem schon eingeschlagenen Pfad. Zwischendurch
macht der markierte Weg einen sehr netten Abstecher nach rechts hoch zu
einer wirklich schönen Aussicht. Man könnte diesen Schlenker auch auslassen
und einfach nur weiter geradeaus wandern, aber wir empfehlen den keinen
Aufstieg zu unternehmen.
Es geht ein paar Stufen und einen kleineren
Aufstieg hoch, um dann oben an einer Aussicht namens Herkulessäulen einen
grandiosen Ausblick auf die Felsnadeln dieses Namens zu genießen. Die Große und Kleine
Herkulessäule scheinen bei Kletterern ziemlich beliebt zu sein, auch wenn
ich es mir nicht vorstellen kann, an so einer
wackligen Nadel
hochzusteigen. Trotzdem finde ich es immer wieder faszinierend, dieser
besonderen Gruppe Besucher der Sächsischen Schweiz beim Sport zuzusehen. Der markierte Weg
führt wieder herunter auf den ursprünglichen Pfad. Das macht zwar einen
ziemlich dämlichen Eindruck, da es gleich wieder aus dem Bielatal heraus
geht, aber an der Herkulesaussicht haben wir keinen Aufstieg aus dem Tal
entdeckt. Dieser Abstecher hat sich auf jeden Fall, alleine schon für den
Durchstieg unter dem umgefallenen Felsen, gelohnt. Nach weniger als 100
Metern geht es, wie schon gesagt, nach rechts den Hang wieder hinauf. Der
Aufstieg erfolgt über ein paar Stufen, und nachdem man dieses kleine Stück
geschafft hat, geht es an der Felskante nach links. Nach ein paar Metern
erreicht man ein kleines Haus, das direkt an der Felskante steht. Diese
sogenannte Kaiser Wilhelm Feste ist noch nicht so alt, wie man vermuten könnte. Das
letzte Mal ist sie 1992 neu saniert bzw. rekonstruiert worden. Es ist immer wieder schön, aus den Fenstern runter ins Tal zu blicken. Ein
Gebäude bietet immer mehr den sichereren Eindruck, als wenn man nur an
einem Geländer in die Tiefe schaut. Als wir im Sommer 2007 mal wieder aus
dem Fenster blickten, lag auf dem Fensterbrett eine kleine tote Fledermaus.
Dass sie wirklich dort auf dem Fensterbrett gestorben ist, konnten wir uns nicht vorstellen, aber
es war super interessant, so einen kleinen Flattermann aus der Nähe zu sehen.
Leider haben wir unseren Fotoapparat nicht so gut beherrscht, dass wir von
dem Zwerg ein scharfes Bild hinbekommen hätten.
Die Wanderung geht weiter an der Kante des Bielatals entlang und ist immer
noch mit dem gelben Punkt markiert. Auf der linken Seite bieten sich noch
mehrere Aussichten an, von denen man ins Bielatal hinuntersehen oder die
Felsen auf der
anderen Seite bestaunen kann. Kurz bevor der markierte Wanderweg
zur Fahrstraße zwischen Schweizermühle und Rosenthal absteigen würde,
empfehlen wir einen Ausflug nach rechts. Hier steht an der Felskante ein
runder Turm, der einen kleinen Ausblick liefert. Das schönste, das man von
der Aussicht sehen kann, ist ein wunderbar saniertes Wohnhaus. Hier hat
irgendjemand ein altes Gebäude so erstklassig wieder neu aufgebaut, dass ich
großen Respekt davor habe. Ich bin, kurz bevor die Sanierung begann,
durch die Ruine geschlichen und habe es nicht für möglich gehalten, dass man
dieses Gebäude noch retten könnte. Aber der jetzige Besitzer hat es gewagt
und ein sehr schönes Ergebnis erzielt. Für den weiteren Weg bieten sich im
Moment zwei unterschiedliche Varianten an. Die offizielle Variante ist, dass
man wieder bis zum markierten Weg zurück geht und dort bis zur Fahrstraße
absteigt und auf der Vorderseite des Hauses auf der Straße in Richtung
Rosenthal entlang wandert. Die Variante, die wir gewählt haben, ist von dem
kleinen Turm weiter auf einem unscheinbaren Pfad zu wandern. Man erreicht
bald das ehemalige Ferienheim der Bundesbahn. Dieser große Komplex wird seit
mehreren Jahren versucht zu verkaufen, aber irgendwie scheint es in dieser
hinteren Ecke von Deutschland sehr schwierig zu sein, einen Käufer zu finden.
Man erreicht den ganzen Gebäudekomplex auf der Rückseite und dann führt der
Weg vor dem größten Gebäude, vermutlich das ehemalige Bettenhaus, entlang.
Auch wenn die Zufahrt auf der Vorderseite zum Gelände ziemlich verschlossen aussieht, das rechte
Fußgängertor ist normalerweise unverschlossen. Nachdem man entweder auf der
Fahrstraße oder durch das Ferienheim den Waldrand erreicht hat,
geht es über die Straße hinüber und dort am Waldrand weiter. Kurz hinter der Straße verlässt die Wanderung
die Wanderwegmarkierung und es geht noch ein paar Meter am Waldrand entlang,
um dann nach rechts aufs freie Feld abzubiegen. Es geht auf Rosenthal bzw.
das Alte Vorwerk zu. Das Alte Vorwerk ist eine riesige Scheune, die
früher mal zum „Großen Gut“ von Rosenthal gehörte. Heutzutage ist in das
Gebäude ein Fensterbaubetrieb eingezogen. Von diesem Gebäude geht es nach
rechts am Ortsrand entlang, bis die erste Möglichkeit nach links auf die
Hauptstraße führt.
Hier überquert man die Straße, um dann gegenüber neben dem ehemaligen Großen Gut schon wieder aus Rosenthal
heraus zu wandern. Der Weg führt rechts neben der Schule unmarkiert aufs
Feld hinaus. Der Weg steigt mit einer sehr angenehmen Steigung aufwärts.
Zwischendurch passiert man mindestens zwei Tümpel, die mit dem Buschwerk
drumherum ein rechtes Vogelparadies sind. Nachdem man den kleinen Bachlauf überquert hat, geht
es auf dem Hohlweg bis zum nächsten Forstweg weiter. Auf dem sogenannten Brandweg
wandert man jetzt nach rechts. Der Weg geht bald am Waldrand weiter,
bis als nächstes eine größere Waldkreuzung kommt. Auf der Wanderkarte
sieht die Kreuzung und damit der weitere Wanderweg sehr einfach aus, aber in
der freien Natur haben wir schon ziemlich gerätselt. Auf jeden Fall geht es
in der Verlängerung zu der bisherigen Richtung weiter. Man wandert nur
ein paar Meter (höchstens 50 Meter) auf dem grün markierten Weg nach rechts,
um dann links auf dem unmarkierten Weg weiter zu wandern. Der Weg macht
einen unscheinbaren Knick, da er weiterhin parallel zum Waldrand
verläuft. Nach ungefähr 800 Metern überquert man den Wanderweg mit dem roten
Strich und dem grünen Punkt als Markierung. Nach noch mal 1,2 Kilometern erreicht
man die Wanderwegmarkierung grüner Strich. Genau an dieser Wegkreuzung
befindet sich eine besonders schöne Aussicht. An dieser Aussicht ist ein überdachter Rastplatz. Von hier hat man einerseits einen
hervorragenden Ausblick über ganz Rosenthal und bei klarem Wetter kann man
runter bis ins Dresdener Elbetal blicken. Ich finde diese Aussicht immer
wieder sehr schön und ich habe bis jetzt immer eine mehr oder weniger lange
Rast hier oben eingelegt.
Nach einer sehr netten kleinen Erholung geht die Wanderung weiter auf dem
Weg, der parallel zum Waldrand verläuft. Auch wenn es nach ein paar Metern
nicht mehr so aussieht, aber der Waldrand ist tatsächlich höchstens 100
Meter nach rechts entfernt. Was wirklich immer wieder verwunderlich ist,
dass auf dem Weg am Waldesrand eigentlich nie irgendjemand unterwegs ist.
Hier wandert man fast immer alleine. Das ändert sich auch nicht, wenn man am
Ende des Weges ankommt und dann nach rechts auf die Fuchsbachstraße abbiegt.
Hier ist der Weg mit dem gelben Strich
markiert. Als wir die Wanderung unternommen haben, hat es ziemlich
angefangen zu schütten und so haben wir uns in einer kleineren Schutzhütte
an der nächsten Wegkreuzung untergestellt. Hier saß schon eine Dame, die mit
dem Fahrrad aus Rosenthal hoch gekommen war. Wir unterhielten uns über die
faszinierende Qualität der Waldwege. So ist die Fuchsbachstraße, obwohl es
nichts anderes ist als ein normaler Waldweg, im Sommer 2007 nagelneu
asphaltiert worden. Die Dame meinte, dass damit die Waldwege in einem viel
besseren Zustand sind als die Straße nach Rosenthal hoch. Damit hat sie
vollkommen recht.
Von dieser Wegkreuzung geht es weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung
in die Richtung des Grenzübergangs
Eulenthor.
Da die Wanderung aber nicht
Deutschland verlässt, geht es genau vor dem Schlagbaum nach rechts weiter.
Der Weg verläuft ziemlich knapp neben der Grenze entlang, bis der Wanderweg
an einer alten Wegsäule nach rechts ins Bielatal abbiegt. Der Weg führt
durch den Dürrebielegrund abwärts. Ganz besonders interessant sind die
Felsnadeln am rechten Wegesrand. Irgendwie sehen gleich mehrere Felsen so
aus, als wenn sie jeden Moment umfallen würden und ganz bestimmt nicht schon
mehrere hundert Jahre so seltsam da herum stehen könnten. Ganz besonders
fällt einem beim Vorbeiwandern die Dürrebielenadel auf. Ich finde immer,
dass dieser Felsen so aussieht, als wenn ihn der nächste Windstoß in den Grund schubsen wird. Der Weg runter ins Tal ist sehr
angenehm zu wandern, und was wirklich verwunderlich ist, dass man auf dem Weg
durch den sehr schönen Dürrebielegrund fast nie irgendjemanden antrifft.
Am Ende des Grundes verlässt man an der Steinsäule den gelb markierten Weg
und es geht nach rechts im eigentlichen Bielatal weiter. Wenn ich das
richtig verstanden habe, dann heißt der Bach auch erst ab der Wegkreuzung
Biela. Der Bach, der von rechts kommt, heißt bis dahin Hammerbach und der
Bach, an dem man gerade durch den Grund entlang gewandert ist, heißt Dürre Biela. Den Namen Dürre Biela kann ich sehr gut verstehen, da
sich selbst bei
einem normalen Regen in dem Bachlauf kein Wasser befindet. Das letzte
Teilstück der Wanderung führt durch das Bielatal immer in der Nähe des
Baches entlang. Der Weg ist ein sehr großzügig ausgebauter Forstweg, der
leider nur ein paar wenige Ausblicke auf die Felsen ermöglicht. Aber das
liegt einfach daran, dass hier der Wald noch sehr ordentlich dicht ist. Nach
einer Strecke von ca. 1,8 Kilometer erreicht man die ersten Häuser der
Miniortschaft Ottomühle und damit ist diese Wanderung schon fast beendet.
Entweder wandert man jetzt gleich die letzten paar Meter quer durch die
Ortschaft bis zum Ausgangspunkt der Wanderung oder man lässt die Wanderung
in der Gaststätte oder dem Kiosk der Ottomühle nett ausklingen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal) oder
247
(Schulbus Langenhennersdorf - Bahra - Rosenthal)
Auto:
B172 - Köingstein - Bielatal - Ottomühle.
Empfohlener Parkplatz:
Ottomühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
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