 Die
Wanderung Cottaer Spitzberg startet im Zentrum vom Kurort Berggießhübel am
Besucherbergwerk (www.marie-louise-stolln.de).
Hier empfehlen wir, einen Ausflug in die Unterwelt durchzuführen, weil es
einfach super interessant ist zu erahnen, wie mühselig früher Eisenerz
abgebaut wurde und wie durchlöchert die Erde unter der Wanderung ist. Ganz
besonders interessant ist der Emmaschacht, der bei der Besichtigung gezeigt
wird, da man gleich auf den ersten paar Metern der Wanderung das obere Ende
bzw. den Betrieb darüber entdeckt. Die Wanderung startet vom Parkplatz bzw.
dem Besucherbergwerk in Richtung der großen Kreuzung. Die Hellendorfer
Straße muss nur überquert werden, um gegenüber den kleinen Park zu betreten.
Auf
der rechten Parkseite ist noch ein altes Viadukt der ehemaligen Bahntrasse
zu erkennen, welche aber heute als Fuß- und Radweg benutzt wird. Der kleine
Park wird nur einmal durchquert, indem es nach links oben geht. Hier oben
steht ein wieder aufgebauter Pavillon mit einer sehr schönen Steinbank.
Links vom Pavillon verlässt die Wanderung den Park und geht dann über den
Pfarrweg auf die Straße Kirchberg. Der Straße Kirchberg folgt man nach links
weiter den Berg hoch. Auf der linken Straßenseite tauchen nach ein paar
Metern ein paar Gewerbehallen (www.bergi-plast.de)
auf, in denen auch das obere Ende des Emmaschachts mündet. Wenige Meter
später weist auf der rechten Straßenseite ein Schild den Weg zur
Panoramahöhe. Hier geht es nach rechts aus der Ortschaft hinaus.
Ab
der Straße ist der weitere Weg mit dem grünen Punkt
markiert. Zuerst führt der Weg über ein Feld und dann erreicht man den Wald
um die Panoramahöhe. Komischerweise stößt mit dem Waldweg die Zufahrtsstraße
zur Panoramahöhe dazu, die aber zum Glück nur selten befahren wird. Der Name
Panoramahöhe ist leicht irreführend, da der Hügel vollständig bewaldet ist
und man erst durch den Aufstieg auf den Bismarckturm eine Aussicht erhält.
Dieser Bismarckturm ist über 100 Jahre (Einweihung am 09.09.1900) alt und
durch eine Höhe von 25 Meter kann man ganz gut über die Baumwipfel das
eigentliche Panorama genießen.
Nach diesem Ausflug auf die Panoramahöhe geht es auf der Verlängerung des
Weges, den man heraufgekommen ist, weiter. Der Weg ist weiterhin mit dem
grünen Punkt markiert. Die Wanderung führt wieder den Berg hinab, bis wenige
Meter vor der Straße ein Pfad nach rechts abbiegt. Diesem Pfad folgt man
wenige Meter am Waldrand entlang, um dann gleich wieder nach rechts
abzubiegen. Eigentlich sollte dieser Weg mit dem grünen Strich
markiert sein, aber irgendwie habe ich hier keine Wanderwegmarkierung
entdeckt. Der Weg führt an der
Seite
der Panoramahöhe ein ganzes Stückchen wieder zurück und steigt dann nach
Giesenstein herunter. Man erreicht die Ortschaft an dem sehr gepflegt
wirkenden Hammergut Giesenstein. Hier sollte man nur einen kleinen Abstecher
zur Vorderseite des Gebäudes unternehmen, da es von dort noch netter
aussieht.
Die Wanderung geht auf der Brücke am Hammergut über die Gottleuba und
überquert die Hauptstraße, um dann auf der gepflasterten
Thomas-Müntzer-Straße wieder aus dem Tal herauszusteigen.
Nach
einem kleinen Stückchen bergauf erreicht man den ehemaligen Kalkofen von
Giesenstein. Hier ist in weit vergangenen Zeiten Kalk zum Düngen und zum
Bauen gebrannt worden. Die Wanderung verlässt den markierten Wanderweg und
steigt links von dem Denkmal weiter den Hang hoch. Ungefähr nach 800 Metern
erreicht man eine Ebene, auf der nach rechts ein unauffälliger Feldweg
abzweigt. Der Weg führt an einem Feldrain entlang und endet auf der anderen
Seite im Wald. Hier beginnt dann eine extrem ruhige Waldwanderung, die sehr
einfach zu finden ist, da es konstant geradeaus geht. Nach 1,8 Kilometern
erreicht man linkerhand den Jagdstein. Den kleinen Aufstieg auf die Aussicht
sollte man unternehmen, da es sich um einen sehr schönen und angenehm
ruhigen Platz handelt. Von der Aussicht Jagdstein sieht man vor sich die
Ortschaft Gersdorf, die auch das nächste Ziel der Wanderung ist. Dazu muss
man wieder auf dem bekannten Weg von der Aussicht heruntersteigen und nach
links bis zur Straße weiterwandern. Der Gersdorfer Straße folgt man wenige
Meter nach links, bis wiederum nach links ein Weg am Waldrand abbiegt.
Dieser Feldweg ist mit dem gelben Strich
markiert und führt bis runter auf die Dorfstraße von Gersdorf. Dieser Straße
geht es nach rechts bis zur nächsten größeren Kreuzung hinterher, hier geht
es auf einem Stück von 200 Meter nach rechts über die etwas mehr befahrene
Gersdorfer Straße. Markiert ist der Weg mit der grünen Wanderwegmarkierung
.
Nach den besagten 200 Metern biegt die Straße nach rechts ab und die
Wanderung geht weiter geradeaus auf einer ruhigeren Straße. ¾ Kilometer
hinter der vielbefahrenen Straße verlässt man nach links auch die ruhigere
Straße und steigt den Hang hinauf. Ein unauffälliges Schild weist auf das
nächste lohnenswerte Ziel hin:
Gersdorfer Ruine. Bis zu dem Zeitpunkt der Wanderung konnte ich überhaupt
nichts mit der Bezeichnung Gersdorfer Ruine anfangen und so bin ich in dem
Wald ziemlich ratlos hin und her geirrt und war mir fast schon sicher, dass
die Ruine vollständig verschwunden sein müsste, bis ich dann doch noch mal
nach links an der oberen Kante entlang gewandert bin. Nach einer armselig
kurzen Strecke von 150 Metern habe ich dann endlich diesen wirklich
lohnenswerten Platz gefunden. Es ist beeindruckend, mit was für riesigen
Steinen das Gewölbe gebaut worden ist. Das Gebäude soll um 1800 als
Jagdunterstand gebaut worden sein.
Von diesem mächtigen Steinhaufen geht die Wanderung wieder ein kleines
Stückchen, bis zum Aufstieg, zurück und dann oben weiter geradeaus. Der
erste ½ Kilometer ist noch mit dem grünen Strich markiert und dann wechselt
die Markierung in den grünen Punkt
und es geht weiter in Richtung Felsenbrücke/Zehistaer Wände. Der Wanderweg
führt über einen Pfad ziemlich parallel zur Felskante, die in dieser Region
etwas ziemlich besonderes ist. Die Zehistaer Wände sind die westlichsten
Sandsteinfelsen und in der Hügellandschaft des Osterzgebirges eine
Besonderheit.
Ganz
besonders gut kann man die zerklüfteten Felsen an der Felsenbrücke
bestaunen. Neben dem Zugang zur Felsenbrücke steht auch ein ziemlich großer
steinerner Pilz, der sofort zu erkennen ist. Nachdem man ein ganzes Stück
auf dem Pfad entlang gewandert ist, erreicht man die Straße zwischen
Berggießhübel und Cotta, die aber nur überquert wird. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite geht es rechts neben ein paar Häusern
entlang. Der Weg ist immer noch mit dem grünen Punkt markiert und führt ein
weiteres Stück durch den Wald. Nach ungefähr einem ¾ Kilometer verlässt die
Wanderung den grünen Punkt nach links und es geht auf der bekannten
Wanderwegmarkierung grüner Strich
weiter. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen und führt am Waldrand entlang.
Der grün markierte Weg biegt zweimal nach rechts ab. Beim zweiten Knick
sieht man geradeaus eine Scheune und dahinter einen kleineren Wald. Dabei
handelt es sich um eine alte Schanze. In dem Wäldchen ist nur noch mit
reichlich Fantasie zu erkennen, dass hier mal Geschütze gestanden haben,
aber der Blick von der Schanze ist beeindruckend. Von dem Waldrand hat man
eine gigantische Aussicht mit einem riesigen Panorama. Von hier kann man bis
weit in das Elbetal und damit nach Pirna hinunter sehen, das einzige
Hindernis für ein komplettes Panorama ist der Cottaer Spitzberg.

Zu diesem Berg geht es jetzt als nächstes. Dazu folgt die Wanderung der
grünen Wanderwegmarkierung über das Feld in die Richtung des Cottaer
Spitzberges. Die Wanderung macht einmal einen Rechtsknick und dann geht es
nach links den Berg hinauf. Für den Aufstieg muss man insgesamt 80 Höhenmeter
überwinden, um auf diesen sehr ungewöhnlichen Gipfel zu gelangen. Obwohl man
von der Schanze und dem Feldweg die ganze Zeit auf den Gipfel blicken kann,
stellt man erst wenige Meter davor fest, dass es sich um einen Basaltkegel
handelt.
Der gesamte Bereich des Cottaer Spitzberges steht seit dem
11.10.1979 als Flächennaturdenkmal unter besonderem Schutz. Im Ursprung war
der Berg noch ein ganzes Stückchen breiter, aber durch den Abbau des
Trachybasalts hat sich die Form des Berges gravierend geändert. Wenn man auf
den Berg hoch gestiegen ist, dann hat man eine der fantastischsten
Rundumaussichten.

Von hier oben geht es, nachdem man die Aussicht lange genug
genossen hat, wieder bis auf die Zwischenebene bzw. den Steinbruch hinunter
und dann über den breiteren Weg in Richtung Kleincotta weiter. Der
Abstieg ist immer noch mit dem grünen Strich markiert. Nachdem man die
Straße erreicht hat, verlässt die Wanderung die markierten Wanderwege und es
geht nach rechts ein paar Meter in die Ortschaft hinein. Nach ¼ Kilometer auf
der Straße biegt die Wanderung nach rechts ab und es geht wieder ein
Stückchen den Cottaer Spitzberg aufwärts. Der Weg biegt aber nach wenigen
Metern nach links ab und dann geht es über ein riesiges Stück von 2
Kilometern fast schnurgeradeaus über ein Feld bis zum Waldrand. Hier geht
es nach rechts, bis der erste Waldweg abbiegt. Nun geht es in die
Richtung der Strudellöcher und der Zwieselquelle. Die Wanderung führt erst
300 Meter an der Oberseite der Felsen entlang, um dann an der Unterseite
wieder das gleiche Stück zurück zu gehen. Bald erreicht man dann die ersten
Häuser von dem Kurort Berggießhübel bzw. dem Stadtteil Zwiesel. Hier stößt
man dann auch wieder auf die bekannte Wanderwegmarkierung grüner Strich
,
der man nach links den Hang hinab folgt. Auf der linken Wegseite befindet
sich der Zwieseler Erbstollen, der immerhin 1825 begonnen wurde und 1.400
Meter in den Berg hineingeht. Dieser Stollen diente hauptsächlich der
Entwässerung der Berggießhübeler Eisenerzgruben. Die Wanderung erreicht bald
die Hauptstraße durch Berggießhübel. Da eine Wanderung an einer
vielbefahrenen Straße nicht so richtig Spaß macht, empfiehlt es sich, auf
der gegenüberliegenden Straßenseite in die Siedlung (so heißt die Straße) weiter zu wandern.
Die Straße führt durch ein nettes Wohngebiet mit einer Mischung aus
Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern. Was an dieser Straße überhaupt nicht
auffällt, ist, dass sie unterhöhlt mit bergmännischen Stollen sein muss.
Nachdem man am Ende der Straße angekommen ist, geht es die letzten zweimal
rechts um die Ecke und dann erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung.
Ich fand die Wanderung überraschend schön und was ganz besonders auf dieser
Runde auffällt, ist die angenehme Ruhe auf dem größten Teil der Strecke.
Eine riesige Überraschung war der Cottaer Spitzberg mit seiner perfekten
Rundumaussicht. So eine Aussicht gibt es höchstens noch mal auf einem der
Aussichtstürme wie z.B. Weifbergturm, Tanzplanturm usw.
|