Auch wenn ich normalerweise keine Wanderungen
mag, bei denen ich erst mal an den Start gefahren werden muss, habe ich doch
ein paar gemacht. So bin ich wenigstens stolz, die Strecke von Rosenthal
bis Bad Schandau gewandert zu sein. Netterweise hat mich mein
Schwiegervater bis zum Parkplatz hinter Rosenthal gefahren. Es gibt aber
auch die Möglichkeit, mit dem Bus dort hinzukommen.
Also der Start ist der Parkplatz 600 Meter hinterm Ortsausgang von
Rosenthal. Von dort ist es ungefähr einen Kilometer bis an eine Kreuzung
im Wald, die eine eigene Bushaltestelle und ein Wetterschutzhäuschen hat.
An der Kreuzung geht es auf einem gut ausgebauten Waldweg nach links.
Diesem sehr ruhigen Weg folgt man die nächsten 2 Kilometer. In einer
lang gezogenen Linkskurve liegt der alte Fuchsteich.
Der Teich wurde früher als Flößerteich benutzt und ist 1992 saniert
worden. Von ihm aus geht es weiter über den gut ausgebauten Waldweg. Nach
1/2 Kilometer geht nach rechts ein Weg weiter an der Grenze entlang.
Vorsicht, man geht nicht den Weg hinein. Ich erwähne ihn nur wegen der
Brücke, die über den Bach geht. Es gibt einerseits die normale
Wegbrücke, aber daneben steht noch eine kleine
Brücke, die so aussieht, als wenn sie uralt wäre. Heutzutage würde
sich bestimmt keiner mehr über diese Brücke wagen. Auch Sie, lieber Leser,
sollten es nicht mehr versuchen. Nicht, dass dieses kleine Wunderwerk unter
Ihnen zusammen bricht.
Jetzt geht es auf ein unendlich langes Teilstück der Wanderung. Es geht
immer am Bach entlang. Der Bach ändert zwischenzeitlich seinen Namen von
Fuchsbach in Cunnersdorfer Bach, bleibt aber weiterhin so angenehm ruhig.
Links und rechts an den Felsseiten entspringen unzählige Quellen.
Trotzdem ist das Tal kein extrem feuchtes Gebiet. Insgesamt wandert man
über 6 Kilometer durch das Tal und wird nur sehr wenige Ruhestörungen
erfahren. Der Weg ist zwar ungewöhnlich gut ausgebaut, aber ich habe hier
noch keine Grenzer angetroffen. Die einzigen, die diesen Weg benutzen, sind
die Förster und Waldarbeiter in ihren Geländewagen. Kurz vor Cunnersdorf,
am Ende des Waldes, ist ein großer Platz, der
anscheinend von der Cunnersdorfer Forstschule als Trainingsplatz benutzt
wird. Dort standen einige unterschiedlich
gebaute Hochsitze. Irgendwie fand ich die Ansammlung der Hochsitze auf
diesen Platz witzig.
Weiter geht es Richtung Cunnersdorf. Man geht am Freibad vorbei und kommt
an einem Schau- Kohlenmeiler
vorbei. Ganz interessant, wie man Kohle herstellen kann. In Cunnersdorf
geht es nach links auf der Hauptstraße entlang an einem alten
Erblehnrichtergut vorbei. Vor der großen Kirche geht es rechts die
Straße hoch. Auf der anderen Straßenseite von der Kirche geht der
Kirchweg los. Diesem Weg mit der roten Wegmarkierung folgen wir bis nach
Papstdorf. Auch durch Papstdorf folgt man dem roten Strich weiterhin. Mir
ist die Wegmarkierung irgendwann in dem Dorf abhanden gekommen und ich bin
eine Runde durchs Dorf geirrt. Der Weg sollte auf jeden Fall durch das
Dorf wie folgt sein: Man geht auf der Hauptstraße den Berg runter. Am
Ende des Dorfes geht links ein Weg rein. Dann geht man den ersten wieder
rechts den Berg hoch - und findet die rote Wegmarkierung wieder. Jetzt kommt
man an ein Gehege mit Damwild. Ganz interessant, die
Tiere mal ganz aus der Nähe zu sehen. Sie scheinen sich schon an die
Wanderer gewöhnt zu haben. Vor mir haben sie zumindest keine Furcht
gezeigt. Weiter geht es immer dem roten Strich hinterher. Man kommt durch Kleinhennersdorf und hat hinter dem Dorf einen sehr schönen Blick von der
linken Elbeseite auf die Hintere Sächsische Schweiz. Der Weg geht den
Hang bis an die Elbe runter. Unten angekommen, geht es mit der Fähre
über die Elbe. Die einzelne Fahrt kostet, wenn ich mich richtig erinnere,
70 Cent (Stand März 2002). Drüben angekommen, habe ich mir etwas
besonderes gegönnt und bin in das neue Schwimmbad gegangen. Dazu geht man
über die Uferpromenade flussaufwärts. Na ja, eigentlich braucht man den
Weg dahin nicht besonders zu beschreiben, da man das Gebäude in seiner
Schneckenform schon von der anderen Elbeseite gesehen hat. Das Schwimmbad
ist sehr schön und man kann sich sehr gut in ihm erholen. Der einzige
kleine Haken ist, dass der Name leicht irreführend ist: Schrammsteinbad.
Die Schrammsteine
kann man leider aus dem Bad heraus nicht sehen, aber dafür hat man einen
schönen Blick auf das Elbetal. Leider ist das Schrammsteinbad im
Sommerhochwasser 2002 so schwer beschädigt worden, das es vermutlich erst
Ende 2004 wieder in Betrieb genommen werden kann.
Anfahrtsbeschreibung:
Hier beginnt das Problemchen.
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal)
Auto:
B172 - Königstein - Bielatal - Rosenthal. Der Parkplatz befindet sich im Zentrum der Ortschaft vor der Gaststätte Erbgericht.
Empfohlener Parkplatz:
Rosenthal Erbgericht
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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