Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung Großvaterstuhl ist mal wieder
eine dieser kleinen Runden, die eher ein Spaziergang oder auch eine
Nachmittagsrunde ist, als eine richtig ernstzunehmende Wanderung. Wäre da
nicht die Anreise bis hoch zur Ottomühle. Aber wenn man schon ins Auto
eingestiegen ist, dann ist es eigentlich auch egal, ob man 10 Minuten
oder 22 Minuten fährt und dafür eine schöne Wanderung absolviert. Hier ist die
Beschreibung für diese nette kleine Runde: Startpunkt ist also, wie schon gesagt, der Parkplatz vor der Ottomühle. Vom
Anfang des Parkplatzes muss man ¼ Kilometer auf der Straße entlang wandern,
was aber zum Glück auf dieser Straße überhaupt kein Problem ist, da hier
höchstens ein paar Wanderer bzw. Gäste für die Ottomühle lang fahren. Nach
diesem Teilstück über die Straße geht es nach rechts auf der
Wanderwegmarkierung gelber Punkt
in Richtung der Felsen.
Wenn man
den Felsenfuß erreicht hat, dann biegt der markierte Weg nach links ab und
nach 150 Metern geht es kurz vor der Kaiser-Wilhelm-Feste den Berg hoch.
Dieses kleine Gebäude steht oben auf der Felsenkante und ist nach dem Aufstieg
sehr einfach zu finden. Die Aussicht ins Bielatal ist von der
Kaiser-Wilhelm-Feste wirklich wunderbar. Auf der gegenüberliegenden
Talseite kann man sehr schön die Aussicht Johanniswacht und den Sachsenstein
sehen.
Der Spaziergang geht jetzt an der Kante des Bielatals in südöstliche
Richtung entlang. Der Weg ist relativ einfach zu finden, da eigentlich nur
ein Hauptweg in dem schmalen Streifen zwischen Feld und Felskante entlang
führt. Zwischendurch gabelt sich der Weg ein bisschen auf, aber meistens ist
es eher ein Zeichen dafür, dass nach rechts eine Aussicht liegt. So befindet
sich gleich zwischen dem Chinesischen Turm und dem Kanzelturm eine schöne
Aussicht, an der man sehr häufig die Möglichkeit hat, Kletterern bei ihrem
Sport zuzusehen. Ich habe immer großen Respekt vor den Kletterern,
wenn
sie in luftiger Höhe am Felsen herumhängen. Aber auch bei den Kletterern
gibt es anscheinend manchmal das Problemchen, das es ein wenig überlaufen
ist. Als wir im Frühjahr 2007 an der Aussicht ein kleines Picknick eingelegt
hatten, konnten wir gleich an zwei nebeneinander stehenden Felsen zusehen,
wie 3 Gruppen Kletterer mit mindestens 7 Leuten herumturnten. Das stelle ich
mir dann so ungefähr vor wie Wandern über die Basteistraße. Ich empfinde die
Natur nur richtig schön, wenn ich sie nicht mit riesig vielen Mitmenschen
teilen muss. Trotzdem ist die Aussicht eine sehr schöne, da man von ihr ein
paar Felsnadeln des Bielatals bestaunen kann. Dass solche Gebilde überhaupt
mehrere Jahrzehnte/Jahrhunderte stehen bleiben, ist wirklich verwunderlich.
Von der Aussicht geht es weiter an der Felskante des Bielatals entlang, bis
nach ungefähr einem ½ Kilometer eine Weggabelung kommt. Hier hält man sich
auf einem unmarkierten, aber breiten Weg links. Der Waldweg führt ein
kleines Stück bergauf, bis an den Waldrand. Hier geht es wenige Meter
entlang, bis man den Wanderweg mit der Markierung grüner Punkt
erreicht. Jetzt
geht es nach rechts den Weg herunter ins Bielatal. Der Abstieg ist leicht
und nach etwas weniger als 200 Metern erreicht man ein Hinweisschild nach
links zum Großvaterstuhl. Der Aufstieg zu den beiden Aussichten ist relativ
leicht, da es sich nur um 30 Höhenmeter handelt. Auf der Aussicht
angekommen, bietet sich ein wirklich schöner Blick runter ins Bielatal. Nach
rechts sieht man die Miniortschaft Ottomühle und Felsen um den Daxenstein,
auf der linken Seite der Aussicht blickt man in das bewaldete obere Bielatal
und die Felswand um den Spannagelturm. Ich
hab die Wanderung mit meiner großen Tochter unternommen und irgendwie meinte
sie, als wir bequem auf der in Stein gemeißelten Bank saßen, was das denn
für ein Geräusch wäre. Ich hatte nichts bewusst mitbekommen und deshalb
wusste ich auch keine Erklärung, bis es hinter uns gewaltig knallte. Jetzt
wussten wir beide, dass es ein Gewitter war. Es war schon wirklich
faszinierend, vor und über uns schönster blauer Himmel und hinter uns war es
stockdunkel. Nachdem ich kurz erklärt hatte, dass auf dem Gipfel sitzen bei
Gewitter nicht gerade das Optimalste wäre, hat mich meine Tochter so was den
Berg herunter getrieben, dass ich sie nicht wiedererkannt habe. Unten bei
der Ottomühle angekommen, waren die dunklen Wolken inzwischen über uns, aber
es regnete immer noch nicht. Wir sind weiterhin auf der Wanderwegmarkierung
in Richtung Parkplatz zügig gewandert, bis es auf einmal einen richtigen
Knall gab. Jetzt war meine Tochter kaum noch zu halten. Sie hatte inzwischen
die Füße auf Propellern gestellt und wir sind tatsächlich noch trocken bis
zum Ausgangspunkt der Wanderung gekommen. So schnell haben wir es noch nie
geschafft, von einem Berg herunter zu kommen. Das Gewitter war etwas
Beeindruckendes für unsere Große, von dem den restlichen Tag noch erzählt
wurde. Auch wenn der Spaziergang ein abruptes Ende hatte, so war er sehr
schön und es macht immer wieder Spaß, die Abgeschiedenheit des Bielatals zu
genießen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal) oder
247
(Schulbus Langenhennersdorf - Bahra - Rosenthal)
Auto:
B172 - Köingstein - Bielatal - Ottomühle.
Empfohlener Parkplatz:
Ottomühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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