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Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich auf dem
Weg zur Grenzplatte ein Hinweisschild
zum Rastplatz Moorteich gesehen habe. Da ich mir in der Sächsischen Schweiz
nur sehr schlecht etwas unter einem Moorteich vorstellen konnte, musste
diese Stelle gleich mal besucht werden. Startpunkt ist der große Parkplatz
in der Ortschaft Hellendorf an der S173 zum Grenzübergang Bahratal. Der
Parkplatz liegt hinter einem Gebäude versteckt, ist aber von der
Hauptstraße mit zwei Parkplatzschildern gekennzeichnet. Das zweistöckige
Gebäude sieht irgendwie sehr seltsam aus. Ich vermute, es handelt sich um
ein altes Haus des Bundesgrenzschutzes. Welche andere Anwendung erklärt sonst
einen richtig hohen Antennenmast und vergitterte Fenster im Erdgeschoss? Von
dem Parkplatz geht es 150 Meter in Richtung Grenzübergang (also nach
rechts auf der Hauptstraße), bis nach links der gelbe Strich
abbiegt. Der Weg geht erst ein paar Meter an dem Industriebetrieb Bahrataler
Industriemontagen GmbH (www.big-mbh.de)
vorbei und nach wenigen hundert Metern erreicht man den Wald. Leicht
irritierend ist für einen Westdeutschen der Gedenkstein auf der rechten
Wegseite. Der Inhalt der Tafel ist:
Erstes Bezirksjugendobjekt
der FDJ
Rückhaltebecken Hellendorf Buschbach
Gewidmet dem Wirken des Revolutionären Kämpfers der deutschen Arbeiterklasse
Siegfried Rädel
Dessen Bemühungen um ausreichenden Hochwasserschutz erst unter der
Arbeiter- und Bauern- Macht in der Deutschen Demokratischen Republik
verwirklicht wurden.
Hier fand in Vorbereitung auf den 20. Jahrestag der DDR ein Kampfmeeting der
FDJ statt.
Pfingsten 1968
Freie Deutsche Jugend
Kreisorganisation Pirna
Das Rückhaltebecken kann man auf der Wanderung nur
sehen, wenn man an dem Gedenkstein ein paar Meter in den Wald geht. Von der
Kante im Wald sieht man das riesige Becken sehr gut. Der Weg geht
weiterhin auf dem gelben Strich entlang. Sehr seltsam ist, dass meine drei
Karten dieser Region einen anderen Wegverlauf darstellen, als er heutzutage
(2006) im Wald anzutreffen ist. Selbst der sehr breite Forstweg zum
Zeisigstein hoch ist in
keiner der Karten eingezeichnet. Anscheinend ist er erst in den letzten Jahren angelegt worden. Dadurch, dass die
markierte Wanderstrecke über diesen Forstweg geht, hat die Wanderung eine
sehr angenehme Steigung. Im Herbst 2006 lagen riesige Mengen Holz am
Wegesrand. Zum Teil fand ich es schon ziemlich bedrohlich, wenn links und
rechts des Weges 3-4 Meter Holzstämme aufgetürmt sind, aber mein
technischer Verstand sagte, dass so ein Haufen einfach nicht umkippen kann.
Zwischendurch steht noch eine dieser sehr schön gemalten Informationstafeln zum
Stoffkreislauf im Wald am
Wegesrand. Diese Form an Informationstafeln findet man nur im Waldgebiet
Cunnersdorf - Rosenthal. Sie sind von irgendjemand gemalt, der sehr
detaillierte Bilder erstellen kann. An dieser höchsten Stelle der Wanderung
macht der Weg zuerst einen Bogen um den Zeisigstein, dann bietet
sich noch ein kleiner Abstecher auf die Aussicht des Zeisigsteins an. Der
Aufstieg ist durch eine Hinweistafel zur
Entstehung des Elbsandsteingebirges und damit des Zeisigsteins sehr
einfach zu finden. Die Aussicht ist überraschend schön, da der Felsen über
den Wald hinausragt und man einen hervorragenden Ausblick auf die Böhmische Landschaft hat.
Vom Zeisigstein geht es wieder zurück auf die breite Forststraße und dort
weiter auf der bekannten gelben Markierung. Ganz komisch kam es mir vor,
dass ich auf meiner Wanderung gleich drei Mal Jägern mit ein und dem
selben Auto begegnet bin. Einmal hat das Auto am Wegesrand gestanden
und die Jungs mussten irgendwie eine kopierte Flurkarte studieren. Das
nächste Mal stand das Auto am Wegesrand und obwohl die vier Jäger vor
wenigen Minuten ausgestiegen sein mussten, habe ich sie im Wald nicht
gesehen. So besonders weit können sie aber nicht gewesen sein, da wieder ein paar
Minuten später sie schon wieder an mir vorbei fuhren. Ein Auto im Wald
fällt schon irgendwie ziemlich auf, und wenn dazu der Wald auch noch sonst
vollkommen menschenleer wirkt, da ist das schon etwas seltsam.
Der markierte Weg verlässt ungefähr 350 Meter hinter dem Zeisigstein die
breite Forststraße und geht auf einem normalen Waldweg weiter. Zwischendurch
wird noch einmal eine dieser Forststraßen überquert und dann erreicht man
nach 650 Metern den rot markierten Wanderweg
.
Diesem Weg folgt man nach links und nach wenigen Metern erreicht man den Moorteich. Er liegt ca. 150 Meter hinter der Wegkreuzung und ist nicht
zu übersehen. Es ist tatsächlich ein richtiger Moorteich und zum besseren
Verständnis steht auch noch gleich neben dem Rastplatz eine
Informationstafel zum Moorteich. Leider
ist der Teich mit einem Holzgeländer gesichert, so dass man nicht bis ganz
an den Rand kommt, aber auch von diesem Zaun aus kann man einen ganz guten
Eindruck erhalten. Nach einer erholsamen Rast geht es weiter auf dem Weg mit
dem roten
Strich. Die Wanderung verläuft ca. 2 Kilometer über einen sehr angenehmen Waldweg,
bis der markierte Weg vollkommen überraschend nach links in den Wald
abbiegt. Es geht ein Stückchen den Hang hinunter und auf einmal erreicht man
die Miniortschaft Buchenhain. Auf der Dorfstraße geht es weiter runter ins
Tal.
 Auf der dem schönen Holzhaus
gegenüberliegenden Straßenseite spazieren sehr ungewöhnliche Vögel im Garten herum.
Wenn wir das richtig gedeutet haben, dann sind das Emus und Nandus. Diese
relativ großen Vögel sind sehr neugierig und sehen dazu ziemlich witzig
aus. Insgesamt geht es 500 Meter auf der kleinen Dorfstraße entlang, bis der
markierte Weg nach links abbiegt. Der Weg steigt mit einer angenehmen
Steigung auf den Hartenstein hoch und ist mit dem gelben Punkt
markiert. Der markierte Weg biegt kurz nach Erreichen des Waldes nach
links ab und führt dann in einem großen Bogen zum Hartenstein. Mir ist der
Hartenstein irgendwie nicht aufgefallen, aber er soll sich auf der linken
Wegseite im Wald befinden. Die letzten paar Meter der Wanderung gehen wieder
über den gleichen Weg durch Hellendorf zurück und sind mit dem gelben Strich
markiert.
Damit ist eine sehr angenehme Wanderung zu Ende gegangen. Wanderungen im
Bereich der linken Elbeseite sind schon immer sehr ruhige Wanderungen
gewesen, aber in diesem Bereich, also zwischen Bahratal und Rosenthal, ist
selbst an einem langen Wochenende kein Mensch im Wald anzutreffen.
Überrascht war ich, dass sich tatsächlich ein echter Moorteich im Wald
befindet.
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