Im Bielatal gibt es einige wirklich schöne
Runden, die immer sehr ruhig sind und selbst, wenn es im Nationalpark
unerträglich voll ist, noch mit einer geringen Anzahl Mitwanderer zu
bewältigen sind. Eine dieser Runden ist die Umrundung von der Ortschaft
Schweizermühle.
Die Wanderung beginnt gleich in der Ortschaft Schweizermühle an der
Bushaltestelle Schweizermühle.
Gleich an dem Parkplatz ist auf der
gegenüberliegenden Seite ein weit vorragender Felsen. Wenn man sich das
Profil von diesem Felsen von der Seite ansieht, dann kann man mit ein
bisschen Fantasie ein
Apachengesicht sehen. Irgendwie
erinnert es mich immer an die Bootsfahrten auf der oberen Schleuse oder im
Edmundsklamm, bei denen einem die Bootsfahrer immer irgendetwas von
irgendwelchen Tieren erzählen, die man im Felsen erkennen soll. Der
Wanderweg ist super einfach zu finden, da diese Wanderrunde mit einer
eigenen Wanderwegmarkierung gekennzeichnet ist: Der gelbe Punkt
.
Auf der Straße geht es ein paar Meter den Berg runter, bis der markierte Weg
nach rechts den Berg hoch geht. Oben angekommen geht es nach rechts, immer
einen würdigen Abstand an der Felskante entlang. Nach kurzer Strecke
erreicht man zwei wirklich ungewöhnliche Felskessel. Denn
Gedächtnishain und den
Rosengarten. Beide Stellen laden zu
einer kleinen Besichtigung ein. An diesen beiden Stellen ist es wirklich
schön, wenn man so einigermaßen alleine dort unterwegs ist. Beide Talkessel
strahlen irgendwie etwas
Mystisches aus und das kommt nur rüber, wenn man
nicht mit einer Schulklasse dort unten verweilt. Der gekennzeichnete Weg, geht weiterhin oberhalb vom Bielatal entlang. Nach
einigen Meter erreicht man dann die Waldkante und es geht auf der Fahrstraße
wieder ins Tal hinunter. Auf der linken Seite befindet sich noch das
ehemalige Erholungsheim der Bundesbahn. Heutzutage wird es anscheinend nicht
mehr benutzt. Zu diesem Komplex gehörte auch das alte Haus, welches ein paar
Meter weiter den Berg runter steht. Letztes Jahr (2003) war es noch ein
elend verfallendes Gebäude, dem ich keinerlei Überlebenschance gegeben habe.
Das Dach war eingefallen, der größte Teil der Fenster zerstört und auch der
Rest sah sehr bemitleidenswert aus. Als ich dieses Jahr wieder an dem Haus
vorbeikam, war ich wirklich sprachlos. Irgendein netter Mensch hat sich
diesem Haus angenommen und wirklich sehr schön wieder hergerichtet. Großen
Respekt, weil das war bestimmt ein riesiges Stück an Arbeit und es wird auch
in Zukunft noch viel Energie kosten. Hinter dem letzten von den schönen Häusern auf der linken Seite geht es
wieder auf dem gekennzeichneten Weg nach links den Berg, über ein paar
Stufen, hoch. Der Weg schlängelt sich bequem durch den Wald, bis man ein kleines
Felsplateau erreicht auf dem die kleine
Kaiser-Wilhelm-Feste steht.
Dieses kleine Gebäude sieht man von allen möglichen Stellen des Bielatals,
da es genau auf einer vorragenden Felskante gebaut worden ist. Die Wanderung
geht nach ein paar Metern weiteren, bis es mal wieder runter ins Bielatal
geht. Der Weg
macht ein kleines Zick-Zack und geht dann durch eine breite Feuchtwiese bis
zur Fahrstraße. Wenn man ein paar Meter die Fahrstraße runter gehen würde,
entdeckt man das alte Grundstück vom
Hammerwerk "Oberhütte".
Auf der gegenüberliegenden Seite geht es jetzt wieder mal die Felswand hoch.
Der Weg schlängelt sich über einige sehr interessante Stelle bis auf die
Johanniswacht. Von hier oben hat man einen wirklich guten Überblick über das
Bielatal und wer nicht gerade bis zu dem Grundstück von dem
Hammerwerk "Oberhütte"
gegangen ist, der kann jetzt das Grundstück super gut erkennen. Es ist das
große Grundstück mit der bogenförmigen Wiese und der geradlinigen Baumreihe.
Von dieser Aussicht geht es weiterhin im Uhrzeigersinn um das Bielatal. Auf
dem gelben Punkt kommt man dann noch zweimal an wirklich lohnenswerten
Aussichten vorbei. Einerseits ist es der Sachsenstein, andererseits der
Nachbar. Beide Aussichten liefern einen schönen Ausblick ins Bielatal. Ich
persönlich empfehle den Nachbar, aber nur weil hier weniger Betrieb ist.
Der
Name Sachsenstein scheint doch relativ viele Wanderer anzuziehen und so kann
es doch häufiger vorkommen, dass man den Ausblick teilen muss. Bei der
Aussicht Nachbar sieht man auf die Ortschaft Schweizermühle herunter. Leider
kann man von dieser Stelle auch das Elend des Namensgebers der Ortschaft
sehen. Die alte Mühle findet heutzutage keine richtige Verwendung und
deshalb sind alle Fenster zugemauert und leider ist das Dach an einer Stelle
schon eingebrochen. Schade.
Bei der Streckenführung sollte man einigermaßen die Augen offen halten, da
der markierte Wanderweg an einer vollkommen unauffälligen Stelle den breiten
Forstweg nach rechts verlässt. Der Weg führt nach kurzer Strecke leicht
verschlungen der Berg wieder runter zur Ausgangsposition.
Na gut ich gebe es
ja zu, der Weg führt einen nur 3/4 um die Ortschaft Schweizermühle. Trotzdem
ist die Runde eine sehr empfehlenswerte Wanderung, mit einer großen Anzahl
von Abwechslungen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal) oder
247
(Schulbus Langenhennersdorf - Bahra - Rosenthal)
Auto:
B172 - Köingstein - Bielatal - Schweizermühle. Im Centrum der kleinen Ortschaft Schweizermühle befindet sich der Parkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Schweizermühle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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