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Beschreibung:
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Diese Wanderung ist durch ein paar
Reklametafeln an der Straße von Děčín (Tetschen) nach Sněžník (Schneeberg)
entstanden. Auf diesen großen Tafeln wird für eine Gaststätte namens Kristin
Hrádek (Christianenburg) geworben. Der Name Christianenburg hörte sich zu
interessant an und die Lage mitten im Wald machte mich neugierig. Also habe
ich gleich mal aus der Erkundung eine Wanderung gestaltet, die wie folgt
aussieht:
Der Startpunkt der Wanderung ist der kleine Parkplatz auf der Rückseite des
Schneebergs. Der Parkplatz ist nicht gerade groß,
aber
bis jetzt war immer noch ein Plätzchen frei, da die meisten anderen Besucher
des Schneebergs von der Vorderseite kommen. Von dem Parkplatz startet die
Wanderung über die Straße zwischen Děčín (Tetschen) und Sněžník
(Schneeberg). Direkt auf der dem Parkplatz gegenüberliegenden Straßenseite
geht eine schmale, aber asphaltierte Straße in den Wald hinein. Auch wenn es
sich um eine Fahrstraße handelt,
so
muss man keine Befürchtungen wegen besonderem Verkehrsaufkommen haben, da es
sich nur um die Zufahrt zur Gaststätte/Hotel handelt. Insgesamt verläuft die
Straße 2 Kilometer in den Wald hinein bis zum Namensgeber der Wanderung. Das
Jagdschloss Christianenburg wurde vor 200 Jahre als ein Privatdomizil der
Fürstenfamilie Thun aus Tetschen errichtet. Zwischendurch ist es einmal
komplett abgebrannt und die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen ist auch
nicht spurlos vorbeigegangen. Aber seit ein paar Jahren hat sich wieder
jemand des Anwesens angenommen und so ist es heute ein sehr nett aussehender
Gebäudekomplex.
Heutzutage
befindet sich in dem schönsten Haus auf der linken Seite das Hotel, in dem
größten Haus ist in der unteren Etage das wirklich billige Restaurant und in
dem rechten Haus sind noch ein paar Hotelzimmer untergebracht. Zu dem Hotel
gehört eine riesige Wildwiese und ein Freizeitbereich. Alles ist in einem
ziemlich guten Zustand. Wirklich überrascht waren wir von der Speisekarte.
Das teuerste Gericht kostet 115,- Kc und lag damit ungefähr bei 4,- €.
Leider haben wir nicht verstanden, was dieses Gericht denn gewesen ist, da
wir der tschechischen Sprache überhaupt nicht mächtig sind.
Von diesem Teilziel geht die Wanderung dann wieder ein paar Meter auf der
Straße zurück. Von dem Bereich der Christianenburg geht es ein paar
Höhenmeter (höchstens 10 Meter) herunter bis rechts ein Trafohaus auftaucht.
Vor dem Häuschen biegt nach rechts ein Waldweg ab, dem die Wanderung jetzt
folgt. Nach wiederum 300 Metern steht auf der linken Seite diesmal ein Haus
im Wald, das als Kennzeichen für eine Richtungsänderung hilft. An dieser
Wegkreuzung biegt man nach links ab und jetzt geht es auf einem dieser
typischen Forstwege durch den Böhmischen Wald. Der Weg ist sehr angenehm zu
wandern, da fast kein Höhenmeter überwunden werden muss. Der ganze Bereich
Wald ist sehr ruhig und man trifft nur sehr selten andere Mitmenschen. Auf
unserer Wanderung waren es nur ein paar Pilzsammler kurz vor der Fahrstraße.
Auch wenn alle Wanderkarten für diesen Bereich ein paar Wege eingezeichnet
haben, so ist der Streckenverlauf sehr einfach zu finden und man muss nur
einmal an einem etwas größeren Holzsammelplatz, der nach ca. 1,3 Kilometern
erreicht wird, nach links abbiegen. Geradeaus würde der Weg auf einem
schnurgeraden, aber kleineren Weg Richtung Grenzübergang Rosenthal-Rosenberg
weitergehen. Auf den letzten 1,5 Kilometer vor der Fahrstraße ändert sich
der Untergrund von Schotter in Asphalt, was aber in den Böhmischen Wäldern
nichts Ungewöhnliches ist.
Nach dem Erreichen der Straße wird es etwas schwieriger, den weiteren
Verlauf der Wanderung zu entdecken. Irgendwie sind in allen möglichen
Wanderkarten auf der gegenüberliegenden Straßenseite mehrere kleine Pfade
eingezeichnet, die in Richtung des Schneeberges verlaufen sollen. Ich habe
diese Pfade schon zweimal gesucht und auch diesmal haben vier Augen den
Straßenrand genau nach abzweigenden Wegen untersucht, aber erst nach einer
mutigen Entscheidung meiner Frau, einfach mal genau gegenüber von dem
Waldweg, wo wir rausgekommen sind, in den Wald zu gehen, war unsere Suche
mit Erfolg gekrönt. Der Weg ist dadurch zu erkennen, dass ein wirklich
kleiner Pfad durch das Gras verläuft und, viel wichtiger, weiße Striche an
die Bäume gemalt sind. Der Weg führt auf diesem Pfad den Hang hoch.
Zwischendurch
muss man noch einen etwas steileren Hang mit ein paar Sandsteinfelsen
erklimmen. Oben angekommen, erreicht man den Querweg, der ebenfalls auf
allen Wanderkarten eingezeichnet ist. Hier sollte man nicht hoffen, dass man
einer dieser gut ausgebauten Waldwege findet, aber wenn man sich wieder an
den weißen Strichen an den Bäumen orientiert, dann findet man den Weg. Je
länger man auf diesem Pfad unterwegs ist, desto deutlicher wird er sichtbar.
Der Weg führt eigentlich die ganze Zeit parallel zum Fuße des Schneeberges
entlang und trotzdem ist der Berg nur selten auf der linken Seite zu sehen.
Das ist irgendwie besonders verwunderlich, da man nicht durch einen dichten
Wald wandert, sondern es eher durch eine lockere Ansammlung von Birken und
Vogelbeerbäumen (Eberesche) geht. Nachdem man mehr als ¼ des Schneeberges
umrundet hat, erreicht man die Fahrstraße auf den Schneeberg. Auf diesem
angenehmen Aufstieg geht es jetzt endlich auf den Berg.
Der
weitere Weg ist mit dem roten Strich
markiert. Wirklich toll ist die Stelle, an der die Straße auf einmal den
Blick in die Landschaft freigibt. An dieser Stelle steh ich immer und freue
mich über die uneingeschränkte Fernsicht.
Nachdem
man auch die letzten paar Meter auf den Schneeberg geschafft hat, bietet
sich gleich auf der linken Seite ein Aussichtpunkt an. Erst auf dieser
Aussicht fällt einem auf, wie riesig hoch (über 700 Höhenmeter) man jetzt
eigentlich ist und warum man den Schneeberg von so ziemlich jeder Aussicht
der Sächsischen Schweiz aus sieht. Nach dieser Aussicht geht es über den
asphaltierten Weg bis zum Aussichtsturm bzw. der Gaststätte. Ich glaube
nicht, dass man unbedingt auf den Aussichtturm steigen muss, da es einige
Aussichtpunkte auf dem Schneeberg gibt und auf der noch kommenden Runde über
den Schneeberg ein Blick in alle Himmelsrichtungen möglich ist. Gleich an
der Gaststätte befindet sich einer dieser Aussichtspunkte, der netterweise
mit einer großen Kupferplatte über die böhmischen Berge informiert.
Von diesem Zwischenstopp geht es an der südlichen Kante des Schneeberges auf
dem rot markierten Weg weiter. Auch an diesem Pfad kommt man an mehreren
schönen Aussichtsplätzen vorbei, die alle einen netten Ausblick auf den
Böhmischen Wald und die Stadt Děčín (Tetschen) bieten.
Am
hinteren Ende (östliche Seite) des Schneeberges steigt man wieder von dem
Berg ab. Auch hier kommt noch eine nette Aussicht, an der man rüber zum
höchsten Berg der Sächsischen Schweiz, dem Großen Zschirnstein, blicken
kann. Der Abstieg geht über einige Steine und einen ziemlich unebenen Weg
nach unten. Nachdem man den Abstieg erfolgreich gemeistert hat, biegt nach
links die grüne Wanderwegmarkierung
ab. Auf ihr geht es jetzt die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der
Wanderung.
Damit endet eine Wanderung, die von der Streckenführung nicht ganz so
einfach zu finden war, aber wenn man sich mit einer einigermaßen
ordentlichen Wanderkarte auf den Weg macht, dann ist der Weg zu finden. Die
Mühe für diese Streckenfindung lohnt sich auf jeden Fall, da es sonst nur
den Weg über die Fahrstraße gibt und das macht nun mal überhaupt keinen
Spaß. Die Christianenburg hat mich erfreut und inzwischen verstehe ich auch
ganz gut, warum vom Fuchsteich ein Trampelpfad über die Grenze zur
Christianenburg führt.
PS: Nachtrag von einem Leser der Internetseite: Der ganze Komplex der
Christianenburg ist seit dem Sommer 2007 geschlossen und es macht nicht den
Eindruck als ob die Gaststätte in der nächsten Zeit wieder geöffnet wird.
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Anfahrtsbeschreibung:
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Auto:
Mit dem Auto fährt man über B 172 bzw. in Böhmen die B 261 bis nach Decín. In Decín geht es an der ersten Möglichkeit über die Elbe und gleich hinter der Brücke nach rechts in die Richtung Jaluvci (Kalmwiese). Es geht steil den Berg hoch und nach ungefähr 8,5 Kilometer erreicht man den Parkplatz links der Straße. An dem Parkplatz befindet sich ein großes Hinweisschild auf die Christianenburg.
Empfohlener Parkplatz:
Schneeberg
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GPS Daten:
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| geplanter Track |
aufgezeichneter Track |
geplante Route |
MapSource |
Google Earth |
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Dateigröße:
1,40 kByte
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Dateigröße:
2,73 kByte
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Dateigröße:
1,17 kByte
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Dateigröße:
2,73 kByte
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Dateigröße:
16,46 kByte
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