Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung im Bereich von Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz)
ist eine sehr schöne Wanderempfehlung von Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de)
aus seinem Wanderführer Böhmische Schweiz. Auch wenn wir hier die Wanderung
beschreiben, so lohnt es sich noch immer, auch die Wanderführer von Dr. Rölke
zu kaufen, da er doch noch viel mehr Hintergrundinformationen zur Tier- und
Pflanzenwelt und den Attraktionen am Wegesrand liefert. Hier kommt unsere
Beschreibung:
Der Startpunkt liegt im Ortszentrum von Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz)
an der Touristeninformation. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es
auf der gelben Wanderwegmarkierung
erst über einen Bach und dann durch das Naturreservat Arba. Bei dieser
sehr feuchten Wiese kann man sich gut vorstellen, dass sich hier
einige Tiere sauwohl fühlen.
Der Weg führt ein kleines Stück am Fuße des
Hanges entlang. Sehr unterhaltsam fanden wir die kleine Quelle, die auf der
linken Wegseite zu sehen war. Einerseits war sie mit der Schild Nenič mne,
sloužím všem geschmückt, was aber viel witziger war, war die Tasse an einer
dicken Eisenkette. Nach dieser kleinen Abwechslung geht es den Hang hinauf. Gleich nach ein paar Metern erreicht man aber einen
lohnenswerten Abstecher nach links.
Hier führt ein steilerer Waldweg zu
einer schönen Aussicht, von der man einerseits die Kirche bzw. den Friedhof
von Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz), andererseits den Rosenberg sehr gut
sehen kann. An der rechten Seite geht es über ein paar Stufen runter zum
sogenannten Kriegsloch. Wie man sich bei dem Namen und der Lage sehr gut
vorstellen kann, haben hier die Einwohner in Kriegszeiten ihr Hab und Gut
vor Plünderungen geschützt. Als wir die Wanderung durchgeführt haben, lagen
morgens früh um 11:00 Uhr zwei Schlafsäcke mit Inhalt in dem Felsenloch. Wir
haben uns leise wieder davongeschlichen, und
deshalb gibt es leider kein Foto von der Höhle. Es geht den gleichen Weg
zurück bis auf den Wanderweg. Der weitere Weg geht jetzt
den Berg hinauf. Dieser Aufstieg ist das einzige richtig Anstrengende auf
der gesamten Wanderung. Man passiert noch eine breitere Felsspalte und
dann geht es steil bis zum Rand des Strážiště (Huttenberg) hoch. Hier wird die
Streckenführung ein bisschen schwieriger, da man auf einer großen Wiese keine
Wanderzeichen anbringen kann. Nachdem man den Waldrand erreicht hat, verläuft der Pfad quer über die Wiese
rechts an einer Baum- bzw. Strauchgruppe
vorbei. Der Pfad ist so einigermaßen gut in der Wiese zu erkennen. Auf der
anderen Seite der Wiese geht es durch ein Waldstück und auf dessen anderer
Seite zwischen Wald und Wiese bergab bis runter ins Tal der
Ortschaft Jqnská (Jonsbach). Irgendwie ist auf allen möglichen Karten der
gelb markierte Wanderweg so eingezeichnet, als ob man in der Mitte der
Ortschaft hereinkommt, aber die Realität sieht irgendwie anders aus. Der
Wanderweg stößt bei den Mehrfamilienhäusern auf die Hauptstraße. Von dort
geht es nach links bis zur ersten Gaststätte. Hier stößt man auf einen
dunklen Teil der deutschen bzw. hier eigentlich eher tschechischen
Geschichte. In dem Tal von Jqnská (Jonsbach)/Rabštejn (Rabstein) hat man in der
letzten Zeit des 3. Reiches noch versucht, zwei unterirdische
Produktionsstätten für Flugzeuge zu bauen. Die gesamte Anlage war geplant mit
den riesigen Ausmaßen von 80.000 m². Zum Glück ist das Kriegsende schneller
da gewesen, so dass nur 17.500 m²
gegraben werden konnten, aber eine unterirdische Gesamtlänge von 4.5 km
wurde
erreicht. Trotzdem sind einige hundert wenn nicht sogar
tausend Gefangene, die dort arbeiten mussten, daran gestorben. Die Spuren dieser Bauwerke kann man auch
heute noch deutlich sehen und nach vorheriger Anmeldung bei der Gaststätte
besichtigen. Die Wanderung geht auf der Hauptstraße bis zur ersten Kreuzung nach rechts.
An der Kreuzung steht im Garten des rechten Hauses eine relativ große Statue
des Heiligen Nepomuk und auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine sehr
schöne alte Villa. Es geht auf der abzweigenden Straße ins Goldbachtal. Die
ersten paar Meter sind noch asphaltiert, dann geht es aber auf einem
angenehmen Waldweg neben dem Goldbach weiter. Der Weg ist immer noch mit dem
gelben Strich markiert. Schon nach wenigen Metern auf dem Waldweg erreicht
man noch einen Zeugen der unterirdischen Fabriken. Auf der rechten Hangseite
befindet sich eine alte, gut sichtbare Lüftungsöffnung. Als wir dort
hineingesehen haben, herrschte an den beiden Löchern so ein gewaltiger Sog,
dass ich mich nicht getraut habe, irgendetwas, wie z.B. den Fotoapparat
oder das GPS-Gerät, auf den Rand zu legen. Dieser Sog entsteht durch
natürliche Strömungen zwischen warmen und kalten Regionen. Das war wirklich
beeindruckend. Die Wanderung steigt langsam bis zum Olešský rybník (Alt-Olischer Teich) an.
An einer größeren Bungalowanlage erreicht man den Teich. Ab dem asphaltieren
Weg wandert man auf dem blauen Strich
weiter. Wirklich verwundert waren wir über die Größe dieses Sees.
Im Sommer
wird der See sehr gerne als Badeteich benutzt und trotzdem ist die andere
Seite des Sees ein Naturschutzgebiet. Die Wanderung führt an dem Badeteich
vorbei, bis hinter der hölzernen Gaststätte ein Weg nach rechts abbiegt.
Genau an dieser Kreuzung geht auch der blau markierte Wanderweg auf einem
wirklich unscheinbaren Pfad weiter. Der Weg führt auf dem Pfad an einem
verträumten Teich vorbei. Am Ende des Teichs erreicht man wieder ein paar
sehr nett hergerichtete Ferienhäuser. Die Wanderung führt auf der blauen
Markierung und der Fahrstraße aus dem Ort heraus. Auf dieser Straße ist selbst
an einem sehr schönen Tag wenig Autoverkehr anzutreffen, so dass es nicht
besonders störend ist, auf der Straße entlang zu wandern. Der blau markierte
Wanderweg biegt nach ein paar Metern von der Straße ab, die Wanderung geht
aber auf der Straße weiter. Ca. 800 Meter hinter dem Dorfausgang erreicht
man eine größere Wiese auf der linken Seite. Diese geht man bis zum Ende und
dort biegen drei Waldwege nach links ab.
Von den drei Wegen wandert man auf
dem mittleren Weg runter ins Tal. Wenn sich der Weg zwischendurch gabelt,
dann folgt man dem rechten breiteren Weg. Auf der rechten Seite kann man
mehrere Felsnischen finden, die drauf schließen lassen, dass der Weg schon
seit langen Zeiten eine Verbindung zwischen Stará Oleška (Alt Ohlisch) und
Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz) ist.
Auf diesem Weg erreicht man die
Ortschaft Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz) am südlichen Ende. Jetzt geht
es nur noch bis zum Ausgangspunkt der Wanderung auf der Straße entlang.
Zwischendurch kann man noch auf der linken Straßenseite neben der Hausnummer
40 im Felsen ein eingemeißeltes Bild erkennen. Es ist sehr filigran
gearbeitet und zeigt die Krönung Marias. Auch die letzten Meter der Wanderung
erfolgen über die Fahrstraße.
Damit ist eine schöne Wanderung beendet, die
sich ganz besonders für lange Wochenenden, also die Hochbetriebszeiten in der
Sächsischen Schweiz, anbietet. Auf der Wanderstrecke herrscht meistens eine
überraschende Ruhe.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Tja da fällt mir nur ein, dass ich mit der S-Bahn bis Schöna fahren würde
und dann mit der kleinen Fähre über die Elbe übersetzen würde. Als nächstes
weiß ich, dass in Hřensko als auch in Srbská Kamenice (Windisch-Kamnitz)
eine Bushaltestelle ist. Wie die Buslinie heißt, entzieht sich leider meinen
Kenntnissen.
Auto:
Auf der B172 über den Grenzübergang Schmilka. Hinter dem Grenzübergang in Hrensko nach links, bis die erste, und einzige, Möglichkeit (ca. 1,1 Kilometer hinter der Elbe) kommt nach rechts abzubiegen. Diese Straße führt nach Rosendorf und dann nach Windisch-Kamnitz hoch. Der Parkplatz befindet sich gleich vor der Touristeninformation.
Empfohlener Parkplatz:
Windisch-Kamnitz Touristeninformation
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,53 kByte
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Dateigröße:
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