Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klettern
Beschreibung:
Diese Wanderung ist eine kleinere Runde, die es aber trotzdem in sich hat. Ich
hatte sie als eine Runde mit meiner großen Tochter (6 Jahre) geplant, da die
Wanderstrecke nicht so lang ist. Leider habe ich mal wieder nicht drauf
geachtet, dass es auch noch Höhenmeter in der Sächsischen bzw. Böhmischen
Schweiz gibt und so war der Zwerg am Abend gut geschafft, aber stolz auf eine
tolle Wanderung. Die Wanderung stammt im Ursprung aus dem erstklassigen
Wanderführer "Böhmische Schweiz" von Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de).
Hier kommen unsere Wandererfahrungen:
Der Startpunkt der Wanderung liegt in der Mitte von Jetřichovice (Dittersbach),
gleich rechts neben der Kirche. Zwischen dem Parkplatz und der Straße befindet
sich ein Pavillon, der aber nur den Blick auf die Straße freigibt und deshalb im
Vergleich zu den kommenden Pavillons/Aussichten nicht ganz so lohnenswert ist. Vom
Parkplatz kommend geht es nach links, bis die erste Straße nach links abbiegt.
Hier zweigt auch die Wanderwegmarkierung roter Strich
ab und ihr folgt man. Zuerst passiert man gleich mehrere Restaurants, die alle
durch relativ preiswertes Essen Urlauber
anlocken wollen und dann erreicht man
einen gigantisch großen Garten mit einem ziemlich großen Gebäude. Wir waren uns
einig, dass es ein Schloss sein müsste, da so ein prachtvolles Gebäude in der
letzten Zeit nicht gebaut worden sein kann. Praktisch hat es sich als ein Kindererholungsheim aus dem Jahre 1927 herausgestellt,
das
aber anscheinend heute
leer steht. Vor dem Gebäude steht eine Informationstafel, die ein paar sehr
nette Hintergrundinformationen zur Ortschaft
Jetřichovice (Dittersbach) und dem Wald drum herum liefert.
Die
Wanderung führt an dem Gelände des Kindererholungsheims vorbei, um dann dahinter
den Berg relativ steil hoch zu steigen. Gleich am Anfang des Aufstieges erklärt
eine weitere Tafel, warum der Wald an dem Hang gerade so kahl aussieht. "Am
22.07.2006 brach hier ein einwöchiger Brand aus. Die durch das Feuer zerstörten
Waldbestände werden den natürlichen Prozessen überlassen. Die
Nationalparkverwaltung beobachtet hier vor allem die Entstehung des neuen Waldes
und das Vorkommen von Pflanzen- und Tierarten unter spezifischen Bedingungen."
Schön ausgedrückt. Man könnte auch sagen, dass die Entwicklung des Waldes sich
selber überlassen und damit der Grundgedanke des Nationalparks weiter
gepflegt wird. Im unteren Teil des Weges sieht man von den verheerenden Spuren
des Waldbrandes noch gar nichts, aber je weiter man nach oben aufsteigt,
desto deutlicher werden die Zerstörungen. An manchen Stellen sind die Bäume
vollständig verkohlt, bei anderen Bäumen, die mehr am Rand des Hanges stehen, ist
nur eine Seite des unteren Stammes verkohlt.
Die
Brandbekämpfung ist an diesem steilen Hang bestimmt auch kein Zuckerschlecken
gewesen. Nach
einem Aufstieg von ca. 150 Höhenmetern erreicht man ein Hinweisschild nach links
hoch zum Mariina skála (Marienfelsen). Der Aufstieg bis hinauf zur Aussicht bzw.
der Hütte erfolgt über einige Stufen und durch eine erweiterte Felsspalte. Die
Hütte war ein Jahr (am 9. September 2005) vor dem eben erwähnten Waldbrand
abgebrannt und wieder aufgebaut worden. Bei dem Waldbrand im Jahre 2006 ist die
neue Hütte zum Glück nicht beschädigt worden, obwohl sich das Feuer knapp unter
dem Felsen durch den Wald fraß. Die
Wanderung führt wieder von dieser ersten tollen Aussicht herunter und es geht
weiter auf dem markierten Weg. An dem Weg ist deutlich zu erkennen, dass er
extra für Wanderer
erweitert worden ist und dafür mindestens an zwei Stellen der Felsen ausgehöhlt wurde.
Nach einem kleineren Hoch und Runter erreicht man eine größere Grotte. In dieser
Grotte drückt sich an mehreren Stellen Wasser durch den Felsen. In den warmen
Monaten kann man das am Geplätscher links hinten hören und im Winter bilden sich
hier richtig nette Eiszapfen. Das sogenannte Balzerovo ležení (Balzers Lager)
ist früher sogar eine Minigaststätte gewesen. So etwas verwundert schon ziemlich,
weil heutzutage hier zwar schon ein paar Wanderer vorbeikommen, aber so eine
richtig tolle Einnahmequelle kann das meiner Vorstellung nach nicht sein. Jetzt
geht es hinauf zur
Vilemínina
stěna (Wilhelminenwand). Diese Aussicht ist
relativ einfach zu erreichen und von hier kann man sehr gut auf die eben noch
besuchte
Aussicht Mariina skála (Marienfelsen) hinuntersehen. Auch zu der Aussicht Vilemínina stěna (Wilhelminenwand)
muss man ein kleines Stück von der
eigentlichen Wanderroute abweichen, aber die einzelnen Aussichten sind alle gut
ausgeschildert, so dass es überhaupt kein Problem ist, den passenden Zugang zu
finden.
Der Weg steigt weiterhin leicht an mit zwei kleineren Unterbrechungen in Form
einer Treppe. Vollkommen überraschend steht man auf einmal vor einer weiteren Hütte, auf
dem Ostroh (Rudolfstein). Irgendwie ist es wie das Hase-und-Igelspiel.
Meine Tochter meinte sofort, dass wir wohl irgendwie im Kreis gelaufen sind,
weil hier oben die gleiche Hütte wie auf dem Mariina skála (Marienfelsen) steht.
Erst, wenn man sich die Hütte aus der Nähe ansieht, fällt einem auf, dass es doch
eine andere Form und ein ganz anderer Gipfel ist. Um auf diese Aussicht zu
kommen, muss man schon ein bisschen klettern, was aber ohne Gefahr funktionieren
sollte. Auch
wenn man eigentlich von dieser Aussicht nicht viel anderes sehen kann als von
den beiden vorhergegangenen, so ist auch diese Aussicht wirklich ersteigenswert.
Die Wanderung klettert wieder vom Ostroh (Rudolfstein) ab und man folgt
weiterhin der bekannten roten Markierung. Ungefähr einen Kilometer hinter der
letzten Aussicht erreicht man eine auffällige Wegkreuzung, an der man die rote
Wegmarkierung verlässt und nach links der grünen Markierung
weiter folgt. Der Weg geht ziemlich angenehm der Berg herunter. Auf der rechten
Wegseite weist eine Gedenktafel auf den Erbauer des Weges hin. Der Inhalt der
Tafel ist: "Ihrem ehemaligen Obmanne, dem Fürstlich-Kinsky´schen Oberförster
und Ehrenbürger von Dittersdorf, Rudolf Georg Kessler, dem Erbauer dieser
Strasse und eifrigen Pfleger dieser schönen Gebirgspartie - Gestorben am
2.Februar 1884 zum dankbaren Andenken.
Die
Section Dittersbach des Gebirgsvereins für die Böhmische Schweiz." Der
Untergrund des Weges wird, je weiter man nach unten kommt, immer sandiger.
Vermutlich sind deshalb auf der linken Wegseite auch einige Hangbefestigungen zu
entdecken. Nachdem man vollständig unten angekommen ist, kann man noch mal auf
der linken Seite die Felsen und die Schutzhütte auf dem Mariina skála
(Marienfelsen) sehen. Von hier unten sieht es wirklich beeindruckend aus, wie die
Hütte maßgeschneidert auf dem riesig hohen Felsen steht. Die letzten paar Meter
gehen auf dem bekannten Weg am Kindererholungsheim vorbei bis zum Ausgangspunkt
der Wanderung. Diese Wanderung war eine riesige Überraschung mit den vielen tollen
Aussichten. Es hat sowohl mir als auch meiner Tochter gigantisch viel Spaß gemacht
und die kleine Kletterpartie am Ostroh (Rudolfstein) hat ihren Teil dazugetan.
Die Wanderung ist sehr empfehlenswert.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Tja da fällt mir nur ein, dass ich mit der S-Bahn bis Schöna fahren würde
und dann mit der kleinen Fähre über die Elbe übersetzen wurde. Als nächstes
weiß ich, dass in Hřensko als auch in Jetřichovice (Dittersbach) eine Bushaltestelle ist.
Wie die Buslinie heißt, entzieht sich leider meinen Kenntnissen.
Auto:
Auf der B172 über den Grenzübergang Schmilka. Hinter dem Grenzübergang in Hrensko nach links in die Richtung Jetrichovice (Dittersbach). Zuerst kommt die Ortschaft Mezní Louka (Rainwiese), Vysoká Lípa (Hohenleipa) und dann Jetrichovice (Dittersbach). In Jetrichovice (Dittersbach) befindet sich der Parkplatz auf der linken Straßenseite in der Ortsmitte knapp neben der Kirche.
Empfohlener Parkplatz:
Dittersbach Ortsmitte
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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