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Nachdem ich jetzt schon einmal mit dieser Wanderung
reingefallen bin, aber davon ausgehe, dass das Grundkonzept der
Wanderrunde ganz in Ordnung ist, habe ich sie dann doch noch mal versucht.
Die Ursprungsversion (Eiswanderung)
habe ich um einen weiteren Abstecher verbessert und hier kommt die
Beschreibung:
Die Wanderung habe ich zum Männertag 2005 durchgeführt. Der Termin war ganz
bewusst so gewählt gewesen, da man an dem Tag gar nicht erst versuchen
sollte in die beiden Teile des Nationalparks zu gehen, da dann Horden an
Wanderern unterwegs sind. Wirklich erschrocken war ich, als ich am
Parkplatz von der Buchenparkhalle ankam. Um kurz nach 10:00 war der
Paktplatz schon zu 2/3 gefüllt und ich habe das erste Mal einen Stau am
Parkscheinautomaten gesehen. Ich befürchtete schlimmstes im Bezug auf eine
ruhige Wanderung.
Die Wanderung startet man nach rechts auf dem breiten Forstweg, der vor dem
Parkplatz entlanggeht und mit dem grünen Punkt
markiert ist. Vom Parkplatz geht es ca. 400 Meter bis zur ersten Abzweigung.
An dieser Stelle verlässt man den markierten Weg und es geht nach links den
Berg herunter.
Da dieser Weg auch von Forstfahrzeugen benutzt werden könnte,
geht es in einem angenehmen Gefälle ins Kirnitzschtal herunter. Kurz bevor
es nach rechts auf den Hollweg weiter zur Kirnitzsch geht, kann man in der
rechten Felswand eine Holztüre sehen. Bei der Wanderung stand diese Türe
tatsächlich mal offen und ich konnte sehr gut sehen, wie eine alte
Schwarzpulverkammer von innen aussieht. Früher wurde in dieser Kammer das
Schwarzpulver aufbewahrt, um auch noch Wurzel aus dem gerodeten Wald zu
entfernen. Eine weitere dieser Kammern gibt es im Großen Zschand.
An der Kirnitzsch angekommen geht es nach links auf der Wanderwegmarkierung
blauer Strich
.
Auch wenn der markierte Wanderweg nach ein paar Metern nach links
verschwindet, geht es weiter geradeaus, genau auf den neuen
Wanderergrenzübergang. Der Name des Grenzübergangs scheint noch nicht so
richtig festgelegt zu sein. Bis jetzt habe ich die Varianten Rabenstein und
Hinter-Dittersbach gehört. Mir selber würde die Variante Hinter-
Dittersbach besser gefallen, auch wenn es diese Ortschaft nicht mehr
gibt, aber als kleines Gedenken an die Ortschaft wäre der Name schon ganz
nett. Gleich hinter dem Grenzübergang geht der Wanderweg nach links weiter.
Leicht irritierend ist, dass hier der Weg durch eine Schranke versperrt
wird, obwohl der Weg mit dem grünen Strich
markiert ist. Vermutlich soll die Schranke aber eher irgendwelche
Autofahrer am Weiterfahren hindern. Der Weg geht über ein normales Gefälle
den Berg hoch.
Die grüne Wanderwegmarkierung führt die nächsten 3,3 Kilometer sehr angenehm
ruhig durch den Böhmischen Wald, bis die Wanderwegmarkierung blauer Strich
erreicht wird. Auf ihr geht es nach links weiter, wobei man gut auf den
Streckenverlauf achten muss. Der Wanderweg geht nicht wie man annehmen
könnte auf dem breiten Forstweg weiter, sondern geht schräg links in den
dichten Wald. Die Wegmarkierung ist im Frühjahr 2005 sehr schwer zu finden,
aber wenn man weiß, dass es nicht auf dem Forstweg, sondern auf dem Pfad
weitergeht, dann sollte man den Eingang finden.
Dem
Pfad folgt man den Hang runter, durch eine enger werdende Schlucht, bis der breite Weg im Tal erreicht
ist. Der kleine Bach in dem Tal heißt Rotes
Floß. An dem Bächlein läuft man jetzt talwärts (also nach links), durch ein
nettes schmales Tal mit einer
ungewöhnlichen Natur, bis zum Schwarzen Tor. Da ich zum Anfang überhaupt
nicht wusste, was das schwarze Tor ist und mir aber dachte, der Name hört
sich interessant an, bin ich durch das Tal gewandert und habe die ganze Zeit
Ausschau gehalten nach einem möglichen schwarzen Tor. Im Nachhinein gesehen,
so viel Mühe hätte ich mir nicht machen müssen.
Das
Schwarze Tor ist ein unübersehbares Tor, da es sich quer über den Weg spannt.
Wenn man durch das Tor durchgegangen ist, erreicht man dahinter gleich die Kirnitzsch. Über den Fluss ist an der Mündung des Tals früher die
Schönlinder Brücke gewesen. Heutzutage sieht man davon nur noch die beiden
Brückenauflager, aber die eigentliche Brücke ist nicht mehr vorhanden. Ganz
schwer verwundert war ich, dass mir auf der gesamten Wanderung höchstens 10
Wanderer begegnet sind, nur im Bereich des Schwarzen Tors schätzungsweise 50
Leute unterwegs waren. Es waren unterschiedlichste Gruppen und sie machten
auch nicht den Eindruck, als wenn sie durch die kalte Kirnitzsch gewatet
wären. Entweder war es ein dummer Zufall, oder es gibt noch irgendwo eine
Brücke, die zwar kein offizieller Übergang ist, aber trotzdem die
Kirnitzschüberquerung ermöglicht.
Um die Wanderung auf legale Weise fortzusetzen, geht es wieder durch das Tal
zurück, bis zur ersten Möglichkeit nach links abzubiegen.
Auf
diesem Pfad geht der blau markierte Weg den Berg hoch. Der
markierte Wanderweg schlängelt sich erst auf einem schmalen Pfad entlang, um
zuerst an der Quelle Hadi Pramen vorbei zu führen und dann aber auf einem
breiten Forstweg bis an den Grenzübergang weiterzulaufen. Wenn man den
Grenzübergang in Sichtweite hat, dann weißt eine alte Steintafel an einem
Felsbrocken auf die Wolfsjagd hin.
Kurz
vor dem Grenzübergang, sieht man an einem Weg, der nach rechts geht, eine in
Stein gefasste Quelle und wenn man diesen Weg reingehen würde, dass Resultat
von ein paar Idioten. Bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle ein
Denkmal, das den Opfern des Todesmarsches vom April 1945 gewidmet war.
Leider ist es inzwischen abgesägt und es ist nur noch der ein Fundament und
ein Pfosten zu sehen. Meiner Ansicht nach, muss so etwas nun
wirklich nicht sein.
Vom Grenzübergang
Hinter-Daubitz (Zadni Doubice) geht es wieder zurück nach Deutschland. Die ersten paar
Meter (500 Meter) verläuft die Wanderung an der Kirnitzsch entlang, um dann
auf die Wanderwegmarkierung roter/gelber Strich
zu treffen. Auf dieser Wanderwegmarkierung geht es jetzt die nächsten 150
Meter nach rechts, um dann aber auch schon wieder nach links den Berg hoch
nach Hinterhermsdorf zu gehen. Der breite Forstweg führt an einer lang
gezogenen Waldwiese vorbei und geht mit einer mäßigen Steigung in den
Ortsteil Neudorf. Im Neudorf angekommen biegt man die erste Möglichkeit nach
links wieder ab. Der Weg ist mit dem gelben Punkt
markiert. Zuerst geht es am Forstamt von Hinterhermsdorf vorbei und danach
unterhalb der Kleingartenanlage. Am Ende des Weges erreicht man die Straße
zur Buchenparkhalle und nach den letzten 100 Metern auf dieser Straße ist
der Ausgangspunkt dieser Wanderung wieder erreicht.
Was mich an dieser Wanderung wirklich verwundert hat, ist die
schöne Ruhe, obwohl unwahrscheinlich viele Menschen unterwegs
gewesen sind. Der Parkplatz war bei meiner Rückkehr bis zum Rand
voll, aber anscheinend sind alle entweder zu der oberen Schleuse gegangen
oder haben die Richtung Nationalpark eingeschlagen. Außerdem habe ich mich
über die Runde jetzt doch gefreut, dass sie gar nicht so schlecht ist,
wie ich sie das erste Mal empfunden hatte.
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