Bei dieser Wanderung handelt es sich um eine
Streckenwanderung, die von der Elbe hoch nach Ehrenberg geht. Normalerweise
mag ich Streckenwanderungen überhaupt nicht, da ich fast immer nur mit
unserem Auto zu einem Startpunkt fahre und dann natürlich auch wieder zurück
zu diesem Punkt muss. In diesem Fall habe ich mich aber so auf den Weg gemacht
und netterweise ist eine tolle Wanderung dabei herausgekommen. Hier ist die
Beschreibung zu der Runde.
Der Startpunkt liegt an der Elbe in Prossen. Von hier geht es zuerst in die
Richtung des Liliensteins, bis kurz vor das Ortsende von Prossen. Hier
erreicht man ein prächtiges Gebäude an einem Wendehammer. Bei dem Gebäude
handelt es sich um das Rittergut Prossen, welches an der rechten Seite passiert wird. Hier
wird die Straße ein ganzes Stück schmaler und man wandert auf dem
Elberadweg. Nur wenige Meter hinter dem Schloss wird dieser schon wieder nach rechts verlassen. Auch wenn es so aussieht, als ob
es nur auf den Hof der Firma Ford Mischner bzw. dem zweiten Standbein Quad
Verleih (www.quadrevier.de)
geht, so kann man hier bis in das Prossener Gründel
durch wandern. Dieses versteckte Tal heißt es jetzt bergaufwärts zu durchwandern bis nach Waltersdorf. Ziemlich interessant ist das Minibächlein neben dem Pfad.
Auch
wenn es sehr unscheinbar aussieht, so ist es doch schon einige Mal zu einem
gewaltigem Bach angeschwollen. Das liegt an der Talform im oberen Teil. Wenn
man sich die Geländeform hier ansieht, dann entdeckt man große flache Hänge,
die alle in diesem Bach enden. Sobald sich ein Gewitter in diese breite
Senke entlädt, wird aus dem Rinnsal ein ordentlicher Bach. Der Aufstieg
durch das Prossener Gründel ist aber aus zwei Gründen sehr angenehm zu
wandern. Einerseits ist die Steigung immer sehr wanderfreundlich und
außerdem herrscht hier immer eine wunderbare Ruhe, da der Grund wirklich ein
Geheimtipp ist.
Am Ende des Pfades erreicht man die südlichen Ausläufer von Waltersdorf und
damit die Liliensteinstraße.
Dieser
Straße folgt man nach rechts bis zur vielbefahrenen Verlängerung des
Ziegenrückens. Eigentlich hatte ich geplant, auf dieser Straße ca. 600 Meter
nach links zu wandern, bis zur Mühlbergstraße ins Polenztal. Aber schon nach
ein paar Metern, noch vor dem Ortsausgang, biegt ein Feldweg nach rechts,
also in Richtung Polenztal, ab. Also folgt man gleich diesem Pfad. Der Wanderverlauf
ist leicht zu finden, wenn man sich daran orientiert, dass man immer weiter
hinunter gehen muss. An einer Stelle (nach 350 Metern) gabelt sich der Pfad, hier hält man sich rechts und es geht über das Rinnsal hinweg. Ziemlich
auffällig ist, dass die Schluchten in diesem Bereich gewaltig steil sind.
Solche Geländeformen sind eigentlich nur bei Granituntergrund üblich, aber
hier hat sich im Sandstein der steile Einschnitt gebildet.
Die Wanderung erreicht den Wanderweg im Polenztal, dem nach links auf der
Wegmarkierung roter Punkt
gefolgt wird. Nach ¼ Kilometer ermöglicht es eine uralte Brücke (Baujahr
1898), den Bach zu überqueren. Hinter der Brücke geht es nach links. Nach
wenigen Metern biegen zwei Wege nach rechts den Hang hinauf ab. Wir wandern
den zweiten Weg
mit der Beschilderung Hohnstein und Neuweg aufwärts. Dadurch,
dass sich der Aufstieg über eine Strecke von einem Kilometer hinzieht, ist die
Steigung relativ angenehm und man erreicht die Ebene zwischen Brand und
Hohnstein. Der Neuweg verläuft dann weiter bis an die Ortsgrenze von
Hohnstein, an der man dann aber gleich wieder nach rechts auf die
Brandstraße (gelbe Wanderwegmarkierung
)
abbiegt. Der Name Brandstraße hört sich nach Autoverkehr an, aber es fahren
normalerweise nur Fahrzeuge der Brandbaude hier entlang.
Nach ¼ Kilometer erreicht man eine Wiese und einen offiziellen Feuerplatz auf
der linken Wegseite. Hier wird die Wanderwegmarkierung schon wieder
verlassen und es geht den Hang hinauf zur Napoleonschanze. Dieser unscheinbare
Hügel (Schanzberg) bietet eine sehr schöne Rundumaussicht mit der Stadt
Hohnstein zu Füßen. Um den Hügel befinden sich auch mehrere Rastplätze,
die zu einer kleinen Pause einladen.
Die Napoleonschanze wird auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich
in Richtung Hohnstein verlassen.
Der
Pfad schlängelt sich durch einen Hohlwegin Richtung des Hohnsteiner
Freibades. Aber noch bevor das Freibad erreicht wird, geht es nach links
hinauf auf ein kleines Viadukt. Im Sommer ist es ziemlich lustig, wenn man auf der
Brücke steht und unten im Bad die wildesten Wasserschlachten mit der
passenden Geräuschkulisse stattfinden. Hoffentlich kann das Bad noch lange
weiter erhalten werden und muss nicht wegen irgendwelcher Sparmaßnahmen
geschlossen werden.
Das Viadukt stammt von einer Schmalspurbahn, die bis nach dem 2. Weltkrieg
(30.04.1898 - 27.05.1951) Hohnstein mit der Kohlmühle verbunden hat.
Eigentlich ist das per Luftlinie keine sonderliche Entfernung, aber eine
Eisenbahn ist mit einer zu starken Steigung schnell überfordert und so führte die
Bahnstrecke in einem großen Bogen über Ehrenberg, Lohsdorf und das
Schwarzbachtal. Selbst ½ Jahrhundert nach dem Abriss sind noch an ganz
vielen Stellen Spuren dieser Bahntrasse zu finden. In der Verlängerung der
Brücke geht es in die Richtung der Straße zwischen Hohnstein und Bad
Schandau. So wie das Gebäude aussieht, das ganz kurz vor der Straße umrundet
wird, würde ich doch mal tippen, dass es auch zur
Schmalspurbahn gehört hat. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es
zwischen dem Sportplatz und der Kleingartenanlage weiter. Auch wenn die
Durchfahrt ziemlich genau in der Hälfte unterbrochen ist, geht man als
Wanderer schnurgeradeaus durch die gesamte Siedlung.
Zwischendurch
passiert man noch eine Pferdekoppel mit wirklichen Minipferden. Meine beiden Töchter haben mich mit Freude darüber
aufgeklärt, dass es sich um Falabella-Ponys handelt. Was man als Papa von
zwei Mädels nicht alles lernt.
Der gerade Weg durch die Kleingartenanlage erreicht eine Fahrstraße, die
aber nur geradewegs überquert wird und dann geht es auf einem asphaltierten
Feldweg/Radweg weiter. Dass die ersten paar Meter bis zu dem Gehöft asphaltiert
sind, muss einen ja nicht verwundern, aber über das Stück dahinter habe ich mich doch
ziemlich gewundert. Auf jeden Fall wandert man hier angenehm auf
der Alten Böhmischen Glasstraße.
Nach
ungefähr 1 ½ Kilometern passiert man die Kreuzung zwischen Ehrenberg und dem
Campingplatz Entenfarm. Hier steht mitten auf der Kreuzung eine
Sandsteinsäule aus dem Jahre 1820, die den Weg in alle vier Himmelsrichtungen
weist. Eigentlich kann man sich kaum vorstellen, dass an so zentraler
Stelle ein Wegweiser schon fast zwei Jahrhunderte überlebt hat. Ganz
besonders auffällig an der Säule ist auch, dass nicht ein Pfeil die
jeweilige Richtung weist, sondern eine Hand mit einem ausgestreckten Finger.
An dem Weg nach rechts in Richtung Entenfarm steht eine
Erklärungstafel zum
Pomologischen (Obstbaukunde) Lehrpfad Ehrenberg. Wenn man nach links gehen
würde, dann würde man eine Vielzahl unterschiedlichster Apfelbaumsorten mit
jeweils einer Erklärungstafel entdecken, aber dieser interessante Teil wird
auf einer späteren Wanderung erkundet. Jetzt folgt die Wanderung dem Weg noch ein
kurzes Stück von 400 Metern geradeaus, bis nach links ein deutlich
sichtbarer Feldweg abbiegt. Auch dieser Weg läuft ganz gerade in Richtung Ehrenberg. Das komische ist, dass man die Ortschaft überhaupt
nicht sieht. Das Dorf ist zwar ziemlich langgezogen, aber seltsamerweise
versteckt es sich ganz hervorragend in der Senke. Erst auf den letzen 100
Metern tauchen ein paar Gebäude auf. Auch wenn der Feldweg so aussieht, als
wenn er direkt auf einen Bauernhof führen würde, so biegt er genau davor ab
und macht einen Schlenker nach links um das Gehöft. Nach ein paar wenigen
Metern Abstieg erreicht man die Hauptstraße durch Ehrenberg.
Hier gibt es für den Papi von zwei Mädels ein ganz besonders Ziel. Es ist
der Reiterhof Anders (www.anders-hof.de),
wo meine Frau und unsere Töchter auf mich warteten.
Wie
sich das gehört, so sind auch unsere beiden Mädchen wie verrückt hinter
Pferden her. Damit die beiden von Zeit zu Zeit auch mal etwas Besonderes
machen können, dürfen sie auf dem Anders-Hof ein paar Reitstunden nehmen. Das Ehepaar Anders
führt die Reitstunden so toll und auf die individuellen Bedürfnisse
zugeschnitten durch, dass wir es uns wirklich nicht besser vorstellen
können. Das sehen nicht nur wir so, sondern auch unsere Kinder sind
vollkommen begeistert und so ist diese Wanderung an dem Reiterhof mit zwei
glücklichen Mädchen, die im nächsten Urlaub in der Sächsischen Schweiz auch
ein paar Tage Reiterferien auf dem Anders-Hof machen wollen, zu Ende gegangen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt eine sehr gute Bahnverbindung nach Bad Schandau. Von dort fährt die
Buslinie R-253 bis nach
Prossen.
Auto:
Bis Bad Schandau über die B172, hinter der großen Elbebrücke rechts abbiegen in die Richtung Rathmannsdorf/Hohnstein. Die Straße weiterfahren bis nach ca. 700 Metern links die einzige Zufahrt in die Richtung Prossen kommt. Hier also links abbiegen und weiter fahren, bis auf der linken Straßenseite der Parkstreifen kommt.
Empfohlener Parkplatz:
Prossen Spielplatz
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,66 kByte
Dateigröße:
3,60 kByte
Dateigröße:
0,53 kByte
Dateigröße:
4,94 kByte
Dateigröße:
25,24 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.