Der Startpunkt für diese Wanderung ist der
Parkplatz am alten Schmalspurbahnhof von Hohnstein. Auch wenn der Bahnhof
schon seit mehr als 50 Jahren kein Bahnhof mehr ist, so kann man ihn immer
noch deutlich als solchen erkennen.
Der Parkplatz ist neu eingerichtet
worden, bis jetzt waren mir nur die Parkplätze an der Burg Hohnstein und an
der Linde bekannt. Aber auch dieser Parkplatz ist kostenpflichtig. Vom
Parkplatz geht es nach rechts auf der Straße ein paar Meter bis zur übernächsten
Querstraße, die nach links abbiegt. Diese Straße ist mit einer ganzen
Ansammlung Wanderwegmarkierungen gekennzeichnet. Man sollte dem blauen
Strich
folgen. Wirklich seltsam ist die Beschilderung auf dieser Straße. Gleich am
Beginn der Straße ist auf der rechten Straßenseite das Schild für eine
Spielstraße. Zwei Meter hinter diesem Schild ist auf der linken Straßenseite
das Schild "Zeichen 282 Ende sämtlicher Streckenverbote". Was auch immer
dieses Schild in einer Ortschaft macht, hier ist es auf jeden Fall am
falschen Platz. Stand Herbst 2005. Der Weg führt über eine kleine Gasse bis zum
Hohnsteiner Rathaus. Wenn man
Glück hat, dann kann man hier einer der vielen Hochzeiten zusehen. Das
Rathaus ist äußerst beliebt um in der Region der Sächsischen Schweiz zu
heiraten, da es in einem sehr schönen Ambiente liegt. Der Wanderweg geht um das Rathaus herum, um dann nach links den
Berg herunter zu führen. Der Weg ist noch ein kleines Stück mit dem blauen
Strich gekennzeichnet. Am Ende der Ortschaft hat man auf der rechten
Wegseite die Möglichkeit auf die Burg Hohnstein aus einer ungewöhnlichen
Perspektive zu blicken. Nach ein paar Metern erreicht man die alte Mauer vom
Bärengehege. Heutzutage ist sie zwar schon ziemlich eingefallen und sie fehlt an
so mancher Stelle vollständig, aber den ursprünglichen Verlauf kann man noch
sehr gut erkennen. Die blaue Wegmarkierung verlässt knapp hinter der Mauer
unseren Wanderweg. Ab jetzt folgen wir dem grünen Strich
. Gleich nach dem ersten größeren Bogen um einen Felsen herum, erreicht man die Gautschgrotte. Sie ist ein relativ großer Felskessel in dem ein kleiner Bach
über den Felsen läuft. Im Sommer kann es sein, dass der Bach sogar
vollkommen austrocknet, aber wenn im Winter die Temperatur unter dem Gefrierpunkt
sinkt,
bildet sich hier ein gewaltiger Eiszapfen. Leider habe ich es bis noch nie
gesehen, aber es soll tatsächlich ganz besonders mutige Mitmenschen geben,
die dann mit ganz seltsamen Eispickeln den Eiszapfen hochklettern. Für mich
wäre das nichts, aber wem es Spaß macht, der sollte es doch machen. Ich wandere
lieber auf dem markieren Weg weiter. Auch wenn der Weg bei weitem nicht
gerade der kürzeste Weg zum Brand ist, so ist es doch ein sehr angenehmer
Wanderweg, der sich die ganze Zeit auf einer Höhe oberhalb des Polenztales
entlang schlängelt. Nach einigen Metern überquert man dann die roter
Wanderwegmarkierung und nach ein paar weiteren Metern erreicht man dann den
breiten Forstweg mit dem Namen Brandstraße. Von dem Namen sollte man sich
nicht erschrecken lassen, die Straße ist nicht anderes als eine
geschotterter Waldweg, der bis zur Brandaussicht vor führt. Normalerweise
fahren hier nur die Autos, die auch wirklich zum Gaststätten/Hotelkomplex
unterwegs sind. Als ich den Spaziergang durchgeführt habe, war aber leider
dann doch ein Auto, welches sich mit der Geschwindigkeit vollständig vertan
hatte. Es war der Postbote für die Brandaussicht. Ich verstehe ja, dass so
ein Mann in Eile ist, aber wenn man sich Beschilderung genau ansieht, dann
wurde er bestimmt auch nicht in Dresden in einer reinen Fußgängerzone mit
weit über 50 km/h, wenn in höchsten 2 Metern Entfernung Fußgänger unterwegs
sind, fahren. Hier sollte sich der Postbote ein kleines Stückchen
zusammenreisen, da auch sein Arbeitsplatz von den Urlaubern abhängt, die er
mit seinem Verhalten vergraulen könnte. Wie schon gesagt, normalerweise
fährt hier jeder sehr zivilisiert und deshalb geht es über diesen Weg nach
rechts bis zur Brandaussicht. Die Gaststätte wird seit diesem Jahr von einem neuen Pächter/Besitzer
betrieben. Auch wenn sich von den Äußerlichkeiten noch nichts geändert hat,
so kann man in der Gaststätte schon deutlich frischen Wind merken und es ist
ein Vergnügen von den freundlichen Bedienungen versorgt zu werden. Die
eigentliche Aussicht liegt gleich zwischen der Gaststätte und dem Hotel. Von
hier oben hat man einen erstklassigen Blick runter ins Polenztal, auf die
Steine der vorderen Sächsischen Schweiz und ein kleines Stück hintere
Sächsische Schweiz. Den zweiten Namen für die Aussicht kann ich nur
bestätigen "Balkon der Sächsischen Schweiz".
Nachdem man sich ein bisschen gestärkt hat und an der wunderbaren Natur satt
gesehen hat, geht es wieder auf der Brandstraße zurück nach Hohnstein. Die
gesamte Brandstraße ist mit dem blauen Strich
gekennzeichnet und wird von meiner Schwiegermutter mit den Wort beschrieben:
"Solche Wege liebe ich." Damit meint sie die fehlenden Höhenmeter und den
schönen geraden Weg.
Nach 1 ¼
Kilometern auf dem Weg erreicht man auf der rechten Seite die
Forstbergsäule.
Die Säule ist ein Nachbau einer Säule die dran erinnern soll, dass 1795 im
dem Bereich ein Geistlicher vom Weg nach Bad Schandau abgekommen war und in
den Felswänden tödlich verunglückt ist. Bei den heutigen Wegmarkierungen
kann man sich das kaum noch vorstellen, aber 1795 war die Brandstraße
bestimmt nur ein kleiner Pfad ohne jegliche Hinweisschilder und vielleicht
ist der Herr ja solange herumgeirrt, bis es dunkel war und dann ist
jegliches Bewegen in einer Felslandschaft wie die Sächsische Schweiz
gefährlich. Weiter geht es auf der Brandstraße bis man nach ungefähr einem
½
Kilometer die Quelle mit dem Namen Waldborn erreicht.
Damit überhaupt sichtbares Wasser läuft,
muss man an einer Schwengelpumpe pumpen. Irgendwie scheint die Quelle aber
nur manchmal Wasser zu führen, da die letzten Male, als ich an der Pumpe
herumgespielt habe, höchstens Luft gepumpt wurde. Der weitere Weg verläuft
auf der Brandstraße bis in die Ortschaft Hohnstein. An der Grenze zwischen
Wald und Ortschaft passiert man die Ruine einer Schrankenanlage, die schon
seit einigen Jahren so trostlos dort herumsteht. Eigentlich sollte sie
verhindern, dass irgendwelche Knaller bis zur Brandaussicht vorfahren.
Heutzutage sollte das aber nun wirklich jeder wissen und deshalb ist diese
Einrichtung ziemlich unnütz. Ganz besonders nicht, wenn der Wald zu einem
Nationalpark gehört. Die letzten paar Meter gehen auf der breiten Straße bis
zum Ausgangspunkt.
Für einen Spaziergang ist die Runde schon relativ weit, aber da sie fast nicht
anstrengend ist, habe ich sie als Spaziergang klassifiziert. Auf jeden Fall
ist es eine sehr nette Runde, die man ohne weiteres so mal eben in einem
halben Tag absolvieren kann.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit
dem Bus R-236 oder
Bus R-237.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. In Hohnstein fährt man am Parkplatz Eiche bzw. an der großen Bushaltestelle in Richtung Brand. 350 Meter hinter dem Parkplatz Eiche befindet sich der Parkplatz Hohnsteiner Bahnhof auf der linken Seite.
Empfohlener Parkplatz:
Hohnstein Bahnhof
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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