Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderbeschreibung ist eigentlich super
einfach. Man geht immer dem Lehrpfad Hohnstein hinterher. Er ist wie alle
Lehrpfad in der Sächsischen Schweiz mit einem grünen Querstrich
gekennzeichnet. Aber zuerst muss
man an den Start kommen. Da der beste Parkplatz, unterhalb vom Hohnsteiner
Friedhof ist, er wird auch an der Eiche genannt, muss man erstmal auf dem
Sträßchen oberhalb des Parkplatzes nach rechts in die Stadtmitte gehen.
Hierbei kommt man an dem schönen alten
Rathaus vorbei. Auch wenn der Lehrpfad hier nicht mit der Nummerierung
beginnt, so ist es doch ein sehr schöner Startpunkt.
Leicht irritierend ist der unterschiedliche Streckenverlauf der Wanderung.
Auf jedem der Hinweisschilder für die Wanderung ist der Streckenverlauf
abgebildet. Auf der gegenüberliegenden Tafel vom Rathaus ist der Weg zwar
riesengroß dargestellt, aber hier soll ein Teilstück der Strecke auf der
"Rennstrecke" verlaufen. Dieses ist heutzutage nicht mehr so. Ich schätze
früher ist die Wanderung tatsächlich auf dieser Strecke entlang geführt
worden, aber irgendein schlauer Kopf hat festgestellt, dass durch die vielen
tief fliegenden Motorradfahrer die Wanderung einfach nicht mehr zu empfehlen
war. Heutzutage ist die Wanderstrecke über einen sehr angenehmen Wanderweg
nur dreimal gezwungen die Straße zu überqueren. Die Wanderung geht vom Rathaus in die Richtung Marktplatz. Auf diesem könnte
man, wenn man Glück hat, auch sein Auto parken. Hier gibt es die schöne
Einkehrgelegenheit in die Hohnsteiner Burg. Über den Markt geht es ein
kurzes Stück den Berg runter in die Richtung der Kirche. Die Kirche wurde
1725 - 28 als schlichte Kirche gebaut und soll angeblich als Vorläufer der
Dresdener Fraukirche gelten. Auf jeden Fall ist sie nach den Plänen von
George Baehr gebaut worden. Von der Kirche geht es auf direktem Weg runter
ins Tal. Die Fahrstraße wird an zwei Stellen über- bzw. unterquert. Im Tal
angekommen geht es ein paar Meter auf der Straße entlang. Auf der rechten
Straßenseite stehen nach drei Lehrpfadhinweisschilder. Was mich wirklich
verwundert, ist das man in der ganzen Sächsischen Schweiz immer wieder
Brunnen sieht, an denen angeblich früher Trinkwasser gewonnen wurde.
Verwunderlich ist das alle diese Brunnen wie gerade saniert aussehen oder
man sogar das Brummen der Pumpen höheren kann. So ein Brunnen steht auch
hier unten am Wegesrand im Polenztal. Wenn man die drei Schilder auf der Straße gelesen hat, dann geht es wieder
ein paar Meter zurück. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht der
Lehrpfad im Polenztal weiter. Der Weg ist mit dem roten Punkt
markiert. Hier
geht es zuerst noch auf einem sehr kurzen Stück auf einer asphaltierten
Straße entlang, die auch noch bis zum Gasthaus Polenztal für den Verkehr
freigegeben ist. Auf diesem Stück steht eine sehr
anschauliche Tafel zu
Befreiungskrieg von 1813.
Knapp hinter dieser schönen Anschauungstafel geht nach rechts der
Kohlichtgrund den Berg hoch. Im Gegensatz zum Riesengrund (Granit) wird der
Kohlichtgrund wegen der Schwammwirkung des Sandsteins nur nach der
Frühjahrsschneeschmelze oder nach einem heftigen Regenguss von einem Rinnsal
durchzogen. Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten auf den
Hockstein hoch zu gehen. Entweder geht man gemächlich den Berg über den
Kohlichtgrund hoch, oder man geht über die Stufen den schnellen Weg empor.
Ich empfehle den angenehm langsam ansteigenden Weg über den Kohlichtgrund.
Auf dem Weg muss man leider zwei Mal die Wartenbergstraße (angeblich eine
ehemalige Rennstrecke) überqueren. Der Flurname "Kohlichtgrund" erinnert an
das frühere Waldgewerbe der Köhlerei. Der ehemalige Meiler stand oberhalb
der heutigen Straße auf der breiten Talsohle im Grenzgebiet von Sandstein
und Granit. Oben
angekommen ist es wie auf der Bastei, man kriecht den Berg hoch und oben
kann es sein, dass die Reisebusse stehen und die Touristen auf den Hockstein
flitzen um die wunderbare Aussicht zu genießen. Zum Glück ist der Hockstein
nicht ganz so bekannt und beliebt wie die Bastei. So hat man nur von Zeit zu
Zeit Pech und muss die schöne Aussicht teilen. Auf dem Hockstein befand sich
ein 7 Meter langes und 6 Meter breites Felsengemach,
das
wahrscheinlich mit Holzbohlenverschalungen geschlossen war. Die
Wasserversorgung erfolgte vermutlich über eine künstlich angelegte Zisterne.
Von dem Felsen geht es durch die Felsschlucht auf dem grünen
und blauen
Strich
herunter. Die
Felsspalte geht über ein paar Leitern nach unten. Im untersten Teil kommt
noch mal eine Stelle, an der es etwas enger ist zumindest fand das meine
Tochter, die auf meinem Rücken in unserem Tragegestell steckte. Im Polenztal
angekommen geht es nach rechts. Man umrundet die Gaststätte im Tal, wie auch
immer sie heißen mag, Zum Polenztal oder war es Hocksteinschänke?
Hinter der Gaststätte geht es nach links weiter auf dem blauen Strich bzw.
grünen Querstrich den Berg hoch. Es geht durch den Schindergraben den Berg
hoch. Zuerst sieht man die mächtigen Reste der Bären Sperrmauer. Diese Mauer
geht durch die gesamte Schlucht. An den Resten lässt sich erkennen, dass sie
über 1 Meter dick war. Die ursprüngliche Höhe lässt sich nicht mehr
nachweisen, da die Mauer später abgetragen wurde.
Wenn
man dann noch ein paar Meter weiter geht, kann der aufmerksame Beobachter am
Felsen einen Gedenkstein sehen. Er soll an Wilhelm Leberecht Götzinger (1758
- 1818) erinnern. Er
arbeitete von 1783 - 87 als Hauslehrer in Hohnstein und bis zu seinem Tod
als Pfarrer in Neustadt. Er veröffentlichte bereits 1786 und 1804 zwei
heimatkundliche Bücher über die Sächsische Schweiz. Langsam nähert man sich
wieder der Stadt Hohnstein und der Burg. Faszinierend ist, wenn man sich von
hier unten kommend die Burg ansieht. Wie konnte man damals nur so mutig sein
und an einen solchen Felsen die Burg zu bauen. Heutzutage würde man dazu ein
Gerüst aufbauen, das seines gleichen suchen müsste. In der Stadt trifft man
wieder auf das Rathaus und an diesem geht es dann die letzten paar Meter
nach rechts bis zum Parkplatz.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit
dem Bus R-236 oder
Bus R-237.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. In Hohnstein liegt der Parkplatz Eiche gleich an der Hauptdurchgangsstraße.
Empfohlener Parkplatz:
Hohnstein Eiche
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
0,75 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,10 kByte
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