Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Schon mehrmals habe ich davon gelesen und
gehört, dass es Tages-Wanderungen mit einer Länge von 100 Kilometern geben
soll. Ich gehöre zwar auch zu den Leuten, die ziemlich häufig wandern gehen,
aber bisher war das Maximum 34 km und das erschien mir schon ausreichend
lang. Da mir 100 Kilometer doch ein bisschen sehr weit vorkamen, wollte ich
es wenigstens mal mit der Hälfte versuchen und so habe ich mir eine
Wanderung zusammengebastelt, die aber möglichst wenige Höhenmeter enthalten
sollte. Das war schon mal gar nicht so einfach, wenn man in einem Gebiet wie
der Sächsischen Schweiz eine so lange Strecke wandern möchte. Als grobe
Orientierung habe ich mir die Napoleonstraße von Stolpen zur Elbe genommen,
aber trotzdem wollte ich natürlich so wenig wie möglich auf Straßen entlang
wandern. Damit ich auch die Chance hatte, die Wanderung vorzeitig
abzubrechen, wenn z.B. das Wetter oder die Füße Sabotage begehen, habe ich
den Startpunkt möglichst in die Mitte der Strecke gelegt, was sich aber am
Ende doch als kleines Problem erwies. Aber dazu später.
Der Startpunkt ist der Parkplatz neben dem Sportplatz von Hohnstein. Da ich
davon ausgegangen bin, dass ich für die Strecke ungefähr 10 - 11 Stunden
brauchen würde und zum Abendbrot (18:00 Uhr) wieder zurück sein wollte, war
der Startzeitpunkt morgens um 7:00 Uhr. Eigentlich überhaupt keine Zeit, um
schon wandern zu gehen, aber zum Glück war es wenigstens ein nur leicht
bewölkter Tag, sodass ich sogar noch ein bisschen Sonnenaufgang genießen
konnte. Vom
Sportplatz führt die Wanderung zuerst komplett durch die Kleingartenanlage,
bis die Fahrstraße erreicht ist. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite
geht es auf der Alten Böhmischen Glasstraße raus auf die großen Felder. Der
asphaltierte Feldweg führt durch die Senke des Steubengründels und erreicht
bald die Kreuzung mit dem Hofehainweg und dem steinernen Sandsteinwegweiser
mit der eingemeißelten Hand. Hier biegt die Wanderung nach links ab in
Richtung Ehrenberg, um gleich nach 100 Metern nochmals nach links
abzubiegen. Dieser Feldweg passiert ein Wasserschutzgebiet und dann einen
größeren Bauernhof. Als ich die Wanderung unternommen habe, wurden hier
gerade die Silos mit gehäckseltem Mais gefüllt. Es sah schon wirklich
interessant aus, wie so einige Traktoren mit dieser Arbeit beschäftigt
waren. Zwischendurch wirkte es, als wenn die Traktoren einen Balletttanz
aufführten, nur die Geräuschkulisse war etwas anders.
An dem Bauernhof überquert man wieder eine Straße (Hohnstein - Ehrenberg)
und dann entdeckt man auf der linken Straßenseite die Ruinen der alten
Schäferei. Von der Kreuzung muss man jetzt leider einen ¾ Kilometer auf der
Landstraße in Richtung Neustadt entlang wandern. Die ersten paar Meter
erfolgen noch auf einem Bürgersteig, aber außerhalb der Siedlung muss man
dann am Straßenrand wandern. Nach dem besagten ¾ Kilometer biegt nach links
ein Feldweg ab. Diesem Feldweg folgt man für diese Wanderung über eine
Strecke von fast 2 ½ Kilometern, um dann ins Polenztal abzusteigen. Erst
kurz vor dem Polenztal macht der breite Weg einen sehr unbenutzten Eindruck,
aber trotzdem kommt man ganz gut runter bis zur Scheibenmühle.
An der Scheibenmühle wird das Polenztal auch gleich wieder verlassen und es
geht auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich
nach Heeselicht hoch. Für einen normalen Waldweg hat der Weg schon eine ganz
ordentliche Steigung, die auch erst im Zentrum der Ortschaft zu Ende ist.
Der Wanderweg durch das Tal des
Heeselicht-Baches
ist wirklich zu seltsam, weil man am Ende auf einmal im Zentrum des Ortes
steht. Am Markt biegt nach rechts ein Feldweg mit dem Namen Steinweg ab, in
der Verlängerung heißt er Pirnscher Steig. Dieser Feldweg ist sehr angenehm
zu wandern und die Allee der Apfelbäume verführt im Herbst gleich mal dazu,
sich ein bisschen gesund zu stärken. Obwohl die Wanderung an dieser Stelle
nun wirklich noch nicht besonders weit gewesen ist (vom Start bis hierher
waren es erst 9 Kilometer), überkamen mich hier Fußschmerzen und das linke
Schienbein erzählte irgendetwas Komisches. Entweder hat der Kopf angefangen
zu spinnen oder die Geschwindigkeit für die ersten 1 ½ Stunden war einfach
zu hoch.
Sobald aber irgendwie wieder eine Ablenkung wie z.B. das Wildgehege auf der
rechten Wegseite auftauchte, waren die Schmerzen vergessen. Vermutlich hat
in dem Stadium der Wanderung einfach nur der Kopf verrückt gespielt und
meinte, dass die Strecke doch einfach zu lang sein müsste. Der Feldweg führt
in den Schwarzen Busch und nach ca. 300 Meter in dem Wald biegt die
Wanderung an der ersten Möglichkeit nach schräg links ab. Der Wald wird von
jeglichen Wanderern ignoriert und das ist auch ganz gut, weil irgendjemand
(vielleicht der Waldbesitzer) den gesamten Weg mit Dachziegeln gepflastert
und so seinen Bauschutt entsorgt hat. Das sieht nicht besonders schön aus
und ist auch überhaupt nicht angenehm zu gehen. Am Ende des Waldweges stößt
man auf die Landstraße zwischen Heeselicht und Langenwolmsdorf. Auf dieser
Straße muss man ein kurzes Stück von ¼ Kilometer nach rechts bis zur
nächsten Kreuzung wandern. Dort biegt nach links die Wanderwegmarkierung
grüner Strich
ab. Dieser asphaltierte Feldweg ist einer der sehr gut ausgebauten Radwege
in der Sächsischen Schweiz, der aber auch immer mal wieder von Traktoren
benutzt wird. Dann muss man sich ein bisschen vom Weg machen, aber als
Wanderer sollte das kein ernstzunehmendes Problem sein.
Nach einem ¾ Kilometer wird der Weg auch schon verlassen, um eine schöne
Aussicht auf das nächste Ziel der Wanderung zu erreichen.
Der
Feldweg nach links führt auf den Hügel namens Bergers Höhe, auf dessen
Spitze eine Bank steht, von der man ungestört auf Stolpen blicken kann.
Etwas mehr als 300 Meter hinter dem Gipfel erreicht man wieder eine
Kreuzung, an der es nach rechts angenehm abfallend in Richtung Stolpen geht.
Zuerst erreicht der Feldweg den Ortsteil Niederdorf von Langenwolmsdorf, in
dem es nach links auf der Hauptstraße weiter geht. Rechts neben der Straße
fällt ein sehr gepflegtes Bächlein mit ein paar Teichen auf. Die Straße ist
auch wieder mit der bekannten Wanderwegmarkierung grüner Strich
gekennzeichnet und diese führt die Wanderung bis hinauf nach Stolpen.
Der beste Weg durch Stolpen ist, den kleinen Schlossberg-Weg mit der grünen
Wanderwegmarkierung aufzusteigen und dann die Burg auf der südlichen Seite
(also oberhalb des schönen Rastplatzes am Waldrand) zu umrunden. Auch wenn
die Wanderung noch ein riesiges Stück weiter geht, habe ich es mir nicht
nehmen lassen, einen kurzen Abstecher auf die Burg zu unternehmen.
Dadurch,
dass ich doch noch relativ früh (10:30 Uhr) hier oben war, konnte ich die
Burganlage noch fast für mich alleine genießen. Außerdem war inzwischen
blauer Himmel und so ist die westliche Aussicht auf der Burg ein besonderer
Wohlgenuss. Burg und Stadt Stolpen haben zuerst durch die Besatzung und die
gigantischen Menschenmengen (900 Einwohner zu 45.000 französische
Militärpersonen) und dann durch das Abziehen von Napoleons Truppen ganz
besonders schwer gelitten. So sind große Teile der Burg am 25. September
1813 gesprengt worden, aber immerhin ist heutzutage noch ein Teil davon zu
besichtigen.
Ob Napoleon selbst jemals auf der Burg gewesen ist, lässt sich nicht
nachweisen, aber dass er am
25.
August 1813 im heutigen Stadtmuseum am Markt genächtigt hat, ist urkundlich
belegt. Napoleon war ein großer strategischer Planer und so hat er für seine
Truppenbewegungen gleich an mehreren Stellen in der
Sächsischen
Schweiz Straßen ausbauen oder auch komplett neu anlegen lassen. Von Stolpen
führt eine dieser Napoleonstraßen in südliche Richtung. Dazu wandert man vom
Markplatz auf der westlichen Seite um die Burg und an der Kirche vorbei und
dann die Bahnhofstraße oder die Breitscheider Straße herunter. Beide Straßen
stoßen wieder aufeinander und mit der gelben Wanderwegmarkierung
geht es
weiter in Richtung Bahnhof. Eigentlich führte die Napoleonstraße geradeaus
in der Verlängerung der Bahnhofsstraße weiter, aber im Jahre 1877 wurde
durch den Eisenbahnbau die Straße in einem Bogen verlegt. Auf der südlichen
Seite ist aber noch ein vollkommen zugewuchertes Teilstück der
ursprünglichen Napoleonstraße zu erahnen.
Das jetzt kommende Teilstück der Wanderung ist nicht besonders schön, da es
über eine ganz gewöhnliche Landstraße, aber zum Glück mit relativ wenig
Straßenverkehr, weiter geht. Zwischendurch passiert man auf der linken
Straßenseite ein weiteres Wildgehege mit Hirschen, die gewaltige Geweihe
tragen und auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Plantage, die einem
schon vorher auffallen könnte. Im Gegensatz zu sonstigen Obstplantagen
stehen diese Bäume weiter auseinander und die Ernte findet anscheinend auch
ein ganzes Stückchen früher statt. Es handelt sich um die Aroniabeeren, die
mir bis dahin vollkommen unbekannt waren, aber inzwischen weiß ich, dass man
aus den Beeren Säfte und Marmelade herstellen kann und dass sie sehr gesund
sein sollen.
Die Straße endet in der bekannten Ortschaft Heeselicht. Hier biegt die
Wanderung nach rechts für ein ganz kurzes Stückchen ab, um schon knapp
hinter dem Ortsausgang geradeaus auf dem Feldweg zwischen den riesig breiten
Trassen der ehemaligen Rennstrecke weiter zu wandern. Dieser Weg steigt
leicht an in Richtung Hohburkersdorf und endet wenige Meter vor der
Ortschaft wieder auf der Rennstrecke. Hier befindet sich aber netterweise
eine Bushaltestelle mit Bürgersteig und eine seltsame Brücke, die über Teile
der Ortschaft hinwegführt. Auf dieser kommt man sehr angenehm bis zum Zugang
des Hohburkersdorfer Rundblicks mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich
.
Auch der Aufstieg zu dieser
Panoramaaussicht
ist schnell geschafft. Angeblich soll hier Napoleon am 28. Juni 1813 die
Umgebung betrachtet haben. Von hier hat man auf jeden Fall einen ganz
besonderen Blick auf die Berge und Steine der Sächsischen Schweiz.
Die Wanderung führt auf der südlichen Seite des Hügels wieder herunter und
schon erreicht man die nächste Ortschaft. Im Zentrum von Rathewalde ungefähr
auf der Höhe der Kirche ist der Wendepunkt (25 Kilometer) der Wanderung
erreicht
und es geht weiter auf der blauen Wanderwegmarkierung in Richtung Amselfall.
Dieser Weg geht schon so einigermaßen (zumindest für diese Wanderung) steil
und hubbelig abwärts, aber dafür ist es eine sehr schöne und typische
Schlucht mit so einigen Felsengebilden. Der Amselfall mit seiner Gaststätte
und der Nationalpark-Informationsstelle wird passiert und es geht weiter
runter ins Tal. Der Weg durch den Amselgrund ist schon fast so etwas wie
eine Erholungsstrecke und dann erreicht die Wanderung die Rathener Straße,
auf der es nach links wieder hoch geht.
Auch wenn es die einzige Zufahrtsstraße nach Rathen ist, so dürfen nur die
Anwohner hier fahren und dadurch ist der Autoverkehr nicht so sonderlich
unangenehm. Auf diesem Weg bis hierhin ist Napoleon ganz bestimmt nicht
unterwegs gewesen. Er hat wohl den Weg durch das obere Polenztal und über
den Ziegenrücken gewählt, aber auf diesen beiden sehr gut befahrenen Straßen
lässt es sich heutzutage nur noch im Notfall wandern.
In Waltersdorf endet die Zufahrt von Rathen und damit stößt man mit der
Wanderung auch wieder auf einen der Wege von Napoleon. Von Waltersdorf führt
eine ziemlich gerade Straße in Richtung Ebenheit/Lilienstein.
Auch
hier verläuft die Wanderung über eine Fahrstraße, die aber netterweise nur
von relativ wenigen Fahrzeugen benutzt wird. Da es sich aber um die Zufahrt
zum Lilienstein handelt, hängt die Verkehrsdichte natürlich auch vom Wetter
und der Besuchersaison ab. Diese Straße wird Kaiser- oder auch
Napoleonstraße genannt. Je näher man zum Lilienstein kommt, desto schöner
ist auch die Aussicht auf den Felsen.
Nachdem man den größeren Parkplatz neben dem Lilienstein und den kleinen
Wald passiert hat, biegt nach rechts am Waldrand ein Weg ab, der auch auf
den ersten Metern als Radweg markiert ist.
Der
Radweg verschwindet nach ein paar Metern rechts in den Wald, die Wanderung
führt aber weiter geradeaus am Waldrand entlang. Hier hat man noch mehrmals
einen sehr schönen und immer wieder wechselnden Blick auf den Lilienstein.
Sehr seltsam an diesem Weg ist, dass ihn fast kein anderer Besucher benutzt,
obwohl er eine super angenehme Möglichkeit ist, aus dem Elbtal zum
Lilienstein hinauf zu kommen.
Dass
der Weg so sehr gut ausgebaut ist, liegt mal wieder an Napoleon, weil an
dieser Stelle das Heer von der Ebenheit runter zur Elbe gelangen sollte. Da
auch einige Kutschen und Geschütze bei diesem Treck dabei waren, durfte das
Gefälle natürlich nicht zu groß sein und außerdem sollte die Straße einen
einigermaßen großen Durchsatz haben. Auch heute kann man noch sehr gut die
Breite und Qualität der damaligen Straße erahnen.
Dieser angenehme Abstieg runter ins Elbtal endet auf der kleinen Straße in
Halbestadt. Dieser
Sackgasse
folgt man nach links, bis man den kleinen Fähranleger rüber nach Königstein
erreicht. Hier geht es auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich
nach links über einen Zickzackweg wieder aus dem Tal hinaus in Richtung
Lilienstein. Nachdem man die Ebenheit bzw. das Panoramahotel Lilienstein
erreicht hat, wird die Wanderwegmarkierung schon wieder verlassen und es
geht nach rechts weiter. Hier passiert man ein paar wenige Häuser und dann
wandert man auf der östlichen Seite des Liliensteins entlang. Wenn der
Kirchsteig auf die Wanderwegmarkierung gelber Strich
stößt, sieht man vor sich bzw. links neben dem Weg mehrere große Senken im
Waldboden. Dabei soll es sich um ehemalige Kanonenstellungen aus den Zeiten
von Napoleon handeln. Heutzutage ist der Blick runter ins Elbtal zwar durch
Bäume verwehrt, aber zumindest lässt sich erahnen, dass man von hier oben
die Elbe ganz gut unter Kontrolle halten konnte.
Die Wanderung führt mit der gelben Wegmarkierung an der Nationalpark-
Jugendbildungsstätte Sellnitz vorbei und es geht ein Stück in der Ebene
weiter. Rechts neben dem Weg fallen so einige Grenzsteine auf, die fast alle
die Sächsischen Kurschwerter tragen. Der markierte Wanderweg führt ein paar
hundert Meter hinter der Sellnitz hinunter ins Elbtal. Obwohl ich den Hang
schon wirklich häufig runter gegangen bin, ist er mir noch nie so steil wie
bei dieser Wanderung vorgekommen. Sollten sich dort tatsächlich die letzten
40 Kilometer melden?
Nach dem Abstieg kommt erst mal wieder ein großes Stück Erholungsstrecke auf
einem asphaltierten Bürgersteig. Damit erreicht die Wanderung Prossen und
das von der Rückseite mächtig aussehende Schloss Prossen. Die Wanderung
führt einmal komplett bis auf die andere Seite des Ortes, um dann am
Vereinsheim der Schiffergesellschaft “Elbe” links abzubiegen. Zwischen einem
Firmengelände und dem Hang führt ein unscheinbarer Waldweg oberhalb des
Lachsbaches sehr angenehm bis nach Rathmannsdorf Plan. Die Wanderung führt
über die kleine Dorfstraße bis vor zur Verbindungsstraße von Bad Schandau
nach Hohnstein, um dieser dann nach links weiter durch das Lachsbachtal hoch
zu folgen. Da hier doch so einige Autos fahren und auf der Straße kein
Bürgersteig vorhanden ist, macht dieses Teilstück überhaupt keinen Spaß.
Dafür ist es wenigstens nicht besonders anstrengend.
Am Ende der Ortschaft angekommen, wird die Straße auch verlassen und es geht
nach links wieder in das viel erholsamere Polenztal hinein. Zuerst passiert
man auf der linken Wegseite das Miniindustriegebiet Frinzthalmühle und den
wieder aufgebauten Flussrechen, aber dann kommt das sehr
ruhige
eigentliche Tal. Hier lässt sich noch mal für das letzte Stück der Wanderung
Kraft tanken. Spätestens hier musste ich aber auch feststellen, das 2 ½
Liter im Rucksack und ein Radler auf der Strecke einfach zu wenig an
Flüssigkeit sind. Da ich ganz ordentlich Durst bekommen habe, habe ich
gleich mal getestet, ob das Polenzwasser so einigermaßen schmeckt und ich
muss sagen, es ist sehr erfrischend.
Der Weg durch das Polenztal ist mit der Wanderwegmarkierung roter Punkt
gekennzeichnet. Da der Startpunkt der Wanderung oben in Hohnstein liegt,
muss natürlich irgendwann das Tal wieder verlassen und die letzten
Höhenmeter absolviert werden. Um den flachesten Aufstieg zu wählen, geht es
wenige Meter vor der Waltersdorfer Mühle nach rechts auf der
Wanderwegmarkierung
roter
Strich
den Neuweg hoch. Zum Glück waren das die ziemlich letzten Höhenmeter, da ich
doch schon ziemlich geschafft war. Blöderweise hatte ich mir ja, wie schon
am Anfang der Beschreibung gesagt, in den Kopf gesetzt, dass ich bis zum
Abendessen (18:00 Uhr) wieder zu Hause sein wollte und so ging es auch hier
nicht besonders langsam oder zumindest dem Kilometerstand entsprechend
aufwärts, sondern relativ schnell weiter.
Endlich auf der Ebene angekommen, führt das letzte Stück sehr angenehm flach
bis nach Hohnstein. Eigentlich war die ursprüngliche Planung, auch noch eben
die Napoleonschanze bei Hohnstein abzuarbeiten, aber irgendwie konnte ich
meine Füße nicht mehr so richtig von diesem Miniaufstieg überzeugen und das
passende Argument war natürlich die heranrückende Abendbrotzeit. Die letzten
paar Meter gingen dann vom ehemaligen Schmalspurbahnhof über die alte
Bahntrasse bis zum Ausgangspunkt zurück.
Nachdem ich die Wanderung nun so einige Tage hinter mich gebracht habe, muss
ich feststellen, dass die Planung der Strecke mit den vielen
Straßenkilometern einfach nur schlecht war, aber vielleicht war dadurch die
Strecke wenigstens so einigermaßen leicht zu wandern. Was mich stark
verwundert hat war, dass ich gerade mal 1 bis 2 Tage nach der Wanderung
leichte Schmerzen im Fuß und einem Schienbein, aber keinen Muskelkater
hatte. Aber eins ist ganz sicher, ich habe einen riesigen Respekt vor den
Leuten, die es schaffen, innerhalb von einem Tag 100 Kilometer zu wandern.
Auf so eine Idee werde ich nie wieder kommen und lieber bei meinem Maximum
von 30 Kilometern pro Wanderung bleiben.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Für diese Wanderung gibt es so viele Anbindungsmöglichkeiten an den
öffentlichen Nahverkehr, dass jeder einen Startpunkt finden sollte. Wer die
Runde genauso laufen möchte wie ich, der fährt mit
dem Bus R-236 oder
Bus R-237 bis Hohnstein.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. Der Parkplatz liegt gut sichtbar an der Straße von Bad Schandau nach Hohnstein.
Empfohlener Parkplatz:
Hohnstein Sportplatz
GPS Daten:
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aufgezeichneter Track
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