Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern
Beschreibung:
Den Aufstieg zur Ritterstiege haben wir schon
einige Male gesehen, aber erst durch das Buch Bergpfade & "Andere Wege" Band
2 von Axel Mothes (www.stiegenbuchverlag.de)
ist uns bewusst geworden, dass man tatsächlich dort hoch steigen kann. Da
die große Tochter (9 Jahre) mal wieder mit mir wandern gehen und auch sehr gerne eine kleine Klettereinlage haben wollte, sind wir
also
zur Erkundung der Ritterstiege ausgerückt. Den Startpunkt der Wanderung haben wir an den
ehemaligen Schmalspurbahnhof von Hohnstein gelegt. Eigentlich muss man für
diese Wanderung auf die Rückseite des Bahnhofsgeländes, aber irgendwie haben
wir uns bis heute noch nie getraut, einfach so über das Gelände der Busfirma Puttrich (www.puttrich-reisen.de)
zu latschen und so geht es erst mal ein paar Meter die Max-Jacob-Straße
abwärts. An der ersten Möglichkeit nach rechts wird diese Straße aber auch
schon wieder verlassen und es geht wieder aufwärts bis auf die Rückseite des
bekannten Betriebsgeländes. Hier wandert man nach links auf der ehemaligen
Bahntrasse weiter. Bald erreicht man eines der gut erhaltenen Viadukte der
Schmalspurbahn Kohlmühle - Hohnstein, vom dem man einen ganz hervorragenden
Blick runter aufs Hohnsteiner Freibad hat.
Für die weitere Wanderung wird hier aber die Bahntrasse schon wieder
verlassen und es geht auf dem Weg unterhalb der Brücke weiter.
Hier
ist der Weg mit dem grünen Strich
markiert, dem man bergaufwärts folgt. Nach einem ersten Aufstieg erreicht man
die Napoleonschanze bzw. manchmal wird der Hügel auch Schanzberg genannt.
Der Aufstieg hier herauf ist ziemlich einfach und dafür gibt es hier eine
schöne Aussicht auf Hohnstein und die Felsen der Vorderen Sächsischen
Schweiz.
Nach diesem ersten kleinen Höhepunkt geht es noch ein paar Meter den Hang
auf der grünen Wanderwegmarkierung abwärts, um dann aber den markierten Weg
zu verlassen und über die Wildwiese bzw. es soll sich auch um einen der
vielen Wettinplätze in der Sächsischen Schweiz handeln bis auf die Brandstraße
hinunter zu wandern. Bei der Brandstraße handelt es sich um eine richtige
Wanderautobahn, auf der sehr häufig größere Mengen Besucher
unterwegs sind. Diesem Waldweg folgt man für weniger als 200 Meter nach
rechts, um dann nach links abzubiegen. Hier passiert man eine sehr schöne
Obstwiese und es geht ganz knapp am Ortsrand von Hohnstein vorbei. Der Weg
passiert kurz hintereinander gleich zwei größere Kreuzungen, aber praktisch
wandert man möglich immer geradeaus, bis der Weg geradeaus mit einer
hölzernen Schranke versperrt ist. Hier darf man drum herum gehen und in
einen vollkommen ruhigen Wald eintreten. Sehr seltsam ist, dass der Wald
durchzogen ist mit kleinen Forstwegen, die aber größtenteils an Felswänden
enden. Deshalb empfiehlt es sich, auch hinter der Schranke möglichst
geradeaus weiter zu wandern, um nach ziemlich genau 300 Metern an einen
Forstgrenzstein mit der Nummer 44 zu gelangen. Hier ist man richtig und es
geht geradeaus durch das Halbenloch abwärts.
Der
Abstieg ist schon etwas anspruchsvoller, aber unsere Tochter hat es ohne
fremde Hilfe geschafft und
so
sollte man sich keine zu großen Befürchtungen über den Schwierigkeitsgrad
machen. Der Abstieg kann manchmal etwas nass sein, aber dafür sind an
den schwierigeren Stellen Stufen in den Sandstein eingearbeitet. Am unteren
Ende des Halbenloches erreicht man eine Schlucht, die irgendwie ziemlich
überraschend war, da mindestens an einer Stelle eine hohe glatte Felswand zu
sehen ist. Über diese Felswand tröpfelt auch zu allen Zeiten ein Minirinnsal
herunter.
Am Ende des Halbenloches erreicht man den Halbenweg, der mit der bekannten
Wanderwegmarkierung
grüner
Strich
gekennzeichnet ist und nach rechts weiter gewandert wird. Hier ist das
Wandern wieder sehr einfach und man kann die zerklüfteten Felswände
bestaunen. Nach etwas mehr als ½ Kilometer weist ein Schild nach
rechts zur Gautschgrotte. Den kleinen Abstecher sollte man unbedingt
unternehmen, da dieser Felskessel wirklich imposant ist. Ganz besonders im Winter, weil sich dann durch das
herabtropfende Wasser ein riesiger Eiszapfen bildet und noch ein zweiter,
der ihm von unten "entgegenwächst". Es soll
sogar Jahre geben, an dem die beiden Eiszapfen zusammenwachsen, aber das
haben wir tatsächlich noch nie gesehen.
Von hier geht es noch weiter auf dem Halbenweg und nach ein paar hundert
Metern passiert man eine kleine
Sandsteinbrücke,
die die oberen Ausläufer des Schindergrabens überquert. Bald erreicht die
Wanderung eine uralte Mauer, die quer durch das Tal verläuft. Gleich hinter der
Mauer wird der offizielle Wanderweg verlassen. Zuerst steigt man ein paar
Meter neben der Mauer bis zur Felswand hoch.
Hier
sind ein paar Stufen in den Felsen gehauen, die es aufwärts geht. Am Ende der Stufen erreicht man eine kleine Ebene, an
der die Ritterstiege beginnt. Der Verlauf ist eigentlich sehr
gut zu sehen,
da
er weiter mit Stufen aufwärts führt, aber man muss eine ungefähr 1,20 Meter
hohe erste Stufe überwinden. In allen Beschreibungen und auch zu unserem
Wanderungszeitpunkt standen einzelne Baumstümpfe an dieser Stufe und mit
deren Hilfe kommt man ganz gut hoch. Ohne diese Hilfe dürfte der Aufstieg
ein etwas schwierigeres Unterfangen werden, aber eigentlich müsste man mit
einer Art Klimmzug auch hoch kommen. Danach geht es die besagten Stufen
weiter aufwärts. Schon bald hat man die erste Aussicht, die aber mit dem
Ritterfelsen kurz danach noch viel besser wird. Diese sehr ruhige Aussicht
erreicht man schon nach ganz wenigen Metern.
Nachdem man sich vom Aufstieg erholt und an dem Blick hinüber zur Burg
Hohnstein satt gesehen hat, geht es leicht
ansteigend
weiter in Richtung Hohnstein. Zuerst wird noch eine kleinere Wiese
überquert, um dann auf die Straße Am Breiten Stein zu stoßen. Dieser Straße
folgt man, auch wenn sie nach 60 Metern nach rechts abbiegt. Schon bald ist
wieder die Max-Jacob-Straße erreicht und hier geht es die letzten paar Meter
nach rechts bis zum Parkplatz am ehemaligen Bahnhof. Damit ist eine nette
kleine Wanderung zu Ende gegangen, die gleich zwei besondere Punkte (Halbenloch
und Ritterstiege) enthalten hat. Die gesamte Strecke war schön
abwechslungsreich und nur sehr wenige andere Wanderer sind uns auf der
Strecke begegnet.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit
dem Bus R-236 oder
Bus R-237.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. In Hohnstein fährt man am Parkplatz Eiche bzw. an der großen Bushaltestelle in Richtung Brand. 350 Meter hinter dem Parkplatz Eiche befindet sich der Parkplatz Hohnsteiner Bahnhof auf der linken Seite.
Empfohlener Parkplatz:
Hohnstein Bahnhof
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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