Die Mädels waren mal wieder eine Runde Reiten
auf dem Anders Hof (www.anders-hof.de)
und der Papa musste inzwischen 1 - 2 Stunden die Zeit totschlagen. Da auch
noch ein paar Freunde mitgekommen waren, musste eine kinderwagengeeignete
Wanderung zusammengebastelt werden und so ging es zur südöstlichen Seite
von Ehrenberg. Das erste Stück der Wanderung führt gleich neben der
Hauptstraße auf dem ehemaligen Bahndamm der Schmalspurbahn entlang. Hier kann man
viel besser wandern als auf der Straße, die an keiner einzigen Stelle einen
Bürgersteig besitzt. Kurz vor dem Dorfende biegt nach rechts
die Mühlstraße ab und dieser sollte man auch folgen, da sie angenehmer als
der Straßenrand der Hauptstraße ist. An der Mühlstraße befand sich früher
die Ehrenberger Mittelmühle. Das Gebäude steht auch noch auf der rechten
Straßenseite, ist aber heutzutage ein gewöhnliches Wohnhaus.
Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite erinnert noch ein sehr gut erhaltener
Mühlstein an das ehemalige Handwerk. Am anderen Ende der Mühlstraße stößt
die Wanderung wieder auf die Hauptstraße, an der aber wieder der Bahndamm
entlang geht. Nach den nächsten paar Metern passiert man auf der rechten
Seite ein Gebäude, das eigentlich mehr wie ein Bauernhof aussieht, aber im
Ursprung die Niedermühle von Ehrenberg gewesen ist.
Gleich hinter der Einfahrt zur Niedermühle biegt relativ unauffällig der
Bahndamm bzw. der Wanderweg schräg nach rechts ab.
Jetzt kommt ein
wunderbarer Teilabschnitt der Wanderung. Die Straße steigt nach links hoch
und dadurch hört und sieht man von ihr überhaupt nichts mehr. Dafür
schlängelt sich der Ehrenberger Bach neben dem Bahndamm entlang und man kann
super angenehm dem Wanderweg folgen. Nach einer Strecke von einem Kilometer
passiert man eine kleine Brücke über den Bach und wenige Meter dahinter
erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich
.
Hier geht es nach rechts in Richtung Lohsdorf. Diese Stelle
sieht besonders schön aus, wenn man nach links über die Weide auf das
Geschlängel des Schwarzbaches blickt. Es ist immer wieder interessant, wie
sich der Bachlauf im Laufe der Zeit ändert.
Nach einem leichten Anstieg erreicht man den Ortsrand von Lohsdorf und man
geht weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung bis zur Oberdorfstraße. Hier
wird die Wanderwegmarkierung verlassen und es geht auf der
gegenüberliegenden Straßenseite auf einer kleinen Anliegerstraße den Hang
aufwärts. Diese endet schon nach einigen Metern auf einer Fahrstraße, der
man nach rechts weiter ansteigend folgt. Normalerweise ist hier
relativ wenig Verkehr,
da es sich nur um eine Miniverbindungsstraße zwischen
Waitzdorf und Lohsdorf handelt. Die Steigung der Straße ist relativ angenehm
und nur durch die Länge von ½ Kilometer bis zum höchsten Punkt ein
wenig anstrengend. Oben angekommen passiert man eine Einrichtung der
Wasserwirtschaft und es geht angenehm über eine Ebene auf der Straße
entlang. Auf dem Weg blickt man fast genau geradeaus auf die Napoleonschanze
von Hohnstein. Diesen unscheinbaren Hügel sieht man wirklich von allen
möglichen Seiten spitzenmäßig und es ist nicht verwunderlich, dass hier zu Napoleons
Zeiten (1813) ein
Beobachtungsposten mit ein paar Kanonen eingerichtet war.
Auf der Ebene erreicht man nach etwas weniger als ½ Kilometer eine
Kreuzung mit einem ganz frei stehenden Baum
und einem überraschend
vielseitigen Hinweisschild. Insgesamt weisen 7 Schilder in die vier
unterschiedlichen Richtungen. Die Wanderung biegt nach rechts auf den
Betonplattenweg ab. Ausgeschildert ist dieser Weg mit Hohnstein und
Ehrenberg. Sehr seltsam ist, dass angeblich auch der gelbe Punkt hier
abbiegen soll, irgendwie habe ich sonst keine weiteren Markierungen
gefunden. Der Feldweg verläuft über etwas mehr als einen Kilometer
schnurgerade und ohne jeglichen Höhenmeter über die Ebene. Ziemlich komisch
finde ich immer wieder diese Feldwege mit Betonplatten.
So einen Weg
anzulegen, muss doch super aufwendig sein, aber vermutlich ist das früher
eine der besten Varianten für einen besonders stabilen Weg gewesen. Die heutigen
Varianten sieht man an der nächsten Kreuzung. Hier erreicht die Wanderung
die Alte Böhmische Glasstraße und die ist tatsächlich asphaltiert. Sehr
ungewöhnlich finde ich daran, dass dieser Feldweg über die komplette Strecke
in einem viel besseren Zustand ist als die parallel verlaufende Dorfstraße
von Ehrenberg.
In der Wanderkarte Brand/Hohnstein von Dr. Böhm ist hier links von der
Kreuzung ein Tümpel mit dem Namen Schwarze Pfütze eingezeichnet, aber
irgendwie haben wir hier nichts dazu Passendes gefunden. Die Senke neben dem
Weg sieht zwar ein bisschen wie eine feuchte Wiese aus, aber ein Teich war
anscheinend der Trockenheit zum Opfer gefallen.
An der Kreuzung steht ein
uralter Sandstein-Wegweiser. Gleich
gegenüber auf der Alten Böhmischen Glasstraße führt ein Feldweg in Richtung Ehrenberg weiter. Sehr ungewöhnlich ist, dass man Ehrenberg
eigentlich nie von irgendwo sieht. Das Dorf ist ungewöhnlich lang. Auf
diesem Feldweg in Richtung Ehrenberg hat man nach rechts eine erstklassige Aussicht
runter auf den hintersten Teil der Hinteren Sächsischen Schweiz und die
Böhmischen Berge. Auch wenn der Feldweg so aussieht, als ob er auf einem
Bauernhof enden würde, so kann man wenige Meter vor dem Hauptgebäude nach
links abbiegen und dabei handelt es sich um die eigentliche Zufahrt für den
Bauernhof vom Dorf aus.
Die Hauptstraße von Ehrenberg erreicht man ziemlich
in der Mitte der Ortschaft und damit ist dieser Spaziergang zu Ende
gegangen. Bei dieser Wanderung gab es ganz hervorragend schöne Stücke, aber
leider auch ein Stück auf einer befahrenen Straße. Trotzdem war es eine
nette Runde, die sehr gut zum Überbrücken der Wartezeit reichte oder auch
für Gäste in Ehrenberg als kleiner Abendspaziergang geeignet ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit dem
Bus R-236 oder
Bus R-237.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. In Hohnstein an der abknickenden Vorfahrtstraße nach links und dann bis Ehrenberg. Einen Kilometer hinter dem Ortseingang (an der Schmalstelle) befindet sich der Parkplatz auf der rechten Straßenseite.
Empfohlener Parkplatz:
Ehrenberg Ortmitte
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
0,91 kByte
Dateigröße:
2,17 kByte
Dateigröße:
0,48 kByte
Dateigröße:
2,66 kByte
Dateigröße:
13,16 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.