Die Wanderung startet am großen Platzplatz der Buchenparkhalle. Die ersten paar Meter geht es auf dem roten Strich
in die Richtung der oberen Schleuse. Nach ungefähr 450 Meter zweigt der rote
Strich nach rechts ab. Wenn vorher noch einige Wanderer unterwegs waren, um
zur oberen Schleuse zu marschieren, so ist ab jetzt angenehme Wanderruhe
eingekehrt. Der Weg führt über einen Wanderweg zu einer der
schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Dass der Weg und der darauf
folgende Aussichtpunkt einigermaßen angenehm ist, kann man auch an seinem
Namen gut erkennen: Königsplatz/weg. Wenn
man das Glück hat, an dieser wunderbaren Aussicht alleine zu sein, dann ist
es sehr schwierig, sich wieder loszureißen.
Von der Aussicht geht es wieder ein paar Meter zurück, um dann den Berg über
einige Stufen herabzusteigen. Eine witzige Stelle ist noch der so genannte
Tunnelweg. Hier geht es tatsächlich durch einen kleinen Naturtunnel, der
dadurch entstanden ist, dass ein paar Felsen in eine Felsspalte gefallen
sind. Es geht weiter den Weg bergabwärts, bis man im Tal auf einen breit
ausgebauten Forstweg trifft. Auf diesem Forstweg verlassen wir die rote
Wegmarkierung und gehen nach rechts weiter runter ins Tal. Ungefähr 150
Meter hinter dieser Weggabelung, befindet sich links an der Felswand eine
kleine Inschrift, die auf den Straßenbau
von diesem Forstweg hinweist. Es geht weiter den breiten Forstweg ins Tal,
bis man auf die Wanderwegmarkierung grüner Strich
kommt. Auf dieser Wegmarkierung geht es nach rechts 450 Meter an der
Kirnitzsch entlang, bis der grüne Strich nach links abbiegt. Jetzt geht es
aus dem Kirnitzschtal wieder heraus.
Der Weg ist zum Anfang ein breiter
Forstweg, der mit der Entfernung vom Kirnitzschtal immer schmaler wird und
kurz vor dem Altarstein nur noch ein kleiner Pfad ist. Den Altarstein kann
man kaum übersehen. Ich hatte den Altarstein schon mehrere Male auf Fotos
gesehen und bin von einem Stein ausgegangen, der die Größe eines Tisches
hat. Als ich dann vor ihm stand, war das eine ziemliche Überraschung. Man
erkennt ihn sofort, da er gleich neben dem Weg liegt und ein unübersehbares
Format hat. Auf der Seite des Weges befinden sich zwei unterschiedliche
Inschriften:Inschrift auf der rechten Seite des Altarstein:
Hier hielten verfolgte böhmische Protestanten unter Kaiser Ferdinand d. II
um das Jahr 1630 Gottesdienste ab.
Inschrift auf der Mitte des Altarstein:
| Die Revierverwalter des Hinterhermsdorfer Reviers: |
| Haberlein um |
1632
|
H. Schlegel |
1855 - 1882 |
| V. Müller |
1668 - 1684 |
A. Plant |
1882 - 1893 |
| G. Kühnel |
1684 - 1736 |
R. Sinz |
1893 - 1903 |
| G. Puttrich |
1736 - 1771 |
C. v. Egidy |
1903 - 1912 |
| G. Felke |
1771 - 1810 |
J. Hübner |
1912 - 1921 |
| E. Rinck |
1810 - 1826 |
E. Schönfelder |
1921 - 1931 |
| E. Rudorf |
1826 - 1834 |
Dr. Wobst |
1931 - 1943 |
| E. Voigt |
1834 - 1845 |
|
|
| F. Laube |
1845 - 1855 |
|
|
Vom Altarstein geht es noch ein paar Meter weiter auf dem grünen Strich,
bis dieser nach links abbiegt. Es geht weiter geradeaus, jetzt auf der
Wegmarkierung roter Strich
.
Der Weg geht langsam wieder runter ins Kirnitzschtal. Im Kirnitzschtal
angekommen, geht es nach links 100 Meter dem Bachlauf folgend, um dann gleich
wieder nach rechts den Berg hochzugehen. Der Weg ist weiterhin mit dem
roten Strich gekennzeichnet.
Es
ist erst ein schmaler Pfad, der sich durch eine Schlucht den Berg hoch
bewegt, dann aber als breiter Forstweg weiter verläuft. Nachdem man 250 Meter auf dem breiten Forstweg
gegangen ist, erreicht man die Lindigthöhle. Die Höhle ist 12 Meter breit
und 6 Meter tief. Mit diesen Ausmaßen ist es meiner Vorstellung nach nur ein
Felsüberhang. Wären die Abmessungen anders herum, würde die Bezeichnung
Höhle besser passen. Aber durch dieses Aussehen ist die Lindigthöhle sehr einfach zu finden. Das nächste Ziel dieser Wanderung ist
jetzt der Lindigtblick. Dieser Aussichtpunkt liegt fast genau oberhalb von
der Lindigthöhle. Es gibt nur einen legalen Weg zu dieser wirklich
lohnenswerten Aussicht. Diesen Weg erreicht man, in dem man weiter auf
dem roten Strich bis zur Wegmarkierung grüner Punkt
geht. Wer an der Aussicht Königsplatz das Pech hatte, dass man die Aussicht nicht
alleine genießen konnte, so wird man an dieser Aussicht ganz sicher
niemanden treffen. Nachdem man lange genug die Ruhe und den schönen Ausblick
genossen hat, geht es wieder zurück auf der grünen Wegmarkierung.
Man könnte dieser Markierung bis zum Parkplatz an der Buchenparkhalle
folgen. Es gibt aber noch einen kleinen Schlenker, den man sich nicht
entgehen lassen sollte. 100 Meter nachdem man die breite Forststraße wieder
erreicht hat, kommt einer der Eingänge zur Hinterhermsdorfer Waldhusche.
Diesen Eingang, mit dem Namen Aschehübel, passiert man und dann geht es gleich
nach rechts den blauen Wegmarkierungen hinterher. Der Weg führt an einigen
interessanten und lehrreichen Plätzen vorbei.
Wenn
man der blauen Markierung nach rechts den Berg hoch folgt, erreicht man nach
kurzer Strecke die erste Station. Die Station sieht im Moment etwas wild
aus, aber dieses ist Absicht, da man aus dem Wald die ortsuntypischen Bäume
entfernt hat. Jetzt soll auf diesem Berg wieder die typische
Felsriffbestockung
der Sächsischen Schweiz (Kiefer, Lärche, Birke, Heidekraut) zurückfinden.
Die nächste Station ist meiner Ansicht nach schon viel faszinierender. Die
Station nennt sich Pflanzkamp und ist ein kleiner eingezäunter Bereich, in
dem alle möglichen Bäume aus Samen großgezogen werden. Auch finde ich das
Spielzeug sehr nett, an dem man herausfinden soll, welcher Zapfen zu welchem
Baum gehört. Sehr gut gemacht. Hoffentlich macht das Ding keiner kaputt.
Weiter
geht es an der Seite vom eingezäunten Bereich entlang auf der blauen
Markierung zur nächsten Station, der Streunutzung. Früher haben die Menschen
die oberste Schicht des Waldes (Blätter und Nadeln) im Herbst für ihre Tiere
eingesammelt. Welche Menge an Material dabei zusammen kommt ist an dieser
Station sehr anschaulich dargestellt. Auf einem eingezäunten Bereich von 10
x 10 Meter ist die Streuschicht in einem nebenstehenden Behälter gesammelt
worden. Es ist wirklich beeindruckend wie viel das ist.
Die
nächste Station ist die Wildverbissstation. An dieser Stelle wird
verdeutlicht, wie man die jungen Bäume vor dem Wild schützen kann und was
passiert, wenn man die Pflanzen nicht schützt. An dieser Station verlassen
wir die blaue Markierung und gehen einfach nur geradeaus zu einer meiner
Lieblingsstationen:
dem
Wurzeltunnel. Auch wenn ich schon häufig die unterschiedlichen Formen der
Wurzeln im Wald gesehen habe, so sind diese Formenunterschiede an dieser
Station auf wirklich einfache Art und Weise dargestellt. Vom Wurzeltunnel
geht es auf der roten Markierung bis zum Parkplatz.
Damit hat man eine sehr schöne Runde durch die Sächsische Schweiz beendet.
Auf dieser Wanderung hat es alles gegeben, was für mich für eine schöne
Wanderrunde ausmacht: schöne Aussicht, einigermaßen Ruhe und so manches
Interessante zu sehen.
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