Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich
in irgendeiner Online-Nachricht gelesen hatte, dass der Turm auf dem
Großen Winterberg nach 30 Jahren wieder für Besucher eröffnet worden ist.
Also bin ich auf die Internetseite des Großen Winterbergs (www.grosser-winterberg.de)
gegangen und habe beim Herumstöbern diese Wanderung gefunden. Da dort stand,
dass man für die Wanderung 9 Stunden
einplanen soll, wollte ich mal herausfinden, ob ich das nicht schneller
hinbekomme. Auf der Internetseite des Großen Winterbergs ist die Runde
natürlich mit dem Startpunkt auf dem höchsten Berg der Sächsischen Schweiz
beschrieben. Das ist für mich aber der falsche Punkt und deshalb
beginnt meine Runde bei der Buchenparkhalle, ist aber sonst identisch mit
der beschriebenen Runde vom Großen Winterberg. Ich habe die Wanderung zu
Ostern 2009 durchgeführt und ahnte schon zum Start, dass nicht nur die
Temperatur extrem sein würde. In Hinterhermsdorf waren bei der
Buchenparkhalle schon 10°C, das änderte sich aber rasant mit dem Abstieg
runter ins Kirnitzschtal. Dazu geht die Wanderung am Waldrand auf der
Dorfseite die ersten paar Höhenmeter auf die Hackkuppe. Markiert ist der Weg
hier mit dem gelben Punkt
. Auf der Hackkuppe hat man eine sehr schöne
Aussicht über ganz Hinterhermsdorf bis rüber zum Weifberg bzw. dem Weifbergturm. Auf der anderen
Seite der Hackkuppe geht es wieder den Hang hinunter und man passiert mindestens einen
alten Steinbruch, in dem früher Basalt abgebaut worden ist. Spätestens an
der nächsten Wegkreuzung entdeckt man mehrere Stationen der
Waldhusche und auf der gegenüberliegenden Wegseite eine größere Aussichtsplattform. Von
diesem Aussichtspunkt kann man über die Senke des
Hinterhermsdorfer Dorfbaches und das Gelände der Informationsstelle Beize
blicken. Diese Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz soll
auch der nächste Punkt der Wanderung sein. Um dorthin zu gelangen, bieten
sich gleich drei unterschiedlichste Wege an. Zuallererst der langweilige
Weg nach rechts und dann über die Zufahrtsstraße bis zum Haus, oder der
schmale Zick-Zack-Weg auf der linken Hangseite, und dann gibt es noch den ganz neu
eingerichteten (Anfang 2009) Kletterweg am Felsen unterhalb der Aussicht.
Hier ist eine Kletterstrecke mit Klammern und einem Sicherungsseil am Felsen
befestigt, die auch von Kindern selbstständig begangen werden kann, ohne
dass die Mamis mal wieder um Jahre altern.
Der Informationsstelle des Nationalparks sollte man einen kurzen Besuch
abstatten, um dann weiter runter ins Tal abzusteigen. Dieser Abstieg ist mit
dem roten Strich
markiert. Nach wenigen Metern erreicht man einen
kleinen Teich mit einem tollen Aussichtspunkt, von dem man perfekt das Leben
im Teich beobachten kann. Am nächsten Wegknick verlässt man schon den
markierten Weg und geht weiter geradeaus den Hang hinunter. Auf der linken
Wegseite steht der Namensgeber des waldgeschichtlichen Freigeländes, die
Waldhusche, und ein Schau-Kohlenmeiler. Die Wanderung erreicht bald den Dorfbach
von Hinterhermsdorf und an diesem geht es nach links bergab. Der Abstieg bis
runter zur Kirnitzsch ist sehr angenehm zu gehen und wird seltsamerweise nur
sehr selten von anderen Wanderern genutzt. Dem relativ breiten Forstweg an
der Kirnitzsch folgt man auch weiterhin bergabwärts. Hier ist die Wanderung
mit dem blauen Strich
markiert. Auch wenn die blaue Markierung bald die
Kirnitzsch verlässt, so geht es noch weiter an der Kirnitzsch entlang, bis
nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich
in die Richtung des
Zeughauses abbiegt. Hier wird die Wanderung das erste Mal etwas
anstrengender, da es doch relativ steil den Dreisteigensteig hoch geht.
Dieser Aufstieg ist nicht nur steil, sondern auch noch durch ziemlich
großes Wurzelwerk relativ uneben. Aber man wandert halt in der Natur und so
will man nicht schon hier klagen. Der markierte Wanderweg führt bis zum
Zeughaus. Hier könnte man schon das erste Mal einkehren, aber das empfiehlt
sich in dem Stadium der Wanderung noch nicht.
Am Zeughaus biegt man nach rechts in Richtung des Großen Zschand auf die
Wanderwegmarkierung roter Strich
ab. Die Wanderung geht noch ein paar
Meter den Großen Zschand runter, um dann aber auf die Zeughausstraße hoch
zum Hinteren Raubschloss bzw. Winterstein abzubiegen. Auch wenn die
Wanderung schon so einige Höhenmeter aufweist, sollte
man unbedingt bis auf das Hintere Raubschloss hochklettern.
Der
Aufstieg ist schon etwas anspruchsvoller, aber dafür ist die Aussicht auch
gigantisch. Nach diesem etwas größeren Abstecher geht es weiter der roten Wanderwegmarkierung hinterher.
Der Weg schlängelt sich unterhalb
der Bärenfangwände entlang, bis die Wanderwegmarkierung grüner Strich
kreuzt. Hier wird die rote Markierung verlassen und es geht über einen ganz
angenehmen Aufstieg durch die Heringslöcher aufwärts. Mit diesem Aufstieg
bewältigt man 220 Höhenmeter, die aber gar nicht so unangenehm auffallen.
Wenn man aber auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz möchte, dann
lässt sich das ohne Höhenmeter kaum bewältigen. Bis jetzt war der Große
Winterberg, zumindest von der Aussicht her, immer eine Enttäuschung.
Hier
oben gibt es zwar eine ganz nette Möglichkeit einzukehren und man konnte
behaupten, auf dem höchsten Berg der Sächsischen Schweiz gewesen zu sein,
aber die Buchen rundherum verhindern jegliche Sicht. Das ist jetzt durch die
Sanierung des Aussichtsturms wieder anders geworden. Die Aussicht ist zwar
immer noch nicht perfekt, aber man kann schon ganz gut einen Rundblick
erhalten. Ein paar Bäume sind leider zu hoch und die südwestlichen Ausläufer
des Winterbergs versperren die Aussicht, aber so ist es schon viel besser als
früher. Ganz besonders toll ist, wie schön der Aussichtsturm saniert worden
ist. Inzwischen ist eine ganz neue Holzkonstruktion mit einer mächtigen
Schutztüre auf den Turm gesetzt worden und im Treppenhaus sind die alten
"Graffitis" erhalten geblieben.
Sehr schön ist auch das Gemälde im unteren
Teil des Treppenhauses mit der Inschrift: "Das Anschreiben der Wände wird
nicht gestattet; 1851". Anscheinend hat ein Verbotsschild auch damals schon
ähnliche Wirkungen gehabt wie heute.
Die Wanderung führt nach diesem Zwischenstopp weiter auf dem Seitenweg des
Großen Winterbergs. Dazu wandert man hinter dem alten Eishaus, welches heute
ein Informationshaus des
Nationalparks ist (das zweite auf dieser Wanderung), ein paar Meter
auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich
weiter. Nach einer Strecke von
300 Metern erreicht man den Fremdenweg, der früher den Weg zum Prebischtor
und an der Grenze entlang ermöglichte. Aus dieser Zeit stammen vermutlich
auch die unterschiedlichen Steinsäulenwegweiser mit den heutzutage verbotenen
Wegen. Ein paar Meter vor dem Katzstein, einem einsam stehenden Felsen am
Wegesrand, verlässt man den blauen Strich und folgt dem grünen Punkt
in
die Richterschlüchte. Die ersten paar Meter bis ungefähr zum Krinitzgrab
sind sehr angenehm zu gehen, danach wechselt der Untergrund in ein ziemlich
hubbeliges Murmelfeld. Dabei handelt es sich aber auch nur um ein kurzes
Stück von schätzungsweise 200 – 300 Meter, denn danach ist schon der Grund
der Richterschlüchte erreicht und man kann wieder normal weiter wandern.
Die Richterschlüchte enden im Großen Zschand. Von der groben Richtung her
musste die Wanderung eigentlich nach rechts weiter gehen, aber dann würde
man den tollen Weg an den Thorwalder Wänden verpassen. Deshalb wird der Große
Zschand noch ein ganzes Stück (fast einen Kilometer) nach unten verfolgt, um
dann nach rechts auf die bekannte Wanderwegmarkierung grüner Strich
abzubiegen. Um den Weg an den Thorwalder Wänden zu erreichen, muss man wieder
mal ein paar Meter (ca. 400 Meter) aufsteigen. Dann biegt die Wanderung nach
rechts ab. Der gesamte Weg an den Thorwalder Wänden ist mit dem grünen Strich
markiert, aber es ist auch gar nicht schwierig, den passenden Weg hier
entlang zu finden, da es weit und breit keinen abzweigenden Weg gibt. Bis
vor ein paar Jahren war das Geschlängel unterhalb der Felswände ein
Geheimtipp und nur für Genießer des Wanderns. Dadurch, dass diese Strecke aber
wirklich in jedem Wanderführer (inklusive unserer Internetseite) ganz
besonders gelobt wird, haben sich die Wandererzahlen doch deutlich erhöht.
Nach fast einer Stunde auf dem Thorwalder Wände Weg erreicht man die Hickelhöhle.
Wie bei einigen Höhlen der Sächsischen Schweiz handelt es sich auch hier
eher um eine breitere als tiefe Höhle. Dafür aber um ein schon ziemlich
imposantes Gebilde.
Die Hickelhöhle ist aber auch das Kennzeichen, dass der horizontale Pfad
jetzt zu Ende ist und es über die Thorwalder Wände hinweg geht. Auf der
westlichen Seite führen ein paar Stufen auf die Felsen hinauf und dann geht es
auch schon wieder über Stufen in die Hinteren Pechschlüchte hinunter. Das
nächste Ziel der Wanderung ist der Altarstein, der aber sehr einfach neben
dem grün markierten Wanderweg zu finden ist. Zum Altarstein verirrt sich
kaum noch jemand, obwohl er gleich neben einem offiziellen Wanderweg steht. Irgendwie ist diese Ecke der Sächsischen Schweiz so abgelegen,
dass doch einige Wanderer von der Entfernung abgeschreckt werden.
Das ändert sich aber schon mit dem Erreichen des Kirnitzschtals wieder.
Auch wenn man nicht von Besuchermassen sprechen kann, so sind doch hier
schon ein paar mehr Wanderer und auch manchmal Radfahrer unterwegs. Ab dem
Kirnitzschtal folgt die Wanderung der blauen Wanderwegmarkierung
.
Der Weg durch das Kirnitzschtal ist ein ganz besonders schöner Weg. Zuerst
ist es noch ein breiter Forstweg, der auch von so manchem Fahrzeug genutzt
wird, aber spätestens ab dem Grenzübergang Hinterdittersbach wandelt sich
der Weg in einen beschaulichen Pfad.
Zum Anfang verläuft die Wanderung so
ziemlich auf der Höhe des Baches entlang, aber nach ungefähr ⅓ der Strecke
wird das Tal zu eng und es geht ein Stück am Hang hinauf. Zwischendurch muss
auch mal eine Höhle als Streckenverlauf genutzt werden. Ungefähr nach einer
Stunde Wanderung an der Kirnitzsch erreicht man die untere Bootsstation der
Oberen Schleuse. Diesen Spaß einer kleinen Bootstour sollte man sich nicht
entgehen lassen. Die Richtung von unten nach oben fahren auch viel weniger
Gäste und so kann es schon mal vorkommen, dass der Bootsführer eine
Einzelfahrt für einen unternimmt. Das macht er natürlich nicht, weil er so
besonders menschenfreundlich ist, sondern um seinen Kahn für die nächste
Fuhre Besucher nach oben zu bringen. Mit der Bootstour hat man dann auch
noch mal die Chance, sich so einigermaßen zu erholen, da es hinter der oberen
Bootsstation noch mal richtig bergauf geht. Da ich im gesamten Kirnitzschtal
keinen einzigen Wanderer getroffen hatte und es schon so aussah, als wenn
der Bootsbetrieb eingestellt wäre, bin ich auf dem Parallelweg zur Kirnitzsch
gewandert. Auf halber Strecke kam mir dann doch tatsächlich noch ein Boot
entgegen. Diese kleine Erholung hätte mir eigentlich schon ganz gut getan,
da die Wanderung doch mächtig anstrengend war. Aber so bin ich hinter
der oberen Bootsstation den Berg hoch gekrochen. Obwohl der Aufstieg
eigentlich ganz human ist, so kam er mir diesmal doch ziemlich lang vor.
Aber eigentlich ist es auch gar kein Wunder, denn immerhin ist die Wanderung
31 Kilometer lang und fast 1.200 Höhenmeter sind zu absolvieren. Die
Buchenparkhalle wird über den blau markierten Wanderweg erreicht und damit
ist eine spitzenmäßige Wanderung zu Ende gegangen. In dieser Wanderung ist
wirklich alles eingebaut, was die hinterste Ecke der Hinteren Sächsischen
Schweiz bietet und ich freue mich, dass die Empfehlung des Großen
Winterbergs so gut gelungen war. Ein kleiner Nachtrag noch: Ich habe die
angegebene Wanderzeit um ½ Stunde unterschritten, aber es
war schon zum Teil ein ziemliches Geflitze, da ich ja zum allabendlichen
Grillen wieder rechtzeitig zu Hause sein wollte.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Saupsdorf nach Hinterhermsdorf. In Hinterhermsdorf den Schlidern "Obere Schleuse" folgen.
Empfohlener Parkplatz:
Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
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