Nachdem jetzt so viel über den neuen Malerweg geredet und geschrieben wurde, war
es an der Zeit, dass auch die Familie Geier den Weg ausprobiert.
Grundsätzlich sollen unsere Beschreibungen im Fall des Malerwegs kein Ersatz für
die offizielle Beschreibung (www.maler-weg.de)
vom Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. sein. Wir sehen unsere Seiten eher
als eine Art Ergänzung oder Erfahrungsbericht.
Aus dem Elbetal bei Stadt Wehlen raus und hoch auf die Bastei. Von der Bastei dann weiter über den Amselgrund und die Ortschaft Rathewalde nach Hohnstein.
Von Altendorf zuerst runter ins Kirnitzschtal und dann auf der gegenüberliegenden Talseite wieder hoch zum Schrammtor und weiter auf die Schrammsteine. Dann geht es wieder runter ins Kirnitzschtal am Beuthenfall und Lichtenhainer Wasserfall vorbei. Das letzte Stück dieser Etappe steigt dann zum Kuhstall hoch und dann das letzte Mal ins Kirnitzschtal runter zur Neumannmühle.
Startpunkt des 5. Teilstückes des Malerwegs ist die Neumannmühle. Von ihr geht es auf den Arnstein und dann an den beiden Pohlshörnern vorbei. Dann geht es mal wieder runter in den Großen Zschand bzw. zum Zeughaus. Von dort geht es auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz den Großen Winterberg. Der Abstieg bis nach Schmilka ist das Ende dieser Etappe.
Bei Schmilka die Elbe mit der Personenfähre überqueren und dann hoch zur Kaiserkrone und zum Wolfsberg. Weiter geht der Weg über die Ortschaften Krippen und Kleinhennersdorf. Danach kommt das nächste Paar Steine, der Papststein und der Gohrisch. Das Ende dieses Teilstücks ist im Kurort Gohrisch.
Aus dem Kurort Gohrisch geht es rüber auf den Paffenstein. Als Nächstes wird der Quirl umrundet und danach die Festung Königstein besucht. Über die Ortschaft Thürmsdorf wird das Ende dieser Etappe in Weißig erreicht.
Das letzte Teilstück des Malerwegs startet in Weißig und von dort steigt die Wanderung auf den Rauenstein hoch. Der Abstieg bis zur Elbe herunter erfolgt bei Pötzscha. Damit auch das letzte Teilstück ein paar Höhenmeter abbekommt geht es noch mal nach Naundorf hoch und dann verläuft die Wanderung bis nach Pirna immer an der Elbe entlang. Zuerst oberhalb und das letzte Stück am Elbeufer.
Unsere eigene Meinung zur Idee des Malerwegs ist grundsätzlich sehr positiv.
Leider betrachten wir die technische Lösung des Weges noch als verbesserungswürdig. Aus unserer Sicht sollten folgende Punkt noch verbessert
werden:
Wanderer in der Sächsischen Schweiz sind unwahrscheinlich verwöhnt mit
perfekt markierten und beschriften Wegen. Leider sind die Hinweisschilder
manchmal so versteckt, oder auch einfach nicht vorhanden, dass wir uns auf
der gesamten Wanderung mindestens 2 Mal richtig verlaufen haben. Hier würde
ich empfehlen, einfach mehr von den kleinen Malerweg-Schildern aufzuhängen,
dann bekommt man viel schneller mit, wenn irgendetwas nicht stimmt.
Anscheinend hat sich der Wegverlauf innerhalb eines Jahres geändert, da
auf dem Flyer des letzten Jahres der Streckenverlauf z.B. vor Lohmen anders
eingezeichnet ist als er heute in der Realität ist oder gleich zweimal hinter
der Festung Königstein.
Der Malerweg führt sehr häufig dicht an wirklich sehenswerten Stellen
vorbei, ohne auf diese Punkte hinzuweisen. Ich glaube nicht, dass jeder
Benutzer des Malerwegs sich vorher schon perfekt eingelesen hat, welche
Punkte er unbedingt ansteuern sollte. Als Beispiel für solche Punkte sind
der Felsen vor der Kaiserkrone oder die Kleinsteinhöhle genannt. Diese
Stellen sind in großer Zahl auf Gemälden zu sehen, aber ein Wanderer auf dem
Malerweg würde ohne Beachtung dran vorbei laufen.
Eigentlich hatten wir gehofft, dass an den jeweiligen wichtigen
Stellen Hinweistafeln stehen würden, z.B. welcher Maler dort war und
vielleicht sein Bild dabei, damit man den Vergleich Bild - Wirklichkeit hat. So
ungefähr wie die einzelnen Tafeln auf dem Caspar-David-Friedrich-Weg. Wir
wissen, dass das relativ teuer ist, aber wünschenswert wäre das schon. Im
Moment befindet sich nur eine einzige sehr schöne Extratafel an der Schmilk'schen Mühle.
In der Sächsischen Schweiz gibt es eine große Zahl
Übernachtungsmöglichkeiten. Es ist jedoch schwierig, ein Zimmer für nur eine
Nacht zu bekommen. Für Wanderer, die am Ende bzw. Anfang jeder Etappe übernachten möchten,
ist dies natürlich ein Nachteil. Private Zimmervermieter und kleinere Pensionen nehmen Eintagesgäste nur sehr
selten an, ganz besonders, wenn womöglich ein langes Wochenende, eine typische
Urlaubszeit oder Hauptbesucherzeit (Frühjahr) ist. Der Aufwand ist bei einem
Eintagesgast im Verhältnis zum Verdienst eben relativ groß, so dass es schwieriger
wird, eine nette Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Wer fast immer Zimmer bereit
hält, sind natürlich die größeren Hotels.
Unsere Empfehlungen zum Malerweg sind:
Wandern Sie die Strecke außerhalb der Hauptwanderzeiten
Wenn irgendwo am Wegesrand ein Hinweis auf eine besondere Aussicht
steht, besuchen sie die Aussicht
Schauen sie sich vorher nach Vergleichsbildern (Natur - Malerbild) für
den Malerweg um.
Was sich auch ganz hervorragend anbietet, die Wanderungen eher in mehreren
einzelnen Bögen durchzuführen, wie es z.B. Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de)
in seinem Wanderführer Malerweg beschreibt. In dem Buch sind auch ganz
hervorragend die einzelnen Vergleiche zwischen Natur und Malerbild
(Beispiele) gegenübergestellt. Aber diese Beschreibungen haben nur begrenzt etwas mit dem
ausgeschilderten Malerweg zu tun.