Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung startet dort, wo der
Teil 1 des Malerwegs
aufgehört hat, in Stadt Wehlen. Vom Markplatz geht es an der
Radfahrerkirche vorbei und dann erstmal ein Stück auf dem Elberadweg
flussaufwärts. Der Blick an der Elbe entlang verführte einige Maler
dazu, wunderbare Bilder herzustellen. Ganz früher haben die Elbehänge noch
ganz anders ausgesehen, da sie nicht von den Steinbrüchen angenagt waren,
aber zu der Zeit, als die romantischen Maler die Sächsische Schweiz als
Motiv entdeckten, waren die
Arbeiten in den Steinbrüchen in vollem Gange. Genau diese Arbeiter sind immer wieder Bildmittelpunkte gewesen. Dafür
sind z.B. die Bilder von Robert Sterl ein sehr gutes Beispiel. Heutzutage
sind ein Teil der Steinbrüche wieder zugewachsen, aber die oberen
Steinbruchwände leuchten immer noch hell über den Baumwipfeln. Nachdem man ziemlich genau ½
Kilometer von der Fahrradfahrerkirche am Elbeufer entlang gewandert ist,
biegt nach links ein unauffälliger Weg zwischen den Häusern ab. Er ist zwar
deutlich mit mehreren Wanderschildern gekennzeichnet, aber die Verführung
ist trotzdem groß, dran vorbeizulaufen. Der Weg steigt den Schwarzberggrund
hoch. Anhand des Wegbelages kann man schon so ungefähr erahnen, dass es
sich um einen älteren Weg handeln muss. Im letzten Jahrhundert hätte
bestimmt keiner Sandsteinplatten verlegt. Nach ¼ Kilometer Aufstieg
geht es ein paar Meter nach rechts auf dem Haldenweg und dann gleich wieder
nach links auf einigen Stufen den Schwarzberg hoch. Nach diesen ersten 100
Höhenmetern erreicht man die Schwarzbergaussicht, die bis vor einem Jahr
(Mitte 2006) ein echter Geheimtipp war. Den Weg von Wehlen hoch zur Bastei
benutzten nur Insider oder Wanderer mit einer sehr guten Wanderkarte. Durch
den neuen Malerweg kommen jetzt ein paar mehr Wanderer in den Genuss dieser
schönen Aussicht. Von hier oben hat man einen sehr schönen Blick runter ins
Elbetal und auf Stadt Wehlen. Die Wanderung geht weiter in Richtung der
Bastei. Zuerst kommt man aber noch am Steinernen Tisch vorbei. Dieser fast 3
Jahrhunderte (1710) alte Rastplatz aus Sandsteinen hat ganz bestimmt schon
so manchen Wanderer und Maler vorbeischnaufen gesehen. Heutzutage lädt ein
Biergarten zum ersten Verweilen ein.
Vom Steinernen Tisch ist das nächste Ziel die Bastei bzw. die
Basteiaussicht. Ab hier folgt man dem grünen Strich
bzw. natürlich dem Malerwegzeichen. Noch bevor man die Bastei erreicht,
befindet sich rechts neben dem Basteihotel die Nationalpark-Informationsstelle Schweizerhaus. Hier ist seit kurzem eine erstklassige
Ausstellung zum Malerweg bzw. zu den Bildern der Maler untergebracht. Der
Eintritt ist kostenlos und man sollte sich diese sehr schön gestaltete
Ausstellung nicht entgehen lassen. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 -
18 Uhr und es werden ca. 250 besondere Bilder der Sächsischen Schweiz
gezeigt. Je ausführlicher man sich die Bilder ansieht, desto mehr
verlängert sich natürlich die Wanderung, aber es lohnt sich tatsächlich. Von
dieser Ausstellung geht es vor zur Basteiaussicht. Hoffentlich hat man einen
Wochentag gewählt, an dem nicht ganz so viele Touristen hier oben sind. So
richtig leer ist es auf der Aussicht eigentlich nie, aber manchmal kommt man
wenigstens bis ans Geländer, und dann weiß man, warum so viele Urlauber hierher fahren. Der Ausblick runter ins Elbetal ist dadurch, dass die Elbe vor
der Aussicht einen Bogen macht, gewaltig. Links und rechts sind die 100
Meter hohen Felswände bzw. Steinbruchwände zu sehen und nach vorne blickt
man auf den Rauenstein und die Bärensteine. Von der schönen Aussicht geht es
weiter auf die Basteibrücke. Die Brücke ist in Malerzeitrechnung eigentlich
ziemlich neu. So hat z.B. Caspar David Friedrich in seinem Bild
"Felsenschlucht" die Felsenburg Neurathen ohne eine Brücke gezeichnet. Dann
gibt es eine riesige Anzahl Maler, die die steinerne Brücke gemalt haben. Das
geht bis in die Neuzeit mit der aktiven Malerin Irmgard Uhlig. Ganz
besonders beliebt ist, die Basteibrücke von der anderen Elbeseite aus zu
malen, wie es z.B. Frau Uhlig auf ihrem Bild "Basteibrücke" gemacht hat. Die Wanderung geht auf der gegenüberliegenden Seite vom Basteifelsen in die
Richtung Amselsee runter. Der Abstieg erfolgt über eine große Anzahl an
Stufen, aber zum Glück geht es in diesem Fall mal den Berg herunter. Unten
angekommen, wandert man weiterhin auf dem grünen Strich wieder dem Bach
entgegen. Zuerst kommt man am gerade schon erwähnten Amselsee vorbei und
dann geht es immer weiter den Berg hoch an dem kleinen Grünbach entlang. Die grüne
Markierung verlässt den Malerweg kurz hinter dem Amselsee, es geht auf einem
Waldweg weiter mit nur dem Malerwegzeichen. Der Weg geht mit angenehmer
Steigung hoch zum Amselfall. Bei den Schwedenlöchern stößt die blaue
Wanderwegmarkierung
hinzu. Am Amselfall angekommen,
gibt es wieder eine Möglichkeit, sich zu erfrischen und in der
Nationalparkinformationsstelle ein paar wissenswerte Sachen zu erfahren.
Auch der Amselfall ist ganz gerne von Malern gezeichnet worden, wobei ich
immer wieder überrascht bin, wie gewaltig manche Maler übertrieben haben. So
hat z.B. Gustav Täubert den Amselfall gezeichnet und auf seinem Bild ist
ein wirklicher Wasserfall zu sehen. In der Realität hat der Grünbach aber
nur so eine magere Ausschüttung, dass er eher einer Dusche als einem Wasserfall ähnlich sieht. Der Wanderweg führt weiterhin den Berg
hinauf bis
nach Rathewalde hoch. Im Zentrum des Orts biegt der Malerweg nach rechts ab, geht am Rande der Ortschaft
entlang und dann kurz vor der Fahrstraße parallel zu dieser in Richtung Hocksteinschänke weg.
Hier hat man einen fantastischen Blick in die
Landschaft. Von hier oben sieht es zwar eher so aus, als wenn nur ein paar
Felsen/Berge in der Senke liegen, aber trotzdem ist es ein sehr schöner
Blick in die Landschaft. Von hier oben habe ich aber bis heute noch kein
einziges Gemälde gesehen.
Kurz vor der Hocksteinschänke kommt dann die
wirklich blödeste Stelle auf der ganzen Wanderung. Man muss irgendwie
diagonal über diese Kreuzung kommen, damit man die Wanderung am Parkplatz
vom Hockstein weiterführen kann. Vorsicht, der Parkplatz vom Hockstein liegt
schon an der breiten dreispurigen Straße runter nach Hohnstein und ist nicht
zu verwechseln mit dem Parkplatz an der Hocksteinschänke. Ab dem Parkplatz
geht es dann wieder sehr angenehm weiter durch den Wald. Der Malerweg bleibt
ziemlich auf gleichbleibender Höhe und führt bis vor zum Hocksteinfelsen.
Auch dieser Felsen ist mit einer kleineren Steinbrücke zu erreichen, die auf
mehreren Gemälden zu sehen ist. Genauso ist der Blick vom Hockstein rüber
zur Burg Hohnstein mehrmals gemalt worden.
Das letzte Stück dieser Etappe ist noch einmal ein Abstieg und ein Aufstieg
durch ein Tal. Der Abstieg erfolgt gleich durch eine Felsspalte am
Hockstein. Dieser Weg runter heißt Wolfsschlucht und führt schön schnell
durch eine wirklich interessante Schlucht ins Tal runter. Zum Glück ist der Hockstein
ein ziemlich ruhiger Felsen und so trifft man nur selten in der Schlucht
Gegenverkehr. Unten im Polenztal angekommen geht es nach rechts bis zur
Polenztalschänke. Der Biergarten hier unten im Tal lädt noch einmal zum
Verweilen ein, um dann die letzten paar Meter bis hoch nach Hohnstein durch
den Schindergraben zu absolvieren. Der Anstieg ist ganz angenehm und hat
noch als eine kleine Attraktion am Wegesrand das ehemalige Bärengehege. Hier
sind früher die Bären für die Jagden des Dresdener Adels gehalten worden. Für die
Schweizreisenden ist eine Visite dieses Geheges ziemlich normal gewesen. Was
im gleichen Zusammenhang immer wieder gerne bestaunt und auch gemalt wurde,
ist der überhängende Felsen unterhalb der Burg Hohnstein. Mit dem Erreichen von
Hohnstein ist die zweite Etappe vom Malerweg zu Ende gegangen und es geht
natürlich mit der dritten Etappe weiter.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Wehlen.
Vom Bahnhof geht es mit der kleinen Personenfähre über die Elbe. Netterweise
gehört die Fähre zum Verkehrsverbund, so dass man keine Gebühr extra
bezahlen muss.
Auto:
Von Bad Schandau immer in die Richtung Bastei, an der Bastei vorbei Richtung Lohmen, vor der Stadt Lohmen links Richtung Dorf Wehlen/Stadt Wehlen. In Stadt Wehlen den Parkplatzschildern folgen.
Empfohlener Parkplatz:
Wehlen Elbe - Stadt Wehlen
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
2,10 kByte
Dateigröße:
2,29 kByte
Dateigröße:
1,55 kByte
Dateigröße:
3,42 kByte
Dateigröße:
8,59 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.