Der Malerweg Teil 5 startet natürlich dort, wo
Teil 4 aufgehört hat,
an der Neumannmühle im Kirnitzschtal. Auf dieser Etappe fällt es am
extremsten auf, dass man auf dem Malerweg zwar an sehr vielen sehenswerten
Stellen vorbeigeführt wird, diese Punkte selber aber nicht besucht bzw. sie
nicht bewusst wahrnimmt, da die Malerweg-Beschilderung nicht darauf hinweist. Deshalb möchten wir uns mit dieser Beschreibung möglichst viel Mühe
geben, damit man auf dieser Malerwegetappe diese Punkte dann doch sieht.
Von
der Neumannmühle startet die Wanderung ein Ministück auf der Fahrstraße
bergaufwärts bis zur Kreuzung, an der es nach links hoch nach Ottendorf
geht. Genau auf der Ecke der Kreuzung beginnt der angenehme Teil der
Wanderung mit dem roten Strich
und natürlich der Malerwegmarkierung. Es geht den Hang hoch in Richtung Arnstein.
Der markierte Aufstieg erfolgt nur ein kleines Stück und dann biegt der
Malerweg schon nach rechts ab. Auch wenn der Malerweg nicht über den
Arnstein bzw. das Ottendorfer Raubschloss geht, so ist dieser Abstecher von
1,5 Kilometer und 60 Höhenmeter ganz lohnenswert.
Beim
Arnstein kann man zwar immer noch sagen, das hat wenig mit den
sächsischen Malern zu tun und deshalb lässt man den aus, aber beim nächsten
Punkt, der Kleinsteinhöhle, ist das nicht so. Der Malerweg verläuft auf
gleich bleibender Höhe über einen sehr angenehm zu gehenden Weg bis
unterhalb der Kleinsteinhöhle. Hier sollte man unbedingt einen Abstecher
hoch zur Höhle, bzw. ich würde das Ding eher Felsentor nennen, unternehmen, da es doch
von einigen Malern auf Papier festgehalten wurde. Insgesamt macht dieser
Abstecher eine Erweiterung der Strecke um ½ Kilometer und wiederum 60
Höhenmeter aus. Die Kleinsteinhöhle ist am Weg ausgeschildert und
ohne ein Problem zu finden.
Von der Kleinsteinhöhle bzw. dem Abzweig zur Kleinsteinhöhle wandert man
noch ein Stückchen auf dem angenehmen Waldweg entlang und dann erreicht man
die Fahrstraße zwischen dem Kirnitzschtal und
Hinterhermsdorf. Auf dieser Straße geht es jetzt 700 Meter bergaufwärts.
Kurz hinter dem Parkplatz unterhalb des Stumbauers Eck stößt die grüne
Wanderwegmarkierung
zum Malerweg dazu. Dieser Wegmarkierung und dem Malerwegzeichen folgt man
weiter. Nach den besagten 700 Metern geht es nach rechts herunter von der
Straße und man steigt aus dem Tal in die Richtung der Pohlshörner hinaus.
Zum Anfang erreicht man das Kleine Pohlshorn, das zwar nicht mit einer
spektakulären Aussicht aufwartet, aber dafür mit einer wunderbaren Ruhe, da
es halt doch nur das kleine Pohlshorn ist und außerdem kein Hinweisschild für
diese Aussicht am Wegesrand steht. Das sieht ganz anders aus, wenn man 600
Meter weiter wandert, dann wird man auf die Aussicht Großes Pohlshorn
hingewiesen. Der Malerweg biegt ganz knapp vor der Aussicht nach links vom Berg ab,
aber diesen Abstecher sollte man unbedingt unternehmen. Man wandert nur 150 Meter weiter auf dem Pohlshorn nach vorne,
hat also insgesamt 300 Meter mehr Weg, aber keine weiteren Höhenmeter, und wird belohnt
mit einer grandiosen Aussicht in das bewaldete Tal der Hinteren Sächsischen
Schweiz. Diese Aussicht strahlt eine wunderbare Ruhe aus, selbst wenn noch
ein paar andere Wanderer da sind. Uns waren zwischen dem
Kleinen und Großen Pohlshorn vier Wanderer begegnet, die auch den Malerweg abwanderten. Da sie
keine Einheimischen waren, sie kamen irgendwo aus Süddeutschland, wussten
sie natürlich nicht, was die einzelnen Wegweiser bedeuteten und so
wanderten sie schön artig dem Malerwegsymbol hinterher und verpassten die
ganzen schönen Aussichtspunkte neben dem Weg. Da wir den
Abstecher zur Großen Pohlshornaussicht unternommen hatten, trafen wir sie
wieder auf der anderen Seite des Pohlshorns unten an der Kirnitzsch. Hier
unterhielten wir uns eine Weile über den Malerweg und konnten nur die
Empfehlung aussprechen, dass kleine Abstecher zu Aussichten am Wegesrand meistens ganz
lohnenswert sind, da man sonst doch ganz wesentliche Punkte des Malerwegs
verpasst.
Aus dem Tal der Kirnitzsch geht es dann natürlich auch wieder heraus und
hoch bis an den Fuß des Großen Teichsteins. Hier könnte man noch mal auf
eine sehr schöne Aussicht wandern, aber das sind noch mal 1,5 Kilometer
und man sieht nicht viel mehr als von der Aussicht des Großen Pohlshorns.
Das Einzige, das man vom Teichstein mehr sehen könnte, ist der Blick runter
zum nächsten Ziel, dem Zeughaus. Der Weg führt als nächstes genau dorthin.
Es geht mit einem angenehmen Gefälle bis zum Zeughaus herunter. Hier unten
stand früher ein relativ hässliches Ferienheim, das aber 2001 abgerissen
wurde. Jetzt sind an diesem schönen Platz nur noch das alte Försterhaus, das
in Zukunft (ab Mitte 2007) umgebaut werden soll zu einer weiteren Station
des Nationalparks, und das Zeughaus. Hier hat man die Möglichkeit, sich in einem
angenehmen Biergarten zu stärken, um dann die Bärenfangwände zu
besteigen. Der Aufstieg ist nur an einer Stelle überhaupt ein kleines
bisschen steiler und man kommt ganz gut auf den Felsen. Markiert ist der Weg
ab dem Zeughaus mit dem blauen Strich
.
Nach dem ersten Aufstieg ist nach links die Goldsteinaussicht
ausgeschildert. Zu dieser Aussicht sollte man unbedingt gehen, da es
einerseits nur armselige 100 Meter sind und außerdem man dort einen
fantastischen Ausblick in die Landschaft/Felsen genießen kann.
Sehr erfreulicher Weise ist
die Aussicht relativ wenig besucht, obwohl sie ziemlich groß und einfach zu
erreichen ist. Von dort geht die Wanderung über den Reitsteig weiterhin dem
blauen Strich hinterher. Der Weg hat fast keine Höhenunterschiede und es geht
bis zum Katzenstein vor.
Hinter diesem freistehenden Felsen geht es nach links und gleich
wieder nach rechts. Der Weg ist weiterhin mit dem blauen Strich und dem
Malerwegsymbol markiert und
verläuft auf dem alten Fremdenweg. Der Fremdenweg ist der eigentliche alte
Malerweg und führt vom Kuhstall/Neuer Wildenstein über den Großen Winterberg
und dann runter zum Prebischtor. Warum auch immer der neue Malerweg in dem
großen Bogen durch die Hintere Sächsische Schweiz geführt wird, vermutlich
möchte man den Wanderern auch diese Region näher bringen. Der Malerweg
verläuft auf jeden Fall ein kleines Stück über diesen alten Fremdenweg bis
hoch auf den Großen Winterberg. Nachdem man auf den höchsten Berg der
Sächsischen Schweiz hoch gewandert ist, gibt es hier oben zwei wichtige
Punkte. Der
erste Punkt ist die Informationsstelle Eishaus des Nationalparks Sächsische
Schweiz. Hier wird man durch einige gut gemachte Informationstafeln über den
Winterberg und die Pflanzen- und Tierwelt der Sächsischen Schweiz aufgeklärt.
Der zweite wichtige Punkt auf dem Großen Winterberg ist natürlich die
Gaststätte, in der man sich gut nach den Strapazen des Aufstiegs erholen
kann. Die Gaststätte steht schon seit 1818 hier
oben und ist in der Zeit von einigen Malern gezeichnet worden. Auf der
Internetseite (www.elbsandstein.de)
der Gaststätte/Hotel Großer Winterberg kann man ein paar sehr nette Bilder
sehen.
Vom Winterberg geht es dann auf der westlichen Seite wieder herunter. Die
ersten paar Meter erfolgen über die asphaltierte Zufahrt und dann zweigt der
Malerweg nach rechts ab. Es geht über ein paar Stufen und einen
normalen Weg den Bergsteig runter bis in die Ortschaft Schmilka. Auf der
linken Straßenseite in Schmilka steht unserer Ansicht nach die schönste
Informationstafel der Sächsischen Schweiz. Die frisch renovierte/sanierte Schmilksche Mühle hat ein neu hergerichtetes Mühlrad, Mühlgraben und einen
Wasserteich erhalten. Was uns am meisten wundert, ist die Überschrift an der
Informationstafel: Station am
Malerweg. Für uns macht das den Eindruck, als wenn in der Zukunft noch mehr
solcher schönen Tafeln entlang des Malerwegs aufgestellt werden sollen. Das wäre sehr lobenswert
und würde den Malerweg noch ein ganzes Stück aufwerten. In Schmilka ist dann
das Ende der 5. Etappe erreicht und es geht natürlich mit dem
6. Teilstück weiter.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Ottendorf runter ins Kirnitzschtal.
Empfohlener Parkplatz:
Neumannmühle
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
2,58 kByte
Dateigröße:
3,95 kByte
Dateigröße:
1,50 kByte
Dateigröße:
5,01 kByte
Dateigröße:
13,08 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.