Die Wanderung Malerweg Teil 6 startet natürlich
dort, wo Teil 5
aufgehört hat, in Schmilka. Damit diese Aussage denn auch wirklich stimmt,
haben wir unseren Startpunkt extra auf die rechte Elbeseite gelegt und sind mit
der kleinen Personenfähre über die Elbe zum Schmilkaer Bahnhof gefahren.
Vollkommen überrascht waren wir von der Unfreundlichkeit des Fährmannes. Er
muss an dem Tag wirklich mit dem falschen Bein aufgestanden sein, weil sonst
kann ich mir nicht erklären, wie er bei so wunderbarem Wetter wirklich jeden
Gast so
anbrummeln kann. Auf der anderen Seite der Elbe angekommen, verläuft die
Wanderung ein kleines Stück auf dem Elberadweg nach links (elbeaufwärts),
bis nach rechts ein kleiner Tunnel unter der Bahnstrecke drunter her führt.
Gleich hinter der Bahntrasse beginnt dann der Aufstieg aus dem Elbetal
heraus. Der Malerweg schlängelt sich über ein paar Serpentinen und einige
Stufen bis hoch auf die Ebene. Nach dem Aufstieg verlässt die Wanderstrecke
den Wald und es geht über ein Feld bis zum Ortsrand von Schöna.
Der
Weg geht die ersten paar Meter (ca. 200 Meter) auf der asphaltierten
Ortsstraße entlang, bis nach rechts der unauffällige Weg zur Kaiserkrone
aufsteigt. Auch wenn das nicht so direkt zum Malerweg gehört, so empfehlen
wir diesen Abstecher unbedingt, da hier oben eines der meistgezeigten Bilder
der Sächsischen Schweiz entstanden ist. Kurz nachdem man die Häuser hinter
sich gelassen hat und die ersten paar Höhenmeter aufgestiegen ist, befindet
sich auf der rechten Wegseite der Felsen, auf dem
Caspar David Friedrich
seinen "Wanderer über
dem Nebelmeer" gemalt hat. Leider ist die Aussicht hinter dem Felsen ziemlich
zugewuchert, so dass man die Landschaft nur schwer erkennen kann. Dadurch ist
es auch relativ schwierig zu sehen, dass Caspar David Friedrich gemogelt und die
Berge und Felsen im Hintergrund spiegelverkehrt gemalt hat.
Auf diesen Felsbrocken sind anscheinend schon einige vor mir hoch gekrabbelt
und haben sich mal wie Caspar David Friedrich hingestellt. Aber gegen sein
Bild sehen alle neumodischen Fotos langweilig aus. Hinter diesem wichtigen
Punkt des Malerwegs sollte man noch eben auf mindestens eine der Zacken der
Kaiserkrone hoch klettern, damit man die Aussicht von hier oben auch
genießen kann.

Von der Kaiserkrone geht es wieder auf dem gleichen Weg herunter wie man
hoch gekommen ist und dann die Straße weiter in Richtung Ortsmitte. An der
ersten Kreuzung, an der man nach links gehen kann und die in die Richtung
des Zirkelsteins führen würde, biegt man ab. Gegenüber des Gasthauses
"Zum
Zirkelstein" biegt der Wanderweg auf eine kleine Straße ab, die am Ortsrand
von Schöna entlang läuft. Am Ende der Straße geht der Weg durch einen
unauffälligen Hohlweg weiter. Zum Anfang dachten wir, dass es sich eher um
einen Wassergraben handeln könnte, aber nach wenigen Metern erreicht man ein
Wohnhaus, an dem es dann nach links weiter geht. Der Weg geht in einem Bogen
bis zum Ende der Ortschaft am Mühlgrund. Hier steigt der Malerweg nach
rechts aus der Senke heraus und man erreicht nach einem kurzen Aufstieg die
Ortschaft Reinhardtsdorf. Auch diese Ortschaft wird am Rande passiert und dann
geht es auf einem Feldweg bis zum Wolfsberg. Auf halber Strecke zwischen Reinhardtsdorf und Wolfsberg befindet sich ein neu angelegtes Feuchtbiotop
mit einem netten Rastplatz. Die paar Meter bis zum Wolfsberg hoch sind
leicht geschafft, und obwohl der Malerweg gleich an der ehemaligen Zufahrt
zum Wolfsberg nach rechts abbiegt, befindet sich nach links in ca. 100 Meter
Entfernung eine weitere Informationstafel vom
Caspar-David-Friedrich-Wanderweg. Auch hier oben auf dem Wolfsberg befindet
sich eine Gaststätte (www.panoramahotel-wolfsberg.de),
die ziemlich häufig von Malern und Bildhauern besucht wurde und auch heute
noch besucht wird.
 Vom
Wolfsberg geht die Wanderung wieder
herunter in Richtung Reinhardtsdorf. Die Ortschaft Reinhardtsdorf wird zuerst einmal durchquert, wobei
man an der netten
Reinhardtsdorfer Kirche vorbeikommt. Hier sollte man unbedingt einen
Blick in die Kirche werfen, da diese mit einer riesigen Anzahl von Gemälden
geschmückt ist. Nach der Besichtigung der Kirche geht es mal wieder am Rande einer
Ortschaft entlang. Diesmal ist es der nördliche Rand von Reinhardtsdorf. Von diesem Weg zwischen den Feldern und der Ortschaft hat man einen
schönen Blick zu den Schrammsteinen hinüber. Ganz faszinierend ist, dass die
Felsen einem so nah vorkommen, als wenn man mal eben einen Abstecher dorthin
unternehmen könnte. Die Elbe zwischen dem Standort und den Felsen liegt so
erstklassig versteckt in ihrem Tal, dass man sich als Ortsunkundiger schnell
reinlegen kann.
Nach einer Strecke von 600 Metern am Ortsrand entlang geht
es nach links und gleich wieder nach rechts. Hier erreicht man eine
asphaltierte Straße, die aber schon nach wenigen Metern in einem Waldweg
endet und mit dem grünen Punkt markiert
ist. Dieser Wanderwegmarkierung und natürlich dem Malerwegzeichen geht es
hinterher. Der Weg verläuft leicht abfallend an einem Steinbruch vorbei. Von
dem Waldweg kann man ganz hervorragend runter in den Steinbruch blicken. Seltsamerweise habe ich hier noch nie jemand drin arbeiten gesehen.
Trotzdem ist der Steinbruch nicht zugewuchert, was wiederum darauf
schließen lässt, dass machmal doch noch etwas in dieser Kuhle passiert. Der
Wanderweg geht weiter den Berg hinab, bis nach ungefähr einem Kilometer der
Malerweg nach links abbiegt. Dieser Weg ist mit dem gelben Punkt markiert.
Die ersten paar Meter gehen über ein paar Stufen relativ steil bergab, aber
dann verläuft der Wanderweg auf fast gleichbleibender Höhe bis zur Straße
zwischen Reinhardtsdorf und Krippen. Diese Straße überquert man und wandert
ein paar Meter die Straße herunter in Richtung Krippen. Gleich hinter
der Schinkemühle biegt der Malerweg nach links ab. Auch dieser Weg führt
sehr angenehm auf gleichbleibender Höhe am Hang entlang. Der Weg führt an
der Liethenmühle vorbei, an der man sich von der Wanderung erfrischen
könnte. Die Liethenmühle (www.liethenmuehle.de)
ist eine von diesen uralten Mühlen, sie wurde schon 1572 das erste Mal erwähnt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine Getreidemühle, seit dem
wird sie als Pension und Gaststätte betrieben. Hinter der Mühle steigt der
Weg leicht an und wird in einem seltsamen Bogen bis auf die Straße zwischen
Kleinhennersdorf und Papstdorf geführt. Auf der Straße geht es dann ca. 400
Meter wieder zurück, bis nach links eine kleinere Straße nach
Kleinhennersdorf abbiegt. Schon wieder geht es an einem Ortsrand entlang,
bis links in Richtung Kleinhennersdorfer Stein ein Weg abzweigt, der zwischen Wald und
Feld entlang geht. Ab hier ist der Weg mit dem roten Strich
markiert. An der Stirnseite des Feldes angekommen, ist es unvermeidbar,
einen Blick nach links über die Ebene zu den Schrammsteinen zu genießen.
Auch wenn im Vordergrund die Ortschaft zu sehen ist, so strahlt diese Stelle
eine sehr schöne Ruhe aus. Nach ein paar weiteren Metern geht es zuerst am
Kleinhennersdorfer Wildgehege vorbei und dann auch schon an den
Aufstieg auf
den Papststein. Der Weg nach oben erfolgt auf der Rückseite des Papststeins
durch eine Schlucht. Der Papststein verwundert mich immer wieder, da es sich
doch um einen längeren Felsen handelt, als ich immer annehme. Oben drauf
befindet sich eine Gaststätte mit einer erstklassigen Aussicht, wobei
natürlich eine Gaststätte immer bedeutet, dass ein bisschen Trubel herrscht. Ganz anders ist es auf dem Gohrisch, dem nächsten Ziel dieser
Malerweg-Etappe. Dazu muss man natürlich erstmal wieder vom Papststein
absteigen. Das erfolgt über eine gut ausgebaute Treppe auf der Vorderseite,
um dann am Parkplatz zwischen den beiden Felsen gleich wieder hoch auf den
nächsten Felsen zu klettern.
Auch hier geht es durch eine Schlucht aufwärts und man wird wieder mit einer schönen Aussicht belohnt. Ganz
seltsam finde ich, dass man von dem Gohrisch in die Richtung der Hinteren
Sächsischen Schweiz blicken kann und man neben den Schrammsteinen den
Falkenstein sieht. Vom Gohrisch aus gesehen wirkt der Falkenstein ziemlich
klein und überhaupt nicht so hoch, wie wenn man vor ihm steht. Im Verhältnis
zum Gohrisch ist er auch 70 Meter tiefer. Vermutlich ist das der Grund für
die Perspektive. Auf der Rückseite des Gohrischs geht es das letzte Mal für
dieses Teilstück des Malerwegs wieder herunter. Der Malerweg führ erst ein
Stück auf die Ortschaft Gohrisch drauf zu, biegt aber dann kurz vor der
Ortschaft nach links ab. Wir empfinden solch eine Streckenführung als etwas
seltsam und deshalb gehen die letzten paar Meter (ca. 1 Kilometer) durch den
Stillen Grund bis in die Ortschaft hinein. Wer natürlich gleich die nächste
Etappe weiter wandern möchte, der findet die Beschreibung dazu
hier.
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