Gamrig

 
 

 

 

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 3 Stunden ca. 11,5 Kilometer ca. 405 Meter eigentlich immer
nicht an langen Wochenenden
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
sehr schmale Stelle
Die Bastei; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Rathener Gebiet Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern

Beschreibung:

Der Startpunkt für die Wanderung Gamrig ist der obere Parkplatz am Ziegenrücken. Wem der Name Ziegenrücken nicht sagt, es ist die Straße zwischen der Hocksteinschänke/Rathewalde und Waltersdorf. Die Namensgebung für die Straße ist im Frühjahr 2006 sehr zutreffend, da der Straßenverlauf jetzt nicht nur die Form eines Ziegenrückens hat, sondern die Ziege vollkommen verhungert sein muss, da man jeden Rückenwirbel der Ziege merkt. Die Straße hat im Verhältnis zu sonst schwere Frostschäden und ist übersäht mit richtigen Löchern. Quer über den Parkplatz verläuft die Wanderwegmarkierung grüner Strich . Dieser Markierung folgt man über die Straße und dann auf dem Knotenweg runter zum Amselsee. Auch wenn der Weg ungefähr 150 Höhenmeter nach unten geht, so ist das Gefälle äußerst angenehm. Zwischendurch kömmt man an einer der Kernzonen der Sächsischen Schweiz vorbei. Wenn man an dem Hinweisschild für die Kernzone in den Wald sieht, dann entdeckt man ungefähr 30 Meter neben dem Weg einen seltsamen Steintrog. Irgendwie muss das Ding was besonderes sein, da auch noch acht Steinsäulen drum herum stehen. Der Weg geht danach am Amselsee entlang und bis in die Ortschaft Rathen hinein.
Ab Rathen verfolgt die Wanderung die Wanderwegmarkierung roter Punkt . Der Wanderweg geht zuerst in Rathen nach links auf der Fahrstraße durch die Ortschaft und steigt dann weiterhin auf der Fahrstraße aus dem Elbetal hinaus. Auf der Fahrstraße dürfen nur Fahrzeuge fahren, die auch Anlieger für Rathen sind und das sind zum Glück nicht so besonders viele. Zwischendurch sollte man sich unbedingt auch mal umdrehen, da mindestens an der Margaretenhöhe eine erstklassige Aussicht auf die Bastei und Felskette Feld-/Honigstein herrscht. Kurz bevor die Anliegerstraße aufhört und in eine normale Fahrstraße übergeht befindet sich links der Gamrig. Eine Informationstafel erklärt ein paar Sachen zum Gamrig und der Umgebung. Zuerst sollte man sich die Gamrighöhle ansehen. Dazu geht es rechts neben der Informationstafel direkt zum Felsen hoch. Die Höhle befindet sich gleich am Felsenfuß und ist für Sächsische Verhältnisse schon relativ groß. Überraschend an dieser Höhle ist die große Menge an Sand auf dem Boden. Es ist ein sehr feiner Sand, den man noch Tage später in den Schuhen wieder findet. Auf der rechten Seite der Höhle befinden sich zwei Kletterhaken. Wer auch immer sich hier in einem Meter Höhe abseilen wollte, vermutlich ist es ein Anschauungsobjekt von irgendeiner Kletterschule. Für mich war es sehr interessant wie stabil diese Haken im Felsen steckt. Von der Höhle geht es wieder bis zur Straße zurück und dann auf der anderen Seite der Informationstafel zum Gamrig hoch. Der Aufstieg erfolgt über einige Stufen. Von diesem Aufstieg kann man links und rechts zu den Kletterfelsen des Gamrig blicken und anscheinend ist der Felsen äußerst beliebt unter Kletterern. Auf dem Felsen angekommen bietet sich ein sehr schöner Panoramablick. Was mich immer wieder verwundert, ist dass ich schon mehrere Male hier oben gewesen bin, aber noch nie irgendjemand anderes außer mir hier war. Entweder habe ich besonderes Glück gehabt oder der Felsen wird von den restlichen Wanderern ignoriert. Aus meiner Sicht ist das aber vollkommen unberechtigt, da die Aussicht wirklich schön ist. Im Gegensatz zu fast allen anderen Felsen der Sächsischen Schweiz haben die Felsen des Gamrig in zweifacher Hinsicht ein anders Aussehen. Einerseits sehen die Felsen deutlich danach aus, als ob eine riesige Anzahl Schichten übereinander gelegt worden sind und die Form der Felsen haben eher was mit einer riesigen Tröpfelburg zu tun. Hier hat bestimmt in weit vergangenen Zeiten ein Riese eine große Sandburg als Strandspiele bebaut.
Vom Gamrig geht es wieder den Felsen herunter bis zum Wanderweg. Diesen geht es nach rechts auf dem unmarkierten Weg. Nach ungefähr 160 Metern biegt man auf einem Wanderweg nach rechts ab. Der Weg führt den Hang hinunter und erreicht im Mordgrund den rot markierten Wanderweg . Diesen Weg geht es nach rechts, um wieder aus dem Grund heraus zum unteren Teil des Ziegenrückens aufzusteigen. Die Straße des Ziegenrückens muss auch diesmal nur überquert werden und dann geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite ins Polenztal herunter. Unten im Polenztal angekommen wandert man auf dem schon bekannten roten Punkt nach links weiter. Das Polenztal ist einer der schönsten Täler der Sächsischen Schweiz. Der Bach schlängelt sich sehr nett durch die Felsen, wobei der Wanderweg die ganze Zeit sehr angenehm neben dem Bach verläuft. Die Wanderung geht insgesamt 2,6 Kilometer, bis kurz hinter das Gasthaus Zum Polenztal, am Bach entlang. Ein paar Meter hinter dem Gasthaus, am dem man sich sehr nett draußen hinsetzen kann, wird die rote Wegmarkierung verlassen und es geht nach links auf der grünen Markierung weiter. Der Aufstieg ist ausgeschildert mit dem Hockstein als nächste Zwischenstation. Zuerst erfolgt der Aufstieg über eine breitere Treppe, bis zum Fuße des Felsens. Am Felsen geht es ein paar Meter entlang und dann kommt der viel interessantere Teil des Aufstiegs. Bevor man sich aber in diese Felsspalte begibt, sollte man noch ein paar Meter (höchstens 10 Meter) am Felsen weiter gehen. Es geht um den Felsen herum und dann steht man vor einer breiten Höhlenöffnung. Die so genannte Hocksteinhöhle ist eine der größeren Höhlen der Sächsischen Schweiz und so einfach zu erreichen, dass man mal kurz vorbeischauen sollte. Danach geht es dann aber endlich an den weiteren Aufstieg. Die Wolfsschlucht, durch die der Aufstieg erfolgt, ist sehr eng und nicht dafür geeignet, dass auch noch Gegenverkehr unterwegs ist. Eine einzelne Person kann sich an drei Stellen in die Ecke quetschen, wenn man aber mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte man vor dem Einstieg kurz lauschen, ob mehrere Wanderer womöglich entgegen kommen. Auf dem Hockstein angekommen, hat man eine fantastische Aussicht ins Polenztal. Wirklich winzig sieht die Gaststätte "Zum Polenztal" von der vorderen Aussicht aus. Auf dem Hockstein kann man immer noch Spuren von der alten Felswarte entdecken. Der Aufstieg, als auch die Überquerung des Hocksteins ist immer noch mit dem grünen Strich markiert und auf dieser Wanderwegmarkierung geht es auch weiter. Gleich hinter der Felswarte Hockstein kommt man über eine steinerne Brücke, die so aussieht, als ob sie das Modell für die Basteibrücke gewesen ist. Die Brücke wird auch Teufelsbrücke genannt. Der Weg geht ein paar Meter geradeaus und biegt dann, weiterhin auf der grünen Markierung, nach links ab. Die letzten Meter verlaufen auf einem normalen Waldweg bis zum Parkplatz zurück.
PS: Ein netter Leser unserer Webseite hat uns auf ein paar gute Hintergrundinformationen zu dem seltsamen Steintrog hingewiesen. Inzwischen steht dort eine Informationstafel mit folgendem Inhalt.

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Buslinie  253 (Bad Schandau - Pirna) bis zur Haltestelle "Wanderweg nach Kurort Rathen"
Auto:
In Pirna auf die rechte Elbeseite wechseln und dann über die S164 nach Lohmen. Hinter Lohmen auf der S165 weiter in die Richtung Hohnstein. Spätestens ab Lohmen kann man sich an die Beschilderung Bastei orientieren. An der Basteizufahrt fährt man vorbei bis zur seltsamen Kreuzung der Hocksteinschänke. An ihr geht es auf der Beschilderung nach BadSchandau weiter. Ca. 100 Meter nachdem man in den Wald gefahren ist, liegt der Parkplatz auf der linken Seite. Empfohlener Parkplatz: Ziegenrücken/Knotenweg

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
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