Forstweg und aspaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Obwohl wir doch ziemlich viel in der
Sächsischen Schweiz herum wandern, soll es doch immer mal wieder Stellen
geben, die wir noch nicht kennen und genau aus diesem Grunde hat uns ein
Leser unserer Internetseite auf den Höllengrund aufmerksam gemacht. Einfach
nur zu dem Grund hinzuwackeln und wieder davon zu laufen ist zu langweilig
und deshalb ist diese Runde entstanden. Netterweise ist eine sehr schöne
Wanderung dabei herausgekommen mit folgender Beschreibung:
Der Startpunkt liegt auf der rechten Elbseite in Stadt Wehlen. Von hier
geht es in die Richtung des Wehlener Grundes. Dazu würden wir als Hinweg den
Weg über die Zufahrtsstraße (Lohmener Straße) vorschlagen. Schon wenige
Meter hinter der Grundschule (noch bevor der Anstieg anstrengend wird) biegt
nach rechts der Zugang zum Wehlener Grund ab. Hier wird der Wanderweg
richtig schön und ist super angenehm zu wandern. Die ersten paar Meter durch
den Wehlener Grund sind noch unmarkiert, aber nach ein paar Sekunden stößt der
rote Punkt
hinzu. Es geht leicht ansteigend auf einem breiten
Weg aufwärts. Durch dieses Tal können überraschenderweise auch Autos fahren.
Dabei handelt es sich aber nur um ein paar wenige Anwohner rechts (östlich)
oberhalb des Wehlener Grundes. Wer auch diesen Autos aus dem Weg gehen
möchte, kann nach einem halben Kilometer auf den Pfad links (von unten gesehen)
des Bachlaufes ausweichen. An der Stelle, wo die Zufahrtsstraße nach
rechts aus dem Tal hinausführt, kommen der Pfad und der breite Weg wieder
zusammen und es geht durch den Grund weiter. An der linken Felswand wird an
Herrn Friedrich Märkel (27.11.1790 - 15.03.1860) erinnert. Herr Märkel hat
in Wehlen von 1817 bis 1860 gelebt (www.friedrich-maerkel.de)
und war dort als Kantor und Lehrer beschäftigt. Ganz besonders bemerkenswert
ist, dass Herr Märkel schon zu seiner Zeit international als Entomologe (Insektenforscher) bekannt war und das ohne Telefon,
Tagungstourismus und Internet. Auch wenn der Wehlener Grund heutzutage vermutlich ganz anders aussieht als
zu Herrn Märkels Zeiten, so ist der Weg durch dieses Tal noch immer sehr
schön. Nach 300 Metern erreicht man den Freundschaftsstein mit seinen
interessanten Inschriften. Hier verlässt die Wanderung die rote
Wanderwegmarkierung und biegt nach links in den Uttewalder Grund. Der Weg
zur Gaststätte Waldidylle bzw. zum Uttewalder Felsentor ist mit dem grünen
Strich
markiert.
Je weiter man in dem langgezogenen Grund aufwärts wandert,
desto wildromatischer wird der Weg. Das erste Stückchen (ca. ½
Kilometer) bis zur Waldidylle (www.waldidylle-online.de)
ist noch befahrbar, um z.B. den Gastwirt und die Lieferfahrzeuge zur
Gaststätte zu bringen. Dass man sich hier in der Gaststätte erfrischen und
stärken kann, ist klar. Auf jeden Fall ist das
Einkehren im Uttewalder Grund ein ganzes Stück kostengünstiger als bei der
nächsten Möglichkeit auf der Bastei. Von der Gaststätte ist es nur noch ein kleines Stück bis zum Uttewalder
Felsentor. Dieses Felsentor ist auf einigen Gemälden zu sehen, wobei
mindestens bei einem Maler die Dimensionen überhaupt nicht
stimmen. Die Besucher des Felsentores sind winzig klein dargestellt, so dass
das Felsentor selber riesig wirkt. Ich glaube
nicht, dass die Menschen zur damaligen Zeit so klein gewesen sind. Hinter
dem Felsentor wird der Grund erst richtig interessant. Die Felsen stehen
sehr nah beieinander und selbst im wärmsten Sommer herrscht hier
ein echtes Kellerklima. Die Wanderung geht hinter dem Felsentor nur
noch ¼ Kilometer weiter, um dann nach rechts auf der
Wanderwegmarkierung gelber Strich
aus dem Grund herauszusteigen. Der Aufstieg auf dem Kluftsteig erfolgt über
ein paar Stufen bis hoch zum Knotenweg. Am Ende des Knotenweges verlässt die
Wanderung die markierten Wanderwege und es geht mit einem kleinen Haken nach
rechts und sofort wieder nach links zum Kohlgrund rüber. Der Kohlgrund ist
eigentlich die Verlängerung des Wehlener Grundes und hätte auch gleich vom
Freundschaftstein aus erreicht werden können, aber dann hätte man
nicht den schönen Uttewalder Grund und das Felsentor gesehen. Den Kohlgrund
geht es nach links. Nach einem kurzen Stück biegt der Grund nach rechts ab
und der Name ändert sich in Reingrund. Auch dieses Tal fällt
mit einer ganz besonders angenehmen Ruhe auf. Je länger man aber auf
diesem Waldweg wandert, desto mehr hört man Fahrzeuggeräusche von der
Basteistraße. Diese manchmal doch stark befahrene Straße wird hier nur
überquert und es geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder in den
Wald. Nach ungefähr 100 Metern erreicht man einen Wanderweg mit der schon
bekannten Wanderwegmarkierung gelber Strich
.
Dieser Markierung folgt man nach rechts. Der Waldweg ist sehr angenehm zu
gehen und führt auf der Rückseite des Parkplatzes in Richtung Bastei. Hier nehmen die Besucherzahlen ziemlich schnell zu. Zuerst ist es
der Querweg von den Schwedenlöchern und dann natürlich der vordere Parkplatz
der Bastei, von wo aus die Besucher auf den Waldweg treiben. Hinter den beiden
aneinanderhängenden Parkplätzen erreicht die Wanderung wieder die
Basteistraße, die aber in diesem Bereich nur noch von wenigen
Fahrzeugen befahren wird. Dabei handelt es sich um Gäste des Basteihotels
und ein paar Lieferfahrzeuge. Nach kurzer Strecke ist der Bereich der Bastei erreicht. Zuerst passiert man
das Hotel und den Restaurantkomplex und dahinter befindet sich die erste
tolle Aussicht.
Von hier hat man einen fantastischen Ausblick ins Elbtal und
auf die Basteibrücke. Von der Aussicht ist es nur noch einen Katzensprung
bis zur Basteibrücke, die man unbedingt besuchen sollte. Als kleine
Attraktion kann man hinter der Basteibrücke noch die ehemalige Felsenburg Neurathen
besichtigen. Gleich von mehreren Stellen hat man eine fantastische Aussicht in
den Felsenkessel oberhalb der Felsenbühne.
Die Wanderung führt jetzt ein Stück wieder zurück in Richtung Parkplätze. Nach den ersten paar
Metern auf der Basteistraße befindet sich vor dem Andenkenstand der Abzweig
mit dem roten Punkt
.
Dieser Waldweg wird mit der Zeit immer ruhiger, nur an der
Gaststätte am Steinernen Tisch kommt noch einmal etwas mehr Leben auf. Der
"Steinerne Tisch" ist einerseits der Name der Waldgaststätte (www.felsgaststaette.de)
und natürlich der namensgebende tatsächlich da stehende steinerne Tisch.
Dieser Rastplatz soll schon
im Jahre 1710 einer kurfürstlichen Jagdgesellschaft für ein Picknick gedient
haben. Die Wanderung führt an diesem Sitzplatz vorbei und dann weiter
auf der roten Wanderwegmarkierung talabwärts. Zuerst geht es nur ganz leicht
abfallend durch den Wald, aber hinter der nächsten Wegkreuzung beginnt dann
der eigentliche Höllengrund.
Die
Felsen stehen in dem Tal ziemlich
nah beieinander und so hat man schon im oberen Teil den Eindruck, in einer
mächtigen Schlucht entlang zu wandern. Der Wanderweg schlängelt sich sehr
nett durch den Grund, der aber nie besonders tief ist. Am Ende des
Höllengrundes erreicht man wieder den bekannten Kohlgrund, wo es nach links in
Richtung Wehlen weiter geht. Ab der Kreuzung wechselt der
Kohlgrund auch seinen Namen und wird Zscherregrund genannt. Auch dieser
ist eine der schönsten Felsschluchten der Sächsischen Schweiz. Besonders erwähnenswert
ist ein Strudeltopf auf der linken Wegseite. Wie die
Natur durch ein paar rotierende Steine so ein perfekt rundes Loch herstellen
kann, ist schon wirklich interessant. Dass dieses Loch auch noch relativ
tief ist, verwundert dann noch viel stärker, wenn man feststellt, dass
normalerweise im Bachlauf nie Wasser zu sehen ist. Vielleicht hat es früher
mehr geregnet oder es hat viel mehr Schmelzwasser als heute gegeben?
Nachdem man dann noch ein paar uralte und interessante Felsinschriften im
Zscherregrund passiert hat, erreicht man wieder den Freundschaftsstein. Ab
hier geht es dann den schon bekannten Wehlener Grund wieder zurück. Der Weg
ist genauso wie der Hinweg sehr angenehm zu wandern. Als eine Abweichung zum
Hinweg bietet sich an, noch vor dem ersten Haus auf der linken Seite von
Stadt Wehlen auf dem markierten Wanderweg/Malerweg weiter zu wandern.
Dieser Weg führt an der Unterseite von Burg Wehlen vorbei und endet knapp
neben dem Marktplatz.
Diese Wanderung kann uneingeschränkt empfohlen werden, da wirklich alles
Schöne einer Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten ist. So sind
gleich einige tolle Felsschluchten enthalten, ein paar unterschiedliche
Aussichten bei der Bastei und der größte Teil der Wanderung war sehr
angenehm ruhig. Die Empfehlung für den Höllengrund war wirklich gut, weil
wir diesen Grund tatsächlich noch nicht kannten und es sich um eine typische
Felsschlucht der Sächsischen Schweiz handelt.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Die Stadt Wehlen hat einen eigenen Bahnhof, an dem die S-Bahnlinie von
Dresden nach Bad Schandau anhält.
Auto:
Von Bad Schandau immer in die Richtung Bastei, an der Bastei vorbei Richtung Lohmen, vor der Stadt Lohmen links Richtung Dorf Wehlen/Stadt Wehlen. In Stadt Wehlen den Parkplatzschildern folgen.
Empfohlener Parkplatz:
Wehlen Elbe - Stadt Wehlen
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
2,02 kByte
Dateigröße:
4,83 kByte
Dateigröße:
1,71 kByte
Dateigröße:
6,17 kByte
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