Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Beschreibung:
Den Lilienstein sind wir schon einige Male hoch
und runter gewandert, aber unsere Kinder noch nicht. Immer, wenn wir auf die
Sächsische Schweiz drauf zugefahren kommen, hören wir aus der zweiten Reihe
im Auto die Freuderufe, dass man den Lilienstein schon sieht. Bis
jetzt haben wir den Felsen immer mit den Zwergen ausgespart, aber irgendwie
wollten sie mal dort hin. Also ging es vom großen Parkplatz am Fuße des
Liliensteins erstmal bis zum Waldrand und von dort am Waldrand entlang.
Ziemlich faszinierend ist der Straßen- bzw. Weg-Belag. Nicht, dass der
Weg hier schnöde asphaltiert oder geschottert wäre, nein, er ist mit einem
richtig schönen Pflaster ausgelegt. Als wir den Spaziergang unternommen haben,
war das jährliche Sellnitz-Fest, was dazu führte, dass auf dem Weg
tatsächlich mal ein paar Leute unterwegs waren. Normalerweise ist auf dem
Weg am Waldesrand kein anderer Wanderer unterwegs. Der Weg geht immer weiter
am Waldrand entlang, bis man die Nationalparkbildungsstätte Sellnitz
erreicht. Auch wenn nur einmal im Jahr hier ein Fest stattfindet, ist es
immer wieder interessant, einen Abstecher hierher zu unternehmen. Besonders
interessant ist die Rückseite des großen Hauptgebäudes.
Hier wird durch
Mitarbeiter des Nationalparks versucht, Schulkindern die Natur
auf spielerische Weise näher zu bringen. Dazu sind hinter dem Haus ein
paar Stationen aufgebaut, die man aber auch jederzeit alleine besuchen kann.
So wird sehr schön an einer Station erklärt, dass ein Baumstamm nicht nur
ein einfaches Stück Holz ist,
sondern aus mehreren Schichten besteht und man
an einem Querschnitt einen richtigen Lebenslauf ablesen kann. An weiteren
Stationen können die Kinder zum Beispiel über eine umgelegte Fichte unter Zuhilfenahme
der Äste balancieren oder sich mit den Füßen über unterschiedliche Untergründe tasten. Bei dem Sellnitz- Fest waren dann noch Stationen aufgebaut, an denen sich die Zwerge
so richtig schön beim Goldschürfen nass machen oder in einem
Heuhaufen toben konnten. Diese Stationen sind aber leider nicht immer
vorhanden.
In der hinteren rechten Ecke der Nationalpark-Jugendbildungsstätte Sellnitz biegt ein unauffälliger Weg in den Wald ab. Nach wenigen Metern
(unter 50 Meter) erreicht man den Wanderweg zwischen Bad Schandau/Prossen
und dem Lilienstein. Er ist markiert mit dem gelben Strich
, und dieser
Wanderwegmarkierung folgt man jetzt nach rechts. Der Weg verläuft erst noch
ein Stück unterhalb des Liliensteins entlang (ca. ½ Kilometer) und dann
fängt der Aufstieg mit einer leichten Steigung an.
Nach
300 Metern geht es die letzten Höhenmeter über einige
Treppen bis auf den Lilienstein hoch. Auf der Ebene des Liliensteins wandert
man am besten
im Uhrzeigersinn drum herum. Als erstes erreicht man die kleinere Aussicht
an der östlichsten Stelle des Liliensteins. Hier hat man einen perfekten
Blick nach Prossen, die Elbe hoch nach Bad Schandau und auf den Eingang zur
Hinteren Sächsischen Schweiz. Wenn man nach links unten sieht, kann man den
Bereich der Sellnitz ganz gut sehen.
Die nächste Aussicht
im Uhrzeigersinn ist schon ein kleines bisschen größer. Von dieser als auch
von den anderen südlichen Aussichten blickt man auf die Ortschaft und die
Festung Königstein und die ganzen Felsen hinter dem Ort (Pfaffenstein,
Gohrisch, Papststein usw.). Auf dieser Aussicht macht es außerdem Spaß, die
Minizüge und Schiffe unten im Elbetal zu beobachten. Die nächste Aussicht an
der südlichen Seite ist die große Aussicht mit dem riesigen Wettiner-Obelisk. Der Stein soll an die
800-jährige Herrschaft der Wettiner erinnern.
Diese Aussicht bietet außerdem auch noch eine sehr gute Möglichkeit, den
Wanderfalken bei ihrer Jagd und dem Anflug auf die Felsen zuzusehen.
Hinter dieser Aussicht und dem Obelisk befindet sich die Berggaststätte, wo man in einem Biergarten einkehren kann. Von der Gaststätte bzw. der
Aussicht geht es zur letzten Aussicht am westlichen Zipfel des Liliensteins.
Diese Aussicht ist die beeindruckenste auf dem Lilienstein. Sie befindet
sich auf einem unbewachsenen Felsen ganz an der westlichen Spitze des
Liliensteins. Von hier hat man einen schönen Blick runter nach Rathen und
damit dann auch auf die Steinbrüche und die Felsen um die Bastei herum. Auf
der anderen Elbeseite sieht man die
Festung
Königstein. Hier kann man sich ziemlich gut vorstellen, dass so mancher
Gegner der Festung hier oben stand und den Felsen auf der gegenüberliegenden
Elbeseite beobachtet hat. Von hier ist die Festung aber mit den damaligen
Waffen unerreichbar weit weg. Als wir auf dieser Aussicht standen, war noch ein Pärchen mit leuchtend gelben Navigationssystemen hier oben.
Irgendwie ist das Wandern mit den Dingern noch etwas Besonderes, und so
musste ich die beiden einfach ansprechen. Es waren aber keine direkten
Wanderer, sondern Leute, die mit dieser neumodischen Variante an Schatzsuche
namens Geocaching unterwegs waren. Hier oben mussten sie irgendwie Löcher in
der Aussicht zählen, damit sie den nächsten Schatzpunkt finden konnten. Im
Moment gibt es zwei unterschiedliche Schatzsätze am Lilienstein, die
anscheinend auch quer über den Felsen führen. Von dieser letzten Aussicht
wandert man zurück, bis nach rechts der Abstieg mit der Wanderwegmarkierung
blauer Strich
abbiegt. Dieser Abstieg geht über mehr als 500 Stufen wieder vom Lilienstein
herunter. Am Fuße des Felsens angekommen, biegt die Wanderung - ungefähr 60
Meter vor dem Ende des Walds - nach rechts ab. Es geht über einen angenehmen
Waldweg bis zum Parkplatz und damit dem Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
Damit ist eine sehr schöne kleine Wanderung zu Ende gegangen, die nicht nur
mir, sondern auch den Zwergen der Familie Geier sehr gut gefallen hat.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-253 oder mit
der Fähre von Königstein über die Elbe.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > nach Porschdorf > Waltersdorf > weiter in die Richtung Ebenheit. Der Parkplatz liegt gleich am Fuße des Liliensteins.
Empfohlener Parkplatz:
Lilienstein
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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