Rahmhanke

 
 

 

 

  • Currently 3,8/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Abstimmung 3,8 von 5 Sterne (4 Stimmen)

unsere Bewertung:

Karte:

druckbare PDF-Seiten:

mehr Details hier

 

     
Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 2,5 Stunden ca. 6 Kilometer ca. 260 Meter nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
schwindelfrei
Kletterabschnitte
witterungsbedingt schwierig
Die Bastei; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Rathener Gebiet Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern

Beschreibung:

Nachdem ich von der Rahmhanke schon so häufig etwas gehört und gelesen hatte, dachte ich mir, dass dieses Teilstück unbedingt ausprobiert werden muss. Da ich wusste, dass der eigentliche Startpunkt über ein Geländer einer sehr beliebten Aussicht geht, habe ich die den Startzeitpunkt in die Abendstunden gelegt. Nicht, dass irgendeine Tourist meint, dass er gerade einen Lebensmüden beim Überqueren des Geländers sieht und die halbe Sächsische Schweiz deswegen wahnsinnig macht. Hier kommt die vollständige Beschreibung der Runde:
Startpunkt der Wanderung ist wie so häufig im Bereich Rathen der große Parkplatz in Oberrathen, also auf der linken Elbeseite. Von dem Parkplatz geht es mit der kleinen Fähre über die Elbe und dann auf der Wanderwegmarkierung roter Strich die ersten paar Meter durch Niederrathen. Die Ortschaft Rathen ist sehr auf den Tourismus ausgelegt und dass merkt man ziemlich deutlich auf diesen paar Meter durch die Ortschaft. Es gibt einige Einkehrmöglichkeiten und Souvenirläden. Am Hotel Amselgrundschlösschen (www.amselgrundschloesschen.de) zweigt die erste Möglichkeit nach links ab und hier geht es auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt weiter in die Richtung der Bastei. Der Aufstieg bis kurz vor die Bastei erfolgt über einige hundert Stufen, bis auf der linken Seite die Aussicht Tiedge kommt. Diese Aussicht ist normalerweise eine Sackgasse und wenn nicht ganz so viel Betrieb auf der Bastei ist, dann ist es die schönste Aussicht der Bastei. Ganz besonders nett ist sie, wenn man sich am Nachmittag auf die Bank im Felsen setzt und die letzten Sonnenstrahlen genießt.
Mit dem nächsten Schritt fängt der eigentliche Hauptteil der Strecke an. Es geht über das sehr massive Geländer und dann immer auf der Felskante entlang. Es ist überhaupt nicht schwierig den Weg zu finden, aber so manche Stelle erfordert ziemliche Aufmerksamkeit, da es doch sehr in luftiger Höhe auf einem Felsabsatz entlang geht. Gleich an zwei Stellen verläuft der Weg unterhalb der viel besuchten Aussichten der Bastei. Man muss nicht nach oben sehen, um herauszufinden, wo die Aussichten sind, da riesige Mengen an Müll am Felsfuß herumliegen. So gehören Scherben, Plastikflaschen und Batterien zum Untergrund, wie normalerweise Tannennadeln. Im Bereich des Panoramarestaurants ändert sich die Form des Mülls in mindestens zwei Porzellanteller und mehrere Bestecks. Ich finde es äußerst verwunderlich, wie so etwas vom Felsen fallen kann. Der Bereich des Panoramarestaurants bietet leider auch noch eine strenge Geruchsbelästigung, da die Kanalisation ein kleines Stück unter der Wanderstrecke verläuft und damit eine ziemliche Stinkerei verursacht. Nach diesem unangenehmen Teilstück geht es weiter bis zum Wartturm. Den Felsen hat es am 22. November 2000 zerlegt und er ist ins Tal gestürzt. Es sollen irgendwas zwischen 300 und 500 m³ Gestein gewesen sein. Es kommt immer drauf an, welche Quelle man gerade so ließt, aber selbst wenn es nur 300 m³ waren, dann sind neben dem gerade bewohnten Bergsteigerhaus ungefähr 1000 t Gestein eingeschlagen. Ich schätze mal, in dem Moment braucht man sich keine weiteren Gedanken zum Schlafen machen. So ein Felsschlag dürfte die gleiche Wirkung haben, als wenn man einen Päckchen Kaffee gerade getrunken hat. Da diese Felsseite bis dahin ein beliebter Kletterfelsen war, ist es ein Glück, dass keiner zu Schaden gekommen ist. Man soll angeblich auch an der Vorderseite des Felsens vorbeikommen, ich war aber eher angelockt von einem Felsentor auf der rechten Seite und so habe ich den Felsen auf der Rückseite passiert. Neben dem Rest-Felsen steht noch ein einzelner Baum, der irgendwie ziemlich Postkarten mäßig dort steht und ohne, dass man die ganze Zeit von der Bastei gesehen wird, zu einer Rast einlädt.
Hinter dem Wartturm geht es wieder hoch auf die Basteiebene. Der Aufstieg ist nicht besonders schwer. Seltsamerweise wird der Pfad immer breiter und auf einmal ist der Waldweg sogar mit Betonplatten ausgelegt. Warum auch immer diese alten Reste dort liegen, einen plausiblen Grund konnte ich nicht erkennen, aber vielleicht liegt es an dem blauen Punkt, der auf der Karte von H. Böhm am Ende des Weges eingezeichnet ist. Der Weg führt auf den breiten Wanderweg, der von der Bastei zum Steinernen Tisch/Wehlen geht. Dieser Weg ist mit dem schon bekannten roten Punkt markiert und sollte nach links in Richtung des Steinernen Tisches weiterverfolgt werden. Kurz vor dem Komplex der Waldgaststube Steinerner Tische befindet auf der linken Wegseite einer dieser seltsamen Wegbegrenzungen und ein Kernzonenhinweisschild. Der Griesgrund, der ab dieser Stelle begangen wird, ist laut Nationalpark Sächsische Schweiz ein normaler Zugang zum Klettergipfel und damit keine Kernzonenverletzung. Der Abstieg durch diese Schlucht ist sehr nett, da hier der Ausdruck Schlucht wirklich stimmt. Es stehen hohe Felswände an den Seiten und der Pfad ist keine dieser Wanderrennstrecken. Fast an der Elbe wieder angekommen erreicht man den Haldenweg und auf ihm geht es nach links bis nach Rathen. Man könnte zwar auch unten auf dem asphaltiertem Rad-/Wanderweg das letzte Stück der Wanderung absolvieren, aber der Haldenweg macht einfach viel mehr Spaß. In Rathen erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung.
Diese Wanderung hat mir leider überhaupt nicht gefallen, da ich mich in dem eigentlichen Hauptstück, der Rahmhanke, einfach nur unwohl gefühlt habe. Die Zeit unter den beiden Aussichten hatte ich immer die Befürchtung gehabt, dass irgendein Müll von oben kommt und dann kann ich eine solche Kletterpartie nicht genießen. Da es für die Bastei keine besucherfreie Zeit mehr gibt, freue ich mich, dass ich die Strecke begangen bin, werde sie aber ganz sicher nicht wiederholen.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Mit der Buslinie R-243 von Königstein nach Pirna oder mit der S-Bahn (S1 Dresden-Schöna) bis zur Haltestelle Rathen.
Auto:
B172 von Pirna nach Königstein. Ca. 300 Meter hinter Struppen- Siedlung geht es nach links Richtung Struppen. Auf der Vorfahrtsstraße nach links und gleich wieder nach rechts in die Richtung Thürmsdorf/Weißig. Auf der Straße gerade aus, bis nach Rathen runter. In Rathen gibt es drei öffentliche Parkplätze. Der Parkplatz unten an der Fähre ist kostenpflichtig. Er ist der best ausgestatteter Parkplatz der Sächsischen Schweiz. Er besitzt als einziger Parkplatz eine genau Abrechnung der Parkplatzgebühr durch eine Ein- und Ausfahrschranke. Empfohlener Parkplatz: Rathen Elbeparkplatz ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 2 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
1,40 kByte

Dateigröße:
1,77 kByte

Dateigröße:
1,28 kByte

Dateigröße:
2,50 kByte

Dateigröße:
12,08 kByte
Bitte benachrichtigen sie mich, wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder sie irgendwie fehlerhaft ist.

Seitenzugriffe:
2792