Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern
Beschreibung:
Nachdem ich von der Rahmhanke schon so häufig
etwas gehört und gelesen hatte, dachte ich mir, dass dieses Teilstück
unbedingt ausprobiert werden muss.
Da
ich wusste, dass der eigentliche Startpunkt über ein Geländer einer sehr
beliebten Aussicht geht, habe ich die den Startzeitpunkt in die Abendstunden
gelegt. Nicht, dass irgendeine Tourist meint, dass er gerade einen
Lebensmüden beim Überqueren des Geländers sieht und die halbe Sächsische
Schweiz deswegen wahnsinnig macht. Hier kommt die vollständige Beschreibung
der Runde:
Startpunkt der Wanderung ist wie so häufig im Bereich Rathen der große
Parkplatz in Oberrathen, also auf der linken Elbeseite. Von dem Parkplatz
geht es mit der kleinen Fähre über die Elbe und dann auf der
Wanderwegmarkierung roter Strich
die ersten paar Meter durch Niederrathen. Die Ortschaft Rathen ist sehr auf
den Tourismus ausgelegt und dass merkt man ziemlich deutlich auf diesen paar
Meter durch die Ortschaft. Es gibt einige Einkehrmöglichkeiten und
Souvenirläden. Am Hotel Amselgrundschlösschen (www.amselgrundschloesschen.de)
zweigt die erste Möglichkeit nach links ab und hier geht es auf der
Wanderwegmarkierung roter Punkt
weiter in die Richtung der Bastei.
Der
Aufstieg bis kurz vor die Bastei erfolgt über einige hundert Stufen, bis auf
der linken Seite die Aussicht Tiedge kommt. Diese Aussicht ist normalerweise
eine Sackgasse und wenn nicht ganz so viel Betrieb auf der Bastei ist, dann
ist es die schönste Aussicht der Bastei. Ganz besonders nett ist sie, wenn
man sich am Nachmittag auf die Bank im Felsen setzt und die letzten
Sonnenstrahlen genießt. Mit
dem nächsten Schritt fängt der eigentliche Hauptteil der Strecke an. Es geht
über das sehr massive Geländer und dann immer auf der Felskante entlang. Es
ist überhaupt nicht schwierig den Weg zu finden, aber so manche Stelle
erfordert ziemliche Aufmerksamkeit, da es doch sehr in luftiger Höhe auf
einem Felsabsatz entlang geht. Gleich an zwei Stellen verläuft der Weg
unterhalb der viel besuchten Aussichten der Bastei. Man muss nicht nach oben
sehen, um herauszufinden, wo die Aussichten sind, da riesige Mengen an Müll
am Felsfuß herumliegen. So
gehören Scherben, Plastikflaschen und Batterien zum Untergrund, wie
normalerweise Tannennadeln. Im Bereich des Panoramarestaurants ändert sich
die Form des Mülls in mindestens zwei Porzellanteller und mehrere Bestecks.
Ich finde es äußerst verwunderlich, wie so etwas vom Felsen fallen kann. Der
Bereich des Panoramarestaurants bietet leider auch noch eine strenge
Geruchsbelästigung, da die Kanalisation ein kleines Stück unter der
Wanderstrecke verläuft und damit eine ziemliche Stinkerei verursacht. Nach
diesem unangenehmen Teilstück geht es weiter bis zum Wartturm.
Den
Felsen hat es am 22. November 2000 zerlegt und er ist ins Tal gestürzt. Es
sollen irgendwas zwischen 300 und 500 m³ Gestein gewesen sein. Es kommt
immer drauf an, welche Quelle man gerade so ließt, aber selbst wenn es nur
300 m³ waren, dann sind neben dem gerade bewohnten Bergsteigerhaus ungefähr
1000 t Gestein eingeschlagen. Ich schätze mal, in dem Moment braucht man
sich keine weiteren Gedanken zum Schlafen machen.
So
ein Felsschlag dürfte die gleiche Wirkung haben, als wenn man einen Päckchen
Kaffee gerade getrunken hat. Da diese Felsseite bis dahin ein beliebter
Kletterfelsen war, ist es ein Glück, dass keiner zu Schaden gekommen ist.
Man soll angeblich auch an der Vorderseite des Felsens vorbeikommen, ich war
aber eher angelockt von einem Felsentor auf der rechten Seite und so habe
ich den Felsen auf der Rückseite passiert. Neben dem Rest-Felsen steht noch
ein einzelner Baum, der irgendwie ziemlich Postkarten mäßig dort steht und
ohne, dass man die ganze Zeit von der Bastei gesehen wird, zu einer Rast
einlädt.
Hinter dem Wartturm geht es wieder hoch auf die Basteiebene. Der Aufstieg
ist nicht besonders schwer. Seltsamerweise wird der Pfad immer breiter und
auf einmal ist der Waldweg sogar mit Betonplatten ausgelegt. Warum auch
immer diese alten Reste dort liegen, einen plausiblen Grund konnte ich nicht
erkennen, aber vielleicht liegt es an dem blauen Punkt, der auf der Karte
von H. Böhm am Ende des Weges eingezeichnet ist. Der Weg führt auf den
breiten Wanderweg, der von der Bastei zum Steinernen Tisch/Wehlen geht.
Dieser Weg ist mit dem schon bekannten roten Punkt
markiert und sollte nach links in Richtung des Steinernen Tisches
weiterverfolgt werden. Kurz vor dem Komplex der Waldgaststube Steinerner
Tische befindet auf der linken Wegseite einer dieser seltsamen
Wegbegrenzungen und ein Kernzonenhinweisschild.
Der
Griesgrund, der ab dieser Stelle begangen wird, ist laut Nationalpark
Sächsische Schweiz ein normaler Zugang zum Klettergipfel und damit keine
Kernzonenverletzung. Der Abstieg durch diese Schlucht ist sehr nett, da hier
der Ausdruck Schlucht wirklich stimmt. Es stehen hohe Felswände an den
Seiten und der Pfad ist keine dieser Wanderrennstrecken. Fast an der Elbe
wieder angekommen erreicht man den Haldenweg und auf ihm geht es nach links
bis nach Rathen. Man
könnte zwar auch unten auf dem asphaltiertem Rad-/Wanderweg das letzte Stück
der Wanderung absolvieren, aber der Haldenweg macht einfach viel mehr Spaß.
In Rathen erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung.
Diese Wanderung hat mir leider überhaupt nicht gefallen, da ich mich in dem
eigentlichen Hauptstück, der Rahmhanke, einfach nur unwohl gefühlt habe. Die
Zeit unter den beiden Aussichten hatte ich immer die Befürchtung gehabt,
dass irgendein Müll von oben kommt und dann kann ich eine solche
Kletterpartie nicht genießen. Da es für die Bastei keine besucherfreie Zeit
mehr gibt, freue ich mich, dass ich die Strecke begangen bin, werde sie aber
ganz sicher nicht wiederholen.
Anfahrtsbeschreibung:
Mit der Buslinie R-243 von
Königstein nach Pirna oder mit der S-Bahn (S1 Dresden-Schöna) bis zur
Haltestelle Rathen.
Auto:
B172 von Pirna nach Königstein. Ca. 300 Meter hinter Struppen- Siedlung geht es nach links Richtung Struppen. Auf der Vorfahrtsstraße nach links und gleich wieder nach rechts in die Richtung Thürmsdorf/Weißig. Auf der Straße gerade aus, bis nach Rathen runter. In Rathen gibt es drei öffentliche Parkplätze. Der Parkplatz unten an der Fähre ist kostenpflichtig. Er ist der best ausgestatteter Parkplatz der Sächsischen Schweiz. Er besitzt als einziger Parkplatz eine genau Abrechnung der Parkplatzgebühr durch eine Ein- und Ausfahrschranke.
Empfohlener Parkplatz:
Rathen Elbeparkplatz
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,40 kByte
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