Reingrund

 

 

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Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden.

       
Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 3 Stunden ca. 11,5 Kilometer ca. 304 Meter nicht an langen Wochenenden
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
Die Bastei; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Rathener Gebiet Forstweg
Wanderweg

Beschreibung:

Nachdem ich innerhalb von kurzer Zeit mehrere Male angeschrieben worden bin, wo man denn in der Sächsischen Schweiz mit Kinderwagen wandern/spazieren gehen kann, fiel mir ein, dass auf der offiziellen Webseite des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) ein paar Empfehlungen zu Wanderungen mit Kinderwagen bzw. Rollstuhl zu lesen sind. Seltsamerweise nennt sich der Bereich beim Nationalpark "Barrierefrei" und hierunter werden auch die Radfahrer mit gerechnet.  Zum Beispiel der Weg von Stadt Wehlen hoch zur Bastei wird als Radweg geführt, ist aber unserer Erfahrung nach auch für Kinderwagenweg sehr gut geeignet. Hier kommt die passende Beschreibung für diese Kinderwagenwanderung.
Die Wanderung startet auf dem Parkplatz von Stadt Wehlen. Von hier müssen ein paar Meter auf der Zufahrtsstraße von Stadt Wehlen aufwärts gegangen werden, bis nach ¼ Kilometer der Wehlener Grund beginnt. Die ersten paar Meter durch den Grund mit dem riesigen Bachlauf sind noch unmarkiert, aber dann stößt die Wanderwegmarkierung roter Punkt in den Grund und auf dieser geht es ganz leicht ansteigend aufwärts. Der Weg durch den Wehlener Grund ist sehr einfach zu gehen bzw. mit einem Kinderwagen/Rollstuhl zu fahren und nach einem Kilometer passiert man auf der linken Wegseite eine Gedenktafel an den Erforscher der Gegend Friedrich Märkel. Als Herr Märkel vor mehr als 150 Jahren hier durch die tiefen Gründe gewandert ist, hat das Tal bestimmt noch viel verwunschener ausgesehen. Aber selbst heute sind die vielen unterschiedlichen Gründe westlich der Bastei noch in einem ganz besonderen urtümlichen Zustand. Je weiter man in den Gründen hoch steigt, desto enger und natürlicher wird die Umgebung.
Das kann man sehr schön an der Stelle mit der Gedenktafel feststellen. Bis hierher kann man noch von Zeit zu Zeit Fahrzeuge antreffen, die zu den wenigen Häusern oberhalb des Wehlener Grundes fahren. Danach ist der Grund bis zum Freundschaftsstein zwar immer noch befahrbar, aber nur vom Wirt und evtl. Lieferanten der Gaststätte Waldidylle. Die Gaststätte liegt im Uttewalder Grund kurz vor dem Felsentor, die aber beide auf dieser Wanderung nicht besucht werden, sondern die Wanderung biegt am Freundschaftsstein nach rechts ab. Der Name des jetzt beschrittenen Tales ändert sich in Zscherregrund und die Felsen stehen schon ziemlich nah beieinander. Durch den Grund schlängelt sich weiterhin ein schmaler Forstweg und genau dadurch wirkt die Schlucht noch viel interessanter. Auf der rechten Wegseite kann man unter einem Felsüberhang ein paar Inschriften entdecken. Zu allererst ist es ein relativ großer Vogel mit Trauben, dann ein nettes Herz mit der Jahreszahl 1950, aber die besonderste Inschrift dürfte die Jahreszahl 1792 sein. Diese Jahreszahl ist mit Schnörkeln umgeben, aber gemeiner Weise von einem B. Herman aus Bautzen überschrieben worden. Trotzdem ist die Jahreszahl noch ganz gut zu erkennen.
Auch wenn die Wanderwegmarkierungen bald den Grund verlassen, geht es unmarkiert weiter durch das sehr angenehme Tal, dessen Name sich schon wieder ändert. Bis zum nächsten Rechtsknick wird der Grund Kohlgrund genannt. Das letzte Stück dieses langgezogenen Grundes heißt dann Reingrund. Im Reingrund merkt man schon, dass die Ebene vor der Bastei fast erreicht ist und so stößt man auch bald auf den typischen Laubwald. Die Basteistraße muss für diese Wanderung nur überquert werden und auf der gegenüberliegenden Straßenseite erreicht man nach wenigen Metern die Wanderwegmarkierung gelber Strich . Auf diesem sehr bequemen Waldweg geht es nach rechts parallel zur Basteistraße weiter. Je länger man auf dem Waldweg unterwegs ist, desto größer werden die Besucherzahlen. Spätestens ab dem Basteiparkplatz ist die Ruhe der vorhergehenden Gründe vorbei, da die Basteibrücke und die tollen Aussichten ziemlich viele Besucher anlocken. Das letzte Stückchen der Wanderung bis zur ersten Basteiaussicht erfolgt auf der Fahrstraße, die aber in diesem Bereich höchstens noch vom Lieferverkehr und ein paar Gästen des Basteihotels befahren wird. Eine kleine Ausnahme können noch die Pferdegespanne sein, die die Gäste vom Parkplatz bis zum Hotel fahren.
Im Bereich der Bastei befinden sich drei Stellen, die sehr gut mit einem Kinderwagen/Rollstuhl erreicht werden können. Zu allererst sind es die Restaurants für das leibliche Wohl, dann die Informationsstelle des Malerweges im Schweizerhaus (rechts neben dem Hotel) und der wichtigste Punkt ist natürlich die Basteiaussicht. Auf dem ersten Aussichtspunkt hinter dem Restaurantkomplex kann es sich schon mal ziemlich knubbeln, aber die Aussicht ins Elbtal ist auch wirklich imposant. Leider ist die Basteibrücke durch einige Stufen für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer nur sehr schwer zu erreichen. Was mich aber tatsächlich auf dieser Wanderung überrascht hat ist, dass die Bastei tatsächlich über einen super angenehmen Weg aus dem Elbtal heraus zu erreichen ist. Bis zu diesem Wanderzeitpunkt kannte ich nur die Treppen- oder sehr steilen Aufstiege von Rathen bzw. Wehlen hoch zur Bastei. Oben an der Bastei sieht man schon häufiger "Gehandicapte", die aber den Parkplatz als Startpunkt gewählt haben. Diese Form des Besuches der Bastei ist dann mehr ein Spaziergang oder Ausflug, aber keine Wanderung und das war schließlich das Ziel dieser Runde.
Um wieder zurück zum Ausgangspunkt zu kommen, geht es jetzt auf genau dem selben Weg wieder zurück. Dazu wird also der Bereich der Bastei über die ersten Meter der Basteistraße verlassen. Noch vor dem ersten Parkplatz auf der rechten Seite verlässt die Wanderung die Fahrstraße und es geht über den Waldweg mit der gelben Wanderwegmarkierung weiter. Die Wanderung folgt dem Waldweg und umrundet die Parkplätze. Erst die zweite Möglichkeit hinter den Parkplätzen verlässt die Wanderung den markierten Waldweg und es geht nach links, um die Basteistraße ein letztes Mal zu überqueren. Jetzt geht es wieder durch die Kette an Gründen abwärts. Diesmal ist die Reihenfolge natürlich anders herum. Zuerst kommt der Reingrund, dann der Kohlgrund und der Zscherregrund. Noch bevor man den Freundschaftsstein erreicht, aber nachdem die rote Wanderwegmarkierung wieder in den Grund stößt, kann man auf der linken Wegseite einen Strudeltopf im Bachlauf entdecken. Wenn man dieses Loch nur so neben dem Weg sieht, dann ist eher die Vermutung, dass hier irgendeine große Maschine ein Loch gebohrt hat. Dass die Natur so ein rundes Loch und dann auch noch so tief hin bekommt, das ist nur schwer vorzustellen.
Hinter dem Freundschaftsstein geht es auf das letzte Stückchen durch den Wehlener Grund. Auch wenn es sich bei dieser Runde schon um eine relativ große Wanderung, zumindest für eine Kinderwagen-/Rollstuhlwanderung, handelt, so ist dieses letzte Stück ungewöhnlich schnell erledigt und der Ausgangspunkt ist wieder erreicht. Ich kann sagen, dass der Nationalpark vollkommen recht hat, dass man diese Runde sehr gut mit dem Fahrrad unternehmen kann. Wir können uns außerdem gut vorstellen, dass man diese Runde mit einem Kinderwagen absolvieren kann. Leider können wir nicht beurteilen, ob die Runde auch für Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe möglich ist. Von der Wegbeschaffenheit sollte die Strecke funktionieren, aber der Anstieg hoch zur Bastei verläuft doch über so einige Kilometer und hier weiß ich leider nicht, wie stark die Armmuskulatur eines Rollstuhlfahrers ist. Vermutlich dürfte das Leistungsspektrum aber auch sehr unterschiedlich ausfallen. Auf jeden Fall ist der Weg durch die vielen unterschiedlichen Gründe und die dann erarbeitete Basteiaussicht ziemlich schön und die Mühe lohnt sich auf jeden Fall.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Die Stadt Wehlen hat einen eigenen Bahnhof, an dem die S-Bahnlinie von Dresden nach Bad Schandau anhält.
Auto:
Von Bad Schandau immer in die Richtung Bastei, an der Bastei vorbei Richtung Lohmen, vor der Stadt Lohmen links Richtung Dorf Wehlen/Stadt Wehlen. In Stadt Wehlen den Parkplatzschildern folgen. Empfohlener Parkplatz: Wehlen Elbe - Stadt Wehlen ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 2 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
1,70 kByte

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