Start der Wanderung ist der riesige Parkplatz
unterhalb von Stolpen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann ist der
Parkplatz mit Burg Stolpen ausgeschildert. Gleich an dem Parkplatz verläuft
auf der linken Seite der grün markierte Wanderweg
. Auf diesem Weg wandert man von der Stadt weg in die Richtung der Wesenitz. Zum Anfang geht es durch einen sehr schönen Hohlweg über ein paar
Felder. Normalerweise sehen Feldwege immer ziemlich gleich langweilig aus,
aber in diesem Fall stehen ein paar Bäume und Sträucher links und rechts des
Weges und damit hat der Weg seine ganz besondere eigene Charakteristik. Der
Weg macht nach einem ¾ Kilometer einen Linksknick und führt dann an einem
romantischen Teich vorbei. Nach wenigen Metern erreicht man den Bach Wesenitz. Eine Informationstafel erklärt folgendes zu dem Bach:
Die Wesenitz entspringt in 515 m über NN am Südosthang des
Valtenberges und mündet nach einem Lauf von 71 km bei Pratzschwitz in
die Elbe. Sie hat ein Wassereinzugsgebiet von 270 km². Ihren Namen
erhielt sie vom slawischen Wort "Wjazonica", was Ulmenbach bedeutet. Ihr
Name wird schon in der Oberlausitzer Grenzurkunde von 1241 genannt, denn
sie bildete teilweise die Grenze zwischen dem Bistum Meißen und der
damals böhmischen Oberlausitz. Die Wasserkraft der Wesenitz und ihrer
Zuflüsse nutzten nicht weniger als 110 Mühlen, Sägewerke und Schleifen.
Im Park von Dittersbach durchbricht die Wesenitz die Lausitzer
Überschiebung und bildet dann einige Engtäler (Klammen). An der Wesenitz
ist der Schlitzblättrige Sonnenhut (Rudbeckia laciniata) heimisch
geworden. Er wird auch als Wesenitzblume bezeichnet.
Die erste von den gerade erwähnten Mühlen erreicht man auf dem Weg bachaufwärts.
Es ist die Stadtmühle, oder eher die Ruine der Stadtmühle. Sehr interessant
ist der riesige, kugelförmige Behälter vor dem Grundstück.
Diese 11,5 m³
große Murmel war früher an zwei Seite gelagert und wurde durch Wasserkraft
gedreht. In ihr wurde Gewebe bei der Tuchproduktion gewalkt. Durch
diesen Arbeitsschritt soll das Tuch dichter und geschmeidiger gemacht worden
sein. Nach dieser ersten Mühle auf der Wanderung geht es weiterhin den Bach
aufwärts. 1,3 Kilometer hinter der Stadt- bzw. Walkmühle erreicht man den
nächsten Komplex mit dem Namen Buschmühle. An
dieser alten Mühle kann man heutzutage nur noch das alte Stauwehr erkennen. Zu
DDR-Zeiten ist hier ein Ferienheim untergebracht gewesen, aber heutzutage
ist es nur noch ein Gebäudekomplex im Dornröschenschlaf.
Hinter der Buschmühle verlässt die Wanderung den grün markierten Weg nach
rechts den Berg hoch. Der Aufstieg erfolgt auf einem asphaltierten Weg mit
einer angenehmen Steigung. Im ersten Teil des Aufstieges befindet sich links
des Weges die Gaststätte Waldhaus, die aber im Herbst 2006 nur
Freitagnachmittag und am Wochenende geöffnet hat.
Der Weg erreicht nach dem
Aufstieg den Waldrand und es geht über einen asphaltierten Feldweg weiter.
Von diesem Weg hätte man einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt Stolpen
mit ihrer Burg, wäre da nicht diese Hochspannungsleitung, die quer über das
Feld verläuft. An den nächsten beiden Kreuzungen geht es beide Male nach
rechts auf Stolpen zu. Leider ist dieser blau markierte Wanderweg
eine Fahrstraße zwischen Stolpen und der Ortschaft Lauterbach und deshalb
nicht gerade der perfekte Wanderweg, aber einen anderen habe ich nicht
gefunden. Man erreicht die Stadt Stolpen an dem zweiten großen Parkplatz, an
dem eine Informationstafel zum
Befreiungskrieg von 1813 steht.
Von dem Parkplatz geht es die letzten paar
Höhenmeter bis zur Burg hoch. Eine Besichtigung der Burganlage würde ich
sehr empfehlen, was die Wanderung aber mindestens um eine Stunde verlängert. Die Burg Stolpen ist aber sehr gut erhalten und bietet einen wunderbaren
Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Von der Burg geht es quer über den
Marktplatz der schon bekannten grünen Wanderwegmarkierung
hinterher bis zum Ausgangspunkt.
Das erste Stück der Wanderung durch das Wesenitztal und die Burg Stolpen hat
mir sehr gut gefallen. Leider war das Teilstück über die Fahrstraße zwischen
Lauterbach und Stolpen nicht so toll und deshalb kann ich diese Wanderung
nicht uneingeschränkt empfehlen. Ich werde mich aber bemühen, aus diesen beiden
schönen Teilstücken in Zukunft eine schönere Strecke zusammen zu basteln.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Stolpen hat tatsächlich einen eigenen Bahnhof und der ist mit der
Regionalbahn aus Pirna oder Bad Schandau zu erreichen.
Auto:
Der beste Weg ist, wenn man aus der Richtung Pirna kommt, gleich in Pirna über die neue Elbe Brücke zu fahren und dann auf der S164 der Ausschilderung Stolpen zu folgen. Aus Bad Schandau kommend ist der beste Weg zuerst in die Richtung Hohnstein und kurz vor dem Ende von Bad Schandau/Porschdorf auf der S163 in die ausgeschilderte Richtung Stolpen zu fahren. Der Parkplatz ist mit Burg Stolpen beschildert.
Empfohlener Parkplatz:
Stolpen Burg
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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