Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass mich
jemand von der Stolpener Brettmühle angeschrieben hatte. Er war darüber
überrascht, dass ich bei meiner
Mühlentour an der Wesenitz die Brettmühle nicht mehr als Mühle
erkannt habe. Da es mir ziemlich peinlich ist, wenn ich in
einer Wanderbeschreibung jemandes Hobby/Aufgabe/Lebenswerk so
missachte bzw. falsch beschreibe, musste die Mühle doch gleich noch mal besichtigt werden. Und
bevor dann wieder irgendjemand sagt, auf der anderen Seite von Stolpen sind
aber auch noch Mühlen: hier handelt es sich um eine kleine Wanderung zu den
nördlichen Mühlen. Der Startpunkt liegt am großen Parkplatz von
Stolpen.
Ausgeschildert ist der Parkplatz mit Burg Stolpen. Ich bin davon immer ein
wenig irritiert, da ich glaube, dass der andere große Parkplatz von Stolpen näher
an der Burg ist, zumindest näher am Eingang der Burg, aber so ist es halt
festgelegt. Die Wanderung führt auf der grünen Wanderwegmarkierung
den Hang hinunter. Schon nach wenigen Metern außerhalb des bewohnten
Gebietes geht der Wanderweg in einen sehr schönen Feldweg über.
Links und
rechts stehen ein paar Bäume und dadurch, dass der Weg ein bisschen tiefer
liegt, macht er den Eindruck eines geschützten Hohlweges. Wenn man nach
links über das Feld blickt, kann man schon den Gebäudekomplex der Brettmühle
sehen. Nach einem ¾
Kilometer biegt der markierte Wanderweg nach links ab und umrundet einen
idyllisch gelegenen Teich. Die Wanderung folgt weiterhin dem markierten Weg
und nach ½ Kilometer erreicht man die Wesenitz. Auch wenn die
Wanderung ab hier nach links der Wesenitz folgen soll, so sollte man noch
kurz nach rechts ein paar Meter die Straße bis zur Walkmühle hoch gehen. Die
Walkmühle wird auch
Stolpener Stadtmühle genannt. Rechts neben der
Hofeinfahrt liegt noch ein riesiger Trog/Trommel, in dem früher die
Walkarbeiten durchgeführt wurden. Jetzt geht die Wanderung auf der besagten
Straße dem Bachlauf hinterher. Auf der rechten Wegseite steht in einem
ziemlich großen Grundstück ein neu gebautes Wohnhaus mit einer gläsernen
Hauswand. Jedes Mal, wenn ich dieses Haus sehe, freue ich mich über solch
einen mutigen Entwurf. Der Ausblick aus diesem riesigen Fenster muss meiner
Vorstellung nach fantastisch sein. Noch besser müsste dieses
Fenster wirken, wenn das Haus irgendwo auf einem Berg bzw. an einem Hang
stehen würde, aber alles kann man ja auch nicht haben. Nach ¼
Kilometer auf der Wesenitztalstraße stößt die gelbe Wanderwegmarkierung
mit auf den Weg. Dieser Markierung folgt man. Nach etwas mehr als 100 Metern
biegt der markierte Wanderweg nach rechts von der Straße ab und man folgt
der Markierung weiter. Die Wanderung verläuft ungefähr ½ Kilometer
über Felder, bis wieder eine Dorfstraße erreicht wird. Hier verlässt man den
markierten Wanderweg und geht nach links auf der Hauptstraße wieder nach Neudörfel hinein. An der nächsten Kreuzung passiert man ein
Weltkriegsdenkmal, aber hier geht es erstmal geradeaus. Auf der rechten
Straßenseite befindet sich das
Naturdenkmal
"Rennersdorfer Findlingsgruppe".
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite
befindet sich an der Wesenitz die Hofemühle und ein paar Meter geradeaus
das riesige Anwesen des Kammerguts. Dieses gewaltige Herrenhaus stammt aus
dem Jahre 1742 und macht leider heutzutage einen wirklich traurigen
Eindruck. Zum Teil sind die Fenster und das Dach löchrig, der Putz bröselt
ab und ist gleich an mehreren Stellen erschreckend feucht, und am ehemaligen
Stallgebäude ist das Dach großflächig eingestürzt. Hoffentlich nimmt sich
noch irgendjemand dieses eigentlich schönen Gebäudekomplexes an.
Die Wanderung geht wieder ein kleines Stück auf der bekannten Straße (Alte
Hauptstraße) zurück, bis man das Weltkriegsdenkmal erreicht. Hier zweigt die
schon bekannte Wesenitztalstraße ab und ihr folgt man jetzt nach rechts.
Damit die Wanderung nicht wieder auf dem gleichen Weg zurück geht, biegt man
nach ca. 300 Metern nach recht auf den Mühlenweg ab. Hier kann man schon die Brettmühle
vor sich sehen. Zuerst muss noch die Wesenitz über eine Brücke überquert werden, und dann sieht man gleich mehrere Gebäude der Brettmühle.
Auf der linken Wegseite steht das Wohnhaus und rechts ist das eigentliche
Mühlhaus zu sehen. Warum auch immer ich bei meiner ersten Wanderung die
Mühle nicht als solche erkannt habe, ist mir heute ein Rätsel. Man kann
deutlich das Mühlengebäude mit dem Turm drauf erkennen. Hier ist früher die
Mahlmühle gewesen und im rechten Teil des Gebäudes ist die Sägemühle. Das
Sägegatter ist heutzutage wieder in Betrieb und durch die Bäumstämme und
Bretter davor auch wirklich kaum zu übersehen. Hier muss ich einfach Knöpfe
auf den Augen gehabt haben.
Die Wanderung führt durch diesen gut gepflegten
Gebäudekomplex und auf der Rückseite geht es über den Kirchsteig auf Stolpen
zu. Dieser asphaltierte Weg führt zwischen Feldern hindurch, bis man kurz unterhalb des Parkplatzes
wieder auf den bekannten Weg stößt. Damit man bei
der Wanderung auch noch ein bisschen vom eigentlichen Stolpen sieht, bietet
sich ein Abstecher auf die Burg Stolpen an. Einerseits könnte man jetzt
langweilig auf Stolpen bzw. den Berg von Stolpen zuwandern, andererseits
kann man nach links quer durch die Kleingartenanlage gehen.
Dieser fast
schnurgerade Weg endet auf der großen Schützenhausstraße, die man aber auch
nur überqueren muss, um dann auf der gegenüberliegenden Christian-Gercken-Straße weiter in die Richtung der Burg zu wandern. Die
Burg Stolpen (www.burg-stolpen.org)
ist ziemlich einfach zu finden und ein Abstecher ist immer lohnenswert. Was
bei dieser Burg ganz besonders hervorzuheben ist, sind die Basaltsäulen, auf
der die Burg gebaut worden ist, die Geschichte der Gräfin Cosel und die
unbeschreibliche Aussicht. Nach diesem Abstecher geht es quer durch Stolpen. Dabei überquert man den sehr ordentlich
hergerichteten Markplatz mit seiner Postsäule. Die letzten paar Meter gehen
nach links den Markplatz herunter und dann muss wieder die Schützenstraße
überquert werden. Damit ist eine nette kleine Runde in die Vergangenheit von
Stolpen beendet und ich habe auf jeden Fall festgestellt, dass die
Brettmühle doch noch ganz deutlich als Mühle zu erkennen ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Stolpen hat tatsächlich einen eigenen Bahnhof und der ist mit der
Regionalbahn aus Pirna oder Bad Schandau zu erreichen.
Auto:
Der beste Weg ist, wenn man aus der Richtung Pirna kommt, gleich in Pirna über die neue Elbe Brücke zu fahren und dann auf der S164 der Ausschilderung Stolpen zu folgen. Aus Bad Schandau kommend ist der beste Weg zuerst in die Richtung Hohnstein und kurz vor dem Ende von Bad Schandau/Porschdorf auf der S163 in die ausgeschilderte Richtung Stolpen zu fahren. Der Parkplatz ist mit Burg Stolpen beschildert.
Empfohlener Parkplatz:
Stolpen Burg
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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