Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass
mich innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Leser gefragt haben, wo man in der
Sächsischen Schweiz mit Kinderwagen spazieren/wandern gehen könnte. Tja,
spontan fiel mir nur die Brandstraße ein, aber ehrlich gesagt habe ich
auch noch nie darauf geachtet, welche Wege für Kinderwagen bzw.
Rollstühle geeignet wären. So etwas muss natürlich geändert werden
und so gingen wir nachsehen, ob eine Wanderung in den Uttewalder
Grund mit einem Kinderwagen möglich wäre.
Den Startpunkt haben wir auf den großen Parkplatz von Stadt Wehlen gelegt.
Von hier geht es zuerst einmal auf den Marktplatz, um diesen schönen Platz mit seiner großen Kirche zu
erkunden. Von der Kirche aus gesehen,
startet die eigentliche Wanderung in der hinteren rechten Ecke des
Marktplatzes. Hier sind der Malerweg und die Wanderwegmarkierung roter Punkt
ausgeschildert. Zuerst führt die Wanderung leicht ansteigend über den
Basteiweg, bis der Wehlener Grund erreicht ist. Der Wehlener Grund ist überraschend breit und stabil
ausgebaut, was aber einfach nur daran liegt, dass ein paar wenige Anwohner
diesen Weg als Zufahrt zu ihrem Grundstück benutzen dürfen. Nach ½
Kilometer biegt der Malerweg nach links ab und verläuft dann auf der anderen
Seite des Bachbettes. Dieser Pfad ist mit einem Kinderwagen nur sehr
begrenzt begehbar und es ist viel angenehmer, weiterhin auf der rechten
Bachseite (von unten gesehen) weiter zu wandern. Nach einem weiteren ½
Kilometer passiert man eine uralte (von 1860) Gedenktafel an Friedrich Märkel.
Wenn denn der Zwerg im Kinderwagen schon etwas größer ist, dann kann man
hier für einen kurzen Besuch nach links in den Teufelsgrund und gleich
nochmal nach links in die Teufelsschlüchte abbiegen und die
Heringshöhle besuchen.
Ab der Gedenktafel wird der Weg ein bisschen hubbeliger, da die Zufahrt zu
den Häusern nach rechts abgebogen ist, aber der Weg ist mit einem normalen
Kinderwagen noch immer sehr gut zu absolvieren.
Nach ein paar Metern
erreicht man den Freundschaftsstein auf der rechten Wegseite. Diese
Felsmurmel trägt ein paar Inschriften und Symbole und mindestens die beiden
Jahreszahlen 1983 und 1839. Wenn man sich die beiden Jahreszahlen ansieht,
dann stellt man fest, dass beide die gleichen Ziffern enthalten, aber in
anderer Reihenfolge. Sollte das Zufall sein?
Wenn man jetzt auf der grünen
Wanderwegmarkierung
nach links weiter wandert,
sieht man rechts
oberhalb des Weges einen Felsen bzw. eine Felsöffnung, die stark rot
schimmert. Schon ist die sogenannte Teufelsküche erreicht. Ab dem
Freundschaftsstein hat sich der Name des Grundes in Uttewalder Grund
geändert, da halt jede Ortschaft ihren Grund haben möchte.
Nach mal wieder
½ Kilometer erreicht man die Gaststätte Waldidylle und damit weiß man
auch, warum der Grund immer noch so gut mit dem Kinderwagen zu passieren
ist. Durch den Grund fahren die Gastwirte und die Lieferfahrzeuge der
Gaststätte. Wer jetzt schon vom Schieben geschafft ist, kann hier zu sehr
angenehmen Preisen einkehren.
Auch wenn die letzten paar Meter (300 Meter) bis zum Uttewalder Felsentor
von keinem Fahrzeug befahren werden, so ist der Zugang mit dem Kinderwagen
noch ganz gut zu bewältigen.
Damit hat man dann ein sehr häufig gemaltes
Felsentor erreicht. Eigentlich müsste man von drei Felsentoren sprechen, da
hier tatsächlich drei Felsen in die enge Schlucht des Uttewalder Grundes
gefallen sind und jetzt drei hintereinander liegende Felsentore bilden. Ein
paar Meter vor dem Felsentor wird der Weg aber so matschig und
uneben, dass leider eine Weiterfahrt nicht möglich ist. Eigentlich ziemlich
schade, da der Uttewalder Grund auch hinter dem Felsentor noch sehr schön
und imposant ist. Hier heißt es also kehrt um machen und den gleichen Weg
bis zum Ausgangspunkt zurück wandern. Netterweise geht es jetzt aber die ganze
Zeit mit einem leichten Gefälle bergab, sodass der Weg zurück zum Ausgangspunkt noch
leichter fällt als der Hinweg.
Es gibt eine Vielzahl an Besuchern in der Sächsischen Schweiz, die genau
über solche Wege einmal zu einem Ziel hin- und dann wieder zurück wandern.
Ich mag normalerweise solche Strecken nicht so richtig, aber wenn man denn
mit einem Kinderwagen unterwegs ist, dann sind manchmal schon Kompromisse
notwendig. Da der Weg durch die beiden Gründe (Wehlener und Uttewalder
Grund) sehr schön ist und dazu sehr einfach zu gehen, kann die Wanderung
doch empfohlen werden.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Die Stadt Wehlen hat einen eigenen Bahnhof, an dem die S-Bahnlinie von
Dresden nach Bad Schandau anhält.
Auto:
Von Bad Schandau immer in die Richtung Bastei, an der Bastei vorbei Richtung Lohmen, vor der Stadt Lohmen links Richtung Dorf Wehlen/Stadt Wehlen. In Stadt Wehlen den Parkplatzschildern folgen.
Empfohlener Parkplatz:
Wehlen Elbe - Stadt Wehlen
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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