Wartturm

 
 

 

 

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Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden.

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 2,5 Stunden ca. 3,5 Kilometer ca. 226 Meter nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
Kletterabschnitte
festes Schuhwerk
Die Bastei; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Rathener Gebiet Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
Klettern

Beschreibung:

Den Wartturm haben vermutlich schon hunderttausende Besucher der Bastei bestaunt, aber nur sehr wenige, zumindest im Verhältnis zu den Besucherzahlen der Bastei, sind auch schon bis zum Fuß dieses Felsens vorgedrungen. Zu diesen wenigen Besuchern wollten wir auch zählen und deshalb ging es los.
Der Startpunkt der Wanderung liegt auf dem vorderen Parkplatz der Bastei und damit sollte sich jeder bewusst sein, dass diese kleine Wanderung nur empfehlenswert ist, wenn man noch auf dem vorderen Parkplatz einen Stellplatz findet. Wer schon auf den Parkplatz an der Zufahrt geleitet wird, sollte resistent gegen größere Menschenmassen sein oder diese Menschenmengen einfach ausblenden können. Gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlässt die Wanderung erstmals die Besuchermassen und es geht auf einem kleineren Pfad quer durch den Wald, bis man auf den markierten Wanderweg mit dem Namen Fremdenweg stößt. Diesem breiten Waldweg geht es nach links hinterher, bis nach rechts ein weiterer breiter Weg abzweigt. Dieser Weg ist normalerweise mit einer Schranke versperrt, aber nur, damit die Besuchermassen sich nicht verirren und in geregelte Bahnen gelenkt werden. Der Weg ist mit dicken Betonplatten ausgelegt und den Grund dafür kann man schon nach wenigen Metern (ca. 300 Meter) Abstieg erkennen. Hier steht ein riesiger Zylinder, der anscheinend das Abwasser der Bastei-Gebäude auffängt, welches dann per LKW abtransportiert wird. An dem Ding wandert man rechts dran vorbei und gleich dahinter steigt der Pfad über ein paar Treppen vom Felsen ab. Es sind nur ein paar wenige Stufen und schon steht man auf der Rückseite, oder ist es die Vorderseite, des Wartturms. Na, das war ein wirklich einfacher Zugang. Die Aussicht neben dem Wartturm ist wirklich gigantisch. Von hier kann man genauso gut wie von der Bastei-Aussicht oben runter ins Elbetal sehen, nur dass hier normalerweise eine wunderbare Ruhe und kein Gedrängel herrscht. Wenn man links um den Felsen herum blickt, sieht man deutlich die helle Seite, an welcher der Felsen auseinander gebrochen ist. Dieser Felssturz ist am 22. November 2000 passiert und hat 1/3 des Felsen ins Elbetal bzw. auf die Ebene der Steinbrüche geworfen. Dabei sind immerhin 450 m³ Felsen mit einem Gewicht von ca. 800 Tonnen in die Tiefe gestürzt. Da der Felsen über 100 Meter nach unten gestürzt ist, hat das ganz bestimmt gut gescheppert und das könnte auch sehr gut erklären, dass außer einem Sandhaufen nichts davon übrig geblieben ist. Damals wurde davon berichtet, dass in der Bergsteigerhütte gleich neben der Einschlagstelle ein Bergsteiger übernachtet hatte. Ich schätze mal, dass der Mann in dieser Nacht vor lauter Adrenalin nur noch schwer Schlaf gefunden hat. Die Abbruchstelle kann man vom Felsfuß nur relativ schwer überblicken, da es eigentlich nur eine riesige helle Felswand ist. Im späteren Teil der Wanderung wird man den Wartturm besser sehen können.
Bevor die Wanderung in westliche Richtung weiter geht, bietet sich ein kurzer Abstecher zur Vehmhöhle an. Dazu umrundet man den Wartturm und geht am Felsfuß in Richtung der Bastei. Der Pfad ist ziemlich einfach zu finden. In der hintersten Ecke des Grundes, unterhalb des Basteihotels, befindet sich die Vehmhöhle, eine langgestreckte Klufthöhle. Der Grund unterhalb des Basteihotels wird Hängetales Hoffkluns oder Eisenbahngründel genannt. Die Vehmhöhle ist insgesamt 18 Meter lang und hat die größte Inschriftenwand aller sächsischen Höhlen. Auf der Felswand sind einige uralte Jahreszahlen, z.B. 1813, 1706 und 1836 zu lesen. Außer den Jahreszahlen und Namenskürzeln sind aber auch noch ein paar Bilder mit Tieren, Menschen und ein Schiff zu erkennen. Nach diesem kleinen Zwischenstopp muss man erst wieder zum Wartturm zurück, um dann den nächsten Abschnitt der Wanderung zu absolvieren.
Jetzt geht die Wanderung mit ein paar kleineren Kletterpartien an der Felskante entlang. Mal muss eine hölzerne Treppe hoch gestiegen, dann wieder an einer Felskante entlang gewandert werden und auch eine Felsspalte muss man hochklettern. Also viel aufregender als nur eine langweilige Strecke über einen gut ausgebauten Waldweg. Auf dem Pfad können einem schon so einige Kletterer auf dem Weg zu ihren Kletterfelsen begegnen, aber eigentlich sollte jeder Wanderer mit dieser Form an Besucher der Sächsischen Schweiz gut auskommen. Die Art des Pfades hat nichts mit dem Klettern von richtigen Kletterern zu tun. Das kann man ganz gut daran erkennen, dass meine 6jährige Tochter die gesamte Strecke alleine absolviert hat. Na gut, die Mami war nicht dabei, aber deren Anwesenheit wäre vermutlich für diese Wanderung auch wirklich störend gewesen ("Komm an meine Hand, geh nicht so nah an der Kante, guck, wo du lang läufst, ich kann das nicht sehen ...") (Anm. d. Mami: Ich glaube, ich wäre um Jahre gealtert, wäre ich dabei gewesen oder hätte ich auch nur gewusst, wo die beiden sind. Ich dachte an diesem Tag, sie wären im Labyrinth...). Nach diesem sehr netten Teilstück erreicht man den Hirschgrund, den es jetzt wieder bergauf geht. Der Aufstieg ist mehr ein Wandern mit ein paar kleineren Hindernissen als eine Kletterpassage. Trotzdem muss man mit diesem Aufstieg insgesamt 120 Höhenmeter überbrücken, um dann wieder auf den schon bekannten Fremdenweg zu stoßen. Dieser Weg ist mit der roten Wanderwegmarkierung gekennzeichnet, aber eigentlich braucht man hier oben für die kurze Strecke nach rechts keine besondere Markierung, da es sehr einfach ist, das nächste Ziel der Wanderung zu finden: die Bastei-Aussicht. Zuallererst erreicht man die asphaltierte Zufahrtsstraße. Hier nehmen die Besucherzahlen dann schon sprungartig zu. Was mich an der Bastei bzw. der Aussicht immer wieder erfreut ist, dass man normalerweise keine grölenden Betrunkenen oder lärmenden Schulklassen trifft. Fast immer stehen alle nur andächtig an der Aussicht und staunen über den wunderbaren Blick ins Elbetal. Die schönste Aussicht liegt gleich hinter der Restaurantterrasse. Hier kann man auch ganz hervorragend auf den Wartturm hinunter blicken. Falls man denn doch bei schönerem Wetter oder an einem langen Wochenende auf die Bastei gezogen ist, dann sieht man auf der linken Seite vor Rathen die beiden Elbefähren Besuchermassen über die Elbe schippern. Zurück geht es auf dem gleichen Weg bis zum Parkplatz. Noch eine kleine Attraktion am Wegesrand ist die Ausstellung zum Malerweg im Schweizerhaus. Wir hatten unsere Wanderung auf ein gut besuchtes Wochenende gelegt und waren dann vollkommen überrascht, keinen einzigen Besucher in der Gemäldeausstellung anzutreffen. Zu finden ist die Ausstellung bzw. das Schweizerhaus zwischen dem Hotelkomplex und dem rechten Restaurant. Man kann über die Terrasse des Restaurants gehen und gleich neben den Sitzplätzen ist eine separate Türe für diese kostenlose(!) Dauerausstellung.
Damit ist eine sehr nette Wanderung zu Ende gegangen, die so einige ungewöhnliche Passagen beinhaltete und mal ganz andere Perspektiven vom Gebiet der Bastei lieferte.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit dem Bus R-237.
Auto:
In Pirna auf die rechte Elbeseite wechseln und dann über die Basteistraße (S167/S164) nach Lohmen. Hinter Lohmen auf der S165 weiter in die Richtung Hohnstein. Spätestens ab dort ist die Bastei perfekt ausgeschildert. Empfohlener Parkplatz: Bastei ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
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