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Zur Zeit kann der Steinbruchpfad im Bereich des Atelier Cassel
bis zur Himmelsleiter am ehem. Fährhaus Zeichen, aus verkehrs-
sicherungstechnischen und eigentumsrechtlichen Gründen
nur im Rahmen einer Führung begangen werden. |
Auf die Idee des Wehlener Steinbruchpfades hat
mich die Sendung Biwak (www.mdr.de)
im Oktober 2005 gebracht. In der Sendung wurde einigermaßen ausführlich über
die Steinbrüche von Wehlen berichtet. Ich hatte die Befürchtung, dass durch
diesen Bericht ganze Horden an Wanderern auf dem Pfad unterwegs wären, aber
zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht bestätigt und so bin ich mit
meiner großen Tochter auf einem sehr interessanten Weg unterwegs gewesen.
Eigentlich wollte ich auf dem großen Parkplatz von Stadt Wehlen parken, aber
leider war dieser bis auf die letzte Lücke voll und deshalb habe ich den
Parkplatz oberhalb von Stadt Wehlen (also zwischen Stadt und Dorf Wehlen)
ausprobiert. Dieser Parkplatz ist für diese Wanderung sehr empfehlenswert,
da es ganz bestimmt immer einen freien Platz gibt und außerdem viel billiger
ist. Von dem Parkplatz geht es auf der Straße in die Siedlung hinein. Der
Weg verläuft auf den ersten paar Metern noch fast horizontal, geht aber dann
runter ins Elbetal. Die Wanderwegmarkierung für das Teilstück vom Parkplatz
bis zum Marktplatz von Stadt Wehlen ist der rote Strich
.
Bei dem Abstieg runter nach Stadt Wehlen, hat man gleich an mehreren Stellen
einen schönen Ausblick über das Städtchen.
Unten in Stadt Wehlen angekommen, geht es gleich im spitzen Winkel auf der
Pirnaer Straße wieder zurück. Der Weg ist auch gleichzeitig der Elberadweg
und mit dem roten Punkt
markiert. Ungefähr nach einem halben Kilometer hat man das Ende der
Ortschaft erreicht und die Möglichkeit einen erstklassigen Blick über die
Elbe zu erhaschen. Da die Elbe sich vor Wehlen durch die Sandsteine
schlängelt, bietet sich ein fantastischer Blick über die Elbe in die
Richtung Wehlen. Hinter dem letzten Haus auf der rechten Seite biegt ein
unscheinbarer Weg ab. Ausgeschildert ist der Aufgang zur Wilkeaussicht, Dorf
Wehlen und die kleine Sächsische Schweiz. Am ersten Baum auf der linken
Seite befindet sich der erste unscheinbare Hinweis auf den Wehlener
Steinbruchpfad, ein symbolisierter Mühlstein.
 Der Weg führt in einem kleinen Zickzack den Hang hinauf, um nach dem kleinen
Aufstieg zur Wilke- Aussicht zu gelangen. Von der Wilke- Aussicht hat man
einen fantastischen Blick nach Stadt Wehlen mit den "Weißen Brüchen" und dem
Basteigebirge. Wenn man über die Elbe blickt, sieht man ganz hervorragend
das neu hergerichtete Erlebnisbad von Wehlen und den Rauenstein. Der Pfad
geht weiter am Hang entlang. Zwischendurch sollte man gut auf die
Einsturzlöcher der Schwedenhöhle achten. Die Spalten sehen sehr unscheinbar
aus, sind aber ziemlich tief und es macht bestimmt keinen Spaß in ihnen zu
verschwinden. Die Schwedenhöhle ist eine tektonische Klufthöhle, die ihren
Namen dadurch erhalten hat, dass sich die Bewohner der umliegenden Häuser in
der Höhle vor Schwedischen Kriegern versteckt haben sollen. Heutzutage sieht
die Höhle zwar nicht mehr so groß aus, aber zum Reinfallen reicht sie dicke.
Nach wieder ein paar Metern erreicht man das Gelände "Technisches Denkmal
Sammlung zur Steinbruchgeschichte >>Alte Steinsäge<<". In dem Bereich hat
sich im Ursprung das Gebäude und die Handlingsgeräte der alten Steinsäge
befunden. Heutzutage kann man noch sehr viele Spuren entdecken und durch die
fleißige Arbeit von Andreas Bartsch (www.steinbruchfuehrungen.de)
sind noch einige Relikte aus den alten Steinbruchzeiten zusammen getragen
worden. Beeindruckend ist, welche schweren Transportmittel notwendig waren,
um die Felsblöcke zu bewegen. Die kleine Ausstellung ist sehr interessant
und man sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen die Ausstellungsstücken
zu betrachten.
 Nachdem man im Bereich der Alten Steinsäge Eindrücke von Steinbrüchen in
weit vergangenen Zeiten aufnehmen kann, gibt es auf dem weiteren Weg die
Möglichkeit die Gegenwart eines Steinbruches zu sehen. Nach ein paar Metern
auf dem Steinbruchpfad erreicht man die Zufahrt zum Wehlener Steinbruch. Ich
bin mir nicht so ganz sicher, ob man auf das Gelände darf. Auf jeden Fall
weißt am Eingang ein Schild darauf hin, dass man sich bei Hupsignalen in
Deckung bringen soll. Im Oktober 2005 brauchte wir uns dazu keine Gedanken
machen, da eine ganze Ansammlung Steinmetze/Künstler im Steinbruch damit
beschäftigt ungewöhnliche Skulpturen herzustellen.
Der Steinbruchweg verläuft an dem Hang entlang und ist weiterhin ganz
hervorragend mit dem kleinen Symbol des Steinbruchweges gekennzeichnet. An
einigen Stellen kann man die alten "Hausnummer" der einzelnen Steinbrüche
entdecken. Wenn ich diese Nummern richtig verstanden habe, dann ist mit
ihnen auch markiert, von wo, bis wo die einzelnen Steinbrüche gereicht
haben. Demnach müssen hier in weit vergangener Zeit mehrere hundert Menschen
gearbeitet haben und die Landschaft hat ganz anders ausgesehen als heute.
Ich find es auch ganz faszinieren, das in dem ganzen Bereich noch viele
Reste von den Erzeugnissen der Steinbrechern herum liegen. So kann man an
einigen Stellen noch alte
Mühlsteine finden, die so aussehen, als wenn sie
morgen abtransportiert werden sollen. Auch kann man an mehreren Stellen noch
die riesigen Seilwinden finden. Wer ein bisschen technisches Verständnis
hat, kann sich bestimmt sehr gut vorstellen, dass so eine Seilwinde mit
einem Durchmesser von einem Meter für riesige Gewichte gebaut ist und das
damit hier oben eine echte Knochenarbeit verrichtet wurde .
Der weitere Weg führt bis zur Himmelsleiter, wobei der Name leicht
irreführend ist, da es sich nicht um eine Leiter handelt, sondern eine
riesig lange Treppe, die von der Elbe bis hoch auf die Ebene von Dorf Wehlen
führt. Damit die Wanderung wieder zum Ausgangspunkt der Runde führt, geht es
nach rechts die Stufen hoch. Nach einem kleinen Aufstieg erreicht man die
Ebene. Der Weg macht noch einen kleinen Haken nach links und dann geht es
geradewegs auf Dorf Wehlen zu. Von diesem Weg kann man ganz hervorragend in
das Elbetal mit der Stadt Pirna sehen. Das letzte Stück der Wanderung führt
an der Ortskante von Dorf Wehlen entlang. Warum auch immer dieser Feldweg so
hervorragend ausgebaut ist, er endet auf jeden Fall an der alten
Steinbruchstraße. Über diese geht es in die Ortschaft hinunter und dann noch
die letzten paar Meter auf der Straße bis zum Parkplatz. Damit ist dann eine
sehr interessante Runde beendet. Ich selber war sehr überrascht, dass bei
ganz hervorragendem Wetter überhaupt kein anderer Wanderer unterwegs war.
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