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Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass mich ein netter Mitmensch per
Mail gefragt hat, welche Strecke ich von der Schrammsteinbaude zum Großen
Winterberg empfehlen würde. Na ja, dass es über die Schrammsteine gehen
muss, ist selbstverständlich und außerdem bietet sich natürlich die obere
Affensteinpromenade an. Da aber eine rein theoretische Wanderempfehlung
immer noch ein paar Risiken beinhalten kann, habe ich die Wanderrunde gleich
mal durchgeführt. Hier kommt die Beschreibung:
Die Wanderung startet wie schon gesagt an der Schrammsteinbaude bzw. auf dem
Wanderparkplatz oberhalb der Gaststätte/Hotel. Der Aufstieg in die Richtung
Schrammsteine erfolgt durch den Schießgrund. Diese enge Schlucht ist mit dem
grünen Punkt
markiert und führt mit einer mäßigen Steigung zum Fuße des Falkensteins. Der
Falkenstein ist für mich als "Nicht- Kletterer" immer wieder ein
faszinierender Felsen, der leider nur von Kletterern erobert werden kann.
Auf der grünen Wanderwegmarkierung geht es solange, bis man die
Wanderwegmarkierung gelber Strich
erreicht. Auf dieser Markierung geht es nach links am Fuße der
Schrammsteinkette entlang. Es ist die so genannte "Hintere Promenade" der
Schrammsteine, die in Form eines breiten Forstwegs ausgebaut ist. Dieser Weg
ist eigentlich der Zubringer zu allen nördlichen Aufstiegen auf die
Schrammsteine. So soll es auch diesmal sein, nur ist der Aufstieg mal etwas
anders. Zuerst folgt man fast 2,5 Kilometer dem gelben Strich, bis dieser im
Sandloch zu einem Aufstieg über Treppen zu den Schrammsteinen hoch steigt.
Auf diesem Weg geht es zwar auch hoch, aber es gibt einen interessanteren
Weg. Den Leuten, die sich nicht trauen, ein ganz kleines bisschen
zu
klettern, empfehle ich den Weg über die Treppen, die anderen müssen an dem
Hinweisschild (Bild links) nicht mehr dem markierten Weg folgen.
Der
Weg ist nur noch als Kletterzugang markiert, aber so schlimm ist er ganz
sicher nicht. Vor einem türmt sich der Finger des Domwächters auf, der auf
der rechten Seite zu sehen ist. Auch wenn dieser Weg eigentlich überhaupt
kein offizieller Weg mehr ist, so muss er früher ein viel benutzter Weg
gewesen sein. Im unteren Teil ist er sogar mit Sandsteinplatten ausgelegt.
400 Meter nach dem Hinweisschild erreicht man den Aufstieg. Die Stelle ist
überhaupt nicht zu übersehen. In dem einzigen riesigen Felsklotz am
Wanderweg ist die Zahl 171 eingeschlagen und einen Meter weiter steht auch
noch für den letzten Blinden "gr. Dom". An diesem Felsen steigt man nach
rechts den Hang hinauf.
Der
Aufstieg ist sehr einfach zu finden, da er aus alten Sandsteinstufen, einer
ehemaligen Holztreppe und, als Besonderheit, einer steilen glatten Fläche,
die als Hilfsmittel ein altes Kletterseil hat, besteht. Ohne dieses alte
Seil wäre der Aufstieg bestimmt relativ schwierig, so aber sollte die Stelle
wirklich jeder schaffen.
Oben angekommen biegt man nach links auf der oberen Affensteinpromenade ab.
Die obere Affensteinpromenade ist ein schmaler Wanderweg, der fast keinen
Höhenunterschied bewältigt, aber trotzdem ziemlich anstrengend sein kann, da
der Weg keine dieser ausgebauten Wanderautobahnen ist. So muss man einige
Male über ein paar Felsen klettern und außerdem ist eine Slalomstrecke nicht
das Richtige, um auf dem kürzesten Weg von einem Punkt zum anderen zu
kommen. Trotzdem macht dieses Teilstück richtig viel Spaß, da es relativ
ruhig ist und man am laufenden Bande eine fantastische Aussicht genießen
kann.
Auf
dem Weg kommt man auch an einigen Stellen vorbei, die man sich nicht
entgehen lassen sollte bzw. die unumgänglich sind. So liegt fast auf dem Weg
die Idagrotte.
Eigentlich
ist die Idagrotte selbst gar nicht so das wahnsinnig Aufregende. Viel
interessanter ist der wirklich coole Zugang. Es geht auf einem Felsvorsprung
am Felsen entlang, an dem es bestimmt 100 Meter senkrecht abwärts geht. Die
Stelle ist ganz sicher nur etwas für Leute, die nicht ganz so große
Höhenangst haben. Ein wenig hilfreich sind an der Stelle ein paar
Drahtbügel, an denen man sich auch noch festhalten kann. Die Stelle kann
aber auch ohne Probleme ausgespart werden, da der Zugang zur Idagrotte
sowieso nur eine Sackgasse ist und man auch wieder zurückgehen muss. Von der
Idagrotte selber gibt es dann wieder mal einen dieser fantastischen Blicke
auf die gegenüberliegenden Felswände.
Apropos fantastische Blicke, auf der gesamten oberen Affensteinpromenade hat
man immer wieder die Chance von Aussichtpunkten die Felslandschaft zu
genießen. An einigen Stellen kann man von ruhigen Plätzen in die einzelnen
Talkessel blicken oder einen Blick auf die beiden Wildensteine auf der
gegenüberliegenden Seite genießen. Von der Affensteinpromenade kann man
auch, bei guter Sicht, das Felstor namens Kuhstall am Neuen Wildenstein
sehen.
Die Wanderung verläuft weiterhin auf der oberen Affensteinpromenade.
Ungefähr ab der Idagrotte ist der Weg mit dem grünen Strich
markiert. 1,3 Kilometer hinter der Idagrotte steigt von der linken Seite die
Wanderwegmarkierung roter Punkt
auf. Diese Wanderwegmarkierung zeigt jetzt den weiteren Verlauf der
Wanderung. An der Stelle, an der der rote Punkt auf unseren Wanderweg stößt,
sollte man unbedingt mal den Blick nach rechts oben richten. Rechts oben auf
dem Felsen steht ein alter kleiner Pavillon. Leider ist der Pavillon auf
keinem normalen Weg zu erreichen, oder zumindest habe ich bis heute noch
keinen gefunden. Vermutlich liegt das aber auch daran, das der Pavillon
schon im Bereich der Kernzone steht und damit kein offizieller Weg hoch
führt. Heutzutage ist aber auch der Wald so zugewachsen, dass von dem
Pavillon kein besonderer Ausblick mehr möglich ist. Deshalb geht es auf der
oberen Affensteinpromenade weiter. Die Wanderwegmarkierung roter Punkt geht
zuerst noch über den schmalen Pfad der oberen Affensteinpromenade, um dann
aber die letzten paar Meter (1,3 Kilometer) auf einem breiten Weg zum Großen
Winterberg zu führen.
Auf
dem Großen Winterberg hat man zwei wirklich wichtige Punkte. Als erstes gibt
es hier oben eine ungewöhnlich billige Gaststätte, bei der man sehr
freundlich bedient wird und dazu noch ein ordentliches Essen bekommt.
Wirklich überraschend ist die Internetadresse von dem Hotel/Restaurant
www.elbsandstein.de.
Die zweite Stelle auf dem Großen Winterberg, die man sich unbedingt ansehen
sollte, ist das neue Nationalparkhäuschen. Es ist eingebaut in das alte
Eishaus der Berggaststätte und besteht aus zwei Räumen. Im unteren Raum wird
anhand von Tafeln alles Mögliche zum Nationalpark und dem Wald erklärt. Der
obere Raum ist mehr als Veranstaltungsraum gedacht, der aber noch eine nette
Überraschung bietet. Auf dem Aussichtsturm ist eine Kamera installiert, die
aus diesem Raum gesteuert werden kann. Leider ist der Aussichtsturm nicht
mehr für Besucher besteigbar und deshalb ist das die einzige Möglichkeit,
einen Rundumblick vom Großen Winterberg zu bekommen.
Nachdem man sich ausreichend informiert hat, geht es die Fahrstraße den Berg
herunter. Vorbei kommt man an dem neu angelegtem
Feuerlöschteich,
um dann nach ungefähr einem halben Kilometer die ausgebaute Zufahrt zum
Winterberg nach rechts zu verlassen. Nach einer sehr kurzen Strecke (< 100
Meter) erreicht man erneut einen sehr breiten Forstweg. Dieser führt in
einem Bogen um den Großen Winterberg, um dann wieder auf den breiten
Wanderweg zu gelangen (roter Punkt), den man von dem Hinweg zum Großen
Winterberg schon kennt. Auf ihm geht es nach links in die Richtung der
Schrammsteine. Jetzt hält man sich an die Wanderwegmarkierung blauer Strich
.
Zum
Anfang ist der Wanderweg ein breiter, sehr angenehm zu gehender Weg, der mit
einigen fantastischen Aussichtspunkten ausgestattet ist. Eigentlich ist es
so, dass die Anzahl der schönen Aussichten mit der Annäherung an die
Schrammsteinaussichten zunimmt, da der Felsgrat immer schmaler wird. Dadurch
gibt es an einigen Stellen die Möglichkeiten, nach links und nach rechts
herunter zu sehen und den wunderbaren Ausblick zu genießen.
Mit
dem Genießen ist es natürlich so eine Sache. Leider gehören die
Schrammsteinaussichten zu den beliebtesten Punkten von Wanderern. So kann
eine Wanderung an einem langen Wochenende oder bei besonders schönem
Wanderwetter schon mal eine Geduldsfrage bedeuten. Auf dem Schrammsteinweg
sind einige Stellen, die sehr schmal sind und über Leitern oder Treppen
bewältigt werden müssen. Wenn einem an solch einer Stelle Horden von
Wanderern entgegenkommen, dann weiß man, warum ich diese Wanderung nur für
werktags empfehle. Auf jeden Fall sollte man sich nicht die
Schrammsteinaussichtspunkte entgehen lassen. Es gibt keinen besseren Platz,
um einen Blick auf die grandiosen Sandsteinformationen zu werfen. Von der
vordersten Aussicht geht es ca. 400 Meter zurück, um dann über den
Jägersteig auf der Elbeseite abzusteigen.
Dieser
Abstieg geht über eine ganze Ansammlung von Treppen und Leitern zum Fuße der
Schrammsteine. Der Weg ist weiterhin mit dem blauen Strich markiert. Auch am
Fuße der Schrammsteine geht es auf dieser Wanderwegmarkierung weiter. Der
Weg führt durch das Schrammtor. Meiner Ansicht nach ist eigentlich der
Ausdruck Schrammtor falsch. Hier ist kein Tor vorhanden, sondern nur ein
gewaltig aussehender Durchgang durch die Felswände der Schrammsteine. Von
dem Schrammtor steigt man auch weiterhin auf dem blauen Strich runter durch
den Lattengrund zur Schrammsteinbaude (www.schrammsteinbaude.de).
Hier unten könnte man sich noch mal von der langen Wanderung stärken. Ganz
besonders ist die Terrasse/Biergarten der Schrammsteinbaude zu erwähnen. Von
der Schrammsteinbaude geht es die letzten paar Meter die Fahrstraße den Berg
hoch, bis man den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.
Ein kleiner Nachtrag zu dieser Wanderung: Leider ist im Jahr 2006 das Seil
unterhalb des Großen Doms entfernt worden. Dadurch ist der Aufstieg über die
Felsfläche viel schwieriger geworden und zumindest mit kleinen Kindern nicht
mehr empfehlenswert. Auch sollte man dieses Teilstück bei feuchter oder
glatter Witterung meiden und lieber über den markierten Weg die Treppen hoch
gehen.
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