Forstweg
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass
meine Tochter (zu dem Zeitpunkt 4 ½ Jahre) unbedingt mit mir auf irgendeinen
Felsen klettern wollte, aber mindestens ein Picknick in der Wanderrunde
enthalten sein sollte. Also habe ich mir folgende Runde ausgedacht:
Der Startpunkt ist der Wanderparkplatz am Ende des Nassen Grundes im
Kirnitzschtal. Warum auch immer der Nasse Grund diesen Namen erhalten hat,
mir erscheint er nicht nasser als alle anderen Schluchten in diesem Bereich.
Wenn überhaupt, dann ist der Nasse Grund im unteren Bereich, kurz vor der
Kirnitzsch, etwas feuchter. Der Weg in die Richtung der Schrammsteine ist
ganz angenehm zu gehen und durch die Felskulisse am Wegesrand auch ein
Wohlgenuss fürs Augen. 650 Meter nach dem Start im Kirnitzschtal biegt nach
links ein kleinerer Weg ab. Ausgeschildert ist er mit dem Namen Eulentilke
und als Ziel führt der Weg zur Wilden Hölle bzw. dem Carolafelsen. Genau
diese beiden Punkte sollen die nächsten Ziele der Wanderung sein.
Der
Aufstieg durch die Eulentilke ist leicht geschafft und nach dieser Schlucht
erreicht man den unteren Affensteinweg. Hier steht das nächste Hinweisschild
auf den Zugang der Wilden Hölle, aber mit dem Zusatz "schwierig". Na, das
hörte sich doch mal genau nach einem Weg an, der mit einem kleinen Zwerg
absolviert werden muss. Gut, dass unsere Tochter nicht lesen kann, und so
ging es frohen Mutes an den echten Aufstieg.
Zuerst
geht es über einige Stufen und Treppen den Berg hoch. Bei unserer Wanderung
waren an der Stelle zwei Paar Erwachsene vor uns unterwegs und
überraschenderweise setzte meine Tochter doch tatsächlich zum Überholen an.
Ich war vollkommen sprachlos und dachte mich jetzt in die Psyche der
Erwachsenen hinein, dass sie von einer Vierjährigen überholt werden. Als
Papa war ich natürlich super stolz gewesen und so haben wir uns an den jetzt
schwierigeren Aufstieg gewagt. Das Schwierige an diesem Aufstieg ist, dass
es nicht über einen normalen Weg, sondern über ein paar Felsstufen, ein paar
eiserne Haltegriffe und an einem glatten Felsen entlang geht. Also
eigentlich überhaupt nichts Schwieriges und selbst unsere Tochter hat es
ganz alleine geschafft. Ein bisschen habe ich drauf aufgepasst, dass sie
nicht aus Versehen daneben tritt, aber selbst dann geht es in der Wilden
Hölle nirgendwo besonders steil oder gefährlich nach unten. Dieser Aufstieg
hat nichts mit der Klasse einer Stiege wie z.B. der Häntzschel-, Zwillings-
oder Rotkehlchenstiege zu tun. Nach der Geräuschkulisse hinter uns, hatten
die Herrschaften aber doch irgendwie Probleme mit diesem Aufstieg.
Zwischendurch
hörte sich das sogar so an, als wenn eine der beiden Frauen wieder umkehren
wollte. Nach dem Aufstieg erreicht man am Ende der wilden Hölle eine
Wegkreuzung, an der man weiter geradeaus Richtung Carolafelsen geht. Nach
wenigen Metern geht es dann nach rechts den Zugang zur Aussicht Carolafelsen
hinauf. Der Zugang ist ausgeschildert, und wer den Weg durch die Wilde
Hölle geschafft hat, der kommt auch ganz sicher die letzten paar Meter über
ein paar Felsstufen bis zur Aussicht. Die Aussicht ist eigentliche eine
ganze Ansammlung an Felsen, die zur Rast einlädt und einen fantastischen
Ausblick auf die Hinterseite der Schrammsteine, den Falkenstein und die
Steine der vorderen Sächsischen Schweiz bietet.
Von der Aussicht geht es wieder die ersten paar Meter zurück, den Zugang
hinunter, und dann nach rechts das letzte kleine Stück des Weges. Nach wenigen
Metern (ca. 300 Meter) erreicht man den so genannten Reitsteig, der mit dem
blauen Strich
markiert ist. Dem Weg folgt man jetzt nach links in die Richtung des Großen
Winterbergs. Auf der rechten Wegseite erreicht man nach kurzer Zeit eine
eindrucksvolle Aussicht, an der man in den
Heringsgrund
blicken kann. Das so beeindruckende an diesem Blick sind die Felsen links
und rechts des Grundes und die linkselbige Ebene dahinter. Auch diese
Aussicht ist genauso groß wie der Carolafelsen und damit ist es überhaupt
nicht störend, wenn noch ein paar andere Mitmenschen eine Pause auf dem
Platz machen. Es geht noch die nächsten 200 Meter auf dem Reitsteig weiter,
bis nach links ein unmarkierter Weg abbiegt. Hier geht es zu dem Felsen
Frienstein bzw. der Idagrotte. Der Weg steigt über ein paar Treppen bis zur
oberen Affensteinpromenade ab. An dem
Friensteinflössel,
eine kleine Quelle, die in eine Art Hundehütte eingebettet ist, geht es auf
dem grün
markierten Weg nach links zum Abstieg. Der Weg von den Affensteinen erfolgt
über eine große Zahl an Stufen in einem wilden Zickzack. Am Felsenfuß
angekommen geht es weiterhin dem grün markierten Weg hinterher. Zum Anfang
verläuft der Pfad noch auf gleicher Höhe und biegt dann aber nach rechts ins
Tal hinunter ab. Je länger man auf der grünen Markierung den Hang abwärts
geht, desto breiter wird der Weg, bis man ganz zum Schluss am Beuthenfall
die Kirnitzschtalstraße erreicht.
Damit man wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung kommt, muss man jetzt die
letzten 1,2 Kilometer der Kirnitzsch flussabwärts folgen. Der schnellste,
aber nicht der schönste Weg wäre, wenn man auf der Straße entlang wandert.
Viel schöner ist wenn man auf der anderen Bachseite (also linke Bachseite)
dem Flößersteig
folgt. Der Weg verläuft zwar nicht ganz gerade entlang, aber dafür ist er
sehr abwechslungsreich und viel mehr kindergeeignet als die Straße. Damit
kommt man wieder am Ausgangspunkt an und die schöne Runde ist beendet. Auf
jeden Fall ist die Runde durch die Qualitätskontrolle einer Tochter gekommen
und sie war vollkommen begeistert.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis
Nasser Grund.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Nassen Grund.
Empfohlener Parkplatz:
Nasser Grund
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,47 kByte
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