Die Idee zu dieser Wanderung stammt von jemand aus dem westlichsten Teil Deutschland. Er hatte mir ein paar der
elektronisch aufgezeichneten Wanderwege zugeschickt und dabei war auch der
Lutherweg. Da ich in diesem Bereich geglaubt habe, fast alle Wege zu kennen,
musste der Weg gleich mal untersucht werden. Die
Wanderung beginnt an der Endhaltestelle der Kirnitzschtal- Straßenbahn. Hier
kann man tatsächlich kostenlos parken und es gibt auf diesem
Straßenstückchen auch noch sehr häufig frei Parkplätze. Von der
Kirnitzschtalstrasse geht es quer durch den Park hinter der Kirnitzsch auf die
Badallee. Auf dieser geht man nach rechts bis knapp vor dem großen Hotel
Lindenhof eine kleine Treppe den Berg hoch geht. Ausgeschildert ist diese
Treppe mit dem Lutherweg. Es geht über einige Stufen den Berg hoch.
Zwischendurch kam für mich die große Überraschung in der Form eines
riesengroßen Luther- Denkmal. Die Inschrift an diesem Denkmal ist: Eine
feste Burg ist unser Gott. Gottes Wort und Luther´s Lehr´ vergehen nun und
nimmer mehr! Errichtet 1817, Erneuert 1900.
Wenn man den Hang noch ein paar Meter weiter hochgeht, erreicht man eine
Aussicht über Bad Schandau. Von dieser Aussicht hat man einen schönen
Ausblick auf das neue Schwimmbad in Bad Schandau, was im Augenblick gerade
von seinen Hochwasserschaden befreit wird. (Stand 2004) Der
original Lutherweg geht immer links am Hang entlang. Ich würde aber jedem
empfehlen den Wegweisen zum Aufzug zu folgen. Das Ding ist wirklich auch
heutzutage noch ein kleines Wunderwerk. Auch wenn man nicht ungedingt mit
dem Aufzug fahren muss, so ist doch alleine die oberste Plattform ein
Augenschmaus. Von ihr kann man hervorragend über Bad Schandau zum
Lilienstein blicken. Der Weg geht weiter nach Ostrau hoch. Man erreicht
Ostrau am Ostrauer Ring. Auf diesem geht es nach rechts vorbei an den ganzen
alten Holzvillen. Diese wunderbaren Gebäude stammen alle von einem H. Sendig,
die er hier oben gebaut hat. Fast alle sehen heutzutage wieder
wunderbar erhalten aus. Mehrere sind ware Schmuckstücke geworden und ich
denke es ist nur noch eine Frage von relativ kurzer Zeit bis alle in solch
einem schönen Zustand sind. Am
Ende des Ostrauer Rings, geht rechts der kleine Fußweg zur Emmabank ab. Der
Weg läuft immer unterhalb der Feldkante entlang, ohne auch nur einen
einzigen Höhenmeter zu machen. Es gibt Schwiegermutter, die behaupten, dass
sie auf solchen Wegen besonders gerne gehen. Kann ich verstehen, wenn ich
unsere Tochter im Tragegestell auf dem Rücken habe. Nach 1,2 Kilometern
erreicht man die Aussicht Emmabank. Was mich wirklich verwundert, das von
der Kurklinik Ostrau die Gäste nicht am laufenden Bande einen Ausflug
hierhin machen. Es dürfte eigentlich auch für jemanden mit
Herz-/Kreislaufproblemen keine große Anstrengung sein, zu dieser wirklich
schönen Aussicht zu gelangen. Einerseits kann man ohne große Anstrengungen
Felsen erreiche und andererseits gibt es einen fantastischen Blick ins
Elbetal.
Von der schönen Emmabankaussicht, geht es jetzt weiter auf dem Emmabankweg
in Richtung des großen Wanderparkplatzes von Ostrau. Von dem Weg kann man
noch einige Male rüber zu Schrammsteinen und dem Falkenstein sehen. Sehr
schön ist die Strecke, wenn man Nachmittags hier entlang wandert, da man
dann die Sonne im Rücken hat und die Schrammsteine herrlich beleuchtet
werden. Hinter dem Parkplatz erreicht man dann die Straße nach Ostrau und
auf dieser geht es jetzt wieder die nächsten paar Meter bis ins Dorfzentrum.
Der Weg ist schon seit kurz vor dem Parkplatz mit dem grünen Punkt
markiert und genau dieser Wegmarkierung folgen wir jetzt auch durchs Dorf,
bis auf der rechten Seite die Falkenstein Klinik kommt.
Hinter
diesem Gebäudekomplex geht es rechts auf den schon bekannten Ostrauer Ring.
Dieses Teilstück, das wir jetzt entlang wandern ist nur der andere Teil des
Rings. Leider stehen an diesem Stück nicht ganz so schöne Holzvillen,
sondern nur ganz normale Häuser. Der Ostrauer Ring biegt nach 550 Meter nach
links ab. Der Wanderweg geht aber geradeaus weiter am Feldrand entlang. Für
mich als Altendorf Fan ist es natürlich ein wundervoller Anblick, wenn man
nach rechts über die Felder blicken kann und dort Altendorf und den
Adamsberg sehen kann. Am Ende der Straße geht es nach rechts den Berg runter
auf der Bergsteigerpromenade. Der Weg ist eigentlich ein schmaler Pfad, der
sogar mit der Kirnitzschtal- Klinik ausgeschildert ist. Ich weiß zwar nicht
so genau, was dieses Schild soll, da ich davon ausgehe, das von den dort
keine Patienten diesen Berg runter gehen sollte, aber vielleicht gibt
es in dieser Kurklinik ja auch noch andere als Knieverletzungen, die kuriert
werden. Im Kirnitzschtal wieder angekommen geht es wieder durch den Park bis
zur Endhaltestelle der Straßenbahn.
Die Runde war sehr angenehm und hat für den Aufwand, den man treiben muss,
zu einer sehr schönen Aussicht geführt. Besonders hat mich an dieser
Wanderung gefreut, das mich jemand anderes auf die Idee gebracht hat. Die
Wanderung ist eine sehr
nette Idee gewesen und ich hoffe es werden noch viele gute Vorschläge
eingehen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau und dann weiter mit der
Buslinie 241 bis zur
Haltestelle Stadtpark.
Auto:
Über die B172 in Bad Schandau an der abknickenden Vorfahrstraße in die Richtung Kirnitzschtal. Der Parkstreifen befindet sich auf der Kirnitzschtalstraße vor der Straßenbahnendhaltestelle.
Empfohlener Parkplatz:
Bad Schandau Straßenbahnendhaltestelle
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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