Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Seltsamerweise ist die Wanderbeschreibung
untere Häntzschelstiege
auf meinen Internetseiten eine der meist besuchten Seiten. Da auf dieser
Seite aber nur, wie der Name schon sagt, die untere Häntzschelstiege
beschrieben ist, dachte ich mir, dass das auch besser geht. Also habe ich
eine Kurzwanderung mit der gesamten Häntzschelstiege erstellt. Hier ist sie:
Die Wanderung startet am Beuthenfall. Warum auch immer der ganze Bereich des
Beuthenfall so trostlos aussieht, kann ich leider nicht verstehen. Man
müsste doch aus so einem Gebäudearrangement irgendetwas machen können, ganz
besonders wobei drei der Gebäude noch in einem ganz guten Zustand sind. Von
den Parkplätzen bzw. der Straßenbahnhaltestelle geht es die ersten 50 Meter
auf der steile Forststraße hoch. Nach rechts biegt ein kleiner Pfad ab.
Dieser Wurzelweg ist eine kleine Einstimmung darauf, dass die nächsten paar
Kilometer nichts mit einem Sonntags- Nachmittags- Spaziergang zu tun haben.
Auf diesem sehr hubbeligem Weg macht man die nächsten Höhenmeter, bis nach
ca. 150 Metern der Weg nach links in die Richtung der Affensteine abbiegt.
Der Weg führt ziemlich gerade auf den Bloßstock.
Zwischendurch
überquer man die untere Affensteinpromenade. Ab diesem Forstweg ist der Weg,
bis zur Felswand, mit dem roten Strich
markiert. An der Felswand biegt der markierte Wanderweg nach links ab, um
aber zur Häntzschelstiege zu kommen geht es nach rechts an der Felswand
entlang.
Als erstes muss man über einen dieser Zäune klettern, die eine Abgrenzung
zwischen den Wander- und Klettergebieten darstellt. An dem Übergang über den
Zaun ist der erste Hinweis auf die Häntzschelstiege.
Der
Weg verläuft über ein paar Treppen den Hang hinauf bis zu einer Weggabelung.
Nach links biegt der Pfad zur Häntzschelstiege ab. Nach rechts würde man zur
Zwillingsstiege kommen. Diese ist aber auf einer anderen
Rund schon beschrieben und deshalb
geht es nach links über einige Treppen und Hühnerleitern den Berg hoch. Der
eigentliche Beginn der Häntzschelstiege befindet sich links von der
Schlucht. Er ist nicht besonders schwer zu finden, da der Pfad doch ganz gut
ausgetreten ist.
Auf
so ziemlich allen Schildern (oben als auch unten) steht, dass die
Häntzschelstiege nur bergaufwärts begangen werden sollte. Leider waren bei
meiner Kletterpartie gleich zwei Pärchen nicht in der Lage zu lesen. Die
erste Beiden begegneten mit gleich am Einstieg der untern Häntzschelstiege.
Solange man den Abstieg in der Woche versucht ist es für die Restlichen noch
nicht ganz so nervig. Am Wochenende ist die falsche Richtung nicht zu
empfehlen, denn dabei könnte man sich ziemlichen Unmut von seinen
Mitmenschen zuziehen. Gleich hinter dem Einstieg kommt einer der
schwierigsten Stellen. Auf ein paar Klammern heißt es einen Felsen in
luftiger Höhe zu umwinden.
Eigentlich
ist die Stelle nicht so besonders schwierig, zumindest wenn man es aus der
körperlichen Sicht sieht. An der Stelle spielt eher der Kopf verrückt. Wenn
das ganze in 1 Meter Höhe stattfinden würde, dann hätte keiner ein Problem
die Stelle zu überwinden. Die nächsten Teilstücke der unteren
Häntzschelstiege sind
kein besonderes Problem mehr.
Es
geht über ein paar weitere Klammern, Leitern und Felsen die Felsschlucht
bergauf. Zwischendurch sollte man auch niemals vergessen, einen Blick zurück
in die Felsschlucht zu werfen. Ganz besonders toll sieht die Brosinnadel auf
der gegenüberliegenden Seite der Schlucht aus. Nachdem man schon fast die
gesamte untere Häntzschelstiege geschafft hat, gibt es eine lohnenswerte
Aussicht auf der linken Seite. Die Aussicht sieht so aus, als wenn man bis
vor zum Bloßstock vor gehen könnte, ist aber ein gewaltiger Trugschluss,
wenn man sich die Felsen von unten angesehen hätte. Am Ende der unteren
Häntzschelstiege erreicht man die obere Affensteinpromenade.
Ziemlich genau gegenüber beginnt die obere Häntzschelstiege. Sie ist nicht
so einfach zu erkennen, aber wenn man weiß, dass rechts neben der Felswand
ein Eingang in einen Kamin (Felsspalte) ist, dann findet man den nächsten
Teil der Strecke ganz gut. Auch hier kam mir wieder ein Pärchen entgegen.
Die
Beiden hatten aber nicht das Problem, dass sie Analphabeten waren, sondern,
dass die Frau es beim Ausstieg aus dem Kamin mit der Angst bekommten hatte
und nur noch der Rückweg möglich war. Diese Variante kann ich mir noch ganz
gut vorstellen, da auch die Frau, die vor mir hergeklettert ist ziemlich mit
den Knien gezittert hat. Jeder, der die Häntzschelstiege in die falsche
Richtung bewerkstelligt,
sollte
immer dran denken, dass der Kamin vollkommen ungeeignet für Gegenverkehr ist
und man sehr schnell so aussieht, als wenn man es mit der Angst bekommen hat
und wieder kehrtum machen musste. Also lasst den Mist sein! Der Verlauf des
Weges ist eindeutig, da es einfach nur nach oben geht. Zum Anfang ist gleich
mal ein Hindernis in Form einer fehlenden Stufe/Klammer eingebaut. Ich
vermute hier möchten die Sanierer der Häntzschelstiege erstmal die
vollkommen ungeeigneten Urlauber aussieben. Danach geht es über einige
Klammern und Leitern durch den Kamin. Der Ausstieg aus dem Kamin ist dann
noch etwas schwieriger, da man erst an der einen Felswand über ein paar
Klammern klettern muss, dann geht es mit einem normalen Schritt auf die
gegenüberliegende Felswand/Klammer und danach kommt noch eine Stelle, wie
bei der unteren Häntzschelstiege, an der man um einen Felsen in luftiger
Höhe herum muss. Eigentlich alles ganz gut zu schaffen, wenn nicht das
Gehirn manchmal Amok läuft.
Wenn man den Aufstieg erfolgreich gemeistert hat, dann wird man mit einem
grandiosen Ausblick belohnt. Der Felsen ist vollkommen ohne störende Bäume
und deshalb kann man den Rundblick über ein riesiges Gebiet genießen.
Nachdem man sich satt gesehen hat, ist der weitere Weg sehr einfach zu
finden. Es geht einfach den ausgetretenen Pfad über das Lange Horn bis
wieder einer dieser Zäune mit einem Durchgang auftaucht. Hinter diesem Zaun
befindet sich ein breiter Wanderweg. Auf ihm biegt man nach rechts in die
Richtung Carolafelsen ab. Der Weg geht nach kurzer Strecke in einer Schlucht
bergab. 350 Meter auf dem Wanderweg, ist nach links hoch die Aussicht
Carolafelsen ausgeschildert.
Da
diese Aussicht sehr einfach zu erreichen ist, sollte man auch die 100 Meter
bis zur Aussicht noch mitnehmen. Die Aussichtplattform ist relativ groß und
durch ihre leichte Erreichbarkeit häufig ziemlich häufig überlaufen. Also
sollte man nur bei wenig Betrieb in der Sächsischen Schweiz hier hoch gehen.
Vom
Carolafelsen geht's weiter die Schlucht hinab. Ca. 200 Meter hinter dem
Zugang zum Carolafelsen erreicht man eine Wegkreuzung, an dem man drauf
hingewiesen wird, dass der weitere Abstieg durch die Wilde Hölle schwierig
ist. Tja, wenn man aber gerade durch die Häntzschelstiege aufgestiegen ist,
dann brauch man sich vor der Wilden Hölle keinerlei Gedanken zu machen. Es
geht also weiter geradeaus, die Schlucht hinunter. Der obere Teil der Wilden
Hölle ist leicht matschig, da sich ein kleines Rinnsal durch die Schlucht
schlängelt. Der Weg wird langsam unebener und durch einen ganze Anzahl
abgebrochene Felsen etwas beschwerlicher. Im unteren Teil, muss man an einer
Stelle am Felsen entlang, was aber durch ein paar Haltegriffe und in den
Felsen geschlagene Stufen/Klammern überhaupt kein Problem darstellen sollte.
Zu
guter Letzt geht es über ein paar Stufen runter ins Tal.
Unten angekommen erreicht man wieder die untere Affensteinpromenade, auf der
es nach rechts weiter geht.
Der
Weg ist mit dem grünen Punkt
markiert. Der breite Forstweg geht zuerst parallel zum Felsfuß der
Affensteine und ab dem schon bekannten Bloßstock mit etwas mehr Gefälle
runter ins Kirnitzschtal. Das letzte Stückchen vor dem Ausgangspunkt namens
Beuthenfall geht die Forststraße noch einmal richtig Steil bergab.
Damit ist die kleine Wander-/Kletterrunde beendet. Ich war schwer
überrascht, wie viele Leute auf der Häntzschelstiege an einem ganz normalen
Wochentag herumturnten. Die Häntzschelstiege scheint doch noch irgendeinen
ganz besonderen Reiz auszumachen, der aber meiner Ansicht nach, durch die
vielen Wanderer wieder zunichte gemacht wird. Deshalb kann ich diese Runde
nur an Wochentagen empfehlen, an denen in keinem Bundesland Ferien oder ein
lange Wochenende ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis Beuthenfall.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Beuthenfall.
Empfohlener Parkplatz:
Beuthenfall
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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