Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klammer
Beschreibung:
Die Wanderung Wilde Hölle ist durch das Gequengel meiner großen Tochter entstanden. Wir hatten letztes Jahr eine
Wanderung durch die Wilde Hölle zum Carolafelsen hoch unternommen und jetzt
wollte meine Tochter noch einmal unbedingt durch die Wilde Hölle. Da eine
Wiederholung der selben Wanderung langweilig ist, hatte ich die Aufgabe, eine neue
Wanderrunde auszudenken und hier ist das Resultat:
Den Startpunkt für die Wanderung habe ich auf den Parkplatz Nasser Grund gelegt. Durch das Tal des Nassen Grundes geht es nach oben. Der
Aufstieg ist ziemlich angenehm, da es auf einer fahrbaren Straße entlang geht. Diese Straße ist
aber für den normalen Verkehr gesperrt. Bis jetzt habe ich erst dreimal eine
Ausnahme erlebt: Zweimal ist die Straße wegen Hochwasser der Elbe für die
Bewohner von Ostrau freigegeben worden und einmal ist letztes Jahr (2007)
unser Bundespräsident mit einer riesigen
Gesellschaft auf der Wildwiese neben dem Wenzelsweg gewesen.
Auch wenn der
Bundespräsident selber tatsächlich gewandert ist, so waren doch einige Autos auf der Straße
unterwegs. Normalerweise sind es aber maximal ein paar Radfahrer, die eine
schwungvolle Abfahrt genießen. Nach 1 ½ Kilometern biegt der Nasse Grund
bzw. der breite Waldweg nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter
geradeaus auf die Schrammsteine zu. Nach ca. 250 Metern erreicht man
eine Wegkreuzung, an der geradeaus der grün markierte Wanderweg
auf die
Schrammsteine steigt. Der Zugang auf die Schrammsteine über den Mittelwinkel
ist gerade neu hergerichtet worden. Jetzt sind die Stufen aus stabilen
Gitterrosten und ein richtig ordentliches Geländer bietet Halt. Nach ein
paar hundert Stufen erreicht man eine kleinere Ebene. Jetzt ist man
eigentlich schon auf den Schrammsteinen angekommen, aber so richtig was
sehen kann man erst, wenn man noch 250 Meter nach rechts wandert.
Von der
Entfernung sind 250 Meter nicht gerade viel, aber diese paar Meter können
schon mal ihre Zeit brauchen.
Der Weg geht über ein paar Leitern/Stufen und
mehrere "einspurige" Felsspalten bis zur vorderen Aussicht. Damit erreicht man
eine der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Sächsischen
Schweiz. Es ist wirklich der Hammer, wenn links und rechts der Felsen fast
100 Meter in die Tiefe fällt und man die Ausläufer der Schrammsteine
bestaunen kann. Leider ist die Aussicht bei schönem Wetter, ganz besonders
natürlich am Wochenende, schon mal ziemlich überlaufen. Aber wen wundert
das schon bei diesem Ausblick.
Von der Aussicht geht es wieder zurück über den Gratweg. Nach den schon
besagten 250 Metern passiert man den Auf- bzw. Abstieg und wandert jetzt weiter
auf dem blauen Strich
. Auch hier geht es an mehreren schmalen
Stellen entlang, an denen man von Zeit zu Zeit den Gegenverkehr abwarten
muss. Der Schrammsteinweg wird mit der Zeit immer angenehmer zu gehen und
nach ½ Stunde erreicht man die sehr nette Aussicht an der Breiten
Kluft. Diese Aussicht lädt zu einer kleinen Rast ein, da es sich um eine
riesige Felsfläche handelt,
die sich durch einige Hubbel ganz gut zum Sitzen
anbietet. Von hier geht die Wanderung weiterhin auf dem blau markierten Weg
in Richtung Winterberg. Nach ca. 1,4 Kilometern erreicht man den
sogenannten Zurückesteig. Dabei handelt es sich um ein paar Stufen und einen
ganz seltsamen Felsen, der am Wegesrand steht. Dass dieser Felsen überhaupt
noch dort steht ist meiner Ansicht nach ein statisches Wunder. Ein so
mächtiger Felsen auf so einem kleinen Fuß ist wirklich überraschend. 200
Meter hinter dem Zurückesteig biegt nach links ein ausgeschilderter Weg ab.
Auf dem Schild stehen die beiden Ziele Carolafelsen und Wilde Hölle. Der
Zugang zur Aussicht Carolafelsen ist nach 300 Metern erreicht und diesen
schönen Platz sollte man sich nicht entgehen lassen. Um auf die Aussicht zu
kommen, steigt man ein paar Stufen und Felsen nach links hoch und schon hat
man das Plateau erreicht. Die Ausmaße der Aussicht sind ähnlich wie an der
Breiten Kluft, nur dass man von hier in die andere Himmelsrichtung
(Nordwesten) blickt. Besonders nett ist, dass der Falkenstein und der
Lilienstein genau in einer Linie stehen. Damit sind wirklich alle Fotos von
dieser Aussicht sehr einfach zu identifizieren. Nachdem man auch diesen
Ausblick ausreichend genossen hat, geht es wieder zurück auf den Weg runter
in die Wilde Hölle. Die ersten Meter runter in die Schlucht sind wirklich
erbärmlich. Es geht über eine riesige Anzahl Felsmurmeln abwärts, bis es
durch einen steilen Felsen richtig interessant wird. Auf dem linken Felsen
sind ein paar Klammern und eine längere Eisenleiter angebracht, sodass der
Abstieg noch ein bisschen Spannung enthält. Die Klammern sind bei weitem
nichts Besonderes und auch eine 6jährige hat es fast ohne Hilfe alleine
geschafft. Nur zwischendurch hatte der fürsorgliche Papi mal wieder Angst
und musste helfend eingreifen. Das einzige Missgeschick ist vor dem
eigentlichen Kletterabschnitt passiert, weil hier der Übermut mal wieder
zugeschlagen hatte. Hier hat der Hosenboden Kontakt mit einer zu großen
Felsmurmel gehabt.
Nach dem Abstieg durch die Wilde Hölle wechselt die Wanderwegform sehr
abrupt von Kletterpartie in "sehr angenehm zu laufen". Vielleicht ist es noch
ein bisschen sandig, aber sonst geht es nett weiter runter. Zwischendurch
passiert man den Unteren Affensteinweg, der aber nur überquert wird, um dann
weiter durch die Eulentilke auf den Nassen Grund zuzusteuern. Die Eulentilke
ist ein sehr netter Grund, der überraschend leer ist. Aber vermutlich liegt
das einfach daran, dass selbst der Nasse Grund kein markierter Wanderweg ist
und so die Besucherzahlen selbst dort schon ziemlich gering sind.
Die letzten Meter geht es nach rechts den Nassen Grund wieder herunter bis
zum Parkplatz bzw. zur Kirnitzschtalstraße.
Damit ist eine sehr nette Wanderung zu Ende gegangen, die aber am Schluss
noch eine Überraschung für mich beinhaltete. Nachdem ich meine Tochter nun fragte, ob
ihr die Wanderung auch gefallen hätte, erzählte sie mir, dass die Runde aber
nichts mit ihrem Wunsch (sie hatte die ganze Zeit von der Wilden Hölle
gesprochen) zu tun hätte. Nach einem kleinen klärenden Gespräch stellte sich
dann heraus, dass sie gar nicht die Wilde Hölle, sondern das Labyrinth
meinte. Na, dann sind wir halt am nächsten Tag auch noch zum Labyrinth gewandert.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis
Nasser Grund.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Nassen Grund.
Empfohlener Parkplatz:
Nasser Grund
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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