| Die Wanderung
begann damit, dass ich vormittags einen geschäftlichen Termin in Dresden
hatte und dieser nette Mensch mich fragte, ob ich denn schon die
Häntzschelstiege gegangen wäre. Also machte ich mich nachmittags auf den Weg
und suchte das Ding.
Start war Altendorf. Vom oberen Dorfausgang, gegenüber der Gärtnerei,
ging es auf dem neuen Panaromaweg Richtung Mitteldorf- Lichtenhain. Diesem
Weg folgt man einfach, wandert immer auf der Höhe entlang und erreicht
nach 2 Kilometern Mittelndorf. Die Strecke bis dorthin ist schon ein
Genuss für die Augen, da man fast die ganze Zeit auf die Schrammsteine schauen kann. In Mittelndorf geht es
durchs Dorf und dann immer weiter auf dem Panoramaweg, bis man kurz vor
Lichtenhain auf
den asphaltierten Weg mit der Wegmarkierung grünen Punkt kommt. Auf
diesem Weg geht’s nach rechts runter ins Kirnitzschtal. Nach einem
Abstieg, der erst flach ist und dann immer steiler wird, erreicht man den
Beuthenfall. Leider verfällt das dortige Ferienheim immer mehr. Ganz besonders fällt
einem das auf, wenn man von hinten an die Gebäude rankommt. Man überquert
die Straße im Kirnitzschtal und geht auf der gegenüberliegenden Seite
den Hang wieder hoch, bis man nach ½ Kilometer nach rechts abbiegt. Weiterhin
folgt man dem grünen Punkt, bis der Weg nach 250 Metern
einen Rechtsknick macht und nach weiteren 250 Metern nach links
dem roten Strich abbiegt. Auf diesem Weg geht es ein paar Meter bis an den
Bloßstock. Hier biegt der gekennzeichnete Weg nach links ab, aber wir
wollen ja zur
Häntzschelstiege, und um dorthin zu kommen, geht es rechts am Felsen entlang. Der Weg geht
ein paar Meter durch einen "Sandkasten" und steigt am Berg
leicht an. Jetzt wird es schwierig, da ich nicht mitgezählt habe, welcher
Aufgang zur Häntzschelstiege führt. Es führen mehrere kleine Wege zur
Felswand, die aber alle nach ein paar Metern am Felsen enden.
Wenn ich mich
richtig erinnere, ist es der dritte Weg, auch der einzige etwas größere, der einen über eine größere Anzahl "Hühnerleitern"
zur Häntzschelstiege führt. Nach ein paar Höhenmetern kommt man an die
erste Stelle mit Klammern. Dieses
Teilstück
ist noch sehr einfach zu bewerkstelligen, da es eigentlich nichts anderes
ist, als eine Leiter hoch zu klettern. Viel schwieriger ist das
nächste Teilstück, von dem ich aber leider kein Foto gemacht habe.
Schade. Es geht um einen Felsen herum, den man nur über ein paar Haken
und an einem gespannten Seil entlang überwinden kann. Ich habe im weiten Internet nur
das folgende
Bild entdeckt, und das gibt einen guten Eindruck, was der
Schwierigkeitsgrad bedeutet. Nach ein bisschen, oder ein bisschen mehr,
Zähnegeklapper erreicht man dann den wieder einfacheren Teil des Weges.
Es geht steil ansteigend, aber doch auf verhältnismäßig einfachem Weg weiter
nach oben. Nach ein paar Höhenmetern ereicht man die obere
Affensteinpromenade, die im Moment zu einem komfortablen
Weg ausgebaut wird. Ich weiß zwar nicht, ob so viel Luxus sein muss,
da man ohne ein Problemchen um den Felsen herumgehen kann, aber
hoffentlich hat sich irgendjemand Gedanken dazu gemacht. Hinter dieser
Leiter erreicht man den oberen Teil der Häntzschelstiege. Tja, und hier
war für mich der Weg durch die Häntzschelstiege zu Ende.
Eigentlich stand schon
am Fuße des Berges das Hinweisschild, dass der Zugang zur
Häntzschelstiege wegen Bauarbeiten vorübergehend gesperrt ist. Hier nun
war der Zugang
zum Kamin wirklich gesperrt, da die Leiter gerade erneuert wurde. Das
nennt
man Pech, wenn man genau die zwei Monate trifft, in der eine Sanierung
durchgeführt wird. Also eigentlich sollte es im Kamin
so aussehen, aber leider konnte ich diesmal nicht hinein.
Also habe ich mich auf den Nachhauseweg über die obere
Affensteinpromenade gemacht. Man wandert auf dieser ungefähr 3 Kilometer und erreicht den nach rechts abfallenden
Weg mit dem gelben Strich. Hier geht es
im Sandloch den Berg wieder runter. Beinah hätte ich es vergessen: Ganz
witzig sieht auch das kleine
Prebischtor aus. Ich glaube zwar nicht das es so heißt, aber ich fand
es sehr nett. Also weiter geht es ins Sandloch mit dem gelben Strich. Im
Tal angekommen erreicht der Weg auch bald einen breiteren Waldweg, den man
nach links weitergeht. Nach 400 Metern macht der Weg einen scharfen Linksknick.
Hier geht es geradeaus in den Wald hinein. Der Weg sieht zwischendurch so
aus, als wäre er überhaupt kein Weg mehr, da er immer schmaler wird,
aber nach 150 Metern erreicht man die asphaltierte Straße, die aus dem
nassen Grund hochführt. Auf der Straße geht es den Berg hoch, bis der
grüne Strich nach ungefähr 900 Metern nach rechts von der gut
ausgebauten Straße abbiegt. Keine Panik, gut ausgebaut heißt nicht, dass
dort wirklich Autos fahren. Dieses passiert nur, wenn die Elbe ein
Jahrhunderthochwasser führt und der Verkehr nach Ostrau durch den
Nationalpark geführt wird.
Also geht es von der Straße wieder in den
Wald, immer dem grünen Strich folgend, bis in die Ostrauer Mühle. Der Campingplatz
ist ein beliebter Treffpunkt an verlängerten Wochenenden. Ganz witzig
fand ich das Tipi- Zelt
(meine Frau meint, dass dieser Zelttyp so heißt). Es war vom Adventure
Service Sächsische Schweiz. Von der Ostrauer Mühle kommt der letzte
Anstieg, der aber relativ einfach ist. Es geht genau gegenüber vom
Campingplatz den breiten Waldweg nach Altendorf hoch.
Hiermit möchte ich meinem Dresdener Geschäftspartner für die sehr gute
Empfehlung zur der Wanderung danken. Sie war wirklich spitze und hat den
müden Kreislauf in Schwung gebracht.
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