Auf den Wanderweg bin ich
durch den Stiegenführer Teil 1 von Axel Mothes gekommen. Dass irgendwo in
der Nähe von Altendorf ein Weg ist, den ich nicht kenne, konnte ich einfach
nicht glauben und deshalb musste die Strecke gleich ausprobiert werden.
Meine Frau behauptete zwar, dass ich schon einmal mit ihr über den Weg
gegangen bin, aber irgendwie kann ich mich nicht erinnern. Mal schauen, wenn
ich den Weg gehe, ob die Erinnerung wieder kommt.
Der Start ist in Altendorf und hier bietet sich am besten der Parkplatz
unterhalb des Heiteren Blicks (www.heiterer-blick.info)
an. Auf der Hauptstraße geht es bis 10 Meter vor das Ortsende. Hier kreuzt
die Wanderwegmarkierung roter Strich
.
Es geht nach rechts die Straße Zum Hegebusch herunter. Da Altendorf keine
riesige Ortschaft ist, erreicht man nach 450 Metern den Ortsrand. Der
Ortsrand verschiebt sich gerade weiter in Richtung Kirnitzschtal, da hier
ein kleines Neubaugebiet entsteht. Im Moment (2006) sieht es noch ganz
witzig aus, da auf dieser Fläche nur ein paar einzelne Häuser stehen. Ich
bin immer wieder verwundert, in welcher kurzen Zeit hier Häuser entstehen
können. So war es bei dieser Wanderung, dass ich vor 6 Wochen das letzte Mal
die Neubausiedlung gesehen habe und gerade der Keller von einem Haus
ausgehoben wurde. Jetzt stand an der Stelle ein vollständiges Haus und man
war fleißig damit beschäftigt, den Innenausbau durchzuführen. Am Waldrand
angekommen, weist ein Schild drauf hin, dass hier die Grenze des
Nationalparks Sächsische Schweiz ist. Im ersten Augenblick sieht es so aus,
als wenn der Weg nach rechts weiter gehen würde, aber ich empfehle eine
kleine Abkürzung, die gleich hinter dem Schild in den Wald führt. Der Weg
ist etwas steiler, aber trotzdem ganz gut zu gehen. Auch dieser Pfad schlägt
die rechte Richtung ein, da sonst das Gefälle für einen normalen Abstieg zu
steil wäre. Nach ein paar Metern (ca. 200 Meter) erreicht man den
Verbindungsweg von Altendorf zur Ostrauer Mühle.
Diesem
breiteren Weg folgt man jetzt nach links, den Hang weiterhin abwärts bis zum
Campingplatz Ostrauer Mühle (www.ostrauer-muehle.de).
Der Campingplatz bietet auch Nicht-Gästen die Möglichkeit sich kurz zu
erfrischen, um dann den Aufstieg aus dem Kirnitzschtal zu meistern.
Es geht nach rechts am Bach talabwärts, auf ein paar Metern dem Flößersteig
hinterher. Gleich hinter dem Campingplatz Ostrauer Mühle verläuft der gerade
erwähnte Flößersteig oberhalb der Straße auf dem Promenadenweg weiter.
Dieses
Teilstück ist sehr angenehm zu gehen und man kann sich bestimmt sehr gut
vorstellen, wie in weit vergangenen Zeiten die Bad Schandauer Kurgäste hier
entlang flaniert sind. Nach ungefähr ½ Kilometer zweigt nach rechts der
schon bekannte rote Strich
in die Altendorfer Dorfbachklamm ab. Über diesen Pfad steigt man zunächst 79
Stufen aus dem Kirnitzschtal empor. Hinter der 79. Stufe biegt man nach
rechts ab. Auch wenn es an der Stelle nicht so aussieht, als wenn der Weg
hier weiter geht, so muss man nur ein paar Meter höher steigen, dann sieht
man auf der linken Seite am Hang ein paar Stufen. Der
Aufstieg ist nicht besonders schwer oder kompliziert und man kommt unterhalb
vom so genannten Löwenkopf wieder heraus. Der Löwenkopf ist eine größere
Felsmurmel, die zum Verweilen einlädt. Wenn man von dieser Aussicht auf die
gegenüberliegende Seite blickt, dann kann man sich kaum vorstellen, dass
dazwischen eine fast 110 Meter tiefe Schlucht liegt. Das Teilstück zwischen
der Ostrauer Mühle und der Altendorfer Dorfbachklamm ist aber auch die
engste Stelle des ganzen Kirnitzschtals.
Kurz hinter dem Löwenkopf geht es wieder auf dem rot markierten Weg weiter
den Berg hinauf. Der Aufstieg verläuft zuerst noch auf einem Waldweg, geht
aber dann in einen breiteren Forstweg über, um nun das letzte Stück in
Altendorf zu bewältigen. Damit
man möglichst wenig auf der viel befahrenen Hauptstraße wandern muss,
empfehle ich, am unteren Löschteil nach links auf den Wiesenweg abzubiegen.
Dieser führt am westlichen Rand von Altendorf entlang und erreicht die
Hauptstraße - eigentlich heißt die Straße Sebnitzer Straße - kurz vor dem
Ausgangspunkt.
Damit ist eine sehr kurze Runde beendet, die meiner großen Tochter und mir
ganz gut gefallen hat. Ich glaube zwar nicht, dass irgendjemand extra von
weither anreist um dann diese kleine Runde zu absolvieren, aber vielleicht
hat ja irgendein Gast des Heiteren Blicks nach einem ordentlichen Essen das
Bedürfnis, einen etwas anspruchsvolleren Verdauungsspaziergang zu machen.
Oder ein Gast des Campingplatzes möchte noch eine kleine Abendrunde
veranstalten. Leider kann ich mich immer noch nicht dran erinnern, ob ich
diese Wanderung tatsächlich schon mal gemacht habe. Anscheinend ist der
Altendorfer Steinbrecherweg mit irgendeiner grauen Zelle auf der Strecke
geblieben. Aber das soll ja auch nicht schlecht sein, weil so kann man immer
wieder neue Stellen entdecken.
J
Anfahrtsbeschreibung:
Auch wenn ich davon ausgehe, dass die
Wegbeschreibung bis Altendorf bekannt sein sollte, hier
ist sie perfekt beschrieben. Als Parkplatz bieten sich die beiden
großen Parkplätze von Altendorf an. Beide sind kostenlos und
normalerweise groß genug um alle Urlauber aufzunehmen. Das
"normalerweise" bedeutet: Es gibt eine Ausnahme, die heißt
Sonnenwendefest. Dann gibt es keine Parkplätze in Altendorf.
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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