Die Wanderung ist aufgrund einer freundlichen
Mail entstanden, weil ich mich im Gästebuch des Vereins Schwarzbachtal e.V.
(http://www.schwarzbachbahn.de)
eingetragen habe. In der Mail wurde auf das kommende Bahnhofs- und Ortsfest
Lohsdorf hingewiesen. Der Besuch des Bahnhofs Lohsdorf ließ sich mit einer
kleinen Wanderung durch mein Lieblingstal namens Schwarzbachtal verbinden.
Auch wenn gerade kein Bahnhofsfest ist, ist das Tal immer eine Wanderung
wert, und wenn sich inzwischen sogar am Wendepunkt ein neu angelegter
Bahnhof befindet, dann ist es noch interessanter. Hier kommt die
Wanderbeschreibung für diese Runde:
Der Startpunkt für die Wanderung ist, wie so häufig bei Wanderungen im
Bereich des Sebnitz- und Schwarzbachtales, einer der beiden Parkplätze in
Altendorf. Diesmal würde ich den Parkplatz am Altendorfer Feuerwehrhaus
empfehlen. Von hier geht es ein paar Meter um das Fußballfeld und dann in
Richtung Altendorfer Hausberg namens Adamsberg. Der Aufstieg auf den
Adamsberg ist leicht geschafft und von hier oben hat man einen wunderbaren
Blick über die Schrammstein- und Affensteinfelsen. Genauso kann man in den
Bereich der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken, und auch die Tafelberge
der Vorderen Sächsischen Schweiz kann man von hier aus sehr schön sehen. Vom
Adamsberg geht es auf dem gleichen Weg wieder herunter, wie man hoch
gekommen ist. Jetzt geht der Weg runter ins Sebnitztal, indem man an drei
Schrebergärten vorbeigeht und dann in den Wald eintaucht. Der Weg geht mit
einem angenehmen Gefälle runter bis ins Tal. Auch wenn dieser Waldweg
keinerlei Markierungen hat, so ist der Streckenverlauf sehr einfach zu
finden. Nur an einer Stelle gibt es überhaupt eine Möglichkeit falsch zu
wandern, und wenn man sich an dieser einzigen Weggabelung rechts hält, dann
erreicht man schnell die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und
Sebnitz/Neustadt.
An der Bahnlinie erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich
,
die man jetzt nach rechts weiter verfolgt. Zuerst geht es ein paar Meter
neben den Bahngleisen entlang und kurz hinter der ersten Überquerung der
Sebnitz biegt der markierte Weg nach rechts ab. Über eine Wiese verläuft der
Wanderweg in einem großen Bogen bis zur nächsten Flussüberquerung. Die
nächste Wiese wird von Zeit zu Zeit von ein paar Kühen bevölkert und deshalb
verläuft der markierte Weg zwischen dem Weidezaun und dem Bahndamm. Am Ende
der Wiesen erreicht man ein altes Bahnwärterhäuschen. An ihm überquert man
die Bahntrasse und noch vor den beiden alten Brückenwiderlagern der
Schmalspurbahnbrücke verlässt man nach rechts den markierten Wanderweg. Die
nächsten paar Meter verlaufen auf der alten Bahntrasse der Schmalspurbahn.
Als nächstes kommt ein sehr schönes Überbleibsel der Schmalspurbahn in Form
eines Viadukts. Obwohl diese Brücke schon weit über 100 Jahre alt ist, zeugt
der Zustand der Brücke von sehr solider Bauarbeit. Auch der
Tunnel,
der als nächstes quer durch den Hang des Goßdorfer Raubschlosses führt, ist
noch in einem sehr guten Zustand. Dieser 63 Meter lange Tunnel führt auf der
anderen Seite die Wanderung in das Schwarzbachtal. Hier trifft man wieder
auf die schon bekannte gelbe Wegmarkierung
,
der man aber auch nur 100 Meter folgt bis der markierte Weg nach rechts
abbiegt und auf der anderen Seite des Schwarzbaches weitergeht. Die
Wanderung geht nach links auf der alten Bahntrasse weiter. Hier ist für die
Bahnlinie extra ein Durchbruch durch einen kleinen Felsenausläufer geführt
worden. Nach ca. 900 Meter erreicht man den zweiten Tunnel der
Schmalspurbahn. Dieser Tunnel ist mit 38 Metern Länge ein kleines Stück
kürzer als der erste Tunnel. Auf der Rückseite trifft man mal wieder auf den
gelben Strich
.
Dieser Wegmarkierung folgt man jetzt endgültig das letzte Stück bis nach
Lohnsdorf. Links des Weges kann man an mehreren Stellen den alten Bahndamm
und mehr oder weniger gut erhaltende Brücken sehen. Aber die werden erst auf
dem Rückweg erkundet. Die Wanderung erreicht am unteren Ende des Dorfes den
Bahnhof von Lohsdorf. Das
ganze Gelände des ehemaligen Bahnhofes ist heutzutage das Vereinsgelände des
Schwarzbachtal e.V. Erst in den letzten Jahren bzw. ich würde sogar sagen im
letzten Jahr (2005/2006) hat sich Gewaltiges in dem ganzen Bereich getan.
Früher haben hier, seit ich den Platz kenne, immer irgendwie Reste der
Schmalspurbahn gestanden, aber erst in der letzten Zeit sind einzelne
Eisenbahnwagen saniert worden, ein Bahnhofsgebäude ist abgerissen worden,
ein anderes ist ganz neu aufgebaut worden und zu guter Letzt sind sogar
Eisenbahnschienen mit einer Weiche eingebaut worden. Hier sieht es so aus,
als wenn sich einige fleißige Hände des Bahnhofs und der Erinnerung an die
Schmalspurbahn angenommen haben. Im August war zu den so schon vorhandenen
interessanten Sachen auch noch eine ganz besondere Attraktion hinzugekommen:
Auf
den neu verlegten 40 Meter Gleisen durfte doch tatsächlich eine echte
Dampflok hin und her fahren. Ich glaube, das war für groß und klein ein
echter Kracher. Auf jeden Fall haben unsere Kinder staunend vor dem Ding
gestanden und waren sichtlich begeistert. Leider gehört diese Lok nicht dem
Verein, sondern war nur eine Leihgabe des Vereins Interessengemeinschaft
Preßnitztalbahn e.V. Aber auch ohne diese Attraktion und dem Bahnhofsfest
ist das Gelände und die alten Eisenbahnwagons eine Zaunbesichtigung wert.
Vielleicht hat man auch das Glück, dass ein Vereinsmitglied auf dem Gelände
ist und man auf das alte Bahnhofsgelände darf.
Nach diesem schönen Ziel der Wanderung geht es wieder zurück ins
Schwarzbachtal. Die ersten 1,35 Kilometer wandert man auf der gelben
Wanderwegmarkierung entlang. Auf der rechten Wegesseite kann man schon die
ganze Zeit den alten Bahndamm der Schmalspurbahn sehen und sogar zwei Reste
von Brücken über den Schwarzbach finden.
Die
erste Brücke besitzt noch den eisernen Ursprungsgrundkörper, bei der zweiten
stehen leider nur noch die Brückenwiderlager, sonst hätte man das Teilstück
sogar auf der alten Trasse entlang wandern können. Nach den schon besagten
1,35 Kilometern sieht man vor sich ein weiteres Teilstück des Bahndamms mit
einer alten Brücke. Diesmal ist es möglich, dieses Teilstück zu wandern,
zumindest, wenn man sich traut, über ein breites Eisenfachwerk zu
balancieren. Siehe Bild rechts. Ich finde es faszinierend, dass Eisenträger,
die seit mindestens 60 Jahren nicht mehr benutzt werden, noch in einem solch
gut erhaltenen Zustand sind. In Zukunft ist es aber so, dass sich der Verein
Schwarzbachtal e.V. dieser Bauwerke annehmen wird und versuchen wird, sie zu
erhalten. Im Jahre 2006 weisen mehrere Schilder des Vereins drauf hin, dass
das Betreten der Brücken auf eigene Gefahr erfolgt. Der Verein sorgt
anscheinend sogar dafür, dass der Bahndamm nicht vollständig mit Bäumen
zuwuchert.
Nach dem kleinen Ausflug über den Bahndamm erreicht man wieder mal den
breiten Wanderweg mit der gelben Markierung
.
Diesmal folgt man der Wanderwegmarkierung und geht nicht durch den Tunnel.
Der Weg macht einen Bogen um eine Bergausläufer und geht auf der Rückseite
dann über eine kleine Fußgängerbrücke über den Schwarzbach. Nach einem ¾
Kilometer auf der linken Bachseite wechselt der markierte Weg wieder über
eine kleine Brücke auf die andere Seite. Das nächste Stück der Wanderung
verfolgt den markierten Wanderweg bis kurz hinter die ehemalige
Buttermilchmühle . Hier verlässt man
den gelb markierten Weg und folgt jetzt dem roten Strich
nach links in Richtung Altendorf. Der Weg steigt aus dem Sebnitztal mit
einer angenehmen Steigung aus dem Tal heraus. Nachdem man oben aus dem Wald
wieder heraus tritt, hat man auf einmal freie Sicht auf den Altendorfer
Hausberg namens Adamsberg. Die letzten paar Meter bis nach Altendorf geht es
über ein paar Felder und dann erreicht man auch schon die Hauptstraße bzw.
eigentlich heißt sie Sebnitzer Straße. Auf dieser geht es nach rechts bis
zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Ich finde die Wanderungen im Schwarzbachtal immer wieder schön und so war
auch diesmal das Geschlängel auf den beiden unterschiedlichen Wegen sehr
nett. Eine Wanderung in dem Tal lohnt sich immer, auch ohne das Lohsdorfer
Bahnhoffest.
Anfahrtsbeschreibung:
Auch wenn ich davon ausgehe, dass die
Wegbeschreibung bis Altendorf bekannt sein sollte, hier
ist sie perfekt beschrieben. Als Parkplatz bieten sich die beiden großen
Parkplätze von Altendorf an. Beide sind kostenlos und normalerweise groß
genug um alle Urlauber aufzunehmen. Das "normalerweise"
bedeutet: Es gibt eine Ausnahme, die heißt Sonnenwendefest. Dann gibt es
keine Parkplätze in Altendorf.
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,69 kByte
Dateigröße:
1,83 kByte
Dateigröße:
1,67 kByte
Dateigröße:
2,69 kByte
Dateigröße:
14,77 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.