Die Wanderung startet wie so viele Wanderungen
des Sebnitztales in Altendorf. Als optimaler Parkplatz bittet sich der
Parkplatz zwischen dem Altendorfer Feuerwehrhaus und dem Sportplatz an. Von
diesem Startpunkt geht es über die Hauptstraße bis ans Ortende. Vor dem
Blumenladen biegt der Wanderweg mit der roten Wanderwegmarkierung
nach links ab. Der Weg führt raus aus der Ortschaft und nach ein paar Metern
kann man schon das Fernziel der Wanderrunde sehen, der Gickelsberg. Von
dieser Position sieht dieses Ziel sehr nahe aus, aber zuerst geht es runter
ins Sebnitztal. Die Wanderung führt an der Seite des Pinsenberges vorbei, und
dann mit einem angenehmen Gefälle auf einem Waldweg entlang. Kurz vor dem
Erreichen der Sebnitz geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung
nach rechts weiter. Nach ein paar Metern erreicht man das Gebiet des
ehemaligen Ausflugslokals Buttermilchmühle. Leider ist diese Gaststätte
durch einen Blitzschlag vollständig zerstört worden, aber jetzt befindet
sich an der Stelle ein kleiner Teich, der im Frühjahr mit riesigen Mengen
Froschleich bzw. Kaulquappen bevölkert wird. Dadurch dass auch noch das
kleine Bächlein namens Kohlbach an der Stelle endet ist es ein beliebter
Zwischenstopp für Wanderer mit Kindern. Im hinteren Teil der ehemaligen
Buttermilchmühle befindet sich der Specksteinstollen. Dieser ehemalige
Stollen soll fast 100 Meter in den Berg hineingehen und dient heutzutage als
Fledermauswinterquartier. Im Frühjahr 2006 hat mal wieder irgendein Idiot
den Eingang aufgebrochen, aber ich möchte trotzdem bitten den Stollen nicht
zu betreten, damit die sehr nützlichen Tierchen hier ihre notwendige Ruhe haben.
Von dem Bereich der Buttermilchmühle geht es zuerst über die Sebnitz hinweg
und dann noch ein paar Meter an dem Schwarzbach entlang, bis auf der linken
Seite eine kleine Brücke den Aufstieg zum Goßdorfer Raubschloss ermöglicht.
Der Zugang zum Raubschloss ist ausgeschildert, aber ohne
Wanderwegkennzeichen. Der Weg führt in einem kleinen Zickzack den Berg hoch.
Oben angekommen findet man zwei direkt sichtbare Reste des Raubschlosses.
Letztes Jahr (2005) sind diese beiden Ruinen saniert worden und mit einer
netten Informationstafel ausgestattet worden. Der Inhalt der Tafel liegt
hier. Der weitere Wegverlauf
führt ein kleines Stückchen wieder herunter und dann auf dem Gratweg nach
Goßdorf. Kurz vor der Ortschaft befindet sich der unscheinbare Hankehübel,
den man aber ganz sicher nicht auslassen sollte. Der Aufstieg ist vollkommen
harmlos und oben angekommen ist man dann überrascht vom dem fantastischen
Panorama. Dadurch dass auf dem ganzen Berg nur ein kleiner Kirchbaum steht,
ist die Rundumsicht gewaltig und man kann ganz hervorragend die Berge der
vorderen und hinteren Sächsischen Schweiz sehen. Dazu steht auf dem Berg
noch ein Tisch mit zwei Bänken die zu einer längeren Rast einladen. Nachdem man sich lange genug satt gesehen hat, geht es wieder zu dem
Ursprungsweg. Diesen Weg überquert man nur, um dann gegenüber auf dem Weg
bis zum nächsten Querweg zu wandern. Das hört sich komplizierte an als es
ist. Eigentlich muss das Dorf nur im Uhrzeigersinn umrundet werden. Auf dem
schon genannten Querweg geht es nach links weiterhin am Rande des Dorfes
entlang. Erst ziemlich am Ende des Weges verläuft der Wanderweg zwischen einem Bauernhof
und ein paar Häusern hindurch. An der nächsten Straße geht es wieder mal
nach links und ab hier ist dann auch schon der Aufstieg auf das nächste Ziel
der Wanderung, dem Gickelsberg, ausgeschildert. Da der Gickelsberg nicht zu
übersehen ist, sollte aber auch ohne die komplizierte Wegbeschreibung die
richtige Richtung finden. Von der Ortschaft führt ein kleiner Pfad auf den Berg
hinauf. Der Gickelsberg ist noch mal 80 Meter höher als der Hankehübel,
dafür aber ¾ mit Wald bedeckt. Trotzdem ist der Aufstieg lohnenswert, da man
auch von diesem Berg eine sehr ruhige Aussicht genießen kann.
Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg, wie man hochgekommen ist, bis zum
Waldrand. An diesem Waldrand geht es nach links oberhalb vom Goßdorf
entlang. Der Pfad führt senkrecht auf einen Feldweg mit einer Baumallee zu.
Genau an der Stelle, an der man auf diesen Feldweg stößt, geht es gegenüber
auf einem Weg weiter. Der Weg ist ausgeschildert mit Schwarzbachtal/Briefträgerweg.
Damit man das ganze Schwarzbachtal erwandert, geht es nach 230 Meter nach
links. Diese Abzweigung hat zwar ein Pferdewegkennzeichen, ist aber
normalerweise ein ganz normaler Wanderweg. Warum auch immer dieses
Kennzeichen dort hängt, aber vermutlich soll es den Reitern nur zeigen, dass
auch dieser Weg für sie empfehlenswert ist. Der Weg führt mit sehr leichtem
Gefälle bis nach Lohsdorf. In Lohsdorf geht es nach rechts ungefähr 200
Meter auf der asphaltierten Dorfstraße. Der Weg ist mit dem gelben Strich
markiert. An dem alten Schmalspurbahnhof von Lohsdorf geht es nach rechts weiterhin
auf der Wanderwegmarkierung. Auf dem Grundstück des ehemaligen Bahnhofes
befindet sich jetzt das Vereinsgelände des Schwarzbachbahn e.V (www.schwarzbachbahn.de).
Kurz hinter dem Vereinsgelände startet eines der ruhigsten Täler der
Sächsischen Schweiz, das Schwarzbachtal. Der Wanderweg führt zum Teil auf
der alten Bahntrasse entlang, aber an manchen Stellen hat sich die Natur ihr
Terrain zurückerobert. So kann man noch sehr deutlich zwei Brücken der
Bahntrasse erkennen, die aber zur Überquerung des Schwarzbaches nicht mehr
geeignet sind. Kurz vor dem ersten Tunnel schwenkt der markierte Wanderweg
nach links und führt in einem großen Bogen um den Maulberg. Hinter der
Bergumrundung geht es über eine kleine Fußgängerbrücke auf die andere Seite
des Schwarzbaches und dann ein paar hundert Meter weiter auf der linken
Bachseite. Dann kreuzt der Weg wieder den Bach und führt auf der schon
bekannten Bahntrasse weiter. Nach ein paar Metern (< 100 Meter) auf dem
breiteren Wanderweg, biegt der markierte Weg nach links ab, die Wanderung
geht aber geradeaus auf einem kleineren Pfad durch den zweiten Tunnel der
Schwarzbachtalbahn. Im Sommer ist der Eingang/Zugang zu dem Tunnel etwas
schwerer zu erkennen, da dann der Wald über dem Eingangsportal sehr dicht
ist. Man merkt aber spätestens nach 350 Metern dass man zu weit gewandert
ist, weil man dann wieder an dem Aufstieg zum Goßdorfer Raubschloss ankommt.
Der Tunnel geht insgesamt 63 Meter durch den Felsen des Goßdorfer
Raubschlosses und kommt auf der anderen Seite im Sebnitztal wieder heraus. Gleich hinter dem Tunnel kommt eine kleine Attraktion der Strecke, eine
Viadukt über die Sebnitz. Erst letztes Jahr (2005) hat diese Brücke ein
Geländer bekommen. Bis dahin war die Überquerung immer mit leichtem
Nervenkitzel verbunden, aber jetzt trauen sich selbst Mütter mit kleinen
Kindern drüber ;-) . Faszinierend ist, dass so eine alte Brücke anscheinend noch
ohne jegliche Schäden dort steht und dass obwohl an ihr bestimmt in den
letzten 50 Jahren keine erhaltenden Maßnahmen durchgeführt wurden. Ganz
besonders erfreulich ist, dass sich im Winter 2005/2006 anscheinend ein
Biber, oder vielleicht sogar eine Biberfamilie, unterhalb des Viaduktes
herumgetrieben haben muss, da sehr eindeutige Spuren an den Bäumen zu sehen
sind. Knapp hinter dem Viadukt erreicht der Wanderweg die Bahntrasse der
Sebnitztalbahn. Am Bahnübergang geht es über die Bahnlinie hinweg
und dann am Bahndamm auf der schön bekannten Wanderwegmarkierung gelber
Strich
weiter. Der Weg überquert auf einer eigenen kleinen Brücke die Sebnitz und
geht dann in einem großen Bogen über eine Wiese. Hinter der Wiese verläuft
der Wanderweg noch ein kurzes Stück (ca. 300 Meter) zwischen der Bahntrasse
und dem Berghang entlang, um dann den beschrifteten Aufstieg in die Richtung
Altendorf zu verlassen. Der Weg biegt im spitzen Winkel ab und geht dann
durch einen dichten Wald bis nach Altendorf hoch. Kurz vor Altendorf
empfehle ich noch mal einen kleinen Aufstieg auf den Adamsberg. Auch vom
Adamsberg hat man einen sehr schönen Ausblick auf die hintere Sächsische
Schweiz. Am Orteingang befindet sich der Ausgangspunkt der Wanderung.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau und dann weiter mit der
Buslinie 260 bis zur Haltestelle Altendorf.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Von Bad Schandau dann weiter in die Richtung Sebnitz. Nachdem man aus dem Elbetal heraus gekommen ist, heißt die nächste Ortschaft Altendorf. In Altendorf die erste Straße nach links, befindet sich der Parkplatz gleich neben dem neuen Feuerwehrhaus.
Empfohlener Parkplatz:
Altendorf Feuerwehrhaus
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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