Götzinger Höhe

 

 

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Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden.

       
Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 3 Stunden ca. 11 Kilometer ca. 342 Meter eigentlich immer
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
Elbsandsteingebirge; Kompass Sebnitztal Forstweg und aspaltiert Wanderweg und Pfad Treppen

Beschreibung:

Wenn man durch die Sächsische Schweiz wandert, stößt man fast automatisch an mehreren Stellen auf den Namen Götzinger. An einigen Stellen wird an Herrn Wilhelm Leberecht Götzinger erinnert. Götzinger wurde am 1. September 1758 in Struppen geboren und verstarb 1818 in Neustadt in Sachsen. Er hat sich ganz besonders hervorgetan durch seine Beschreibung der Sächsischen Schweiz in seinem Buch "Schandau und seine Umgebung oder Beschreibung der Sächsischen Schweiz". Leider habe ich selber dieses Buch noch nie in den Händen gehalten, aber bei dem Erscheinungsjahr ist das eigentlich auch kein Wunder. Inzwischen dürfte es zu einer echten Rarität geworden sein. Ich stelle mir dieses Buch aber so ungefähr wie die erstklassigen Wanderführer von Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de) vor. Auch er beschreibt nicht nur die Wanderung, sondern auch alles andere, wie z.B. Fauna, Flora und Geschichtliches, im Umfeld der Strecke. Eine Gedenkstelle an Herrn Götzinger ist die Götzinger Höhe am Rande von Neustadt in Sachsen. Genau zu diesem Berg soll die Wanderung führen.
Der Startpunkt der Wanderung ist der riesige Parkplatz vor dem Freizeitbad Monte Mare (www.monte-mare.de) in Neustadt. Falls der Parkplatz doch mal voll sein sollte, kann man ohne ein Problem auf dem zweiten Parkplatz P2 in der Parallelstraße parken. Die Adresse des Freizeitbades ist wirklich erstklassig passend zu dieser Wanderung: Götzinger Straße 12. Wenn man vom Parkplatz des Schwimmbades kommt, geht es genau auf dieser Straße nach rechts. Nach wenigen Metern verläuft die Wanderung unter der Bahnlinie Sebnitz - Pirna durch und dann geht es weiter geradeaus auf dem Promenadenweg entlang. Warum diese Straße so heißt, blieb mir verborgen, denn eigentlich geht es an ein paar ziemlich hässlichen Wohnblocks vorbei, aber mit dem Erreichen des Waldes wird der Weg, der mit dem roten Strich markiert ist, sehr schön. Ganz besonders nett ist, dass auf diesem Weg auch noch ein Lehrpfad verläuft. Am Wegesrand stehen mehrere sehr schön gemachte Informationstafeln zum Lehrpfad. Mindestens zwei sind mir im Gedächtnis geblieben, die eine Tafel informierte mit einigen gemalten Bildern über Singvögel und die zweite Tafel handelte vom Zusammenleben der Tiere im Wald. Der Wanderweg geht auf einem schnurgeraden Waldweg entlang. Zwischendurch befindet sich ein Kneippbecken, an dem man in der warmen Jahreszeit durch das Bachwasser waten kann. Im Herbst wird das Becken geöffnet, damit es nicht vom Frost kaputt friert. Zwischen dem Kneippbecken und dem Abzweig zur Götzinger Höhe findet man auf der rechten Wegseite einen kleinen See, der mit ein paar Besonderheiten aufwartet. Einerseits ist es ein hölzerner Trog, in den die ganze Zeit Wasser plätschert, und ein kleines Wasserrad. Der Teich ist in Privatbesitz, aber anscheinend hat der Besitzer nichts dagegen, dass man sich an diesem schönen Plätzchen erfreut. Ein paar Meter weiter (ca. 150 m) auf dem Waldweg erreicht man den Abzweig zur Götzinger Höhe. Hier verlässt man mal kurz den rot markierten Wanderweg und steigt ein paar Höhenmeter nach links auf den Berg. Der Aufstieg ist schon nach wenigen Metern geschafft und dann steht man vor dem Aussichtturm. Dieser 25 Meter hohe Turm ist schon 1883 erbaut worden und macht im Verhältnis zu allen anderen Aussichtstürmen der Sächsischen Schweiz einen extrem filigranen Eindruck. Am Fuße des Turms hängt die Turmordnung mit folgendem Inhalt:
- Kinder bis 14 Jahre dürfen den Turm nur in Begleitung Erwachsener besteigen.
Der Turm darf
- nach Einbruch der Dunkelheit
- bei Gewitter
- bei Windgeschwindigkeit ab 15 m/s nicht betreten werden. (Hä, was? Woher weiß ich denn, welche Windgeschwindigkeit gerade herrscht?)
- Turmbesteigung nur bis max. 20 Personen gleichzeitig gestattet.
Betreten auf eigene Gefahr. Stadtverwaltung Neustadt/Sa.
Na, dann mal die paar Stufen hoch. Der Aufstieg erfolgt über eine Wendeltreppe, mit der man schon ein bisschen einen Drehwurm bekommt. Irgendwie hatten wir bei unserer Besteigung zwar das Gefühl, als ob der Turm ein bisschen schwankt, aber solange man die Treppen rauf steigt, fällt einem das gar nicht so sehr auf. Aber als wir dann endlich oben angekommen waren und still auf der Stelle standen, war uns klar, dass sich unsere Sinne doch nicht getäuscht hatten: Der Turm wackelte ziemlich dolle hin und her, und das, obwohl außer uns kein anderer Besucher drauf war und eigentlich auch ziemliche Windstille herrschte. Uns war dabei so unwohl, dass wir nur kurz den erstklassigen Rundblick genossen und gleich wieder abstiegen. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, haben wir noch mal kurz auf den Gedenkstein des Gebirgsvereins von 1883 an Herrn Götzinger und auf die Speisekarte der Gaststätte (www.goetzinger-hoehe.de) geblickt. Die Preise machten einen sehr angemessenen Eindruck und der ganze Bereich der Gaststätte wirkte sehr einladend.
Von der Götzinger Höhe geht es wieder auf dem gleichen Weg herunter, wie man hoch gekommen ist, um dann auf dem wieder erreichten rot markierten Weg nach links weiter zu wandern. Leider hat der Lehrpfad den Wanderweg in der Zwischenzeit verlassen, aber der vollständige Lehrpfad wird in einer späteren Wanderung noch beschrieben. Der markierte Wanderweg überquert gleich hinter der Götzinger Höhe zweimal irgendwelche Landstraßen. Einmal ist es die Straße von Neustadt nach Hohnstein und die zweite ist die Straße nach Krumhermsdorf. Danach geht es zuerst über einen Forst- und weiter auf einem kleineren Waldweg bis hoch auf den Unger. In diesem Waldstück ist es normalerweise angenehm ruhig und meistens trifft man erst auf dem Unger wieder andere Wanderer bzw. Besucher.
Ich bin jetzt in den letzten paar Jahren einige Male auf dem Unger gewesen, aber irgendwie hatte ich immer einen trostlosen Eindruck. Ich weiß nicht, ob es einfach nur daran lag, dass ich nicht das passende Wetter erwischt habe und es damit so ein bisschen trübe aussah, oder vielleicht ist hier oben tatsächlich nicht mehr so richtig viel los. Es gibt immer noch die Gaststätte und im Sommer den neuen Biergarten. Im Herbst 2007 war leider der Aussichtturm gesperrt. Wenn man sich die Bausubstanz gleich neben der Eingangstüre ansieht, dann versteht man sehr gut, warum kein Besucher mehr hoch steigen darf. Damit der Turm nicht ganz auseinander bricht, sind einige sehr stabile Stahlseile um den Turm geschlungen worden. Ich bin zwar kein Bauingenieur, aber mit dem Schaden würde ich dem Turm keine besonders lange Lebensdauer mehr zugestehen. Hier oben bietet sich eine Einkehrmöglichkeit in der Berggaststätte Unger (www.berggaststaette-unger.de).
Nun geht es auf dem mit dem grünen Strich markierten Wanderweg wieder den Berg herunter. Da der grüne Strich an zwei unterschiedlichen Stellen den Berg verlässt, sollte man den Weg an der östlichen Seite wählen. Wer nicht weiß, in welche Richtung Osten liegt: Nicht auf der asphaltierten Straße herunter gehen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite. Früher war links neben dem Weg noch ein kleinerer Informationsbereich, der über ein paar Pflanzen und z.B. auch über Bienen informierte. Da aber so ein Bereich immer einer gewissen Pflege bedarf und diese in dem Fall anscheinend überhaupt nicht erfolgte, ist leider alles wieder zugewuchert und verfallen. Die Wanderung führt mit einem angenehmen Gefälle den Berg herunter auf die Ortschaft Rugiswalde zu. Zwischendurch muss man die Staatsstraße zwischen Neustadt und Sebnitz überqueren, was aber an dieser übersichtlichen Stelle kein Problem darstellen sollte. Der grün markierte Weg führt am Rande von Rugiswalde entlang und geht gleich am Sportplatz wieder aus dem bebauten Gebiet heraus. Am Sportplatz befindet sich noch ein seltsamer Gedenkstein, für den wir bis heute noch keine richtige Erklärung parat haben. Die Inschrift auf dem Stein ist: In der gesetzlosen Zeit wurden hier am 15.Mai 1945 erschossen: (und dann folgen 7 Namen, die ich aber auf meinem Foto nicht mehr lesen kann. Sie werden aber schnellstmöglich nachgereicht).
Von diesem Platz geht es auf einem Feldweg in Richtung Neustadt zurück. Auch wenn der Feldweg mit dem grünen Strich markiert ist, so macht er den Eindruck, als wenn nie jemand auf ihm entlang geht. Als wir dort gewandert sind, lagen mehrere kleine Äste über den Weg und das ist ein deutliches Zeichen, dass nicht besonders viele Fahrzeuge und Wanderer hier unterwegs sind. Der Weg mit dem Namen Lindenweg geht mit einer leichten Steigung bergauf und dann mit etwas mehr Gefälle wieder herunter bis zur Verbindungsstraße zwischen Neustadt und Sebnitz. Zwischendurch hat der grün markierte Weg den Lindenweg verlassen, aber es ist sehr einfach, den weiteren Weg zu erkennen, da es immer weiter auf der Allee entlang geht. Nachdem man die Straße überquert hat, geht es weiterhin auf dem Lindenweg entlang. Früher soll dieser Weg ein viel begangener Verbindungsweg zwischen der Bushaltestelle und dem ehemaligen VEB Fortschritt Landmaschinen Neustadt gewesen sein. Heutzutage ist einerseits jeder mit seinem Auto unterwegs und andererseits ist 2004 die Produktionsstätte für Landmaschinen endgültig geschlossen worden. Deshalb ist der Weg jetzt wieder ziemlich unscheinbar geworden. Auf jeden Fall erreicht man dieses ehemalige riesige Industriegebiet Kirschallee an der östlichen Ecke und man läuft geradeaus am Zaun entlang. Dieses Teilstück ist nicht ganz so schön, aber nach ein paar Metern erreicht man einen relativ großen Badeteich. Dieser Badeteich ist so groß, dass es sogar möglich ist, dass sich ein Angelverein und die Badegäste den Teich teilen können.
Hinter dem Badeteich verläuft die Wanderung über ein paar Straßen zum Ausgangspunkt zurück. Als erstes geht es an der Kleingartenanlage entlang, bis man nach rechts durch einen Tunnel die Bahntrasse unterqueren kann. Ab dem Tunnel heißt die Straße Rugiswalder Weg. Die Straße wandert man einfach immer weiter geradeaus. Zwischendurch ändert sich der Name in Sebnitzer Straße und führt auf die Neustadthalle und damit auf den schönen Stadtpark von Neustadt drauf zu. Den Park muss man nur noch durchqueren und auf der anderen Seite der Neustadthalle befindet sich die Götzinger Straße und damit der Ausgangspunkt der Wanderung.
Nachtrag: Inzwischen hat mir ein netter Wanderer die sieben Namen nachgereicht:
Willy Trepte; Emma Trepte; Erfried Schuster; Max Thonig; Hans Winkler; Julius Liebing; Wolfgang Lücke

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Die schnellste Verbindung um nach Neustadt zu kommen, ist die Bahnverbindung von Bad Schandau oder Pirna. Da sie leider nur relativ selten fährt, bietet sich dann noch die Busverbindung Buslinie 260/261 (Bad Schandau - Sebnitz - Dresden) oder 267 (Sebnitz - Neustadt) an.
Auto:
Von Sebnitz Richtung Neustadt. In Neustadt der Beschilderung zum Freizeitbad Monte Mare folgen. Empfohlener Parkplatz: Freizeitbad Monte Mare

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
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