Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich
auf der Internetseite des Berghof Lichtenhain (www.berghof-li.de)
einen Spaziergang Hochbuschkuppe gefunden habe, der mich neugierig machte.
Irgendwann hatten wir auch schon mal ein Hinweisschild auf die ehemalige
Gaststätte auf der Hochbuschkuppe entdeckt und nun haben wir uns eben mal auf den Weg
gemacht. Der Startpunkt der Wanderung liegt in Lichtenhain. Egal wo in Lichtenhain
man losläuft, es geht immer erst über die Hauptstraße bis
ans nordöstliche Ende (also Richtung Sebnitz). Hier startet die
Wanderwegmarkierung roter Strich
.
Netterweise ist dieser Wanderweg irgendwann in den letzten Jahren verlegt
worden, so dass man nicht mehr über die Landstraße latschen muss, sondern es
geht parallel zur Fahrstraße auf einem Feldweg in Richtung Hochbuschkuppe. Kurz bevor die
Wanderung in den Wald verschwindet, fällt auf der rechten Wegseite eine
große, vollkommen glatte Fläche auf. Hier ist der ehemalige
Sportplatz von Lichtenhain. Heutzutage ist der Fußballplatz auf
die andere Seite des Dorfes verlagert worden und so ist der alte
Platz nur noch eine glatte Ebene vor dem Waldrand. Auch wenn es nicht so richtig auffällt, ist dieser
Weg, auf dem wir uns jetzt befinden, eine
uralte Handelsstraße namens Hohe Straße. Kurz nachdem man den Wald betreten hat, sieht man noch
auf der linken Seite eine Furche, die zu dieser alten Straße
gehört, wahrscheinlich so eine Art Ausweichstelle. Ca. 300 Meter hinter dem Waldrand steht das schon zum Anfang
erwähnte Hinweisschild "Ehemaliges Berggasthaus Hochbuschkuppe". Hier wird
der markierte Weg nach links verlassen und es geht leicht ansteigend bis zur
Spitze der Hochbuschkuppe. Die Gaststätte hier oben ist kurz nach dem 2.
Weltkrieg aufgegeben worden. Aus heutiger Sicht wurde die Gaststätte aber
auch unter sehr ungewöhnlichen Bedingungen (Frischwasser wurde aus einer
nahegelegenen Quelle geholt und eine Kanalisation gab es auch nicht)
betrieben. Bis zur Schließung war diese Gaststätte ein beliebtes
Ausflugsziel für die Sebnitzer. Von der alten Gaststätte ist nur noch relativ
wenig zu entdecken.
Auf
der rechten Wegseite ist noch eine kleine Kuhle mit ein paar Mauerresten.
Irgendwie überkam mich mal wieder die Neugierde und so bin ich in diese
Kuhle gehopst. Hier fielen mir ein paar Ziegelsteine auf, die einfach
nicht so richtig hinpassten und nach einem kleinen Tritt stellten wir
fest, dass es sich um einen dieser neumodischen Schätze des sogenannten Geocaching handelt. Unsere Tochter war super neugierig, was sich in der großen
Tupperbox so alles versteckte und so wurde die Kiste erstmal gründlich
untersucht. Nach dieser kleinen Überraschung mit der
modernen Schatzsuche musste natürlich auch noch nachgesehen werden,
wie
stabil die alten Anker des abgerissenen Aussichtsturms sind. Wenn man sich
vorstellt, dass diese Bolzen seit weit mehr als einem halben Jahrhundert
hier noch im Boden stecken, dann sind sie doch ziemlich gut erhalten. Der
Aussichtsturm hat sehr ähnlich wie der Aussichtsturm auf der
Götzinger Höhe ausgesehen.
Er
war also so eine filigrane Rohrkonstruktion. Das letzte Auffällige hier oben
ist die neue Schutzhütte, die zu einem kurzen Verweilen einlädt.
Gegenüber der Schutzhütte bzw. neben den Resten der Gaststätte
Hochbuschkuppe geht ein Waldweg steil abfallend weiter. Nach etwas mehr
als ¼ Kilometer erreicht man einen breiten Forstweg, der zwischen dem
Parkplatz und dem Panoramaweg verläuft. Außerdem ist dieser Weg mit dem
gelben Strich
markiert und dieser Markierung folgt man nach rechts. Der sogenannte
Sturmsweg erreicht bald den Panoramaweg (Hohe Straße, aber ohne
Autoverkehr), der aber nur überquert wird. Es geht weiter auf der gelben
Markierung. Der
Waldweg fällt leicht ab und ist sehr angenehm zu gehen. Nach ½ Kilometer
erreicht man einen Tümpel, der im Frühjahr von reichlich Kröten bzw. etwas später
von noch viel mehr Kaulquappen bevölkert wird.
Der Wanderwegmarkierung folgend erreicht man bald einen kleinen ehemaligen
Granitsteinbruch. Solche kleineren Steinbrüche findet man an sehr vielen
Stellen der Sächsischen Schweiz. Entweder ist Sandstein oder Granit für den
Hausbau abgebaut worden. Die Wanderung führt weiter runter ins Knechtsbachtal, bis man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt
erreicht. Hier muss man den Bach überqueren, was ganz lustig ist, da die
Überquerung über ein paar im Wasser liegende Steine erfolgt. Hier hat man die erstklassige
Chance reinzufallen, aber zum Glück ist es nur ein kleines Bächlein.
Der grün markierte Weg muss jetzt wieder die Höhenmeter nach oben
absolvieren, die man gerade abwärts gegangen ist.
Der
Abstieg war relativ unauffällig, aber die 50 Höhenmeter fallen schon auf.
Sehr interessant ist, dass auf den letzten paar Metern Feldweg vor
Lichtenhain jedes Frühjahr riesige Stapel Holz lagern. Ziemlich unterhaltsam
ist, wenn man mal versucht zu schätzen, wie viele Holzstämme das sind. Normalerweise liegt man um mehrere Faktoren daneben. Auf den meisten
Holzstapeln in den Wäldern der Sächsischen Schweiz steht die Stückzahl,
sodass man wenigstens nicht selber zählen muss.
Bei der Runde zur Hochbuschkuppe handelt es sich nicht um eine wahnsinnig
tolle Wanderung, sondern eher um einen netten Spaziergang, den man zu allen
Jahreszeiten und auch bei großem Besucheransturm unternehmen kann.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt eine sehr gute Zugverbindung bis nach Bad Schandau und von dort
bietet sich die
Buslinie 260 bis nach
Lichtenhain an.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Von Bad Schandau dann weiter in die Richtung Sebnitz. Zuerst kommen die Ortschaften Altendorf und Mitteldorf. Gleich zum Beginn von Lichtenhain, geht es an der ersten abknickenden Vorfahrsstraße geradeaus, bis fast am Ortsausgang der Kindergarten auf der rechten Straßenseite liegt. Der Parkplatz ist wenige Meter dahinter.
Empfohlener Parkplatz:
Lichtenhain Kindergarten
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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