| Diese Wanderung ist keine von den großen
Touren. Ich selber mache diese Runde sehr gerne, wenn ich gerade in
Altendorf angekommen bin oder an dem Tag keine Lust zu einer riesigen
Wanderung habe. Sie ist sehr erholsam und angenehm ruhig. Mein Startpunkt ist das Haus meiner Schwiegereltern, schräg gegenüber
vom Heiteren Blick in Altendorf. Von dort geht es ein paar Meter auf der Straße nach
Rathmannsdorf bis kurz hinter den Sportplatz von Altendorf.
Der Sportplatz wird in Altendorf auch das "Hanno-Franze-Stadion"
genannt, da Hanno der fleißigste beim Sportplatzbau war. Ihm gehört an
der Stelle ein ganz dickes Lob und es ist immer wieder schön, wenn in
einem Dorf ein paar Bewohner sind, die einen solchen Einsatz zeigen. Aber weiter
mit der Wanderung. Hinter dem Sportplatz geht es rechts auf dem Feldweg die
nächsten 200 Meter. Danach geht es links steil bergan zu einer sehr schönen Aussicht, zum
Adamsberg. Der Berg ist ein beliebtes Ausflugziel von allen Altendorfern.
Er ist extrem einfach zu erreichen und bietet einen perfekten Überblick
über den vorderen Teil der hinteren Sächsischen Schweiz und über die
ganze vordere Sächsische Schweiz. Von der
Aussicht geht es wieder den gleichen Weg zurück runter auf den Feldweg.
Man überquert diesen und wandert nach links an den Schrebergärten den Berg runter.
Hier muss man ein kleines bisschen aufpassen. Auch wenn es so aussieht,
als wenn der Weg am letzten Schrebergarten geradeaus weitergeht, so ist
das falsch. Dort führt der Weg nur zum Bergborn, einer kleinen Quelle, und endet dann
im Nichts. Der Weg führt am letzten Schrebergarten rechts runter auf den Wald
zu. Diesen Weg geht man jetzt den ganzen Berg herunter. Zwischendurch geht
noch mal ein Weg nach links, aber auch der ist eine Sackgasse. Im Tal
angekommen wandert man nach rechts an den Bahngleisen entlang, über eine
kleine Brücke, bis der Weg
nur noch nach rechts und links weitergeht. Beide Richtungen führen zum
gleichen Ziel, wobei ich den Bogen rechts über die große Wiese viel
schöner finde, als an dem Bahndamm weiter zu gehen. Falls irgendjemand den
Weg mit einer Wanderkarte abläuft, so sollte man sich nicht davon irritieren
lassen, dass der Weg in der Mitte der Wiese endet.
Das stimmt ganz sicher
nicht. Nachdem man das Ende der Wiese erreicht hat, geht der Weg über
eine weitere kleine Brücke und dann an dem ehemaligen
Bahnwärterhäuschen über die Gleise. Direkt hinterm Gleis klettert man
auf den Bahndamm
der ehemaligen Schmalspurbahn.
Darauf kann man wunderbar durch das ganze
Schwarzbachtal wandern. Wir folgen der alten Bahnstrecke über ein sehr gut
erhaltenes Viadukt. Ich
bin mal gespannt, wann diese wunderschöne Brücke gesperrt wird, weil
irgendjemand meint, das ist zu gefährlich. Für Leute, die leichte
Höhenangst haben, ist es vielleicht wirklich nicht der richtige Weg, aber
vielleicht sollten die einfach denken, dass sie ja auch nicht von einem
Bürgersteig fallen, und die Brücke hier ist breiter als ein Bürgersteig.
Na ja, ich kann das so einfach sagen, Leute mit Höhenangst werden mich
vermutlich dafür verfluchen. Weiter geht es durch einen der Tunnel
der Schmalspurbahn. So ungefähr 100 Meter hinter dem Tunnel trifft man
auf einen breiteren Weg, dem man nach rechts folgt. Nach 200 Metern durchs
Tal kann man auf der rechten Seite auf das
Großdorfer Raubschloss hoch
kriechen. Oben ist ein Rest eines alten Raubschlosses. Für Kinder
bestimmt ein wunderbarer Abenteuerspielplatz, der auch relativ
ungefährlich ist. Großeltern, die keine Lust zu solchen
Höhenunterschieden haben, können sich auf der Bank am Fuße des Berges
eine kleine Verschnaufpause gönnen, da man auch wieder den gleichen Weg
runter muss. Wieder unten angekommen, geht es
über den breiten Weg weiter in die
Richtung der Sebnitz(-bach). Diese überquert man an einer Stelle, wo früher das
Ausflugslokal Buttermilchmühle gestanden hat. Dieses Lokal ist aber 1985
durch einen Blitz abgebrannt. Vorbei an einem Tümpel, nach ein paar Metern den Hang hoch, erreicht
man eine Stelle, an der es wieder mal nur noch nach links oder rechts geht. Nach
rechts würde man wieder auf den Weg kommen, den man schon auf dem Hinweg
benutzt hat. Also geht es nach links den Berg hoch. Dieses Stückchen ist
das anstrengendste Teilstück dieser Wanderung, da es den Berg wieder hoch
nach Altendorf geht. In Altendorf kommt man auf die Hauptstraße und
wandert die nach rechts, um zum Anfangspunkt der Runde zu kommen.
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