Ich hatte die Wanderung Sebnitzer Wald im März
2005 schon einmal durchgeführt und leider vollkommen unterschätzt, das
Sebnitz einiges höher liegt als Altendorf. Alle Wanderwege waren vereist und
es lag an einigen Stellen noch
hoher Schneematsch. Also habe ich die
Wanderung einen Monat später wiederholt und eine sehr angenehme Runde
verbracht.
Start ist die Forellenschänke in Sebnitz. Es geht auf dem grünen Punkt
vor dem Ferienhaus entlang. Der Weg verläuft oberhalb des Sebnitzer
Urzeitparks und netterweise macht er auch zum Anfang fast keine Höhenmeter.
Nachdem man die ersten 1,2 Kilometer auf dem angenehmen Forstweg unterwegs
war, sieht man auf der linken Seite durch den Wald den Waldsee.
Um zu ihm zu
kommen, muss man den Weg auf der linken Seite wieder im spitzen Winkel ein
paar Meter zurückgehen. Dieser kleine See strahlt aber so eine wunderbare
Ruhe aus, dass man diesen Abstecher nicht auslassen sollte. Leider muss man
dann aber wieder die Strecke zurück, bis zum markierten Weg. Auf diesem Weg
wandert man die nächsten 200 Meter,
dann biegt der markierte Weg nach rechts
ab. Da es aber geradeaus noch zwei interessante Punkt gibt, geht es
geradeaus.
Den ersten Punkt erreicht man schon nach ein paar Metern. Nach links im Wald
liegt die so genannte Hubertuskapelle. Was es auch immer mit diesem Namen
auf sich hat, es muss auf jeden Fall irgendetwas mit Jägern zu tun haben, da
die eigentliche Kapelle, eher ein kleiner Altar/Denkmal hinter der
eigentlichen Jagdhütte ist. An der linken Seite ist auch irgendwie ein
Gestell, an dem mehrere Haken befestigt sind, um anscheinend erlegtes Wild
aufzuhängen. Auch von diesem Punkt muss man wieder auf den Weg zurück, um
dann das nächste Stück der Nixdorfer Straße zu folgen (warum heißt das
eigentlich Straße? Eigentlich ist es eher ein Forstweg, der mit der
Annäherung an die Grenze auch immer schmaler wird. Aber vermutlich war es
früher eine Verbindungsstraße zwischen Sebnitz und Nixdorf gewesen.). Am
Wegesrand steht auf der rechten Seite ein Gedenkstein, der an einen
erfrorenen Wölmsdorfer aus dem Jahre 1841 erinnert. Auf der rechten Seite
verläuft bald ein ganz gerader Weg ins Tal hinunter. Noch geht es aber noch
ein paar Meter weiter, um dann der Ausschilderung Wolfstein zu folgen. Der
Weg geht in einem Bogen um den Felsen herum.
Der Wolfstein ist eigentlich
kein wahnsinniger Berg/Felsen, aber hier oben kann man in aller Ruhe eine
Rast/Picknick machen, da sich in diesen hintern Zipfel von Deutschland nun
wirklich keiner mehr verirrt. Wenn man den Bogen um den Wolfstein
vervollständigt hat, dann geht es jetzt den, eben schon gesehenen Weg, geradewegs ins Tal.
Wenn es runter ins Tal gegangen ist, da muss man natürlich auch wieder den
Berg hoch und so ist es natürlich auch diesmal. In der Senke stößt der grüne
Punkt
wieder auf den Wanderweg und es geht rechts neben der Schutzhütte auf dem
schmalen Weg den Berg hoch. Es ist schon wirklich gemein, wenn der Weg weit
höher geht, als man gerade herunter gegangen ist. Der Anstieg ist ziemlich
steil und anstrengend. Fast oben am Weg angekommen, geht nach rechts ein
kleiner, aber dafür ausgeschilderter Pfad hinein.
Er
führt zu einer Gedenk/Erinnerungstafel für einen Hirsch. An der Stelle soll
1911 seit mehr als 100 Jahren das erste Mal ein Hirsch geschossen worden
sein.
Von dem Gedenkstein geht es wieder zurück zum Weg und dann die paar Meter
bis auf den darüber verlaufenden Weg. Wirklich witzig ist, wenn im besten
Sommer überall Schilder stehen, die auf Langlaufloipen hinweisen. Auf dem
breiten Forstweg geht es nach rechts. Ein ganz gerader Weg verläuft fast
horizontal durch den Wald. Zwischendurch steht noch ein Hinweisschild auf
einen Taufstein von 1637.
Dieses
Becken ist so winzig, dass ich es erst vollkommen übersehen habe. Erst
nachdem ich den ganze Bereich genauer untersucht habe, war mit klar, dass
diese kleine Mulde in dem Stein damit gemeint gewesen ist. Dieser Taufstein
wurde in der Zeit des Krieges für Neugeborene von Sebnitzern, die sich hier
oben im Wald versteckten, für die Taufe benutzt. Also ist eigentlich nicht
der Taufstein, die wirklich große Attraktion, sondern die Erinnerung an
einen Krieg bzw. eine Ermahnung, dass so ein Mist nie wieder passieren soll.
Vom Taufstein geht es auf den breiten Forstweg wieder zurück, um nach links
weiter auf der grünen Wanderwegmarkierung zu gehen.
Der
Weg geht über einen Haken den Berg herunter und erreicht Sebnitz wieder an
dem Naherholungsgebiet Forellenschänke. Das Naherholungsgebiet ist in der
letzten Zeit aufwendig verschönert worden. Inzwischen sind einige ganz neue
Spielgeräte für Kinder aufgestellt worden und ein Trimm-dich-Pfad mit
insgesamt 21 Stationen. Im Frühjahr 2005 waren alle Stationen und Geräte in
einem einwandfreien Zustand. Ich hoffe, dass bleibt auch noch lange so.
Unterhalb des
Naherholungsgebiets erreicht man dann den Ausgangspunkt der
Wanderung wieder.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau
kann man mit der Regionalbahn bis nach Sebnitz fahren und vom Bahnhof dann
mit dem Stadtbus der
Linie T bis zur Haltestelle Dr. Petzold Bad fahren. Von da geht es zu
Fuß in die Richtung Urzeitzoo.
Auto:
Mit dem Auto fährt man über B 172 bis Bad Schandau. Von Bad Schandau geht es über Altendorf, Mittelndorf und Lichtenhain nach Sebnitz. In Sebnitz hält man sich an die Beschilderung Grenzübergang. Ca. 50 Meter vor dem Grenzübergang geht es rechts den Berg hoch zum großen Parkplatz der Forellenschänke.
Empfohlener Parkplatz:
Forellenschenke
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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