|
1755 |
In der Königsteiner Chronik wird der
Felsen unter dem Namen Jungfernstein im Zusammenhang mit folgender Sage
genannt:
“Der Tradition nach aber ist die steinerne Jungfer das immerwährende Merkmal
eines Strafgerichts, nach welchem es geschehen seyn soll, dass eine Mutter
ihre Tochter Sonntags habe heißen in die Kirche gehen, die Tochter aber sey
währender Kirche auf den Pfaffenstein in die Heydelbeere gegangen, und als
die Mutter daselber angetroffen, habe sie die Tochter im Zorn verwünscht,
dass sie müsse auf der Stelle zum Stein werden; worauf solches
augenblicklich also geschehen, und daher diese zum Stein gewordene Jungfer
auf immer allhier stehe, und mit ihrem Steinbilde alle ungehorsame Kinder
warne.“ |