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Die Wanderung Bernhardstein beginnt in der Ortsmitte von Langenhennersdorf.
Hier befinden sich gleich mehrere kleine Parkplätze, die alle
irgendwie ohne jegliche Beschränkung bzw. Parkplatzgebühren sind. Anscheinend wird
der Ort noch nicht so von den Besuchermassen bevölkert, dass man
regulierend eingreifen müsste. Die Wanderung startet von der
Ortsmitte in
südlicher Richtung auf der Fahrstraße nach Bahra. Gleich an der zentralen
Kreuzung liegt der riesige Gebäudekomplex des Schlosses Langenhennersdorf mit dem
angeschlossenen Rittergut. Leider ist die beste Zeit dieser Gebäude vorbei.
Heutzutage fristet dieser riesige Hof ein trostloses Dasein, aber vielleicht
findet sich ja in den nächsten Jahren noch eine sinnvolle Verwendung.
Markiert ist der Weg mit dem grünen Punkt
. Die Straße steigt leicht an
und auf der rechten Straßenseite stehen kurz vor dem Ortsausgang ein paar
riesige Häuser, die nicht wie verlassene Wohnhäuser, sondern eher wie ein
ehemaliges Ferienheim aussehen. Die nächsten 1,1 Kilometer sind der
hässlichste Abschnitt der gesamten Wanderung, aber trotzdem noch zu ertragen.
Nach dieser Strecke auf der Straße biegt nach links der erste Weg ab. Der
sogenannte Ebschenweg führt auf einem Feldweg leicht ansteigend aufwärts.
Auf der rechten Wegseite befindet sich ein dichtes Gestrüpp,
das bestimmt
von gigantisch vielen Tieren bewohnt wird. Nach ¼ Stunde auf diesem
Weg erreicht man einen ehemaligen Kälberzuchtbetrieb. Der Kalbenhof ist
leider im Jahre 2008 nicht mehr in Benutzung, aber was diesem Ort nicht
verloren geht, ist die gigantische Aussicht. Die Wanderung geht hinter den
Häusern und dem Stall weiter den Hügel hinauf. Anfangs ist dieser Feldweg mit
Betonplatten ausgelegt, danach kann man den markierten Wanderweg überhaupt
nicht mehr erkennen, da einfach nichts auf dem Feld ist, woran man die
Markierung anbringen könnte. Der Weg erreicht bald einen normalen
Feldweg, auf dem es nach links weiter geht. Hier ist die
Wanderwegmarkierung auch wieder zu finden. Der Weg streift knapp die
Panoramahöhe von Hermsdorf, man hat einen super Ausblick von hier oben.
Als erstes gibt die
Panoramahöhe die Sicht auf den Pfaffenstein und einen
ungewöhnlichen Blick auf die Barbarine frei. Darüber haben wir uns schon
riesig gefreut. Auf den nächsten paar Metern tauchte dann der Lilienstein und
dann noch die
Festung
Königstein im Blickwinkel auf. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet
und unsere Überraschung und Freude war wirklich groß. Kurz hinter
dieser schönen Aussicht trifft der Wanderweg auf eine Fahrstraße. Auf dieser
Straße geht es 300 Meter nach rechts, bis nach links die Bergstraße abbiegt.
Diese Dorfstraße geht’s bergab, bis zur nächsten Vorfahrtsstraße. Hier biegt
die Wanderung nach links auf die Schulstraße ab. Eine Informationstafel
klärt darüber auf, dass die Schulstraße früher eine der vielen
Eisenstraßen
zwischen Berggießhübel und Bielatal war und eine weitere Informationstafel
klärt über die Schulgebäude auf der rechten Straßenseite auf. Jetzt
folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung blauer Strich
. Die eigentliche Hauptfahrstraße biegt nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter
geradeaus in die Richtung des Bernhardsteins. An der abbiegenden Fahrstraße
klärt eine weitere Tafel über ein paar Eckdaten der Gemeinde Rosenthal-Bielatal auf. Zuerst geht es noch an ein paar Häusern vorbei, aber
schon nach wenigen Metern geht es aus dem Ort hinaus. Bald erreicht man den
kommunalen Friedhof mit einer Tafel über die
Vergangenheit des Friedhofs. Der Friedhof liegt hier ziemlich idyllisch
am Fuße des Bernhardsteins und der Vorplatz des Friedhofs verführt, weiter vor dem
Friedhof entlang zu gehen. Der markierte Wanderweg steigt aber an der linken
Seite vor dem Friedhofszaun bergaufwärts. Man wandert von der südlichen
Seite erst mit einer leichten Steigung bis an den Felsfuß und dann über ein
paar Stufen bis auf den Felsen. Die Aussicht
Bernhardstein
liegt ein wenig versteckt, ist aber nach kurzer Zeit gefunden und dann kann
man ein sehr schönes Panorama genießen. Von der Aussicht kann man zwar nur
nach Norden und Osten blicken, aber dort sind auch die interessantesten
Felsen der Sächsischen Schweiz zu sehen. Was auch noch ganz hervorragend an
dem Bernhardstein ist, ist die wunderbare Ruhe hier oben. Auf der Aussicht
bzw. dem Zugang bis auf den Felsen trifft man ganz selten andere Wanderer
und dadurch kann man die Landschaft ungestört genießen.

Die Wanderung führt gleich an der Aussicht wieder runter vom Bernhardstein
und weiterhin auf dem blauen Strich in die Richtung des Labyrinths. Das
Labyrinth ist eigentlich genau das Gegenteil vom Bernhardstein, da es hier
keine Aussicht, keine Ruhe, aber dafür jede Menge Spaß für den Nachwuchs
gibt. Wer einmal mit seinen Kindern am Labyrinth gewesen ist, wird immer
wieder hören, dass man dort noch einmal hin muss. Die vielen Gänge und
Höhlen sind ein wahres Paradies für die Zwerge. Die Wanderung verlässt an
dem gut ausgebauten Forstweg die blaue Markierung und folgt nach rechts für
ein kleines Stück von 300 Metern der grünen Markierung
.
Die grüne Markierung ist eine Sondermarkierung in diesem Bereich, da sie
auch noch ein "L" für Labyrinth beinhaltet. Der markierte Weg führt auf die
gegenüberliegende Seite des Labyrinths und biegt hier vollkommen unscheinbar
nach rechts ab. Die Wanderung geht aber weiter geradeaus auf dem breiten
Forstweg, um nach weiteren 300 Metern wieder auf den grünen Punkt
zu stoßen. Auch diesmal folgt man dem bekannten Wegzeichen nach rechts auf
dem Gründeweg. Die Wanderung verläuft sehr angenehm ca. 1,8 Kilometer (20
Minuten) auf dem markierten Weg, bis nach links ein breiter Waldweg abbiegt.
Hier verlässt man den markierten Weg und wandert ein kurzes Stück unmarkiert
weiter. Nach wieder mal 300 Metern stoßen von rechts die beiden gelben
Markierungen Strich
und Punkt
zur Wanderung dazu. Es geht weiter mit den beiden Markierungen, bis nach ¼
Kilometer nach links ein Weg mit dem Namen Schneise 39 abbiegt. Hier werden
die Markierungen schon wieder verlassen und man wandert ½ Kilometer bis zur
Zufahrtsstraße des Schacht 398. Der Schacht 398 ist einer der beiden
größeren Schächte des ehemaligen Uranbergwerks. Die kompletten obertägigen
Gebäude sind in einem Wald gelegen und bei weitem nicht so gut zu sehen wie
die Anlagen bei Leupoldishain. Die Wanderung soll aber auch nicht zu diesen
Relikten des Bergbaus gehen, sondern nach rechts in die Richtung Landstraße
zwischen
Langenhennersdorf und Hermsdorf. Diese Straße wird aber nur überquert, um
gegenüber dem Wegweiser zum Napoleonstein zu folgen. Diese kleine aber
schöne
Aussicht
liegt nur 200 Meter von der Landstraße entfernt im Wald versteckt. Von
dieser Aussicht kann man einen ganz hervorragenden Überblick über
Langenhennersdorf gewinnen. Von hier oben ist auch das Foto, weiter oben in
der Beschreibung, vom Schloss bzw. Rittergut in Langenhennersdorf
aufgenommen. Die Wanderung geht wieder ein kleines Stück auf dem gleichen
Weg zurück, bis nach links ein unscheinbarer Pfad absteigt. Man steigt über
ein paar Stufen von den Kaiserwänden ab, und nach ungefähr ½
Kilometer erreicht man einen breiteren Weg. Hier folgt man der
Wanderwegmarkierung gelber Strich
den Berg weiter abwärts. Die Wanderung erreicht bald das Ortszentrum von
Langenhennersdorf und damit den Anfangspunkt der Wanderung. Damit ist eine
sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die über den größten Teil der
Strecke extrem ruhig ist und auch gleich mehrere Male eine spitzenmäßige
Aussicht bietet.
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