Startpunkt
Die markanten Felsformationen der Sächsische Schweiz
werden von kreidezeitlichen Sandsteinen aufgebaut, die bis nahezu 100 Mio.
Jahre alt sind. Nach ihrer Entstehung waren sie langfristig der Verwitterung
und Abtragung ausgesetzt. Die Elbe und ihre Nebenflüsse haben sich seit
Beginn der Eiszeit tief in das Gestein eingeschnitten und formten über einen
langen Zeitraum hinweg das reizvolle Landschaftsbild, so wie es sich heute
darstellt. Weitere Auswirkungen der Eiszeit überprägten das Gebiet
oberflächlich. Anfänglich stießen die skandinavischen Gletscher bis in
diesen Raum vor und hinterließen ihre Spuren (Elster- Eiszeit). Die
Eisvorstöße (Saale/Weichsel- Eiszeiten) endeten weiter nördlich, jedoch
herrschten im Vorgletscherbereich Bedingungen, die das Landschaftsbild
beeinflussten. Ausgedehnte nahezu vegetationslose Steppen waren zeitweilig
starken Winden ausgesetzt. Diese waren in der Lage, Sand und Staub
fortzuwehen und andernorts wieder abzulagern. Dabei wurde auch die
Sächsische Schweiz von Staubschleiern, dem so genannten Löss überzogen, der
stellenweise Schichtdicken im Meterbereich erreichen konnte. Auch der Löss
unterlag anschließend der Verwitterung und Abtragung. Heute findet man den
daraus entstandenen Lösslehm nur noch in ebener Lage sowie in
erosionsgeschützten Hangpositionen.
Schematischer geologisch- bodenkundlicher Schnitt
entlang des Bodenlehrpfades.
