Podsolierung (Sauerbleichung)
Humus-Eisen-Podsol aus grusführendem Verwitterungssand
über (anstehendem) Sandstein
Der
Boden dieses Standortes hat sich an Ort und Stelle aus
Verwitterungsprodukten des anstehenden Sandsteins bebildet. Seine
Entstehungszeit, einschließlich der Verwitterung des Sandsteins, betrug ca.
20.000 Jahre, begann also bereits in der letzten Eiszeit.
Der Sandstein der Sächsischen Schweiz besitzt von Natur
aus zumeist wenig Säure bindende Bestandteile. Der aus dem Gestein durch
Verwitterung entstandene Sand (1) wird deshalb als »sauer« bezeichnet.
Eindringendes saures Niederschlagswasser konnte deshalb Eisen, Humus und
Mineralsalze zu lösen. Dadurch entstanden unter der Bodenoberfläche grau
gebleichte Zonen, so genannte »Auswaschungshorizonte«. Zur Tiefe hin nimmt
des Säuregrad des Bodens ab, was zur Wiederausfällung der gelösten
Bestandteile führt. Dort bilden sich rostfarbene bis schwarzgraue Steifen
(2). Den gesamten säureinduzierten Auswaschungs- und
Wiederausfällungsprozess nennt man in der Fachsprache »Podsolierung« (in
Deutschland früher auch »Sauerbleichung« genannt), den dadurch entstandenen
Bodentyp »Podsol«. Die aus dem Russischen stammende Bezeichnung (»unter
Asche«) charakterisiert das Erscheinungsbild des Bodens anschaulich.
Entsprechend den Bodenverhältnissen finden sich in der
Umgebung Pflanzen, die Säure und Nährstoffarmut vertragen (Adlerfarn,
Heidelbeere, Drahtschmiele). Die standorttypische Baumart ist die (Sand-)
Kiefer.