Bodenwasserverhältnisse
Gley-Stagnogley aus grusführendem Sand über Grussand
aus Sandstein
Die
geologischen Verhältnisse der Untergrundes geben unter natürlichen
Verhältnissen in weiten Teilen der Landschaft die ökologischen
Rahmenbedingungen vor. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. An diesem
Standort führt der geologische Aufbau des Untergrundes dazu, dass Wasser in
die Geländeoberfläche tritt. Innerhalb einer flachen Verebnungsfläche vor
einem Hangknick wurde die ehemals vorhandene Lösslehmdecke frühzeitig
abgetragen. In vorverwittertem Sandstein über einer Tonbank abfließendes
sauerstoffreiches Hangwasser tritt direkt zu tage aus und bildet dabei einen
ortsteinähnlichen Eisenausfällungshorizont (1). Dieser wirkt wiederum als
Staukörper, so dass die überlagernden Bodenhorizonte fast ganzjährig
wassererfüllt sind. Bedingt durch saure Umgebungsbedingungen und
zeitweiligen Luftmangel durch »stagnierende« Nässe ist die biologische
Aktivität der oberen Bodenhorizonte stark eingeschränkt. Dadurch kommt es
zur Ansammlung von organischem Material. Der dabei entstandene Bodentyp wird
als Stagnogley bezeichnet. Der Begriff »Gley« geht auf das norddeutsche Wort
»Klei« (entwässerter Schlick) zurück.
Die Forstwirtschaft hat auf die Vernässung mit
Rabattenpflanzungen und Entwässerungsgräben reagiert.
In der Umgebung des Profils befinden sich größere
Bestände des Europäischen Siebensterns, einer typischen Pflanze des höheren
Erzgebirges.